Zuschuss für Selbstständige -- Datenvolumen geschenkt -- Miete aussetzen -- EuGH-Urteil zum Widerrufsjoker -- Streaming-Dienste für die Heim-Quarantäne -- neuer Finanztip-Podcast -- Zeitschriften sechs Monate umsonst lesen --

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Aktien und Corona: Was ETF-Anleger jetzt tun können

Aktien und Corona: Was ETF-Anleger jetzt tun können

Corona-Krise: Wer jetzt mit ETFs einsteigen sollte – und wer nicht

Schauen Sie auch gespannt auf das zackige Auf und Ab an den Börsen, das sich nach dem heftigen Kursrutsch eingestellt hat? Fragen Sie sich, ob Sie jetzt einen größeren Betrag in Ihre Aktien nachschießen sollten? Oder wollen Sie im Gegenteil lieber Wertpapiere verkaufen, weil Sie Angst haben, es könnte noch weiter runtergehen? Diese Sorgen möchten wir Ihnen nehmen. Wir sagen Ihnen, was Sie jetzt tun können – immer unter der Voraussetzung, dass Sie langfristig und breit gestreut mit ETFs anlegen (und nicht mit einzelnen Aktien zocken).

Bei diesem Thema hängt die beste Taktik von Ihren persönlichen Umständen ab. Deshalb schauen wir uns das anhand von drei Musteranlegern an. Überlegen Sie, welcher Typ Ihnen am ehesten entspricht.

Nehmen wir einen Angestellten, der 5.000 Euro auf dem Tagesgeldkonto „frei“ hat. Doch derzeit verunsichern ihn die Wirtschaftsnachrichten. Denn falls sein Arbeitgeber ins Schlingern gerät, drohen Gehaltseinbußen, im Extremfall sogar Arbeitslosigkeit. Diesem Angestellten nützt das Polster auf dem Tagesgeldkonto mehr als ein hastig nachgefülltes Depot. Er sollte besser noch warten und jetzt nicht mit einem größeren Betrag in Wertpapiere investieren.

Anders dagegen die junge Lehrerin, die als Beamtin unkündbar ist und die ihre monatlichen Bezüge ganz normal weiter bekommt. Angenommen, sie hatte schon vor Corona geplant, einen ETF-Sparplan mit 100 Euro monatlich zu starten. Dann sollte sie die Sache jetzt durchziehen. Das Depot eröffnen kann sie vom eigenen Sofa aus. Unsere Depot-Empfehlungen Smartbroker*, Onvista Bank* und Trade Republic* bieten alle das sogenannte Videoident-Verfahren am Smartphone für die Depoteröffnung an. Im Moment brauchen die Anbieter unterschiedlich lang, um neue Depots zu eröffnen. Trade Republic spricht von „durchschnittlich 30 Minuten Wartezeit“, Smartbroker von „leider bis zu vier Wochen“. Onvista hat uns bis Redaktionsschluss noch nicht geantwortet. Schreiben Sie uns bitte Ihre Erfahrungen.

 

Kurswetten sind nicht sinnvoll

Die monatliche Sparrate kann unsere Lehrerin jederzeit senken oder erhöhen. Und wenn sie gerade Geld „herumliegen“ hat, das sie nicht benötigt, kann es reizvoll sein, dieses mit einer Einmalanlage ebenfalls in einen weltweiten ETF zu stecken. Falls die Pandemie – hoffentlich bald – zurückgedrängt werden kann, und die Börsen sich erholen, könnte sie die Kursgewinne gleich mitnehmen. Voraussagen kann das aber niemand sicher: Es wäre falsch, auf schnelle Kursgewinne zu wetten – kaufen Sie Aktien nur für Beträge, die Sie 15 Jahre entbehren können.

