Zuschuss fĂŒr Heizung -- Inkasso-Briefe -- gĂŒnstiges Heizöl -- Elektro-Dienstwagen -- Urteil ĂŒber Mietendeckel -- Allnet-Flat fĂŒr 7,77 € -- SchnĂ€ppchen fĂŒr zu Hause -- Ihre Rechte in der Corona-Krise -- -- --

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Börsen runter, Schulen dicht, Geisterspiele: Leben mit dem Coronavirus

Börsen runter, Schulen dicht, Geisterspiele: Leben mit dem Coronavirus

Unser neues Leben mit dem Coronavirus

Das Virus hat unseren Alltag erreicht. Ein Wochenende voller Bundesligaspiele, aber ohne Fans im Stadion. Museen und Galerien machen dicht. Theater streamen ihre AuffĂŒhrungen nur noch im Internet. In Bayern, Berlin und dem Saarland schließen die Schulen, die anderen BundeslĂ€nder werden folgen. Die Lufthansa streicht zehntausende FlĂŒge. Viele Firmen schicken ihre Angestellten ins Homeoffice (auch wir Finanztip-Redakteure arbeiten weitgehend von zu Hause). Immer mehr Deutsche sind in QuarantĂ€ne, einige schwer krank.

Wir alle mĂŒssen jetzt etwas aufgeben und so oft wie möglich zu Hause bleiben, um uns gegenseitig zu schĂŒtzen.

Am Mittwoch hatte sich Kanzlerin Angela Merkel erstmals in der Corona-Krise zu Wort gemeldet. Sie forderte uns alle zur Geschlossenheit auf: „Da sind unsere SolidaritĂ€t, unsere Vernunft, unser Herz fĂŒreinander schon auf eine Probe gestellt.“

 

Das Gesundheitssystem retten

In Italien ist das Gesundheitssystem am Rande seiner LeistungsfĂ€higkeit, wenn nicht ĂŒberfordert. Eine solche Situation will die Bundesregierung fĂŒr Deutschland verhindern. Warum das schnell passieren kann, beschreibt Saidi in unserem Video der Woche.

Und diese Notlage zu verhindern, sollte unser aller Anliegen sein, um unsere Mitmenschen zu schĂŒtzen – vor allem die Alten und die mit Vorerkrankungen. Die Kanzlerin mahnte am Donnerstagabend, es solle „wo immer es möglich ist, auf Sozialkontakte verzichtet werden“. Tun Sie das auch im privaten Kreis.

 

Die Krise aussitzen

Corona bedroht nicht nur unsere Gesundheit, sondern auch unsere Wirtschaft. Die Börse New York erlebte am Donnerstag den stÀrksten Kursrutsch seit 30 Jahren. Der Dax seinen zweitstÀrksten Einbruch. Auch Anleger sind massiv verunsichert. Am Freitagmorgen stabilisierten sich dann die Börsen wieder.

Wir haben noch mal alles Wichtige zu Aktien, Anleihen, Gold und Altersvorsorge zusammengefasst, was Sie jetzt wissen sollten. Wir glauben fest daran, dass es fĂŒr langfristig orientierte Anleger kein Schaden ist, die Krise auszusitzen.

Um ArbeitsplĂ€tze zu schĂŒtzen, hat die Große Koalition eine Erleichterung fĂŒr Kurzarbeit auf den Weg gebracht. Wer mit einer Erkrankung der Atemwege kĂ€mpft, kann sich inzwischen telefonisch krankschreiben lassen – damit die Praxen entlastet werden und man nicht weitere Menschen ansteckt.

Kleine SelbststÀndige in Not

Weil praktisch alle Veranstaltungen ausfallen, trifft es jetzt mit voller Wucht die Betriebe. Gerade viele kleinere SelbststÀndige verlieren nun massiv AuftrÀge und Umsatz. Ob sie Bier und Bratwurst in den Stadien verkaufen, MessestÀnde bauen, Veranstaltungen ausrichten oder Clubs besitzen. Ganz zu schweigen von der Tourismusbranche.

