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die Steuererklärung machen, das ist ungefähr wie: zum Zahnarzt gehen. Man will nicht, aber man muss – oder sollte. Selbst mit Routine und einer Steuersoftware kostet es Überwindung.

Wir unterstützen Sie dabei! In unserer sechsteiligen Steuer-Serie führen wir Sie Schritt für Schritt durch die verschiedenen Arten von Kosten – und erklären ganz einfach, wie Sie diese Kosten absetzen und damit die größte Steuerersparnis für sich herausholen. Im Durchschnitt erhalten Steuerzahler mehr als 900 Euro vom Finanzamt zurück. Die Mühe lohnt sich also.

Steuer 2017, Teil 1: Wer eine Erklärung abgeben muss – und wer sollte

Falls Sie eine Steuererklärung für 2017 abgeben müssen, haben Sie bis zum 31. Mai Zeit dafür.

Zur Abgabe verpflichtet ist beispielsweise, wer sogenannte Lohnersatzleistungen von mehr als 410 Euro bekommen hat wie Krankengeld, Arbeitslosengeld, Mutterschaftsgeld oder Elterngeld. Eine Steuererklärung abgeben muss außerdem, wer mehrere Löhne bezieht, wer als Ehe- oder Lebenspartner in der Steuerklasse III, IV mit Faktor oder V ist und wer eine Lohnsteuerermäßigung beantragt und bekommen hat.

Viele Arbeitnehmer gehören nicht dazu. Sie können aber ihre Steuer freiwillig erklären – dann bleibt sogar Zeit bis Ende 2021.

Hingegen müssen immer mehr Rentner bis Ende Mai eine Steuererklärung abgeben. Rentner, die genug absetzen können, kommen durch ihre Erklärung um eine tatsächliche Steuerzahlung herum.

Für junge Menschen, die noch in der Ausbildung sind, kann sich eine freiwillige Steuererklärung lohnen. Azubis holen sich so die Lohnsteuer zurück. Interessant ist dies auch für Studenten: Sie können ihre Ausbildungskosten für das Erststudium als „Sonderausgaben“ eintragen.

Auch wenn Studenten keine Einnahmen haben oder noch komplett steuerfrei arbeiten, kann sich eine Steuererklärung lohnen. Der Trick: Sie können per Steuererklärung auch einen Verlust feststellen lassen. Den Verlust können Sie möglicherweise mit späteren Einkünften verrechnen und damit Steuern sparen – vorausgesetzt, das Bundesverfassungsgericht bestätigt das Urteil des Bundesfinanzhofs.

Mittlerweile müssen Sie bei der Steuererklärung nicht einmal mehr die Belege mitschicken. Sie müssen die Dokumente bloß aufbewahren, falls das Finanzamt sie später sehen will. Nur in Einzelfällen kann es noch sinnvoll sein, Belege direkt einzureichen.

Machen Sie die Steuer am besten mit einem Steuerprogramm. Für einfache Fälle eignen sich Tax und Quicksteuer und für komplexere Fälle Wiso Steuer-Sparbuch, Steuersparerklärung oder Taxman. Günstige Angebote finden Sie über den Preisvergleich idealo.de*. Achten Sie darauf, dass Sie für die Steuererklärung 2017 die Version „2018“ kaufen. Auch Online-Lösungen kommen in Betracht. Mehr dazu im Ratgeber Steuersoftware.

Wie Sie bei der Steuererklärung das meiste rausholen, verraten wir Ihnen in den kommenden Wochen.

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