Und der Mittfünfziger, der mit einem größeren Batzen an die Börse ging und dessen Depot jetzt tiefrot leuchtet? Er sollte einmal tief durchatmen – jetzt zu verkaufen wäre wohl nicht sinnvoll. Die Erholung der Kurse kann sogar Jahre dauern, aber sie wird nach allen historischen Erfahrungen kommen. Hat er deutlich mehr Reserven auf dem Tagesgeldkonto, als er absehbar in den nächsten Jahren braucht, könnte er überlegen, jetzt zu günstigen Kursen nachzukaufen. Und warum nicht sicherheitshalber stückeln: Ein Drittel jetzt, den Rest zum Beispiel im Sommer und zum Jahresende.

Lassen Sie sich von Corona zumindest am Aktienmarkt nicht hetzen. In 10 oder 15 Jahren, bei der RĂĽckschau auf heute, wird es nicht um den Unterschied von ein paar Tagen oder Wochen gehen. Sondern vielmehr um die Frage, ob Sie mit ein bisschen entbehrlichem Geld und langem Atem eine Chance in einer ansonsten bedrohlichen Krise genutzt haben.

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PS: Geldanlage an der Börse ist in diesen Zeiten natürlich nicht das einzige Thema. Auch diese Woche erhalten Sie in den folgenden Artikeln wieder alle Infos, mit denen Sie möglichst gut durch die Corona-Krise kommen.

Außerdem haben wir einen neuen Podcast gestartet: Darin beleuchtet Chefredakteur Hermann-Josef Tenhagen, was die Corona-Krise für Ihre Finanzen bedeutet. Hören Sie doch mal rein!

Unser Podcast zur Krise

Was macht Covid-19 mit Ihrem Job, Ihrem Geld und unserer Wirtschaft? In unserem neuen Podcast informieren wir Sie mehrmals in der Woche zu den aktuellen Entwicklungen und geben Tipps, wie Sie in der Krise finanziell besser zurechtkommen.

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Schnäppchen der Woche

Angebote, Rabatte & Deals: Was unsere Redaktion fĂĽr Sie entdeckt hat.

Extra-Datenvolumen fĂĽr viele Kunden

Viele Mobilfunkanbieter verschenken derzeit Datenvolumen zum Surfen mit dem Handy. So können Sie bei der Deutschen Telekom 10 GB kostenlos bekommen, die Sie über die App „Mein Magenta“ buchen. Kunden der Telekom-Tochter Congstar erhalten 5 GB gratis in der Congstar-App oder online. Ebenfalls 5 GB gibt es bei Edeka Smart und Norma Connect. Telefónica (O2) verschenkt zwar keine GB – verzehnfacht aber das Surftempo, wenn Sie Ihr Datenvolumen aufgebraucht haben.

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Zeitschrift sechs Monate umsonst

Finanztip-Leser können eine von rund 30 gedruckten oder digitalen Zeitschriften beim Anbieter presseshop.news ein halbes Jahr lang kostenlos erhalten. Zur Auswahl stehen zum Beispiel „Stern“, „Vogue“, „Geo“ oder „Kicker“. Auf der Angebotsseite klicken Sie zuerst auf „Zum Angebot“ und geben dann den Gutschein-Code JNK4203967QW ein.

Achtung: Das Abo verlängert sich automatisch um ein Jahr zum regulären Preis, wenn Sie es nicht spätestens drei Monate vor Ablauf kündigen. Das geht am einfachsten per Mail an bestandskunde@presseshop.news.

PatientenverfĂĽgung fĂĽr 10 Euro

Solange man gesund ist, sollte man sich darum kümmern, wer im medizinischen Notfall persönliche Angelegenheiten regelt und wie man behandelt wird. Dabei können Sie sich von einem Rechtsdienstleister unterstützen lassen. Unsere Empfehlung meinepatientenverfuegung.de bietet Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung derzeit für knapp 10 Euro statt 40 Euro an. Die Dokumente bekommen Sie per Post nach Hause.