Gut zu wissen: Auch SelbststĂ€ndige haben ein Anrecht auf EntschĂ€digung, wenn sie von QuarantĂ€ne betroffen sind. Wenn es um ihre GeschĂ€fte geht, ist die Lage schwieriger – aber es gibt einige Möglichkeiten, sich Luft zu verschaffen.

 

„Wir können allen helfen“

Freitagmittag erklĂ€rten Wirtschaftsminister Peter Altmaier und Finanzminister Olaf Scholz, der deutschen Wirtschaft mit praktisch unbegrenzten Krediten zur Seite zu stehen. Scholz erklĂ€rte bereits vorab: „Wir können allen helfen – und wir werden es auch.“

Andererseits fragen sich jetzt Verbraucher, ob ihr Geld fĂŒrs Fußballspiel oder Popkonzert nach der Absage futsch ist. (Ist es nicht.) Ob Sie auch Ticketkosten fĂŒr den Zug zurĂŒckbekommen, mit dem sie zur Veranstaltung fahren wollten. (Die Bahn ist kulant.) Und ob sie die Anzahlung fĂŒr die Italienreise abschreiben mĂŒssen. (Nicht unbedingt.)

Wenn Sie von einer abgesagten Veranstaltung ein bezahltes Ticket haben, dann ĂŒberlegen Sie auch, ob Sie das Geld wirklich zurĂŒckfordern. Vielleicht genĂŒgt auch ein Gutschein. Und bei einer KleinkunstbĂŒhne zum Beispiel könnten Sie den Ausfall einfach als eine Spende ansehen.

Nochmal Kanzlerin Merkel: „Es ist nicht egal, was wir tun.“

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SchnÀppchen der Woche

Angebote, Rabatte & Deals: Was unsere Redaktion fĂŒr Dich entdeckt hat.

Jahresabo „Hörzu“ 100 Euro gĂŒnstiger

In Zeiten von Corona geht es fĂŒr viele vom heimischen Schreibtisch am Feierabend direkt auf die heimische Couch. Damit es Ihnen dort nicht zu langweilig wird, können Sie sich mit der Zeitschrift „Hörzu“ ĂŒber das aktuelle Fernsehprogramm informieren. 52 Ausgaben der Programmzeitschrift gibt es derzeit fĂŒr 15 Euro inklusive Versand – statt rund 120 Euro. Achtung: Das Jahresabonnement verlĂ€ngert sich zum regulĂ€ren Preis, wenn Sie es nicht spĂ€testens drei Monate vor Ablauf kĂŒndigen. Das geht per E-Mail an kuendigung@zeitschriftenundco.de.

Disney+ fĂŒr FrĂŒhbucher gĂŒnstiger

Reicht das Fernsehprogramm nicht, bietet sich ein Streamingdienst an. Ganz neu ist Disney+, das in zehn Tagen startet. Wer bis zum 24. MĂ€rz bucht, zahlt fĂŒr ein Jahr knapp 60 Euro statt 70 Euro.

Allnet-Flat mit 7 GB fĂŒr 7,77 Euro

Der Mobilfunk-Discounter Drillisch hat seine ohnehin gĂŒnstigen Tarife (siehe SchnĂ€ppchen der Vorwoche) weiter unterboten: Aktuell gibt es eine Allnet-Flat der Marke Premiumsim mit satten 7 GB fĂŒr monatlich 7,77 Euro. Allerdings nutzt der Tarif das eher mĂ€ĂŸige Handynetz von O2.

Gegen 10 Euro BereitstellungsgebĂŒhr können Sie spĂ€ter mit einer Frist von drei Monaten kĂŒndigen (diese Textstelle haben wir korrigiert). Ohne GebĂŒhr mĂŒssen Sie sich zwei Jahre binden. Die sogenannte Datenautomatik – also das kostenpflichtige Aufstocken, falls Ihr Volumen verbraucht ist – können und sollten Sie abschalten.

