Mietwohnungen in Berlin
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„Mietsenkung erfolgreich!“ Die erfreuliche E-Mail erreichte Johanna Anfang Mai. Ab sofort zahlt sie nur noch knapp 270 Euro netto Kaltmiete für ihre kleine 45-qm-Wohnung und spart damit jeden Monat fast 130 Euro. Möglich machte das die Mietpreisbremse und ein Rechtsdienstleister – Johanna hatte auf Finanztip davon gelesen.

Die junge Mieterin zahlte laut Mietspiegel zu viel für ihre Region. Zunächst hatte Johanna versucht, ihr Recht gegenüber dem Vermieter, einer luxemburgischen Immobilienfirma, alleine durchzusetzen. Doch das war schwierig: Briefe wurden von der Hausverwaltung erst nach Wochen beantwortet, wenn überhaupt. Der Ansprechpartner wechselte mindestens drei Mal. Und die Hausverwaltung unternahm am Ende nichts.

Johanna riss der Geduldsfaden und sie beauftragte die Finanztip-Empfehlung weniger-miete.de*. Der Dienstleister versuchte zunächst, einen Vergleich auszuhandeln, doch der Vermieter ging darauf nicht ein. Der Fall landete vor Gericht. Durch das erfolgreiche Urteil bekommt die Mieterin rückwirkend seit Ende 2017 zu viel gezahlte Miete zurück. Das sind mehr als 1.800 Euro! Ein Drittel der Jahresersparnis geht an weniger-miete.de als Provision. Wenn Sie ebenfalls vermuten, zu viel Miete zu zahlen, gehen Sie mit unserem Ratgeber gegen Ihren Vermieter vor.

Johanna zahlt schon vier Jahre lang zu viel Miete, nicht erst seit Ende 2017. Aber derzeit gilt: Ungerechtfertigte Mietzahlungen muss der Vermieter erst ab dem Zeitpunkt zurückzahlen, ab dem der Mieter eine Rüge ausgesprochen hat. Den Rest darf der Vermieter behalten. Bundesjustizministerin Katarina Barley (SPD) hat vorgeschlagen, die Mietpreisbremse genau in diesem Punkt nachzuschärfen. Doch bislang gibt es dazu keine Einigung in der Großen Koalition.

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