Familie
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Rund eine Million Haushalte haben Anspruch auf Wohngeld – aber beantragen es nicht. Dabei sind es im Schnitt rund 150 Euro, die der Staat Wohngeldempfängern zur Miete zuschießt. Wie steht es mit Ihnen? Oder vielleicht kennen Sie jemanden, der Wohngeld nötig hätte.

Wohngeld gehört zu den wenig bekannten Ansprüchen, die wir Bürger an den Staat haben. Und viele scheuen sich, den Antrag zu stellen. Weil sie glauben, es habe etwas mit Hartz IV zu tun. Weil sie Stigmatisierung fürchten. Oder weil sie denken, es kommen am Ende doch nur 10 oder 20 Euro im Monat heraus.

Doch solche Sorgen sind unbegründet.

1. Wohngeld macht einen Unterschied

Wer ein kleines Einkommen hat, erhält durch Wohngeld mehr finanziellen Spielraum. Ein Beispiel: Eine vierköpfige Familie mit einem Brutto-Einkommen von 2.300 Euro und einer Miete von 700 Euro würde in Berlin 243 Euro Wohngeld bekommen. Bei einem Einkommen von 2.800 Euro blieben noch 84 Euro. Ab gut 3.000 Euro gäbe in diesem Beispiel dann nichts mehr.

2. Wohngeld gibt es für viele

Derzeit gibt es 480.000 Haushalte, die Wohngeld beziehen. Die Hälfte sind Rentner, 5 Prozent Azubis oder Studenten und 40 Prozent Erwerbstätige – meist mit Familie. Experten schätzen aber, dass nur jeder dritte Berechtigte einen Antrag stellt.

3. Wohngeld auch für Hausbesitzer

Auch Besitzer einer Wohnung oder eines Einfamilienhauses können Wohngeld bekommen, wenn sie darin wohnen und knapp bei Kasse sind. Das heißt dann „Lastenzuschuss“. Er beträgt im Schnitt 215 Euro.

4. Keine zusätzlichen Pflichten

Anders als bei Hartz IV müssen Sie keine Auflagen vom Jobcenter oder einer ähnlichen Stelle erfüllen. Es gibt keine Vorschriften, wie groß die Wohnung sein darf. Sie müssen auch nicht wie bei Hartz IV jede kleine Änderung Ihrer Finanzen mitteilen. Nur wenn sich Miete oder Einkommen um mehr als 15 Prozent ändern oder die Zahl der Mitbewohner, dann müssen Sie sich beim Wohngeldamt melden.

5. Ihr Vermögen wird nicht angetastet

Wohnen Sie alleine, bleiben bei der Wohngeldberechnung 60.000 Euro Vermögen unberücksichtigt. Pro weiteres Haushaltsmitglied sind es weitere 30.000 Euro, so regelt es die Verwaltungsvorschrift zum Wohngeld. Bei einer vierköpfigen Familie werden also 150.000 Euro Vermögen nicht angetastet.

6. Das Wohngeld steigt um knapp ein Drittel

Das neue Wohngeldstärkungsgesetz gilt ab Jahreswechsel 2019 auf 2020. Damit soll für die, die schon jetzt Wohngeldanspruch haben, der Zuschuss um etwa 30 Prozent steigen. Auch die Zahl der Berechtigten wird mit dem neuen Gesetz um etwa 40 Prozent zunehmen. Wer also in der Vergangenheit keinen Wohngeldanspruch hatte, sollte ihn unbedingt noch einmal prüfen.

7. Erster Überblick mit dem Wohngeldrechner

Wenn Sie wissen wollen, ob Sie Anspruch haben, können Sie einen Wohngeldrechner benutzen. Der bundesweite ist leider etwas irreführend, weil im Feld fürs Gesamteinkommen bereits das bereinigte Gehalt eingetragen werden muss. Besser macht es der Berliner Rechner. Schauen Sie am besten, ob Ihre Gemeinde einen Rechner zur Verfügung stellt, denn die Wohngeldhöhe hängt von der Einstufung Ihrer Gemeinde ab.

8. Es gibt Hilfe beim Antrag

Ja, der Antrag ist umfangreich. Im Berliner Antrag zum Beispiel gibt es für eine vierköpfige Familie etwa 250 Felder, die ausgefüllt werden wollen. Doch die meisten Angaben sind mit Lohn- oder Steuerbescheid und Mietvertrag zu machen. Die Bürgerämter sind verpflichtet, Ihnen beim Ausfüllen zu helfen. Aber auch Mietervereine oder Beratungsstellen von Caritas, Diakonie oder Arbeiterwohlfahrt helfen dabei.

