Putin
Bild: IMAGO / SNA

Seit November lässt der russische Präsident Wladimir Putin Militär an der Grenze zur Ukraine aufmarschieren. Diese Woche mehrten sich zwar Hinweise, dass er nicht auf einen Angriff aus ist. Trotzdem bleibt die Lage äußerst angespannt. Das ist nicht nur politisch beunruhigend, es wirkt sich auch auf die Märkte und Preise aus. Schon jetzt trägt der Konflikt zu den hohen Energiepreisen bei.

Nach Einschätzung der Energieexpertin des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung ist die Versorgung mit Gas über den Winter zwar gesichert – selbst wenn Russland die Lieferung abrupt einstellen sollte. Allerdings würden sich Tanken, Strom und Heizen noch einmal drastisch verteuern. Mehr als Energie sparen kannst Du aber nicht tun. Immerhin verläuft der Winter bislang außerordentlich milde, was die Kosten dämpft.

Sollte Russland seinen Nachbarn Ukraine überfallen, würde der Westen mit Wirtschaftssanktionen reagieren. Deutschland ist zweitwichtigster Handelspartner für Russland (mit 7,4 Prozent des Warenhandels). Umgekehrt ist Russland nicht so wichtig für die deutsche Wirtschaft (2 Prozent des Handels). Der Ersatz des russischen Erdgases käme Deutschland zwar teuer, trotzdem würden Sanktionen Russland härter treffen.

Deutschlands Wirtschaft wäre dennoch stärker betroffen als die anderer Länder. Folglich würden Anleger im Dax durch einen Krieg eher Verluste sehen als Anleger, die auf die von uns empfohlenen europa- und weltweiten ETFs setzen. Trotzdem gilt: Wenn Du langfristig in Aktien investierst, musst Du Dir wegen der Krise keine zusätzlichen Sorgen machen. Und es ist auch nicht sinnvoll, jetzt noch auf Gold zu setzen.

Matthias Urbach
Autor

Stand:

Matthias Urbach war von 2014 bis 2022 stellvertretender Chefredakteur von Finanztip. Als Diplomphysiker und Absolvent der Henri-Nannen-Schule kombiniert er analytisches und redaktionelles Know-how. Zuvor war er unter anderem als Verlagsdirektor beim SpringerNature-Wissenschaftsverlag und als Leiter von taz.de tätig.

1 Kommentar

  1. Hallo Herr Urbach!

    Kurze Erinnerung: Sie sind hier nicht mehr bei der „taz“, sondern jetzt bei „Finanztip“! – Und hier geht es nicht mehr um transatlantische und NATO-Propaganda, sondern um sachliche Verbraucheraufklärung.

    Das ist sicher eine große Umstellung für Sie, aber selbst bei einem Ex-„taz“-ler kann der ideologische Detox gelingen, wenn er es nur will!

    Also: Nur Mut und frisch gewagt und die letzten Marionetten-Fäden beherzt zerrissen. Oder, wenn der Entzug doch zu groß wird, einfach zurück zu den „Guten“, anstatt uns hier mit Meinungsartikeln zu belästigen – neue alte Aufgaben könnten wieder bei Ihrem Ex-Arbeitgeber auf Sie warten oder wie wär’s mit einem Karriere-Turbo gleich zum „Tagesspiegel“? Oder ist dieser selbst Ihnen zu extrem? Jedermanns „rote Linien“ verlaufen ja etwas anders…

    Wenn Sie bei Finanztip bleiben, bis Sie was Besseres gefunden haben: Schreiben Sie Ihren nächsten Artikel doch einmal über giftiges US-Frackinggas, mit dem uns Ihre Freunde im Westen gerne beliefern werden, und über die Verlogenheit des ideologisch verbrämten Meinungsjournalismus!

    Sie sind der Größte! (Bei Finanztip)
    Grüße, Teresa

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