 
Veranstaltung wegen Corona abgesagt: So kriegen Sie Ihr Geld zurĂŒck

1. Veranstaltung wegen Corona abgesagt: So kriegen Sie Ihr Geld zurĂŒck

Um die Ausbreitung des Coronavirus zu bremsen, werden derzeit viele Veranstaltungen abgesagt: Fußball- und Eishockeyspiele, aber auch TheatervorfĂŒhrungen oder Konzerte. Viele fragen sich, ob sie nun ihr Geld zurĂŒckbekommen.

GrundsĂ€tzlich gilt: Wenn ein Veranstalter eine zugesicherte Leistung nicht erbringt, dann muss er den Eintrittspreis erstatten. Das ergibt sich eindeutig aus dem BĂŒrgerlichen Gesetzbuch (§ 326 Abs. 1 BGB). Dabei ist es egal, ob der Veranstalter aus Vorsicht selbst absagt oder die örtlichen Behörden das angeordnet haben. Falls ein Veranstalter in seinen AGB eine Erstattung des Ticketpreises ausgeschlossen hat, ist das nach unserer EinschĂ€tzung ungĂŒltig.

Wenn der Veranstalter das Event irgendwann nachholen will, können Sie trotzdem auf Ihrem Geld bestehen. Es sei denn, in den AGB ist ausdrĂŒcklich geregelt, dass die Veranstaltung nachgeholt werden darf. Oder auf der Eintrittskarte ist der Termin offengelassen; manchmal wird auch ein Zeitraum angegeben. In diesen FĂ€llen mĂŒssten Sie eine Verschiebung wahrscheinlich hinnehmen.

Gutscheine mĂŒssen Sie nicht akzeptieren: Sie haben Anspruch auf Ihr Geld. Um es einzufordern, haben Sie grundsĂ€tzlich drei Kalenderjahre Zeit, also aktuell bis Ende 2023. Allerdings mĂŒssen Sie damit rechnen, dass Veranstalter durch die Krise pleitegehen könnten.

Ansprechpartner fĂŒr die RĂŒckabwicklung ist in aller Regel der Veranstalter (Adresse steht in der Regel auf dem Ticket). Manchmal ist die Vorverkaufsstelle zustĂ€ndig, bei der Sie die Karte gebucht haben. Was fĂŒr die Anfahrt gilt, lesen Sie auf der Website.

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Heizölpreis im Sinkflug: Jetzt kaufen oder auf weiter fallende Preise setzen?

2. Heizölpreis im Sinkflug: Jetzt kaufen oder auf weiter fallende Preise setzen?

Der Ölpreis hat sich seit Neujahr beinahe halbiert. Auch Heizöl ist gĂŒnstiger geworden, wenn auch nicht in gleichem Maße wie Rohöl. Kostete ein Liter Heizöl im Januar noch bis zu 68 Cent (bei 3.000 Litern Abnahme), sind es nun im Schnitt 54 Cent.

Am Heizöl wollen nicht nur die Ölproduzenten verdienen, sondern auch Raffinerien und HĂ€ndler. Die heimischen Firmen geben die geringeren Kosten nicht eins zu eins weiter – zumal die Nachfrage diese Woche geradezu explodiert ist. Wo besonders viel bestellt wird, fallen die Heizölpreise nicht so stark: In Baden-WĂŒrttemberg und Bayern ging es nur um rund 10 Prozent runter; in Niedersachsen und Sachsen dagegen um 25 Prozent.

Haben Sie Platz im Tank, können Sie die gĂŒnstigen Preise jetzt ausnutzen. Die Lieferung erhalten Sie allerdings frĂŒhestens in drei Wochen.

Sie können auch auf weiter sinkende Preise spekulieren, sobald die Nachfrage wieder abebbt. Denn von seinem letzten Tiefstand ist der Brennstoff noch weit entfernt: Im Januar 2016 kostete ein Liter Heizöl weniger als 40 Cent. Damals war der Rohölpreis so niedrig wie jetzt.