9. Kinderzuschlag mit beantragen

Familien, die Wohngeld beziehen, haben oft auch Anspruch auf den Kinderzuschlag. Stellen Sie beide Anträge gleichzeitig. (In Berlin zum Beispiel hängt der Antrag am Wohngeldformular.)

10. Zehn Prozent extra für die Heizkosten

Eine häufige Kritik an der bestehenden Wohngeldregelung ist, dass sie nur die Bruttokaltmiete berücksichtigt, also Miete plus Nebenkosten, aber ohne Heizung, Warmwasser oder Strom. Im Klimapaket hat die Bundesregierung angekündigt, das Wohngeld um 10 Prozent erhöhen zu wollen, um auch die Heizkosten zu berücksichtigen.

Weitere Informationen findest Du im Ratgeber Wohngeld.

Matthias Urbach
Autor

Stand:

Als stellvertretender Chefredakteur ist Matthias Urbach für den Newsletter, Kooperationen und die redaktionellen Sonderprojekte von Finanztip verantwortlich. Als Diplomphysiker und Absolvent der Henri-Nannen-Schule kombiniert er analytisches und redaktionelles Know-how. Zuvor war er unter anderem als Verlagsdirektor beim SpringerNature-Wissenschaftsverlag und als Leiter von taz.de tätig.

100 Kommentare

  1. Guten Tag und vielen Dank für diesen informativen Artikel. Meine Situation ist folgende: 2018 habe ich eine Abfindung erhalten. Mein neues Gehalt (zwischenzeitlich Erwerbsminderungsrente) ist sehr niedrig, so dass es nicht ausreicht um Miete + grundsätzliche Lebenshaltungskosten zu decken. In den ersten beiden Jahren nach Zahlung der Abfindung habe ich nur einen Anteil des Wohngeldes gezahlt bekommen, weil die Abfindung angerechnet wurde. Ich verbrauchte die Abfindung und Teile meines Ersparten, um dies auszugleichen. Zu Beginn des 3. Jahres nach der Abfindung habe ich keinen neuen Wohngeldantrag gestellt, da mein Erspartes nicht mehr gereicht hätte, um die Differenz aufzufangen. Ich beantragte Grundsicherung, welche aufgrund meiner kapital gebundenen Rentenversicherung abgelehnt wurde. Diese hätte ich kündigen und verbrauchen müssen. Da dies meine letzte Altersvorsorge ist, habe ich darauf verzichtet. Meine Eltern sprangen für mich ein und unterstützten mich seitdem monatlich ein Jahr lang finanziell (etwas großzügiger als die Zahlungen des Amtes ausgefallen wären). Wir vereinbarten für diese Zahlungen einen schriftlichen Darlehensvertrag, der zu einem bestimmten Zeitpunkt endet. Eine weitere finanzielle Unterstützung seitens meiner Eltern ist nicht möglich. Nun läuft die 3-Jahres-Frist nach Zahlung der Abfindung ab, so dass ich erneut Wohngeld beantragen möchte.
    Meine Fragen: Wenn ich nun genau im ersten Monat nach Ablauf der 3 Jahre nach Zahlung der Abfindung 2018 Wohngeld beantrage – ist das für das Amt komisch? Meine vorherigen Wohngeldanträge liegen dort ja noch vor. Und ist es für das Amt in Ordnung, dass ich bis zu dem Monat vor meinem erneuten Antrag Geldeingänge auf meinem Konto durch meine Eltern hatte und diese großzügiger waren, als wenn ich Zahlungen durch das Amt erhalten hätte (werden sie womöglich auch angerechnet?) – oder ist das durch den Darlehensvertrag nachvollziehbar? In dem Darlehensvertrag steht, dass eine weitere finanzielle Unterstützung nicht möglich ist. Gibt es einen weiteren Punkt, den ich übersehen habe, der für meinen Antrag schwierig werden könnte?
    Vielen Dank im Voraus für Ihre Antworten.
    Beste Grüße

    1. Hallo,
      das ist eine schwierige Frage. Ich kann ihre Sorge verstehen. Aber was soll passieren, außer dass der Antrag abgelehnt wird? Sie sollten es also versuchen.

