Umbuchung
Bild: Pekic / Getty Images

Wer eine Reise für später in diesem Jahr gebucht hat, steht vor der Frage: Abwarten oder stornieren? Steht Ihre Reise schon bald an, kann es sich lohnen, noch abzuwarten. Entscheidend ist, ob das Auswärtige Amt seine weltweite Reisewarnung über den April hinaus verlängert oder Einreisebeschränkungen im Zielland weiter gelten. Wenn die Reise wegen der Pandemie nicht stattfinden kann, zahlen Sie keine Stornokosten.

Eigentlich muss der Reiseanbieter Ihr Geld vollständig erstatten – die Bundesregierung hat am Donnerstag jedoch eine Einschränkung der Verbraucherrechte auf den Weg gebracht: Demnach sollen Veranstalter von Pauschalreisen sowie Fluglinien stattdessen Gutscheine ausgeben dürfen. Für den Fall, dass der Anbieter pleitegeht, soll es eine Absicherung geben. Diese Gutschein-Regelung könnte unter Umständen schon nächste Woche kommen.

Warten Sie noch auf eine Rückerstattung von Ihrem Reiseveranstalter, dann machen Sie ihm Beine. Reiseveranstalter sind verpflichtet, das Geld innerhalb von 14 Tagen zu erstatten, für Flugtickets gilt eine Frist von 7 Tagen nach der Annulierung.

Ist es bis zu Ihrem Urlaub noch eine Weile hin, sollten Sie sich fragen: Habe ich unter den derzeitigen Umständen überhaupt noch Lust zu verreisen? Falls nicht, sagen Sie die Reise lieber ab, bevor die Stornokosten steigen.

Wenn Sie trotz allem verreisen wollen, sollten Sie sich darauf einstellen, erst kurz vor Reisebeginn Gewissheit darüber zu haben, ob Ihre Reise stattfinden kann oder nicht.

Max Mergenbaum
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Max Mergenbaum schreibt in der Redaktion über Reise und Versicherungen. Das dafür nötige Rüstzeug erwarb er sich während eines Volontariats bei Finanztip inklusive Hospitanz in der Wirtschaftsredaktion des RBB Inforadios. Max studierte Politik, Wirtschaft & Gesellschaft sowie Germanistik an der Ruhr-Universität Bochum. Nach einem Auslandssemester in Canterbury schloss er sein Politik-Studium an der Freien Universität Berlin mit einem Master ab.

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