Rechtsanwalt
Bild: Paul von Stroheim / IMAGO

Schon mal eine knifflige Rechtsfrage gegoogelt? Viel Zeit vergeudet, aber nichts gefunden? Eigentlich müsste man einen Anwalt fragen. Aber wie stellt man das an – ohne gleich viel Geld los zu sein? Noch ist ja unklar, ob man tatsächlich im Recht ist. Ob es sich überhaupt lohnt. Das Gute ist: Du kannst Dich von einem Anwalt ohne großen Aufwand beraten lassen – sogar kostenlos.

Viele Anwälte bieten inzwischen die rechtliche Ersteinschätzung gratis an. Du musst nur einen passenden finden. Denn Anwälte sind hochspezialisiert, der eine kennt sich vielleicht bestens im Eherecht aus, die andere im Miet- oder Arbeitsrecht. Dafür gibt es Vermittlungsportale. Wir haben sie für Dich untersucht.

 

Das gibt es: Anwälte beraten kostenlos

Für eine schnelle, kostenlose Anwaltsauskunft empfehlen wir die drei Portale Klugo*, Advocado* und Yourxpert*. Sie vermitteln Rechtsanwälte, die als besonderen Service ein kurzes Gratis-Gespräch anbieten. Auf der Website der Anwaltsvermittler gibst Du Deine Frage ein, kannst ein Dokument hochladen und erhältst dann idealerweise eine telefonische Rechtsauskunft – eine gute und einfache Möglichkeit, sich schlau zu machen.

Acht Anwaltsvermittler haben wir untersucht. Sie mussten uns einen Fragebogen zufriedenstellend beantworten, drei davon haben wir dann Tests mit zwei konkreten Fällen unserer Leserinnen und Leser unterzogen.

 

Unsere neue Empfehlung: Klugo

Klugo hat uns besonders überzeugt. In unserer Stichprobe erhielten wir über das Portal fundierte Antworten. Wir bekamen persönliche Gespräche mit Anwälten vermittelt und konkrete Hilfe für mögliche Schritte. Die Anwälte hielten sich mit Werbung zurück, konzentrierten sich auf die Auskunft – so wie man es sich wünscht.

Manchmal findet sich über die Portale kein passender Anwalt, aber einen Versuch ist es wert. Es kann sein, dass Dir die Anwältin nach dem Gespräch ein Angebot für eine kostenpflichtige Beratung schickt – aber das ist in Ordnung. Schließlich ist es ja möglich, dass Du tatsächlich willst, dass sie Dich vertritt. Wichtig ist: Du verpflichtest Dich zu nichts. Du kannst Dir immer noch überlegen, wie Du vorgehst. Und auch jemand anderen beauftragen. Hier ein Überblick, was das dann kosten kann.

Wer eine Rechtsschutzversicherung hat, ist im Vorteil: Dort gibt es oft auch eine Anwaltshotline für die Versicherten.

 

Nicht sinnlos im Netz suchen

Übrigens, bevor Du mühsam das Internet durchkämmst: Viele Seiten sind nicht seriös, und es ist oft schwer, die guten von den schlechten zu unterscheiden.

Wir von Finanztip bieten zahlreiche Ratgeber zu typischen Verbraucherthemen an. Sehr oft mit Musterschreiben oder Musterverträgen – vom Arbeitsvertrag über Elterngeld bis hin zum Berliner Testament. Gib einfach im Browser hinter Deinem Suchwort „site:finanztip.de“ ein. Dann zeigt Dir Google nur Treffer auf unseren Seiten an. Oder Du suchst direkt auf finanztip.de. Dazu kannst Du oben rechts das Lupen-Symbol anklicken.

Zum Ratgeber

Britta Beate Schön
Autor

Stand:

Britta Beate Schön ist bei Finanztip für sämtliche Rechtsthemen zuständig. Die promovierte Juristin und Rechtsanwältin war als Leiterin der Rechtsabteilung bei Finanzdienstleistern wie der Telis Finanz AG und der Interhyp tätig. Vorher lehrte und forschte sie in Japan als DAAD-Junior-Professorin für deutsches und Europarecht. Ihr Studium absolvierte sie in Münster, Genf, Regensburg und Leipzig.

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