      Wenn Ihre Eltern Sie nicht mehr unterstützen, und sie nicht mehr genug Einkünfte haben, dann werden Sie eigentlich wohngeldberechtigt. Das ist ja die Idee.

      So oder so gehe ich davon aus, dass es in sehr vielen Fällen so ist, dass eine Zahlung genau im Monat vor dem Antrag aufhört. Sonst bräuchten die Antragsteller ja kein Wohngeld. Erst durch den Wegfall dieser Leistung sind Sie ja darauf angewiesen – und zwar sofort. Das wird den meisten Leuten so gehen.

      Und natürlich können ihre Eltern jederzeit die Unterstützung einstellen. Aus welchen Gründen auch immer.

      Wenn die Eltern aber ein Darlehen geben, kann das vom Wohngeldamt durchaus als Einkommen berücksichtigt werden, wenn es das als ein „scheinbares Darlehensgeschäft“ einstuft. Das ist zwar nicht klar geregelt, aber unsere Rechtsexpertin hat ein Gerichtsurteil dazu gefunden:
      https://openjur.de/u/454062.html
      Danach unterscheidet das Gericht zwar zwischen freiwilligen Unterhaltsleistungen (Einkommen) und einem Darlehen (kein Einkommen im Sinne des WoGG). Es gelte aber eine Prüfung im Einzelfall:
      „Von einer darlehensweisen Überlassung des Geldes ist hier jedoch auszugehen. Die Unterscheidung zwischen freiwilligen Unterhaltsleistungen, die – bei fortlaufender Zuwendung – nach Maßgabe von § 10 Abs. 2 Nr. 5.1 WoGG a. F. bzw. § 14 Abs. 2 Nr. 19 WoGG als Einkommen Berücksichtigung finden, und einem im Wohngeldrecht nicht als Einkommen anzurechnenden Darlehen hat anhand des Gesetzeszweckes und unter Gesamtwürdigung aller relevanten Umstände zu erfolgen, wobei Darlehen, die für den Lebensunterhalt verwandt würden, nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts, dann – wegen Vorliegens eines nur scheinbaren Darlehensgeschäftes – regelmäßig wohngeldrechtlich wie Einnahmen zu behandeln sind, wenn mit der Rückzahlung entweder überhaupt nicht oder doch nur bei Eintritt eines ungewissen Ereignissen gerechnet werden kann.“

      Aber wie sie sagen, zahlen Ihre Eltern ja nichts mehr.

      1. Hallo Herr Urbach,
        vielen Dank für Ihre schnelle Rückmeldung und die ausführliche Antwort, auch an Ihre Rechtsexpertin. Dies hilft mir sehr weiter die Situation besser einschätzen zu können. Ich denke ansich auch, dass genau in so einem Fall wie bei mir Wohngeld gezahlt werden müsste (meine Eltern werden definitiv nicht weiterzahlen). Meine Sorge ist nur in der Tat, dass der Antrag evt. abgelehnt werden könnte. Gäbe es denn Chancen bei einem Widerspruch? Falls nicht, müsste ich doch meine Rentenversicherung kündigen, verbrauchen und Sozialhilfe/Grundsicherung beantragen. Das möchte ich (wg. meiner Rentenversicherung) unbedingt vermeiden.
        Beste Grüße

  2. Moin
    Meine 24 Jährige Tochter lebt noch bei uns im Elterlichen Haus. Da sie als Tourismuskauffrau Coronabedingt Ihren Arbeitsplatz verloren hat, arbeitet sie Antuell beim DRK in einem Teilzeitjob und verdient nur ca. 800€ im Monat. Nun hat sie durch Freunde eine kleine Wohnung in Hamburg gefunden. Die Miete soll 760€ betragen. Laut Vermieter gibt es wohl ein neues Gesetz das Bürgschaften bei Mietverträgen verbietet. Einzige Möglichkeit wäre das Ich als Ihr Vater die Wohnung anmiete und die Wohnung dann an meine Tochter untervermiete. Kann meine Tochter bei den Aktuellen Einkommensverhältnissen dann Wohngeld beantragen wenn ich als Vermieter auftrete?
    Vielen Dank für eure Antworten.