Haben Sie Anfang MĂ€rz Heizöl zu einem deutlich höheren Preis bestellt, aber noch nicht geliefert bekommen? Dann können Sie innerhalb von 14 Tagen die Bestellung widerrufen. Dies gilt auch fĂŒr Heizöl, stellte der Bundesgerichtshof 2015 (Az. VIII ZR 249/14) klar. Bedenken Sie aber: Je mehr Kunden widerrufen, desto stĂ€rker sichern sich HĂ€ndler dagegen ab – und geben sinkende Kosten nicht so stark weiter.

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Video der Woche
Video der Woche

Ansteckungsgefahr durch Corona: Saidi erklĂ€rt, warum wir jetzt handeln mĂŒssen.

 
Brief vom Inkasso-BĂŒro: So reagieren Sie richtig

3. Brief vom Inkasso-BĂŒro: So reagieren Sie richtig

Wenn ein Brief eines Inkasso-BĂŒros ins Haus flattert, zahlen viele Verbraucher aus Angst – auch wenn sie die Forderung fĂŒr unberechtigt halten. Das zeigt eine aktuelle Studie der EuropĂ€ischen Verbraucherzentren. Dabei sind die Drohungen von Inkasso-Unternehmen zahnlose Tiger, wenn Sie niemandem wirklich Geld schulden.

Unberechtigte Forderungen stammen oft aus Abofallen und Gewinnspielen im Internet, mit denen Kriminelle die Adressen der Nutzer abfischen. Wenn Sie sicher sind, keinen Vertrag abgeschlossen zu haben, widersprechen Sie der Forderung schriftlich gegenĂŒber der Inkasso-Firma und dem Unternehmen, dem Sie angeblich Geld schulden – und reagieren Sie dann nicht mehr auf Briefe. Wahrscheinlich kommen noch ein, zwei Schreiben mit immer aggressiverem Tonfall; Sie können sie getrost ignorieren. Inkasso-BetrĂŒger scheuen Gerichtskosten, wenn sie wissen, dass die Forderung haltlos ist.

Erst wenn ein Mahnbescheid vom Gericht kommt, sollten Sie reagieren. Vielleicht haben Sie ja doch aus Versehen etwas abgeschlossen. Lesen Sie sorgfĂ€ltig, was in dem Mahnbescheid steht: Unter anderem, wer von Ihnen Geld verlangt und welchen Grund er angegeben hat. Und entscheiden Sie dann, ob Sie widersprechen wollen. Die Frist dafĂŒr betrĂ€gt zwei Wochen. Bedenken Sie: Das Gericht hat zu diesem Zeitpunkt noch nicht geprĂŒft, ob die Forderung berechtigt ist. [Diesen Absatz haben wir am 17. MĂ€rz prĂ€zisiert.]

Weitere Tipps zum Umgang mit (internationalen) Inkasso-Unternehmen hĂ€lt das EuropĂ€ische Verbraucherzentrum bereit. Wie Sie mit Mahnungen und Inkasso-GebĂŒhren bei berechtigten Forderungen umgehen, lesen Sie im Ratgeber.

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Dienstwagen: Nur noch 0,25 Prozent Steuern bei Elektroautos

4. Dienstwagen: Nur noch 0,25 Prozent Steuern bei Elektroautos

Viele SelbststĂ€ndige und Arbeitnehmer dĂŒrfen einen Dienstwagen auch privat nutzen. Diesen „geldwerten Vorteil“ mĂŒssen sie jedoch versteuern: normalerweise jeden Monat mit 1 Prozent des Bruttolistenpreises des Autos. Hinzu kommt noch eine Arbeitsweg-Pauschale von 0,03 Prozent pro Kilometer fĂŒr die Fahrten von der Wohnung zum Arbeitsplatz. Das gilt und bleibt so fĂŒr alle Benziner und Diesel.

