Reisen und Delta-Variante -- Baukredit kostenlos vorzeitig kündigen -- Bahn-Sommerticket -- ING verlangt Negativzinsen -- Video: Welcher Anlegertyp bist Du? -- Finanztip-Wechselstudie -- Podcasts: Urlaub und Rente -- Updatepflicht für Digitalgeräte -- Kinderbücher bis 70 Prozent günstiger -- -- --

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Nutze die Gunst der Stunde: Wie Du in Zukunft selbstbestimmter arbeitest

Nutze die Gunst der Stunde: Wie Du in Zukunft selbstbestimmter arbeitest

So kann es fĂĽr Dich nach der Pandemie im Job weitergehen

Die Pandemie gönnt uns gerade die lang ersehnte Verschnaufpause: immer weniger Corona-Neuinfektionen, trotz sich ausbreitender Delta-Variante. Vieles geht wieder: Kino, Museum, Sport in Gruppen. Und bald vielleicht auch das reguläre Arbeiten im Großraumbüro. Die Homeoffice-Pflicht jedenfalls wurde gerade aufgehoben.

Aber willst Du überhaupt noch so arbeiten wie vor der Pandemie? Wieder jeden Tag in die Firma pendeln? Oder kannst Du Dir eine Mischung aus Präsenz und Homeoffice vorstellen? Es könnte „das neue Normal“ werden, wie Arbeitsminister Hubertus Heil kürzlich erklärte.

 

Der Widerstand gegen Homeoffice ist gebrochen

Corona hat die Sicht auf mobiles Arbeiten verändert: Vorher lehnten es 37 Prozent der Betriebe ab, überhaupt Homeoffice anzubieten – das zeigt eine aktuelle Studie. Während der Pandemie waren es nur noch halb so viele.

Einer Umfrage der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung zufolge haben vor der Pandemie weniger als 5 Prozent der Beschäftigten überwiegend oder ausschließlich zuhause gearbeitet – wie wir bei Finanztip. Auf dem ersten Höhepunkt der Krise im April 2020 waren es immerhin rund ein Viertel. Und noch viel mehr haben wenigstens zeitweise von Zuhause gearbeitet – etwa, um für die Kinder zu sorgen, wenn die Schule ausfiel.

 

Mehr Kontrolle ĂĽber Dein Leben

Die vielen Monate im Ausnahmezustand haben gezeigt, dass Homeoffice auch da funktionieren kann, wo Vorgesetze frĂĽher steif und fest behauptet haben, es ginge nicht.

Für Dich als Beschäftigte kann das durchaus positive Aspekte haben: Der tägliche Weg zur Arbeit entfällt, das Konzentrieren gelingt daheim mitunter besser als im Büro, die Arbeitszeiten lassen sich oft flexibler gestalten – und natürlich bist Du besser vor Infektionen geschützt. Insgesamt haben diejenigen, die zumindest teilweise im Homeoffice arbeiten, mehr Kontrolle über ihr Leben. Gleichzeitig kann das zu mehr Produktivität führen, was dann auch die Firma freut.

Die Schattenseite: Es gibt häufig keine klare Trennung mehr von Arbeit und Privatleben, der (kreative) Austausch mit Kolleginnen und Kollegen nimmt ab. Und Vorgesetzte können schwerer einschätzen, wo es vielleicht Probleme gibt.

 

Jetzt ist der Moment, ĂĽber Deine Zukunft nachzudenken

Dieser Sommer im Jahr zwei der Pandemie ist vielleicht auch für Dich der Moment, in dem Du über Deinen Job nachdenkst: Willst Du wie gehabt weitermachen? Mit weniger Arbeitszeit? Oder willst Du den Job wechseln? Wie viel Homeoffice soll es sein? Viele dieser Fragen musst Du mit Deiner Arbeitgeberin individuell besprechen, einen gesetzlichen Anspruch auf Homeoffice etwa hast Du bislang nicht. Überleg vor solch einem Gespräch genau, mit welchen Argumenten Du überzeugen kannst: Was ist bei Euch in der Corona-Zeit gut oder sogar besser als vorher gelaufen?

