Berlin
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Die Berliner Landesregierung will in der kommenden Woche die Eckpunkte eines Mietendeckels festklopfen. Der Grund: In den vergangenen zehn Jahren haben sich die Mieten in Berlin fast verdoppelt. Mit dem Mietendeckel soll für die mehr als 1,6 Millionen Mietwohnungen von 2020 bis 2025 grundsätzlich keine Mieterhöhungen mehr erlaubt sein.

Das könnte auch Mieter oder Vermieter außerhalb Berlins betreffen. Der Berliner Senat will nämlich eine Verfassungsänderung des Jahres 2006 nutzen, die so etwas allen Bundesländern erlaubt. Andere Länder könnten also folgen.

Von einem Mietendeckel profitieren besonders alteingesessene Mieter mit niedriger Bestandsmiete. Problematisch ist dagegen: Vermieter, die die Miete bereits bis zum Anschlag erhöht haben, können den Deckel locker verschmerzen. Und ihren Mietern nützt er wenig. Vermieter allerdings, die in den vergangenen Jahren nicht jede Möglichkeit zur Erhöhung genutzt haben, sind gekniffen.

Der Vermieterverband „Haus und Grund“ legt seinen Mitgliedern sogar nahe, noch schnell die Miete zu erhöhen. Berlins Wohnungssenatorin Katrin Lompscher (Linke) ist allerdings der Auffassung, dass solche Last-Minute-Mieterhöhungen nicht mehr gültig werden, sofern die Mieter nicht zustimmen bevor der Senat das Gesetz kommende Woche offiziell ankündigt.

Klar ist natürlich auch: Der Mietendeckel löst nicht das Problem, dass es in den Metropolen einfach zu wenige Wohnungen gibt.

Egal ob der Mietendeckel kommt: Wir empfehlen Mietern, sich gegen ungerechtfertigte Mieterhöhungen zu wehren. Unser Ratgeber Mieterhöhung ist vergangenes Jahr über 500.000 Mal abgerufen worden. Unser Ratgeber Mietpreisbremse 70.000 Mal. Nutzen Sie Ihre Rechte!

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Hermann-Josef Tenhagen
Autor

Stand:

Als Chefredakteur verantwortet Hermann-Josef Tenhagen alle Inhalte und die grundsätzliche Ausrichtung von Finanztip. Er war 15 Jahre Chefredakteur bei der Zeitschrift Finanztest (Stiftung Warentest). Davor war er unter anderem Nachrichtenchef der Badischen Zeitung und stellvertretender Chefredakteur bei der taz. Er studierte Politik, Volkswirtschaft, Pädagogik und Literaturwissenschaften.

1 Kommentar

  1. Sehr geehrter Herr Tenhagen,
    zu dem Thema Gold haben viele Menschen eine andere Meinung.
    Wenn sie z.B am Anfang der 2000 Jahre, ich rede hier so von den Jahren 2004, 2005 Gold gekauft haben mußte man für eine Krügerrandmünze beispielsweise um die 500 Euro bezahlen.
    Heute bekommen sie beispielsweise für die selbe Münze beim Verkauf gute 1270 Euro. Sie müssen den Gewinn nach einem Jahr Haltedauer auch nicht versteuern. Bei Akienverkäufen fällt auf den Gewinn eine 25% Steuer an. Und auch bei Aktien besteht auch immer ein Risiko siehe z.B Nikkei Index in Japan. Wer da in den 80 er Jahren auf Aktien gesetzt hat ist richtig arm geworden. Der Nikkei hat heute
    30 Jahre später immer noch nicht seine Verluste von damals aufgeholt. Gold schützt auch vor Inflation und Abwertung einer Währung. Wenn man sich die ganzen Schulden in Europa ansieht
    ist es für viele nur noch eine Frage der Zeit bis der Euro kollabiert.
    Deswegen kann ich auch nicht verstehen warum Aktien immer so gehypt und Gold immer verteufelt werden. Ich persönlich bin mit dem gelben Metall immer gut gefahren.

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