Elektro- und Hybridautos, die 2019 gekauft oder geleast wurden, waren schon im letzten Jahr steuerlich begĂŒnstigt. Das hat der Staat jetzt noch ausgebaut. FĂŒr ab diesem Jahr angeschaffte emissionsfreie Elektroautos mit einem Listenpreis von höchstens 40.000 Euro gilt: Sie mĂŒssen nur noch ein Viertel des Preises bei der Steuer ansetzen – Sie versteuern also unterm Strich nur noch 0,25 Prozent vom Listenpreis. FĂŒr ein solches E-Auto zahlen Sie als Arbeitnehmer folglich relativ wenig Lohnsteuer und SozialversicherungsbeitrĂ€ge. Und der Arbeitgeber oder der SelbststĂ€ndige bekommt einen Umweltbonus von bis zu 6.000 Euro vom Staat und der Autoindustrie.

Etwas geringer fĂ€llt die Förderung fĂŒr ein aufladbares Hybridauto (Plug-in-Hybrid) aus. DafĂŒr dĂŒrfen Sie den halben Preis als geldwerten Vorteil ansetzen, wenn bestimmte Voraussetzungen erfĂŒllt sind. Die da wĂ€ren: Entweder betrĂ€gt der CO2-Ausstoß pro gefahrenen Kilometer maximal 50 Gramm. Oder der Hybrid kann rein elektrisch mindestens 40 Kilometer weit fahren.

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Auch wichtig: RĂŒckschlag fĂŒr Mietendeckel, Rheinland-Pfalz fördert Batteriespeicher

5. Auch wichtig: RĂŒckschlag fĂŒr Mietendeckel, Rheinland-Pfalz fördert Batteriespeicher

+++ RĂŒckschlag fĂŒr den Berliner Mietendeckel: Das Landgericht hĂ€lt das Gesetz fĂŒr verfassungswidrig, weil es nicht mit Bundesrecht vereinbar sei. Mehr dazu steht beispielsweise im Berliner „Tagesspiegel“. Letztlich wird das Bundesverfassungsgericht entscheiden mĂŒssen. Solange gilt: Der Mietendeckel in Berlin bleibt in Kraft. Vermietern, die sich nicht daran halten, droht ein Bußgeld.  +++

+++ Als achtes Bundesland fördert Rheinland-Pfalz den Kauf von Batteriespeichern, wenn Sie zugleich eine Photovoltaik-Anlage neu anschaffen. Der Zuschuss betrĂ€gt bis zu 1.000 Euro. Den Förderantrag stellen Sie, bevor Sie den Speicher installieren lassen. Weitere Förderprogramme fĂŒr Speicher gibt es in Bayern, Berlin, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und ThĂŒringen sowie einigen GroßstĂ€dten. +++

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Podcast Auf Geldreise

Letzte Woche hat Anika verraten, wie sie ihre Traumimmobilie gefunden hat. Diese Woche sprechen unsere Podcasterinnen darĂŒber, warum es so wichtig ist, wer im Grundbuch steht und wie Anika und ihr Freund sich als unverheiratetes Paar beim Hauskauf absichern.

 
Punkt fĂŒr Punkt: Diese Fördermittel kriegen Sie fĂŒr klimaschonendes Heizen

Punkt fĂŒr Punkt: Diese Fördermittel kriegen Sie fĂŒr klimaschonendes Heizen

Die Energiewende ist bislang vor allem beim Strom sichtbar: Mehr WindrĂ€der und Photovoltaikanlagen erzeugen Strom. Doch beim Heizen stockt die Energiewende seit Jahren. Damit sich das Ă€ndert, gibt es Geld vom Staat, um das eigene Haus umzubauen. Eine Übersicht ĂŒber die neuen Programme der Großen Koalition:

 

1. ZuschĂŒsse fĂŒr umweltfreundliche Heizungen

Bauen Sie eine WĂ€rmepumpe oder einen Heizkessel fĂŒr Holzpellets ins Haus, trĂ€gt der Staat 35 Prozent der Kosten. Egal, ob Sie selbst im Haus wohnen oder es vermieten. Ersetzen Sie einen Ölkessel, bekommen Sie sogar 45 Prozent Ihrer Investition bezuschusst. Auch fĂŒr eine Gasheizung gibt es Fördermittel, wenn sie mit einer Anlage auf Basis erneuerbarer Energien kombiniert ist. Das Programm lĂ€uft ĂŒber das Bundesamt fĂŒr Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa).