In den kommenden Wochen befassen wir uns in einer Newsletter-Serie zum Thema Arbeitsrecht mit den wichtigsten Fragen, die sich daraus ergeben: Wie kündigst Du richtig? Worauf solltest Du beim neuen Arbeitsvertrag achten? Wie bekommst Du Mehrarbeit bezahlt? Wie beantragst Du Teilzeit?

Viel Erfolg dabei!

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Schnäppchen der Woche

Angebote, Rabatte & Deals: Was unsere Redaktion fĂĽr Dich entdeckt hat.

GĂĽnstige Handy-Allnet-Flat fĂĽr Discounter-Kunden

Der neue Mobilfunkanbieter Simon mobile kommt mit einem sehr überschaubaren Angebot daher: Der einzige Tarif heißt Flex. Er enthält eine Allnet-Flat inklusive 8 GB Datenvolumen (50 Mbit/s), ist monatlich kündbar, hat keine einmaligen Kosten – und das im Vodafone-Netz.

Eigentlich kostet der Flex-Tarif 12 Euro im Monat. Das ist etwas mehr als bei der Discount-Konkurrenz fĂĽr solch einen Tarif. Bringst Du allerdings Deine Handynummer mit von einem anderen gĂĽnstigen Anbieter wie Drillisch oder Freenetmobile, zahlst Du nur 9 Euro fĂĽr den Simon-Flex-Tarif. Hast Du Deinen Vertrag bisher bei einem eher teuren Anbieter wie Congstar oder Vodafone, zahlst Du 15 Euro.

Bahn-Sommerticket fĂĽr junge Leute: Vier Fahrten fĂĽr 90 Euro

Zum Start der Feriensaison bietet die Deutsche Bahn wieder ein Sommerticket für vier Fahrten an. Reisende unter 27 Jahren zahlen 90 Euro, Jugendliche unter 18 nur 70 Euro – das entspricht 22,50 oder 17,50 Euro je Fahrt. Neu in diesem Jahr: Jede Fahrt musst Du spätestens zwei Tage vor der Abreise gebucht haben. Mit der Buchung besteht dann Zugbindung. Kaufen kannst Du das Ticket nur online und bis zum 15. August, damit reisen bis zum 26. September.

KinderbĂĽcher bis zu 70 Prozent gĂĽnstiger

Damit dem Nachwuchs der Weg in den Urlaub nicht endlos vorkommt, brauchen Eltern oft starke Nerven – oder ein gutes Unterhaltungsprogramm. Der Buchhändler Thalia bietet derzeit viele Kinder- und Jugendbücher bis zu 70 Prozent günstiger an. Für diese Titel gilt keine Preisbindung mehr, in einer Stichprobe fanden wir sie nirgends billiger. Ebenfalls reduziert sind Ausmalblöcke und Rätselhefte. Bestellte Ware kannst Du in der Filiale abholen oder Dir gratis zuschicken lassen, wenn mindestens ein gedrucktes Buch oder Hörbuch dabei ist.

 
Was die Delta-Variante fĂĽr Deine Reise bedeutet

1. Was die Delta-Variante fĂĽr Deine Reise bedeutet

Viele Reisende hatten sich schon auf einen stressfreien Urlaub gefreut – doch nun verunsichert vielleicht auch Dich die Delta-Variante des Coronavirus. In Europa sind Großbritannien, Portugal und Russland bereits besonders betroffen.

 

Was passiert, wenn Du Deine Reise schon gebucht hast?

Hast Du eine Pauschalreise gebucht, und Dein Reiseziel wird zum Virusvariantengebiet, ist die Sache klar: Der Veranstalter muss die Reise absagen und Dir die Kosten erstatten.

Wenn Du Flug und Unterkunft einzeln gebucht hast, gelten die Stornierungsregeln der Anbieter. Versuche, Dich mit ihnen aufs Umbuchen oder einen Gutschein zu einigen, falls Du nicht kostenlos stornieren kannst.

