Zahnzusatzversicherung
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Ein gepflegtes Gebiss und schöne Zähne sind Ihnen sicher wichtig. Spannend ist aber die Frage nach den Kosten dafür. Die können sich für ein Implantat auf 3.000 Euro belaufen – selbst mit Zuzahlung der Krankenkasse. Denn die Kasse zahlt nur einen geringen Teil des notwendigen Zahnersatzes.

So verwundert es nicht, dass jeder fünfte Kassenpatient eine Zahnzusatzversicherung hat. Vielleicht haben Sie auch schon über eine solche Versicherung nachgedacht, die die Kosten für Zahnersatz ganz oder teilweise übernimmt. Wir haben für Sie recherchiert und sagen Ihnen, wann sich die Versicherung lohnt und wie Sie zu einem günstigen und guten Tarif kommen.

Im Prinzip haben Sie drei Möglichkeiten, schöne Zähne zu finanzieren:

  1. Genug Geld auf dem Konto.
    2. Eine gute Zahnzusatzversicherung.
    3. Der Weg ins preiswertere Ausland.

Haben Sie ein pflegeleichtes Gebiss und wenige Zahnschäden im Familienumfeld, ist es wahrscheinlich, dass Ihre Zähne in Zukunft eher selten Probleme machen. Wenn Sie genug Geld auf dem Konto haben, zahlen Sie den Eigenanteil beim Zahnarzt dann am besten selbst. Seine Preise kontrollieren Sie mithilfe Ihrer Krankenkasse, indem Sie einen Heil- und Kostenplan anfordern. Vergleichen Sie die Kosten ruhig bei einem zweiten Zahnarzt. Mit der Selbstzahler-Methode sparen Sie die Beiträge für die Zahnzusatzversicherung. Die ist nämlich relativ teuer – schnell mal 200 bis 400 Euro im Jahr – und keineswegs ein Muss! Denn eine hohe Zahnarztrechnung ist ärgerlich, aber nicht existenzbedrohend.

Befürchten Sie, eher anfällige Zähne zu haben, sollten Sie früh anfangen, regelmäßig Geld für Zahnbehandlungen zurückzulegen – oder Ihre Zähne teilkaskoversichern. Dann übernimmt die private Zusatzversicherung den größten Teil der Behandlungskosten, und für Sie bleibt nur noch ein kleiner Rest. Gute Zahnzusatzversicherungen dieser Art sind Gothaer MediZ Premium*, DKV Kombi Med Zahn KDT85*, Hallesche Megadent*, Janitos Ja dental plus* und Inter Z90*. Vorsicht: Die Versicherung zahlt nicht für Behandlungen, die Ihr Zahnarzt vor Vertragsabschluss bereits angeraten hat. Wenn Sie nicht mehr wissen, was Ihnen der Zahnarzt geraten hat, kann er das leicht in seinen Akten für Sie nachschauen.

Wer in der Nähe von Polen, Tschechien oder Ungarn wohnt oder regelmäßig auf die Balearen reist, kann den Zahnersatz dort günstiger bekommen. Häufig gibt es deutschsprachiges Personal, Heil- und Kostenpläne nach deutschem Muster und manchmal sogar direkte Abrechnungen mit deutschen Krankenkassen. Nötig ist allerdings Vertrauen in den ausländischen Zahnarzt, denn bei Problemen sind Patienten oft schlechter gestellt als in Deutschland. Falls möglich, sollten Sie einen Behandlungsvertrag nach deutschem Recht abschließen. Wollen Sie in Deutschland bleiben, können Sie auch sparen, indem Sie den Zahnersatz im Ausland anfertigen lassen. Besprechen Sie das mit Ihrem Zahnarzt.

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Hermann-Josef Tenhagen
Autor

Stand:

Als Chefredakteur verantwortet Hermann-Josef Tenhagen alle Inhalte und die grundsätzliche Ausrichtung von Finanztip. Er war 15 Jahre Chefredakteur bei der Zeitschrift Finanztest (Stiftung Warentest). Davor war er unter anderem Nachrichtenchef der Badischen Zeitung und stellvertretender Chefredakteur bei der taz. Er studierte Politik, Volkswirtschaft, Pädagogik und Literaturwissenschaften.

5 Kommentare

  1. Man sollte nach Ansicht der meisten Experten gerade bei Zahnangelegenheiten den Arzt seines Vertrauens aufsuchen! Bei Reklamationen ergibt sich damit auch die Möglichkeit eines neuerlichen Gesprächs und gegebenenfalls auch einer Nachbehandlung. Philipp-Sahli

  2. man sieht dass auch das Geld eine Rolle spielt ABER…. ist doch eigentlich nicht so schwer. richtiges Essen und Trinken und ab und zu ne gute Zahnreinigung! bei mir wirkt das ! LG 🙂

  3. In Österreich gibt es eine gute Krankenversicherung die für den Großteil der Kosten aufkommt. Auch Zahnspangen werden teilweise gefördert. Ein weißes Lächeln ist Gott sei Dank nicht so teuer und kann sich jeder leisten.

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