Die ZuschĂŒsse sind ein Geschenk, wenn Ihre Heizung in die Jahre gekommen ist. Oder wenn Sie neu bauen. Hat Ihre Heizung noch eine lange Lebensdauer, können Sie Brennstoffkosten sparen, indem Sie zusĂ€tzlich eine SolarwĂ€rmeanlage installieren. Auch diese bezuschusst das Bafa.

Und Sie können Ihre Heizung effizienter machen – indem Sie Heizkörper tauschen, einen neuen Pufferspeicher anschaffen oder moderne Steuerungstechnik einbauen. Solche Maßnahmen bezuschusst die KfW-Bank* mit 20 Prozent. Weniger Maßnahmen, aber dafĂŒr mit 30 Prozent fördert das Bafa. WĂ€hrend die KfW verlangt, dass Sie einen Energieberater bei sich hatten, ist das dem Bafa egal.

2. Eigenheim energetisch sanieren und Kosten von der Steuer absetzen

Dass die Heizung umweltfreundlich und optimal lĂ€uft, ist das Eine. Damit der WĂ€rmebedarf eines Altbaus stĂ€rker sinkt, braucht er eine energetische Sanierung. Über die KfW gibt es zinsgĂŒnstige Kredite und ZuschĂŒsse – von bis zu 40 Prozent der Investitionskosten.

Wenn Sie in Ihrem eigenen Haus wohnen, das Ă€lter als zehn Jahre ist, haben Sie ab diesem Jahr eine interessante Alternative zu den Fördermitteln von KfW* oder Bafa: Sie können 20 Prozent Ihrer Sanierungskosten als SteuerermĂ€ĂŸigung bekommen. Über drei Jahre können Sie sich so bis zu 40.000 Euro vom Finanzamt sichern. Sie mĂŒssen sich aber entscheiden: entweder die SteuerermĂ€ĂŸigung oder die KfW/Bafa-Förderung.

 

3. CO2-Steuer und Betriebsverbot fĂŒr Ölkessel kommen

Ob Sie mit erneuerbaren Energien heizen oder Ihr Haus gut dĂ€mmen, steht Ihnen frei. Je frĂŒher Sie investieren, desto stĂ€rker zahlt sich das vermutlich fĂŒr Sie aus. Schon kommendes Jahr fĂŒhrt Deutschland die CO2-Steuer auf fossile Brennstoffe ein. Je sparsamer Sie mit Erdgas, Heizöl oder FernwĂ€rme umgehen, desto weniger Kosten entstehen Ihnen dadurch.

FĂŒr Ölheizungen ist zudem ein Betriebsverbot geplant: Demnach dĂŒrfen Standardkessel maximal 30 Jahre in Betrieb bleiben. Wer sie lĂ€nger betreibt, dem drohen empfindliche Strafen. Ab 2026 sollen Sie einen neuen Ölkessel nur noch in AusnahmefĂ€llen einbauen dĂŒrfen. Wissenschaftler fordern ein solches Verbot auch fĂŒr Gaskessel ab 2030. Machen Sie sich daher schon jetzt Gedanken, wie Sie kĂŒnftig heizen wollen – und nutzen Sie die Fördermittel, die es gibt.

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… kostet ein Barrel (Fass) Rohöl aktuell nur noch – 19 Cent pro Liter. Das ist ein Drittel weniger als noch vor einer Woche (Stand: 12. MĂ€rz).

 
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In der Rubrik „SchnĂ€ppchen der Woche“ informieren wir Dich außerdem ĂŒber kurzfristige und besonders gute Sonderangebote. Hierbei prĂŒfen wir ausdrĂŒcklich nicht die QualitĂ€t, sondern nur den Preis. Wichtig ist: Die Auswahl trifft auch hier ganz allein unsere unabhĂ€ngige Redaktion.

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