 
Neues Gesetz: Das mĂĽssen Sie vorerst nicht mehr bezahlen

1. Neues Gesetz: Das mĂĽssen Sie vorerst nicht mehr bezahlen

Kurzarbeit, Auftragseinbrüche oder unbezahlter Urlaub, um sich um die Kinder zu kümmern – die Corona-Krise trifft viele Menschen wirtschaftlich hart. Damit Sie deswegen nicht Ihre Wohnung verlieren oder Ihnen der Strom abgestellt wird, treten am 1. April neue Verbraucherrechte in Kraft.

Abschläge auf Strom, Gas oder Wasser oder die monatliche Rechnung für Telefon und Internet müssen Sie nicht unbedingt im April, Mai und Juni zahlen – sondern dürfen dies in den Sommer verschieben, falls Sie durch die Corona-Krise knapp bei Kasse sind. Bedingung: Der jeweilige Vertrag bestand vor dem 8. März 2020. Ihren Vertragspartner sollten Sie informieren, dass Sie die Zahlungen vorübergehend aussetzen.

Können Sie Ihre Miete nicht zahlen, darf Sie der Vermieter in den kommenden drei Monaten nicht kündigen. Auch hier sollten Sie ihm erklären, dass Sie aufgrund der Corona-Krise im Rückstand sind. Kreditraten, etwa für Ihre Baufinanzierung oder einen Ratenkredit, dürfen Sie ebenfalls bis Juli zurückhalten – sofern Sie den Vertrag vor dem 15. März geschlossen haben.

Und was ist ab Juli? Dann müssen Sie die Zahlungen für Strom, Gas und Telefon für mehrere Monate auf einmal leisten (die Miete erst bis Juni 2022). Aber bis dahin haben Sie immerhin Zeit, Anträge auf Wohngeld, Kindergeldzuschlag oder auch Sozialhilfe zu stellen. Ab April haben auch mehr Menschen Anspruch auf Kindergeldzuschlag und Sozialhilfe – denn ein wenig Vermögen zählt nicht mehr, sondern einzig das aktuelle Einkommen.

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Aufträge weg durch Corona? So bekommen Selbstständige jetzt Hilfe

2. Aufträge weg durch Corona? So bekommen Selbstständige jetzt Hilfe

Hoteliers, Handwerker oder Physiotherapeuten, die von einem Tag auf den anderen ohne Aufträge dastehen, bekommen jetzt Hilfen vom Bund. Er hat in dieser Woche 50 Milliarden Euro für kleine Unternehmen und Solo-Selbstständige bereitgestellt. Mit dem Geld können sie zumindest einen Teil der Betriebskosten decken, etwa die Miete für die Gewerbehalle oder das Ladenlokal.

Die Soforthilfe ist kein Kredit, sondern ein Zuschuss, den Sie nicht zurückzahlen müssen. Sind Sie selbstständig oder führen Sie ein kleines Unternehmen mit bis zu fünf Beschäftigten, können Sie bis zu 9.000 Euro erhalten. Bei maximal zehn Mitarbeitern sind es bis zu 15.000 Euro Hilfe.

Auch wenn der Bund das Geld für die Soforthilfe bereitstellt: Anträge und Auszahlung der Mittel laufen über die Behörden in den Bundesländern. In NRW sind etwa die Bezirksregierungen zuständig. Wie Sie in Ihrem Bundesland an die Soforthilfe kommen, erfahren Sie auf der Website des Wirtschaftsministeriums Ihres Bundeslandes.

AuĂźer der Soforthilfe gibt es eine Reihe gesetzlicher Ă„nderungen, die ebenfalls das Ăśberleben kleiner Unternehmen in der Corona-Krise sichern sollen, etwa Sonderregeln beim Gewerbemietrecht. Alle Informationen dazu finden Sie in unserem Ratgeber.

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Video der Woche
Video der Woche

Saidi verrät seine Daumenregel: Wie viel Geld gehört in ETFs – und wie viel in sichere Anlagen wie Tages- oder Festgeld?

