Umzug
Bild: Sturti, iStock

Wer umzieht, muss unter Umständen bis zu drei Monate weiter für den alten Internetanschluss bezahlen, ohne dafür eine Leistung zu bekommen. Das entschied Mitte Januar das Oberlandesgericht München. Die Verbraucherzentrale hatte gegen Vodafone geklagt – leider ohne Erfolg.

Eigentlich sichert das Telekommunikationsgesetz dem Verbraucher zu, dass er seinen Internetvertrag mit einer Frist von drei Monaten kündigen darf, falls sein Internetanbieter am neuen Wohnort nicht liefern kann (§ 46 Abs. 8). Jedoch steht nicht genau im Gesetz, ab wann das Sonderkündigungsrecht gilt. Vodafone nutzt das aus, um Kündigungen erst ab dem Tag des Umzugs anzunehmen. So kann das Unternehmen noch drei Monate nach der Wohnungsübergabe kassieren, obwohl der Kunde den Internetanschluss nicht mehr nutzen kann. Vodafone hält dagegen, dass Kunden andernfalls das Sonderkündigungsrecht missbrauchen könnten.

Wer bei einem Umzug schneller aus dem Vertrag herauskommen will, sollte von vornherein einen monatlich kündbaren Vertrag abschließen. Den können Sie dann ganz regulär kündigen. Monatlich kündbare DSL-Verträge bieten zum Beispiel 1&1 und Easybell an.

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Arne Düsterhöft
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