Imbisswagen
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Die Große Koalition lässt die Krankenversicherung wieder von Arbeitnehmern und -gebern zu gleichen Teilen bezahlen: Ab 2019 wird auch der Zusatzbeitrag nicht mehr nur vom Arbeitnehmer, sondern von beiden gemeinsam getragen. Wenn Sie angestellt sind, spart Ihnen das je nach Kasse und Einkommen im Schnitt 0,5 Prozentpunkte an Beiträgen: bis zu 300 Euro im Jahr.

Noch mehr Auswirkung hat eine Änderung für Selbstständige: Es geht um den Mindestbeitrag zur Krankenversicherung, genauer gesagt: um die Bemessungsgrundlage dafür. Bislang lag die bei 2.284 Euro im Monat. Liegt Ihr Einkommen als Selbstständiger darunter, zahlen Sie trotzdem so viel für die Krankenversicherung, als würden Sie 2.284 Euro verdienen. Besonders hart traf das Solo-Selbstständige wie Taxifahrer, Kioskbesitzer oder Grafiker. Mindestens 400 bis 420 Euro gingen für die Krankenversicherung drauf.

Künftig werden Selbstständige in diesem Punkt anderen freiwillig gesetzlich Versicherten gleichgestellt. Dadurch sinkt für 2019 die Bemessungsgrundlage auf 1.038 Euro. Statt 400 bis 420 Euro zahlen kleine Selbstständige ab dem nächsten Jahr 182 bis 191 Euro für die Krankenkasse.

Wird Ihr Leben als Selbstständiger dadurch leichter? Überlegen Sie, ob Sie nicht doch in die private Krankenversicherung wechseln sollten? Schildern Sie uns Ihre Situation in der Community und diskutieren Sie mit anderen Finanztip-Lesern darüber.

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6 KOMMENTARE

  1. Sie hatten in der Vergangenheit immer einmal wieder über die Kosten bzw. Mehrkosten (bei einer Hausversicherung) über Elementarversicherung geschrieben. Wenn ich mich recht erinnere, sollten die Mehrkosten relativ gering sein. Können Sie mir einen Link zu diesen Artikeln senden? Vielen Dank.

  2. Was ist dass denn für eine Berichterstattung?
    Ist dass eine neue Kultur in FINAZ-TIP?
    Sorry; die gesamt-Thematik über eine Herrabsetzung der Bemessungsgrundlage für die Krankenversicherungsbeiträge wurde leider nur reißerisch an der Oberfläche gekratzt.
    Darstellung des Status-Quo, eine Gegenüberstellung alt-neu etc. Fehlanzeige.
    Ich würde mir eine objektive Darlegung der Fakten und die Mitteilung und Auswirkung über (bevorstehende) Änderungen wünschen.
    Gibt es eine Gruppe, für die ein Handlungsbedarf empfohlen wird?

    Informationsgehalt dieses Beitrages ist meiner Einschätzung gleich null!
    Die weiterführende Kommunikation in der Community driftet leider in gesetzlich Vesicherung vs. privat ab, aber leider auch ohne konkrete Inhalte ablesen zu können.

    Ich verstehe es nicht. Werden die Artikel bei Ihne nicht „qualifiziert“ gegegelesen?

    Herzlichst Ihr
    Thomas Göllner

  3. Hallo,
    die Krankenversicherung wird in 2019 je zur Hälfte vom Arbeitnehmer und Arbeitgeber übernommen.
    Wie steht es eigentlich mit ben Rentnern? Müssen diese weiterhin den K-Beitrag allein aufbringen?
    Dann würden die kinderlosen Rentner mit mindestens 1,0 % insgesamt belastet.
    Gratuliere der Regierung unter Herrn Spahn. Er muss sich ja profilieren auf Kosten der Rentner.
    MfG
    P.Koch

  4. Ich hätte ein Frage zur Privaten Krankenversicherung, ist dieses Gesetz auch für Selbständige die in einer Privaten Krankenversicherung ( Debeka Mon.450.- ) versichert sind gültig ?

  5. Das würde ich gerne wissen. Auch interessiert mich, wie es sich mit der Zahlung der Beiträge für Kranken- und Pflegeversicherung verhält.
    Ich bin gerade Rentnerin geworden und habe mich schon gewundert, dass ich dermaßen viele Abzüge, quasi wie während meines Erwerbslebens, zahlen muss.

  6. […] Der wichtigste Vorteil ist die Änderung der Aufteilung der Krankenkassenkosten. Weil künftig die Arbeitgeber und die Rentenkasse wirklich wieder die Hälfte zahlen, profieren die meisten der 56 Millionen Mitglieder der Krankenkassen. Bei 3000 Euro Bruttogehalt bleiben übers Jahr bei einem Prozent Zusatzbeitrag 180 Euro mehr in der Haushaltskasse. Und dabei ist noch gar nicht berücksichtigt, dass man auch die Krankenkasse wechseln kann. Die günstigsten Kassen nehmen 1,2 Prozent weniger Beitrag als die teuersten. Hier sind nochmal knapp 220 Euro im Jahr drin. […]

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