 
Fairriester ist vorerst keine Finanztip-Empfehlung mehr

3. Fairriester ist vorerst keine Finanztip-Empfehlung mehr

Die Corona-Krise hat die Finanzmärkte durchgeschüttelt: Aktien brachen ein, Zinsen sicherer Anleihen schwankten. In dieser Situation hat Fairriester am 12. März Aktienfonds und Aktien-ETFs verkauft und die Guthaben der Kunden auf dem Verrechnungskonto geparkt. Betroffen sind alle Kunden des Riester-Fondssparplans (eine fünfstellige Zahl).

Auf Nachfrage teilte Fairr uns mit, die Sutor Bank habe so handeln müssen. Die Bank verwaltet die Kundenvermögen und haftet dafür, dass Beiträge und Zulagen zum Rentenbeginn garantiert sind. In der aktuellen Marktsituation sei eine „tragfähige Risikomodellierung“ nicht mehr möglich gewesen.

Fairriester-Kunden ärgern sich jetzt. Sie hatten gehofft, dass der Anbieter das versprochene „Lebenszyklusmodell“ in der Ansparphase durchhält, sprich: mit einer hohen Aktienquote startet und sie nach einem festen Schema schrittweise in sicherere Anlagen umschichtet. Verkauft die Sutor Bank jedoch erst alle Wertpapiere und steigt dann später wieder in Aktien ein, könnte es schon zu spät sein. Wenn die Aktienkurse dann höher stehen als beim Verkauf, hätten Sparer Gewinn verschenkt.

Wegen der Beitragsgarantie ist Riestern nicht mit privatem ETF-Sparen zu vergleichen. Auch andere Riester-Anbieter haben zuletzt massiv Aktienvermögen verkauft und in sicherere Anlagen gesteckt – ein Wechsel dürfte sich für Fairr-Kunden also nicht lohnen. Und Beiträge und Zulagen bleiben natürlich garantiert. Für Neukunden empfehlen wir Fairriester vorübergehend nicht mehr. Sobald klar ist, wie das künftige Anlagemodell von Fairr aussieht, werden wir es neu bewerten.

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Unterhaltung in der Quarantäne: Die besten Streaming-Angebote

4. Unterhaltung in der Quarantäne: Die besten Streaming-Angebote

Die Zwangspause vom Ausgehen bietet vielen von uns die Gelegenheit, es sich ohne schlechtes Gewissen auf dem Sofa gemütlich zu machen und fernzuschauen. Per Streaming können Sie jederzeit aus Tausenden Filmen auswählen.

Besonders Vielgucker kommen dabei auf ihre Kosten. Bei Amazon Prime Video stehen zum Beispiel etwa 4.300 Filme und Serien bereit. Netflix bietet mehr als 8.100 Titel. Disney Plus, der Streaming-Dienst des Disney-Konzerns, startete erst diese Woche in Deutschland. Andere Anbieter wie MagentaTV oder Joyn Plus setzen eher auf eine Mischung aus klassischem Fernsehen und Online-Videothek.

Welcher Streaming-Dienst einen ganz speziellen Streifen im Sortiment hat oder ob der neueste Kinohit schon in einer Mediathek zu finden ist, zeigen Ihnen spezielle Suchmaschinen wie Justwatch und WerStreamt.es.

Trotz der großen Auswahl ist das Streaming-Vergnügen in Corona-Zeiten ein wenig getrübt: Disney, Netflix und Youtube haben angekündigt, dass sie in geringerer Qualität senden, um das Internet nicht übermäßig zu belasten. Und bei Sky und Dazn, die stark auf Live-Sport setzen, fällt ein großer Teil des Angebots weg.

Viele Produktionen der Ă–ffentlich-Rechtlichen gibt es ĂĽbrigens ohne Zusatzkosten in den Mediatheken von ARD, ZDF und Arte. DafĂĽr haben Sie ja schon 17,50 Euro im Monat bezahlt.

Eine Ăśbersicht ĂĽber die wichtigsten Streaming-Dienste, was sie kosten und was sie auszeichnet, finden Sie in unserem neuen Ratgeber.

