Arzt
Bild: gradyreese, Getty Images

Selbstständige kennen das Problem: Für Altersvorsorge und Krankenversicherung ist man selbst verantwortlich. Will man im Ruhestand gut abgesichert sein, muss man schon während des Berufslebens einige Entscheidungen treffen. Auch unser Leser Hendrik schrieb uns, weil er sich Gedanken um seine Krankenversicherung im Alter machte.

So wie viele Freiberufler zahlt Hendrik als Arzt nicht in die gesetzliche Rentenversicherung ein. Er spart über das berufsständische Versorgungswerk für die Rente an. Daneben hat er sich für die freiwillige Mitgliedschaft in einer gesetzlichen Krankenkasse entschieden.

Das Problem an dieser Konstellation: Wer keine gesetzliche Rente bezieht, profitiert im Alter nicht von der günstigen Krankenversicherung der Rentner. Damit müsste Hendrik als freiwillig Versicherter nicht nur Krankenkassenbeiträge auf die spätere Rente aus dem Versorgungswerk zahlen, sondern auch auf alle anderen Einkünfte im Alter, also auch Mieten oder Kapitaleinnahmen.

Es gibt allerdings eine Möglichkeit, in die Krankenversicherung der Rentner (KVdR) zu kommen: Hendrik muss einen Anspruch auf gesetzliche Rente erwerben. Das geht, indem er mindestens fünf Jahre freiwillig Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlt. Das muss nicht am Stück passieren und es reicht der Mindestbeitrag von knapp 84 Euro im Monat. Bleibt er in der zweiten Hälfte seines Berufslebens 90 Prozent der Zeit (freiwillig) gesetzlich krankenversichert, kommt er als Rentner in die KVdR. Und zahlt dann auf viele Einkünfte gar keine Abgaben.

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Sara Zinnecker
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Sara Zinnecker ist Redakteurin im Team Bank & Geldanlage. Nach ihrem Volontariat an der Georg von Holtzbrinck-Schule für Wirtschaftsjournalisten schrieb sie beim Handelsblatt über Geldanlage und Altersvorsorge. Zuvor studierte Sara Zinnecker in Nürnberg, Italien und Portugal internationale Volkswirtschaftslehre mit Diplom-Abschluss, arbeitete bei Lokalzeitungen sowie der Süddeutschen Zeitung.

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