Wohngeld
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Ab 2021 können mehr Haushalte Wohngeld beziehen. Und wenn Sie bereits Wohngeld erhalten, erhöht es sich wahrscheinlich. Denn erstmals werden ab Januar Heizkosten pauschal berücksichtigt: Für ein Paar sind es beispielsweise 18,60 Euro; für eine fünfköpfige Familie 29,40 Euro. Je nach Einkommen und Miete dürften Sie in der Regel 10 bis 20 Euro mehr Wohngeld pro Monat bekommen. Falls Sie bisher knapp unter der Bemessungsgrenze lagen, können Sie den Zuschuss ab Januar erstmals bekommen. In der Corona-Krise hat das Bundesinnenministerium die Wohngeld-Stellen angewiesen, das Verfahren zu vereinfachen. Sie können bei vielen Wohngeld-Stellen Ihren Antrag einfach per E-Mail oder Telefon stellen.

Mit dem verbesserten Wohngeld will die Politik die Belastung verringern, die der CO2-Preis auf Heizöl, Erdgas und Fernwärme mit sich bringt. 2021 soll zunächst ein Preis von 25 Euro pro ausgestoßene Tonne Kohlendioxid gelten – so hat es die Bundesregierung diese Woche beschlossen. Ob sich die pauschalen Heizkostenbeträge beim Wohngeld jedes Jahr im Gleichschritt mit der neuen Steuer erhöhen, ist noch offen. Der Bundesrat hat dies zumindest angeregt.

Geben die Energielieferanten die CO2-Kosten an Sie weiter, sollten Sie das mit 10 bis 20 Euro mehr Wohngeld jeden Monat voll ausgleichen können. Entlastung könnte es zusätzlich noch von anderer Seite geben, und zwar für alle Verbraucher: beim Strom. Mit Einnahmen aus der CO2-Steuer fördert der Staat ab 2021 die erneuerbaren Energien. Auch dies hat die Bundesregierung diese Woche festgezurrt. Das könnte Spielraum schaffen, um die Ökostrom-Umlage nächstes Jahr stabil zu halten – und in den folgenden Jahren zu senken. Mitte Oktober wird die künftige Höhe bekanntgegeben.

Ines Rutschmann
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Stand:

Ines Rutschmann ist unsere Energie-Expertin und widmet sich allen Fragen, die sich Verbraucher rund um Strom und Heizen stellen. Über den Strommarkt berichtete sie erstmals 2005 für die Leipziger Volkszeitung. Danach war sie für den Deutschlandfunk und das Solarstrom-Magazin Photon tätig. Ines ist Diplom-Ingenieurin (FH) und hat einen Masterabschluss in Energiemanagement.

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