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Auch wichtig: EuGH zur Widerrufsbelehrung, VW-Plattform, Notfall-Kinderzuschlag

5. Auch wichtig: EuGH zur Widerrufsbelehrung, VW-Plattform, Notfall-Kinderzuschlag

+++ Sehr viele Ratenkredite und Baufinanzierungen ab Juli 2010 können Sie auch heute noch widerrufen. Denn der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat entschieden, dass die in Deutschland übliche Formulierung der Banken nicht ausreicht, um Verbraucher klar über den Beginn der Widerrufsfrist zu informieren (Az. C-66/19). Der EuGH kippt damit die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs und stellt im Kreditrecht alles auf den Kopf. Das Urteil werden wir im nächsten Newsletter ausführlich bewerten. +++

+++ Seit vergangenem Freitag können VW-Musterkläger die Abwicklungsplattform von VW nutzen, um zu erfahren, welche konkrete Entschädigungssumme der Konzern ihnen anbietet – rund 15 Prozent des Kaufpreises sollten es sein. Sie haben jetzt bis 20. April Zeit, um sich zu entscheiden, ob Sie den Vergleich annehmen. Sind Sie unsicher, lassen Sie sich von einem Anwalt beraten. Unsere Einschätzung zum Vergleichsangebot von Volkswagen finden Sie im Blog. +++

+++ Nicht nur Kita- und Schulschließungen, auch die finanziellen Folgen von Corona treffen viele Familien hart. Deshalb hat das Bundesfamilienministerium die Bestimmungen für den Kinderzuschlag gelockert. Familien mit geringem Einkommen können monatlich bis zu 185 Euro pro Kind bekommen.

Bisher mussten Eltern für den Antrag ihr Durchschnittseinkommen der letzten sechs Monate nachweisen. Ab April betrachtet die Familienkasse nur noch den Monat vor Antragstellung. Die Regelung gilt erst einmal bis September 2020. Wie Sie das Geld beantragen, erklären wir in unserem Ratgeber Kinderzuschlag. Welche Hilfen es für Familien sonst noch gibt, erläutern wir hier. +++

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Podcast Auf Geldreise

Das erste Kind bringt Glück, Freude – und eine Menge Papierkram. Lohnsteuerklasse wechseln und Mutterschaftsgeld beantragen gehört dazu. Und gibt es eigentlich auch Kündigungsschutz für werdende Väter? Diese und weitere Fragen beantworten wir in unserer aktuellen Podcast-Folge.

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Steuer-Serie, Teil 2: Werbungskosten – absetzen, was Sie zur Arbeit brauchen

Steuer-Serie, Teil 2: Werbungskosten – absetzen, was Sie zur Arbeit brauchen

Im zweiten Teil unserer Steuer-Serie geht es um die sogenannten Werbungskosten – also all das, was Arbeitnehmer für den Job ausgegeben haben. Hier sind die wichtigsten Tipps, mit denen Sie Werbungskosten geltend machen können:

 

1. Vom Pauschalbetrag profitieren

1.000 Euro sind immer drin. Selbst wenn Sie im Jahr 2019 nur eine kurze Zeit angestellt waren, steht Ihnen die komplette Werbungskostenpauschale von 1.000 Euro zu. Bei der monatlichen Gehaltsabrechnung berücksichtigt der Arbeitgeber jeweils ein Zwölftel der Pauschale. Waren Sie also zum Beispiel nur drei Monate beschäftigt, hat Ihr Arbeitgeber nur 250 Euro berücksichtigt. Sobald Sie in Ihrer Steuererklärung die Anlage N ausfüllen, werden die kompletten 1.000 Euro von Ihrem Steuerbrutto abgezogen. Praktisch: Sie brauchen für die Pauschale keine Belege.

