Familie beim Herbstspaziergang
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Während der vergangenen zehn Jahre lag die Inflation bei insgesamt 14 Prozent. Das ist gar nicht so viel und trotzdem hat das zu einer schleichenden Steuererhöhung geführt. Denn die Freibeträge und auch das Kindergeld stiegen nicht im selben Maße mit. Das ändert sich jetzt: Mit dem zweiten Familienentlastungsgesetz findet nicht nur eine Anpassung statt, Eltern werden nun tatsächlich etwas bessergestellt. Das Gesetz nahm heute im Bundesrat die letzte Hürde.

Im Einzelnen: Ab Januar bekommst Du automatisch 15 Euro mehr Kindergeld pro Monat und Kind überwiesen. Der Kinderfreibetrag wird entsprechend erhöht. Eine der beiden Komponenten davon ist der Betreuungsfreibetrag. Und der steigt sogar um 10 Prozent; das hilft allen Familien, besonders aber Alleinerziehenden.

Denn Alleinerziehende können den Betreuungsfreibetrag vom Ex-Partner übernehmen. Das Besondere dabei: Das Kindergeld wird nicht wie üblich von der Erstattung abgezogen. Der andere Elternteil kann der Übernahme nur widersprechen, sofern er dem Finanzamt nachweist, dass er das Kind zu mehr als 10 Prozent betreut hat.

Mit der Entlastung für Familien hat die Große Koalition auch gleich den Tarif für die Einkommensteuer angepasst. Der Grundfreibetrag, auf den Du keine Steuern zahlen musst, steigt um 3,5 Prozent auf 9.744 Euro im Jahr.

Das entspricht dem sogenannten Existenzminimum und gilt auch als Höchstbetrag für Unterhalt an Kinder, für die kein Kindergeld mehr fließt. Die Höhe des Unterhalts, den Du nach der Düsseldorfer Tabelle für Dein Kind zahlen musst, wurde ebenfalls angehoben. Je nach Altersstufe musst Du 15 bis 20 Euro mehr pro Monat zahlen.

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Florian Machnow
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