Streicht die Airline den Flug, muss sie Dir den Ticketpreis erstatten. Findet er statt, bleibst Du auf den Kosten sitzen – es sei denn, Du hast einen Flex-Tarif gebucht oder die Airline lässt Dich umbuchen.

 

Was passiert, wenn Du bereits vor Ort bist?

Wird Dein Urlaubsort während Deiner Pauschalreise zum Virusvariantengebiet, muss Dir der Veranstalter eine vorzeitige Rückreise ermöglichen – und für die Kosten aufkommen.

Als Individualreisende musst Du Dich selbst rechtzeitig um Deine Rückreise kümmern. Rückkehrer aus Virusvarianten-Gebieten müssen in Deutschland für 14 Tage in Quarantäne. Ausnahmen gibt es keine, verkürzen kannst Du die Quarantäne auch nicht.

 

Was heiĂźt das fĂĽr Deine Urlaubsplanung?

Bleibe möglichst flexibel, zum Beispiel indem Du Flex-Tarife nutzt. Schau aber genau hin, wie die Bedingungen sind. Was Du außerdem beachten musst, erfährst Du im Podcast und in unserem Ratgeber.

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Strom und Gas: Warum wir Tarife sortieren

2. Strom und Gas: Warum wir Tarife sortieren

Vor Kurzem haben wir hier über eine drastische Erhöhung des Strompreises von Maingau Energie berichtet. Viele von Euch schickten uns daraufhin ihr Schreiben des Anbieters – vielen Dank dafür!

30 Stromkunden unter Euch haben berichtet, dass Maingau zum 1. Juli oder 1. August den Arbeitspreis um durchschnittlich 14 Prozent anheben will. Auch in etlichen Gasverträgen soll der Preis im Schnitt um 50 Prozent steigen – sowohl für Neuverträge mit Preisgarantie als auch für länger bestehende.

Hast Du eine Preisgarantie, erfordern die höheren Preise Deine Zustimmung. Bestandskunden ohne Preisgarantie erlaubt Maingau, der Erhöhung zu widersprechen – dann bleibt der alte Preis bestehen. Wer sie dagegen akzeptiert, dem sichert das Unternehmen zu, dass der neue Preis bis Ende 2022 stabil bleibt. Ist Dir das alles nicht geheuer, kannst Du auch kündigen – jede Preisänderung zieht ein Sonderkündigungsrecht nach sich.

Dass ein Anbieter steigende Kosten weitergibt, ist normal. Maingau will aber stärker erhöhen, als es bis Ende 2022 aus unserer Sicht notwendig ist. Bei der Firma sind drastische Erhöhungen dabei Usus: Kunden berichten uns dies regelmäßig.

Wegen solcher Erfahrungen prüfen wir Neukundentarife in unserem Stromrechner und unserem Gasrechner – nämlich die, die auch ohne Bonuszahlung günstig sind und die wir für einen „einmaligen“ Wechsel empfehlen. Stufen wir einen Tarif als nicht gewinnbringend ein, empfehlen wir ihn nur Kunden, die jedes Jahr wechseln wollen. Auch Maingau fiel uns dabei auf. Auf unsere Anfragen dazu sowie zu den aktuellen Preiserhöhungen hat das Unternehmen bislang nicht reagiert.

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Die Finanztip Podcasts
Die Finanztip-Podcast

Auf Geldreise mit Anika und Anja:

Geld ganz einfach mit Saidi:

Beliebte Folgen vom Corona-Podcast:

 
Kostenlos vorzeitig raus aus dem Immobilienkredit

3. Kostenlos vorzeitig raus aus dem Immobilienkredit

Finanzierst Du eine Immobilie, bindest Du Dich für viele Jahre an einen Zins. So kannst Du Deine Kosten verlässlich kalkulieren. Doch auch die Bank plant mit den Zinsen. Willst Du den Kredit früher zurückzahlen, etwa um auf ein besseres Angebot umzuschichten, verlangt die Bank eine Entschädigung – oft zu Unrecht.