 

2. Jeder Euro über 1.000 Euro zählt

Sammeln Sie dennoch alle Quittungen. Denn sobald Sie die 1.000-Euro-Schwelle überschreiten, können Sie Ihr Steuerbrutto weiter reduzieren. Jeder einzelne ausgegebene Euro zählt und kann Steuern sparen. Dann müssen Sie jedoch alle Ausgaben belegen können, auch den Teil unterhalb der 1.000-Euro-Pauschale.

Die Finanztip-Serie für die Steuererklärung 2019:

1. Start: So kriegen Sie Geld vom Staat zurĂĽck

2. Werbungskosten – absetzen, was Sie zur Arbeit brauchen

Weitere Folgen demnächst:

3. Haushaltsnahe Dienste und Handwerker

4. Sonderausgaben wie Kinderbetreuung geltend machen

5. Außergewöhnliche Belastungen wie Krankheit absetzen

6. KapitaleinkĂĽnfte richtig angeben und Pauschalbetrag nutzen

7. Viele Rentner müssen eine Steuererklärung abgeben

3. Fahrtkosten zur Arbeit

Für Ihre tägliche Pendelstrecke zum Arbeitsplatz im vergangenen Jahr dürfen Sie für jeden Entfernungskilometer 30 Cent als Fahrtkosten geltend machen.

Beispiel: Ein Arbeitnehmer mit einer Fünf-Tage-Woche wohnt 15 Kilometer vom Büro entfernt. Das Finanzamt akzeptiert als Werbungskosten ohne Nachweis: 230 Tage × 15 Kilometer × 0,30 Euro = 1.035 Euro. So überschreitet er allein mit den Fahrtkosten den Pauschalbetrag von 1.000 Euro.

Wichtig für Fernpendler: Für die Entfernungspauschale gibt es grundsätzlich einen Höchstbetrag von 4.500 Euro. Haben Sie höhere Ausgaben, können Sie die tatsächlichen, nachweisbaren Kosten absetzen. Falls Sie Auto und öffentliche Verkehrsmittel kombinieren, dann gilt der Höchstbetrag für die Teilstrecke, die Sie mit dem Zug zurücklegen.

 

4. Computer und andere Arbeitsmittel

Erledigen Sie häufig berufliche Arbeiten mit Ihrem privat gekauften Computer? Schätzen Sie den beruflichen Anteil der Nutzung auf 50 Prozent, können Sie die Hälfte des Kaufpreises über drei Jahre verteilt absetzen. Eine gute Steuersoftware rechnet Ihnen das automatisch aus.

Arbeitsmittel bis zu einem Neupreis von 952 Euro können Sie auf einen Schlag absetzen. Weitere typische Arbeitsmittel sind: Schreibtisch, Bücherregal, Werkzeug, Aktentasche und Berufsbekleidung. Viele Finanzämter akzeptieren pauschal bis zu 110 Euro für Arbeitsmittel – ohne Belege.

 

5. Weitere Werbungskosten

Das Spektrum an Werbungskosten ist breit: Dazu gehört zum Beispiel die doppelte Haushaltsführung, falls Sie wegen des Jobs eine Zweitwohnung haben, das Arbeitszimmer, Bewerbungskosten, Kontoführung (pauschal bis 16 Euro akzeptiert das Finanzamt ohne Nachweis), 20 Prozent der Telefonkosten oder Umzugskosten, falls das beruflich nötig war. Für Umzüge ab dem 1. April 2019 sind die Umzugskostenpauschalen gestiegen. Sogar Feierkosten können Sie absetzen, falls Sie zum Beispiel mit Ihrer Abteilung auf die Beförderung anstoßen.

Übrigens: Auch als Vermieter haben Sie Werbungskosten – eben alles, was Sie zahlen, um am Ende Miete einzunehmen. Also Kreditzinsen und Erhaltungsaufwendungen zum Beispiel.

