Frau alleine am Strand
Bild: Clara Margais/dpa

Stell Dir vor, Du verbringst ein paar schöne Tage am Strand, Du hältst Dich an alle Corona-Regeln. Du fühlst Dich gut und sicher ­– und dann kommt die Reisewarnung. Dein Pauschalreiseanbieter schickt Dich mit dem nächsten Flieger nach Hause. So ergeht es gerade etlichen Mallorca-Urlaubern.

Die Corona-Pandemie wird unsere Reisen, unsere Urlaube für lange Zeit verändern. Da hat man monatelang gespart für die Auszeit vom stressigen Alltag. Der ist durch Corona ohnehin schon anstrengender. Und dann das noch: Umbuchen, Gutscheine, neu planen. Wir zeigen Dir, wie Du damit umgehen kannst.

 

Eine Reisewarnung ist kein Reiseverbot

Wenn Du Deine Reise nicht als Paket buchst, sondern selbst zusammenstellst, gibt es auch keinen Pauschalreiseanbieter, der absagen oder Dich wieder nach Hause schicken kann. Dann kannst Du im Prinzip da bleiben. Eine Reisewarnung ist kein Reiseverbot. Hast Du eine Unterkunft abseits der Corona-Hotspots gebucht und Deine Herberge stellt den Betrieb nicht ein – dann spricht ja auch nichts dagegen.

Allerdings solltest Du zwei Fragen unbedingt klären:

 

Frage 1: Bist Du trotz Reisewarnung weiter gut krankenversichert?

Eine Auslandsreise-Krankenversicherung solltest Du sowieso haben. Schließe also unbedingt eine ab, selbst wenn Du nur ins EU-Ausland fährst. Wenn Du schon eine Auslandsversicherung hast, dann prüfe, ob Deine Versicherung auch bei Epidemien, Pandemien oder einer Reisewarnung zahlt. Unsere Empfehlungen DKV (Reise Med Tarif RD)* und Debeka (Tarif AR) tun das. Du kannst sie auch am Tag vor der Abreise noch abschließen.

 

Frage 2: Wie kommst Du zurück?

Die Fluggesellschaften reagieren nicht bei jeder Reisewarnung gleich. Spanien ist ein anderer Fall als zum Beispiel Mexiko. Gut möglich, dass Flüge ausfallen – vielleicht auch Deiner. Dann musst Du mit einer anderen Maschine fliegen. Oder mit Mietwagen oder Zug ans Ziel kommen. Das muss die Airline bezahlen, wenn sie schon Deinen Flug streicht. Wenn Du auf dem Rückweg durch mehrere Länder fahren musst, achte auf die Transit-Auflagen. Einen Überblick findest Du auf Re-open EU.

 

Als Pauschalurlauber hast Du kaum eine Wahl

Die Veranstalter sind bei Reisewarnungen in der Regel verpflichtet, abzusagen beziehungsweise Deine baldige Rückreise zu organisieren. Dafür bekommst Du das Geld zurück. (Einen Gutschein musst Du nicht annehmen.) Nur wenige Pauschalreiseanbieter lassen Dir die Wahl zu bleiben.

 

Urlauber müssen Risiko ab jetzt immer einplanen

Die aktuellen Reisewarnungen für Kroatiens Küste, für Spanien, Belgien und Bulgarien sind auch für Urlauber eine Herausforderung, die in den kommenden Wochen erst losfahren wollten. Hier gilt dasselbe: Wer individuell gebucht hat, könnte noch losfahren. Aber die Risiken sind halt groß, dass man strandet. Das Problem der Quarantäne und Tests bei der Rückreise gibt es so oder so. Mit unseren Tipps für jeden Risiko-Typ im großen Ratgeber kannst Du aber teure Reinfälle vermeiden.

 

Weitere Ratgeber zur Corona-Krise:

ArbeitsschutzWas im Job jetzt wichtig ist
Verfallene Flugtickets Wie Du zu Deinem Geld kommst
Kinderbetreuung
Was tun, wenn Kita und Schule dicht sind?
Maskenpflicht
So geht‘s
SelbstständigWie Du die Krise überbrückst
ETFs, Gold & Anleihen Was die Krise für Deine Finanzen bedeutet

Max Mergenbaum
Autor

Stand:

Max Mergenbaum schreibt in der Redaktion über Reise und Versicherungen. Das dafür nötige Rüstzeug erwarb er sich während eines Volontariats bei Finanztip inklusive Hospitanz in der Wirtschaftsredaktion des RBB Inforadios. Max studierte Politik, Wirtschaft & Gesellschaft sowie Germanistik an der Ruhr-Universität Bochum. Nach einem Auslandssemester in Canterbury schloss er sein Politik-Studium an der Freien Universität Berlin mit einem Master ab.

1 Kommentar

  1. Naja, eine wichtige Info fehlt da schon noch.
    Wer aus’m Risikogebiet zurück kommt, muß ggf. in Quarantäne.
    Und in diesem Fall ist der Arbeitgeber _nicht_ verpflichtet, das Entgelt weiter zu zahlen.

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