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat nun ein Urteil des Oberlandesgerichts Frankfurt bestätigt (Az. XI ZR 320/20), über das wir berichteten. Demnach kommen Kunden ohne Entschädigung aus dem Vertrag, wenn Banken unklare Angaben über die Berechnung machen – und zwar bei Vertragsabschluss! In diesem Fall hatte die Commerzbank nicht klar informiert. Selbst wenn die Bank die Vorfälligkeitsentschädigung später richtig berechnet, muss ihr Kunde sie nicht zahlen. Gleiches gilt, wenn die Bank die Information zur Berechnung nachträglich liefert.

Die Höhe der sogenannten Vorfälligkeitsentschädigung ist gesetzlich nicht festgelegt, die Berechnung kompliziert. Immer wieder müssen Gerichte sich damit beschäftigen. Denn es geht um viel Geld: Wer früher zurückzahlt, muss in der Regel rund 10 Prozent des offenen Kreditbetrags als Entschädigung zahlen. Das sind oft mehr als 10.000 Euro.

Von der BGH-Entscheidung kannst auch Du profitieren: Wenn Du nach dem 22. März 2016 einen Immobilienkredit abgeschlossen hast, solltest Du prüfen, ob alle notwendigen Angaben zur Vorfälligkeitsentschädigung im Vertrag enthalten sind. Sind sie unklar oder fehlt etwas, kommst Du mit großer Wahrscheinlichkeit kostenlos raus aus dem Vertrag oder kannst eine gezahlte Entschädigung zurückverlangen.

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Finanztip-Studie: Ă„ltere Kunden wechseln Anbieter selten

4. Finanztip-Studie: Ă„ltere Kunden wechseln Anbieter selten

Treue lohnt sich selten – zumindest bei Strom- und Handy-Verträgen oder der Kfz-Versicherung. Denn langjährige Kunden zahlen häufig mehr und bekommen mitunter sogar schlechtere Leistungen. Wer allerdings regelmäßig den Anbieter wechselt, kann enorm sparen. Bis zu 460 Euro sind drin – in einem Jahr! Trotzdem tun es viele nicht.

Vor allem Menschen über 50 sind nicht besonders wechselfreudig. Das zeigt eine repräsentative Finanztip-Studie. Rund ein Drittel der Befragten über 50 Jahren hat etwa noch nie den Stromanbieter gewechselt, nur jeder Fünfte von ihnen sucht regelmäßig einen neuen. Wer aus der teuren Grundversorgung auf einen günstigen Tarif umsteigt, kann aber knapp 150 Euro im Jahr sparen.

Ähnlich sieht es bei den Handyverträgen der Über-50-Jährigen aus: Jeder dritte Vertrag ist älter als fünf Jahre. Das geht vor allem im D-Netz ins Geld: Bei einem zehn Jahre alten Allnet-Flat-Tarif zahlen Kunden 264 Euro im Jahr zu viel, bei fünf Jahre alten Verträgen noch 192 Euro.

Wer die Kfz-Versicherung wechselt, spart bis zu 50 Euro im Jahr. Allerdings gab auch in diesem Fall rund ein Drittel der Befragten an, dass sie noch nie gewechselt haben oder ihnen der Wechsel zu aufwendig ist.

Wechselwilligen empfehlen wir unsere Vergleichsrechner für Strom-, Gas und Handytarife. Eine günstigste Kfz-Versicherung findest Du, indem Du Dir zuerst ein Angebot auf den Portalen Verivox* oder Check24* und dann bei der Huk24* machen lässt. Und falls Du selbst schon regelmäßig wechselst: Dann erzähl Deiner Familie und Freunden davon, damit auch sie profitieren!

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Auch wichtig: ING-Negativzinsen, Verbraucherrechte, höhere Freibeträge

5. Auch wichtig: ING-Negativzinsen, Verbraucherrechte, höhere Freibeträge

+++ Die ING verlangt künftig Negativzinsen für Anlagesummen von mehr als 50.000 Euro auf Giro- und Tagesgeldkonten. Diese Grenze gilt für neue Kunden schon ab 6. Juli. Erstmals fällig wird der Zins von minus 0,5 Prozent pro Jahr ab November. Du kannst auf anderen ING-Konten aber weitere 50.000 Euro zinsfrei deponieren – denn die Bank zählt den Freibetrag pro Konto, nicht pro Person. Die größte Direktbank in Deutschland will auch die Zustimmung von Bestandskunden mit mehr als 50.000 Euro auf einem Konto einholen. Die meisten großen Banken berechnen mittlerweile Negativzinsen, darunter die Postbank ab 25.000 Euro (Tagesgeld), die Comdirect ab 50.000 Euro und die DKB ab 100.000 Euro. +++