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Finanztip in den Medien
Donnerstag, 2. April, 10 Uhr, Hermann-Josef Tenhagen beim Deutschlandfunk, Thema: „Wie ĂĽberleben Selbstständige und kleine Firmen Corona?“
Freitag, 3. April, Hermann-Josef Tenhagen bei Radioeins
Die wichtigsten Finanztip-Empfehlungen
In den folgenden Tabellen haben wir für Sie unsere aktuellen Empfehlungen zusammengestellt. Diese enthalten Werbelinks, über die Sie direkt zur Empfehlung gelangen – und für die Finanztip in manchen Fällen eine Vergütung erhält. Unsere Auswahl erfolgt rein redaktionell und zu 100 Prozent unabhängig.
Tagesgeld
Angebote mit Zinsgarantie (nur fĂĽr neue Kunden)
Advanzia Bank
0,5 % p.a.
fĂĽr 6 Monate
0,45 % p.a.
fĂĽr 3 Monate
die besten regulären Angebote (für alle Kunden)
0,45 % p.a.
(ab 16.3.)
0,35 % p.a.
TF Bank
0,35 % p.a.
Cosmosdirekt
0,31 % p.a.
dauerhaft gute Angebote (seit mind. 12 Monaten gute Zinsen)
TF Bank
0,35 % p.a.
0,35 % p.a.
0,25 % p.a.
Festgeld
bis 12 Monate
1,05 % p.a.
 
1,0 % p.a.
Sberbank Direct
0,7 % p.a.
 
0,7 % p.a.
 
bis 24 Monate
1,15 % p.a.
 
1,1 % p.a.
Grenke Bank
0,8 % p.a.
 
bis 36 Monate
1,2 % p.a.
 
Grenke Bank
1,0 % p.a.
 
SWK Bank
0,9 % p.a.
 
Girokonto
Santander
Consorsbank
Wertpapierdepot
 
Die besten Depots bei Onlinebanken
Die gĂĽnstigsten Depots
Baufinanzierungs-Vermittler
 
Stromtarif-Wechsel
Gastarif-Wechsel
Handytarife
Prepaid-Tarife
Lidl Connect Smart XS* (Vodafone-Netz)
 
Allnet-Flat
Lidl Connect Smart S* (Vodafone-Netz)
Fluggastentschädigung
 
Rechtshelfer
Claim Flights
 
Sofort-Entschädigung
EUFlight
 
Riester-Fondssparplan
 
DWS Toprente (mit Rabatt)
Deka Zukunftsplan Classic
Uniprofirente Select (Fonds: Uniglobal II)
 
 
Makler BU-Versicherung
 
Buforum 24
Zeroprov
Dr. Schlemann unabhängige Finanzberatung
Lebensversicherung
 
beleihen
SWK Bank
 
verkaufen
 
 

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* Was das Sternchen neben Links bedeutet:

Wir wollen mit unseren unabhängig recherchierten Empfehlungen möglichst viele Menschen erreichen und ihnen mehr finanzielle Freiheit ermöglichen. Daher sind unsere Inhalte kostenlos im Internet verfügbar. Unsere aufwendige redaktionelle Arbeit finanzieren wir so:

Unsere unabhängigen Experten untersuchen regelmäßig Produkte und Dienstleister. Nur wenn sie dann ein besonders verbraucherfreundliches Angebot empfehlen, kann der entsprechende Anbieter einen Link zu diesem Angebot setzen lassen. Solche Links kennzeichnen wir mit einem Sternchen (*). Geld erhalten wir, wenn Sie diesen Link z.B. klicken oder beim Anbieter dann einen Vertrag abschließen. Ob und in welcher Höhe uns ein Anbieter vergütet, hat keinerlei Einfluss auf unsere Empfehlungen. Was Ihnen unsere Experten empfehlen, hängt allein davon ab, ob ein Angebot gut für Sie als Verbraucher ist.

In der Rubrik „Schnäppchen der Woche“ informieren wir Sie außerdem über kurzfristige und besonders gute Sonderangebote. Hierbei prüfen wir ausdrücklich nicht die Qualität, sondern nur den Preis. Wichtig ist: Die Auswahl trifft auch hier ganz allein unsere unabhängige Redaktion.

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