Das Bundesverfassungsgericht hat 2018 entschieden: Die bisherige Grundsteuer ist verfassungswidrig. Seit Jahrzehnten wurde sie nach völlig veralteten Werten berechnet. Deshalb spiegeln die Einheitswerte vieler Immobilien die Wertentwicklung der vergangenen Jahrzehnte gar nicht wider.

Bedeutet: Viele Eigentümer waren übermäßig stark belastet, andere dagegen bezahlen viel zu wenig Steuer – gemessen am aktuellen Wert. So konnten für vergleichbare Immobilien in benachbarter Lage bisher sehr große Unterschiede bei der Grundsteuer entstehen. Das soll sich mit der neuen Bemessung ab 2025 ändern.

Schon diese Woche geht’s los!

Ab 1. Juli 2022 kannst Du die Grundsteuererklärung abgeben. Als Eigentümer solltest Du also jetzt direkt schon anfangen, die Daten zusammenzutragen. Die neue Grundsteuer wird dann 2025 fällig.

Für die Ermittlung des Grundsteuerwerts musst Du Daten wie Grundstücksfläche oder Alter des Gebäudes liefern. Daten, die Du nicht hast, kannst Du Dir bei den Behörden besorgen. Die Abgabefrist für die Erklärung ist am 31. Oktober 2022. Du hast also gar nicht mehr so viel Zeit. Bei Verspätungen drohen Geldbußen.

Welche Daten musst Du angeben?

Die Berechnung wird ab sofort einfacher! Bisher sind an die 20 Angaben nötig, um die Grundsteuer zu berechnen, in Zukunft sind es voraussichtlich nur noch fünf. Generell ist die Berechnung aber abhängig von Deinem Bundesland. Welche Daten genau Du angeben musst, schaust Du am besten für Dein Bundesland nach, und zwar auf grundsteuerreform.de.

Müssen Eigentümer und Mieter dann mehr Grundsteuer zahlen?

Es wird ab 2025 Gewinner und Verlierer geben: Eigentümer, die mehr zahlen müssen – und Eigentümer, die weniger zahlen werden. Und wenn es sich um ein Mietshaus handelt, gilt das entsprechend für die Mieter des Hauses. Denn: Eigentümer können die Grundsteuer komplett als Nebenkosten auf die Mieter umlegen.

Die Grundsteuererklärung muss grundsätzlich elektronisch beim Finanzamt abgegeben werden. In unserem Ratgeber kannst Du nochmal nachlesen, wie die Grundsteuer im Detail funktioniert.

Avatar
Autor

Stand:

Veronika Hitzler entwickelt bei Finanztip die Inhalte für unsere App. Hierfür bereitet die Content-Managerin unsere Themen so auf, dass diese möglichst viele Menschen erreichen – dabei hat sie auch stets unsere Social-Media-Kanäle und den Newsletter im Blick. Veronika hat an der LMU München Kommunikationswissenschaft und Medienkulturforschung studiert. Erste berufliche Erfahrungen sammelte sie als Redakteurin beim BR sowie in der Unternehmenskommunikation bei Siemens.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

* Was der Stern bedeutet:

Wir wollen mit unseren Empfehlungen möglichst vielen Menschen helfen, ihre Finanzen selber zu machen. Daher sind unsere Inhalte kostenlos im Netz verfügbar. Wir finanzieren unsere aufwändige Arbeit mit sogenannten Affiliate-Links. Diese Links kennzeichnen wir mit einem Sternchen (*).

Bei Finanztip handhaben wir Affiliate-Links aber anders als andere Websites. Wir verlinken ausschließlich auf Produkte, die vorher von unserer unabhängigen Experten-Redaktion empfohlen wurden. Nur dann kann der entsprechende Anbieter einen Link zu diesem Angebot setzen lassen. Geld bekommen wir, wenn Du auf einen solchen Link klickst oder beim Anbieter einen Vertrag abschließt.

Ob und in welcher Höhe uns ein Anbieter vergütet, hat keinerlei Einfluss auf unsere Empfehlungen. Was Dir unsere Experten empfehlen, hängt allein davon ab, ob ein Angebot gut für Verbraucher ist.

Mehr Informationen über unsere Arbeitsweise findest Du auf unserer Über-uns-Seite.