 

+++ Der Bundestag hat in seiner letzten Sitzung vor der Wahl noch einige für Verbraucher wichtige Neuerungen beschlossen. So hat das Parlament unter anderem festgelegt, wie Mietspiegel zu erstellen sind. Bislang gab immer wieder Streit über deren Gültigkeit und damit auch über die Grenze von Mieterhöhungen. Zudem müssen nun auch Kommunen ab 50.000 Einwohner einen Mietspiegel veröffentlichen. Außerdem: Smartphones, Spielekonsolen und andere digitale Geräte müssen ab 2022 für längere Zeit regelmäßig Updates bekommen. Geht ein Gerät kaputt, muss der Hersteller zukünftig bis zu einem Jahr nach Kauf beweisen, dass es mangelfrei war. Und ab sofort sollen Hasskommentare in sozialen Netzwerken mit wenigen Klicks direkt vom betreffenden Posting aus gemeldet werden können. +++

 

+++ Im Juli gibt es außerdem wichtige Änderungen, die sich in Euro und Cent ausrechnen lassen: Der Mindestlohn steigt um 10 Cent auf 9,60 Euro pro Stunde. Menschen mit 450-Euro-Jobs dürfen dadurch höchstens noch rund 46 Stunden monatlich arbeiten. Außerdem erhöhen sich die Pfändungsfreigrenzen: Jetzt sind knapp 1.260 Euro des Nettoeinkommens unpfändbar, vorher waren es 1.180 Euro. Wer für eine Person unterhaltspflichtig ist, hat nun eine Freigrenze von 1.730 Euro; für jede weitere Person steigt sie um 260 Euro. Neu auch: Auf Fonds- oder Genossenschaftsanteile sowie Belegschaftsaktien vom Arbeitgeber gibt es nun einen viermal höheren Freibetrag. 1.440 Euro Vermögensbeteiligung pro Jahr und Mitarbeiter sind ab sofort steuer- und sozialversicherungsfrei möglich. +++

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Video der Woche
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Alle Anlegertypen haben Stärken und Schwächen. Welcher bist Du? Finde es heraus.

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Das ändert sich durch die Pflegereform für Dich

Das ändert sich durch die Pflegereform für Dich

Mehr als vier Millionen Menschen in Deutschland sind pflegebedürftig und es werden immer mehr. Doch es fehlen Pflegekräfte, und pflegende Angehörige müssen sich durch ein Dickicht kleinteiliger Regelungen kämpfen. Für die Pflege im Heim zahlen Betroffene mittlerweile mehr als 2.000 Euro im Monat.

Dieser Probleme wollte sich die Große Koalition annehmen – und hat kurz vor der nächsten Wahl doch nur ein Reförmchen zustande gebracht. Wir haben uns für Dich angeschaut, was sich mit dem neuen Gesetz in der Pflege ändert und welche Unterstützung es bereits gibt.

 

1. Kleine Entlastung fĂĽr Pflegeheimbewohner

Für die Pflege im Heim erstattet die Pflegeversicherung monatlich bis zu 2.005 Euro. Die Bewohner zahlen zudem einen Eigenanteil für die Betreuung sowie Kost und Logis. Dieser variiert je nach Bundesland zwischen 1.400 und 2.000 Euro. Da diese Kosten aber nicht jeder stemmen kann, soll ab 2022 der Eigenanteil sinken:  im ersten Jahr im Heim um 5 Prozent, im zweiten um 25 Prozent, im dritten um 45 und danach um 70 Prozent.

