Vor der Garage der Familie van Elst in Niederbayern. In der Mitte Jessica van Elst und Rene van Elst mit Bild-Reporter Henrik Jeimke-Karge (links) und Finanztip-Chefredakteur Hermann Tenhagen (rechts). Foto: Theo Klein Photographie

Die Ergebnisliste unserer Strom-und Gas-Vergleichsrechner enthält Werbelinks zu Tarifen bei Check24 und Verivox. Alle Empfehlungen erfolgen redaktionell unabhängig und erfüllen unsere strengen Finanztip-Kriterien.


Familien mit Kindern brauchen jeden Euro oft besonders dringend. Das Finanztip-Sparprogramm kann dabei wirkungsvoll helfen. Wie vergangene Woche bei Familie van Elst im niederbayerischen Abensberg: Jessica und Rene (Bildmitte) haben vier Kinder zwischen 9 und 17 Jahren. Sie hatten sich über BILD an uns gewandt. Wir fanden gemeinsam mit der Familie ein Sparpotenzial von 3.425 Euro Jahr für Jahr – plus einmalig 2.673 Euro!

Und so haben wir gesucht

1. Ein guter Anfang ist immer das Auto: Familie van Elst hat für ihren Mazda-5-Kompakt-Van einen Kredit aufgenommen. Etwa 600 Euro kann sie an Zinsen sparen, wenn sie den Kredit umschuldet. So weit, so normal. Was uns total überraschte, war die Unverfrorenheit im Autohaus: Das hatte den van Elsts eine unnötige Restschuldversicherung aufgeschwatzt. Diese ist bei einem Autokredit pure Abzocke, denn die Bank hat als Sicherheit das Auto und in diesem Fall zudem einen Beamten als Käufer, der den Arbeitsplatz kaum verlieren kann. Die Versicherung macht weitere saftige 1.817 Euro unnötige Kreditkosten aus. Zum Glück kann die Familie den Großteil davon zurückholen. Das käme zur oben genannten Ersparnis noch dazu.

2. Die Familie hat noch zwei kleinere Ratenkredite mit viel zu hohen Zinsen. Auch die lassen sich günstiger finanzieren: Obwohl die Kreditsummen zusammen nur halb so hoch sind wie der Autokredit, können die van Elsts weitere 2.000 Euro bei den Zinsen sparen.

3. Zurück zum Auto: Bislang zahlen die van Elsts gut 200 Euro für die Kfz-Versicherung – im Monat. Damit die 17-jährige Tochter jetzt auch fahren darf, verlangt der Versicherer nach ihren Angaben fast 300 Euro. Ein Wechsel zum günstigsten Anbieter und zu einer jährlichen Zahlweise spart Jahr für Jahr 1.500 Euro.

4. Ein dicker Brocken sind auch Strom und Gas: Die van Elsts können die Anbieter wechseln und so mit wenigen Minuten Arbeit schon im ersten Jahr gut 1.100 Euro Kosten einsparen – ohne dass sie die Heizung herunterdrehen müssten.

In unserem Blog zeigen wir im Detail, bei welchen Verträgen die Familie überall Kosten vermeiden kann. Von dem Ersparten können die Sechs sich leicht den ersehnten großen Urlaub finanzieren.

Und hier das jährliche Sparpotential von Familie van Elst im Überblick mit allen Vertragsnamen:

Bereich bisher bezahlt Alternative Sparpotential
Strom E.on Grundtarif: 1.440 € Enpure Strom: 1.064€ 376 €
Gas ESB Fix25: 1.956 € Maingau Gas Regio: 1.186 € 770 €
Kfz-Versicherung Allianz: 2.460 € HDI: 962 € 1.498 €
Girokonto Raiffeisen & HBV: 210 € DKB oder comdirect: 0 € 210 €
Haftpflicht & Hausrat Württembergische & Allianz: 270 € Haftpflichtkasse & Maxpool: 179 € 91 €
Handy (4 Verträge) Bild Prepaid: 960 € Simply All net Flat: 480 € 480 €
Gesamt: 3.425 €
Hermann-Josef Tenhagen
Autor

Stand:

Als Chefredakteur verantwortet Hermann-Josef Tenhagen alle Inhalte und die grundsätzliche Ausrichtung von Finanztip. Er war 15 Jahre Chefredakteur bei der Zeitschrift Finanztest (Stiftung Warentest). Davor war er unter anderem Nachrichtenchef der Badischen Zeitung und stellvertretender Chefredakteur bei der taz. Er studierte Politik, Volkswirtschaft, Pädagogik und Literaturwissenschaften.