SpĂĽrbare Entlastung dĂĽrfte diese Regelung aber nur einigen Bewohnern bringen, denn der GroĂźteil stirbt bereits im ersten oder zweiten Jahr des Heimaufenthalts. Zur Finanzierung der Reform zahlen Kinderlose ab kommendem Jahr 0,1 Prozentpunkte mehr fĂĽr die Pflegeversicherung.

 

2. Pflegende Angehörige gehen leer aus

Vier von fünf Pflegebedürftigen werden zuhause versorgt. Die Pflegekasse zahlt den Angehörigen dann ein Pflegegeld oder übernimmt Kosten für einen ambulanten Pflegedienst. Die Leistungen für Pflegedienste steigen 2022 um 5 Prozent. Eine ursprünglich geplante Erhöhung des Pflegegelds hat die Koalition aus Kostengründen gestrichen.

 

 

3. Diese ZuschĂĽsse kannst Du nutzen

Pflegenden Angehörigen bleibt deshalb nur, bestehende Hilfen so gut wie möglich zu nutzen. So kannst Du neben den regulären Leistungen für die ambulante Pflege jährlich bis zu 3.386 Euro Zuschuss für Verhinderungs- und Kurzzeitpflege bekommen.

Für Hygieneprodukte wie Einmalhandschuhe oder Desinfektionsmittel gibt es derzeit monatlich 60 Euro. Und mit dem Entlastungsbetrag von 125 Euro im Monat lassen sich Hilfen im Haushalt und Alltag finanzieren. Hast Du den Entlastungsbetrag bisher nicht ausgeschöpft, kannst Du Restsummen aus dem laufenden Jahr immer noch bis Ende Juni des Folgejahres nutzen. Wegen Corona ist die Frist sogar verlängert.

Hilfen gibt es auch, wenn in der Wohnung Umbauten nötig sind, um die Pflege zu erleichtern. Die Pflegekasse zahlt bis zu 4.000 Euro, zum Beispiel für einen Treppenlift oder eine barrierefreie Dusche. Welche Unterstützungsangebote für Dich infrage kommen und wie Du sie beantragst, kann eine Pflegeberatung kostenlos für Dich klären.

 

4. Hilfe, falls Dir die Kosten ĂĽber den Kopf wachsen

Falls Du nicht in der Lage bist, die Kosten für die Pflege aufzubringen, kannst Du „Hilfe zur Pflege“ beantragen. Bevor Du diese Leistung bekommst, musst Du jedoch Dein Vermögen bis auf 5.000 Euro aufbrauchen. Kinder müssen nur dann im Rahmen des sogenannten Elternunterhalts für die Pflegekosten ihrer Eltern einstehen, wenn ihr Jahreseinkommen 100.000 Euro übersteigt.

 

5. Lohnt sich eine Pflegezusatzversicherung?

Auf diese Frage gibt es leider keine einfache Antwort. Es ist sinnvoll, für den Pflegefall vorzusorgen. Allerdings sind die Beiträge für Pflegezusatzversicherungen zuletzt deutlich gestiegen. In einigen Fällen hat sich der Beitrag sogar verdoppelt.

Die Versicherung hilft nur, wenn Du sicher bist, dass Du sie im Rentenalter auch noch zahlen kannst. Alternativ kannst Du versuchen, genug anzusparen, um Pflegekosten zu stemmen. Welche anderen Vorsorge-Möglichkeiten es gibt, erklären wir in unserem Ratgeber zur Pflegezusatzversicherung.

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Zahl der Woche

… aller Beschäftigten könnten ab und an im Homeoffice arbeiten. Das schätzen die Wirtschaftsforscher vom Ifo-Institut. Dieses Potenzial werde aber noch nicht ausgeschöpft.