10 Kommentare

  1. Glaube die meisten Normalverbraucher haben heute die Haltung des Bedienenlassens ohne kritisch zu hinterfragen: Warum ist der Verkäufer denn immer so nett zu mir? Ist er Wohltäter oder verdient er mit unmündigen Kunden wie mir ein Heidengeld ???
    Informierte wissen nämlich: Auf der Ausgabenseite läßt sich auch Geld „verdienen !!!

  2. Lieber Herr Tenhagen,
    manchmal frage ich mich doch wo diese Beispiele herkommen. Bzw. wie weltfremd manche in finanziellen Dingen sind.
    Aber okay, wem geholfen werden kann, dem sollte geholfen werden.
    Ich bin immer mehr der Ansicht, dass in unseren Schulen die Grundlage für den Umgang mit grundsätzlichen Dingen, wie die der täglichen Finanzen, gelegt werden sollte.
    Das darf eigentlich nicht passieren, was hier als Beispiel veröffentlicht wurde.

  3. Danke für diesen aufschlussreichen Artikel.
    Wenn alljährlich ein Bericht von der Zahl der überschuldeten Menschen/Haushalte in Deutschland über die Altersgruppen und Gesellschaftsklassen erscheint, frage ich mich, wie viele Überschuldungen davon durch solche unnötig hohen Beiträge entstehen und wie viele durch Arbeitslosigkeit, Schicksalsschläge, Scheidungen oder Krankheit. Von jetzt auf gleich einen dermaßen hohen Betrag einzusparen, ist beeindruckend und wäre für jeden Haushalt mit einer kurzen Recherche möglich.

    Danke, dass es Finanztip mit dieser Informationsfülle gibt!

  4. Natürlich kann man auch bei Beamten von „Aufschwatzen“ reden! Nur die wenigsten Beamten sind Juristen im höheren Dienst. Wer im einfachen oder mittleren Dienst arbeitet, hat eine Fachausbildung, die aber keineswegs juristisches Grundwissen beinhalten muss. Und der Verdienst in diesen Gehaltsstufen reicht bei 4 Kindern mit Sicherheit nicht aus, ein Kfz. ohne Finanzierung zu kaufen.

    Ihr Kommentar ist sehr interessant, da es sich offenbar um jemanden handelt, der von Beamten nur ein Klischee im Kopf hat und andere danach be- und verurteilt. Halten Sie das für vorbildlich?

  5. Es handelt sich nicht um einen Hilfsarbeiter sondern einen Beamten! Da wundert es mich schon, daß man da von „Aufschwatzen“ reden kann!!! Natürlich versucht der Händler soviel aus dem Kunden raus zu melken wie geht. Gegenüber einem Beamten ist das aber nicht frech. Anders wäre es gegenüber einem Hilfsarbeiter oder Knecht. Dieses Beispiel ist also nicht sehr interessant, da es sich hier offenbar um jemanden handelt, der einfach alles ungesehen unterschreibt und sich um nichts Kümmert. Alleine schon die Idee ein Auto für private Zwecke auf Pump zu kaufen ist nicht sehr vorbildlich!!

    1. Natürlich kann man auch bei Beamten von „Aufschwatzen“ reden! Nur die wenigsten Beamten sind Juristen im höheren Dienst. Wer im einfachen oder mittleren Dienst arbeitet, hat eine Fachausbildung, die aber keineswegs juristisches Grundwissen beinhalten muss. Und der Verdienst in diesen Gehaltsstufen reicht bei 4 Kindern mit Sicherheit nicht aus, ein Kfz. ohne Finanzierung zu kaufen.

      Ihr Kommentar ist sehr interessant, da es sich offenbar um jemanden handelt, der von Beamten nur ein Klischee im Kopf hat und andere danach be- und verurteilt. Halten Sie das für vorbildlich?

      1. Es ist gerade in niedrigen Gehaltsstufen dumm, sich ein Auto auf Kredit zu kaufen!! Was redest Du denn für einen Unfug!
        Es muß ja nicht ein Neuwagen sein!

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