 
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Finanztip in den Medien
Dienstag, 6. Juli, Anja Ciechowski, MDR um 4
Dienstag, 6. Juli, Max Mergenbaum, WDR Hier und Heute
Mittwoch, 7. Juli, Saidi Sulilatu, SWR Aktuell Radio
Freitag, 9. Juli, Hermann-Josef Tenhagen, radioeins
In den folgenden Tabellen haben wir für Dich unsere aktuellen Empfehlungen zusammengestellt. Diese enthalten Werbelinks, über die Du direkt zur Empfehlung gelangst – und für die Finanztip in manchen Fällen eine Vergütung erhält. Unsere Auswahl erfolgt rein redaktionell und zu 100 Prozent unabhängig.
Tagesgeld
Angebote mit Zinsgarantie (nur fĂĽr neue Kunden)
DHB Bank
0,25 % p.a. fĂĽr 6 Monate
max. 50.000 Euro
die besten regulären Angebote (für alle Kunden)
Sberbank Direct
0,20 % p.a.
TF Bank
0,15 % p.a.
Advanzia Bank
0,15 % p.a.
Akbank
0,15 % p.a.
Oyak Anker Bank
0,15 % p.a.
dauerhaft gute Angebote (seit mind. 12 Monaten gute Zinsen)
TF Bank
0,15 % p.a.
0,14 % p.a.
Festgeld
bis 12 Monate
Leaseplan Bank
0,45 % p.a.
0,36 % p.a.
0,35 % p.a.
Sberbank Direct
0,35 % p.a.
bis 24 Monate
Leaseplan Bank
0,55 % p.a.
0,51 % p.a.
0,50 % p.a.
bis 36 Monate
Leaseplan Bank
0,65 % p.a.
0,65 % p.a.
0,61 % p.a.
Die wichtigsten Finanztip-Empfehlungen
Girokonto
Wertpapierdepot
 
Die besten Depots mit niedrigsten GebĂĽhren
Scalable Capital* (Free Broker)
GĂĽnstige Depots mit einem breiten Leistungsspektrum
DKB
Baufinanzierungs-Vermittler
 
Planethome
Stromtarif-Wechsel
Gastarif-Wechsel
Handytarife
Prepaid-Tarife
Smart XS von Lidl Connect* (Vodafone-Netz)
Prepaid Basic von Ja! Mobil – Rewe (Telekom-Netz)
 
Allnet-Flat
Allnet L von Blau* (O2-Netz)
Flat L von Allmobil* (Vodafone-Netz)
Prepaid Smart von Ja! Mobil – Rewe (Telekom-Netz)
Fluggastentschädigung
 
Rechtshelfer
SOS Flugverspätung
EUClaim
Claim Flights
 
Sofort-Entschädigung
EUFlight
Compensation2go
 
Riester-Fondssparplan
 
DWS Toprente (mit Rabatt)
Deka Zukunftsplan Classic
Uniprofirente Select (Fonds: Uniglobal II)
 
 
Makler BU-Versicherung
 
Buforum 24
Zeroprov
Dr. Schlemann unabhängige Finanzberatung
Lebensversicherung
 
beleihen
 
verkaufen

 

 
 

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* Was das Sternchen neben Links bedeutet:

Wir wollen mit unseren unabhängig recherchierten Empfehlungen möglichst viele Menschen erreichen und ihnen mehr finanzielle Freiheit ermöglichen. Daher sind unsere Inhalte kostenlos im Internet verfügbar. Unsere aufwendige redaktionelle Arbeit finanzieren wir so:

Unsere unabhängigen Experten untersuchen regelmäßig Produkte und Dienstleister. Nur wenn sie dann ein besonders verbraucherfreundliches Angebot empfehlen, kann der entsprechende Anbieter einen Link zu diesem Angebot setzen lassen. Solche Links kennzeichnen wir mit einem Sternchen (*). Geld erhalten wir, wenn Du zum Beispiel diesen Link klickst oder beim Anbieter dann einen Vertrag abschließt. Ob und in welcher Höhe uns ein Anbieter vergütet, hat keinerlei Einfluss auf unsere Empfehlungen. Was Dir unsere Experten empfehlen, hängt allein davon ab, ob ein Angebot gut für Dich als Verbraucher ist.

In der Rubrik „Schnäppchen der Woche“ informieren wir Dich außerdem über kurzfristige und besonders gute Sonderangebote. Hierbei prüfen wir ausdrücklich nicht die Qualität, sondern nur den Preis. Wichtig ist: Die Auswahl trifft auch hier ganz allein unsere unabhängige Redaktion.

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