    1. Unseres Wissens gibt es so ein Gesetz nicht. Wir vermuten, dass der Vermieter einfach einen sehr solventen Mieter will.
      Es gibt halt Urteile, dass Bürgschaft und Mietkaution eine Überabsicherung bedeuten. Hier ein Artikel dazu:
      https://www.gevestor.de/details/mietsicherheit-bar-kaution-und-buergschaftserklaerung-zusammen-unzulaessig-764818.html

      Normalerweise kann Ihre Tochter auch Wohngeld bekommen mit einem Untermietvertrag. Ob das Amt zickt, wenn Sie als Vater Hauptmieter sind, lässt sich schwer sagen. Es könnte schon auf die Idee kommen, dass Sie da zusammen wohnen. Oder es irgendwie anders komisch finden.

  3. Einen schönen, guten Tag,
    Die Situation: Meine 21-jährige Tochter, z.Z. ohne Beschäftigung, einziges Einkommen Kindergeld und Unterstützung seitens der Eltern, wohnt bei Ihrer Mutter. Die gemeinsame Wohnung soll aufgelöst werden und Nina (meine Tochter) möchte jetzt eine eigene kleine Wohnung allein anmieten. Dieser Sachverhalt, so dachte ich jedenfalls, ist wohl alltäglich. Bei der Klärung der Frage, ob Nina dann Wohngeld zusteht komme ich nicht weiter! Wie und in welcher Reihenfolge geht man vor? -Bisher mußten wir leider die Erfahrung machen, das keiner (Stadtverwaltung, Arge…..) konkret weiterhelfen konnte. Kommt mir sehr merkwürdig vor, gerade bei so einer einfachen Frage. Vielen Dank jetzt schon KAI

    1. Wer kein eigenes Einkommen bekommt kein Wohngeld, dann ist das Jobcenter zuständig (ALG II). Das bekommt man als unter 25jähriger aber nur, wenn man nicht mehr bei den Eltern leben kann, wegen konflikthafter Beziehung oder weil man rausgeworfen wird. Sonst müssen die Kinder bis 25 bei den Eltern leben.

      1. Hallo Martina, erst einmal Danke für Deine Antwort. Ich will die jetzige Wohnsituation von Nina genauer schildern: Die Mutter hat zusammen mit Ihrem Lebensgefährten die Wohnung vor ca. 3 Jahren angemietet. Zu diesem Zeitpunkt lebte Nina mit ihrem Freund in einer eigenen Wohnung. Mitte 2020 zog Nina bei ihrer Mutter ein (war von Anfang an als Übergangslösung gedacht). Leider haben sich mittlerweile die Mutter und ihr LG getrennt, so das die jetzige Wohnung viel zu groß und damit viel zu teuer ist! – So wird das Mietverhältnis in absehbarer Zeit aufgelöst werden. Ninas Mutter ist doch wohl kaum zuzumuten Nina Wohnfläche in der neuen Wohnung zu Verfügung zu stellen. — Dadurch würde das Entgegenkommen der Mutter Mitte 2020 bestraft werden und meines Erachtens kann dieses doch nicht die Absicht einer Behörde sein. Freue mich über Eure Antworten Kai

  4. Sehr geehrte Damen und Herren.
    Mit dem Tod meiner Mutter im Dezember 2019 habe haben ich und meine drei Geschwister als Erbengemeinschaft ein Waldgrundstück im Gesamtwert von 40.000 € geerbt, so dass jeder ein Stück Wald im Wert von 10.000 € besitzt. Ich habe ab Dezember 2021 Wohngeld beantragt, worüber noch nicht entschieden wurde. Bei Wohngeld habe ich ein Schonvermögen von 60.000 €. Ich und meine Geschwister haben vor, das Waldgrundstück zu verkaufen, sodass jedes von uns vier Kindern dann 10.000 € in Bar bzw. auf ein Konto überwiesen bekommt, jedes Kind 1/4 der Gesamtverkaufspreises von 40.000 €. Der Verkaufspreis soll dabei der selbe sein, wie der Wert des Grundstücks durch eine Schätzung nach dem Tod meiner Mutter festgestellt wurde, nämlich 40.000 €. Zinserträge oder sonstige Erträge aus diesem Waldgrundstück sind nicht entstanden, es ist Brachland. Nun meine Frage: Diese 10.000 €, die ich als einer der vier Erben durch den Verkauf des Waldgrundstücks bekommen werde, zählen meiner Überlegung nach doch zu dem bereits sowieso vorhandenem Vermögen, das bereits vor Antragstellung Wohngeld vorhanden war und nicht weiter in die Berechnung des Wohngeldanspruchs mit einfließen darf. Der Vermögenswert ändert sich ja nicht, sondern wird nur von einer viertel Fläche Waldgrundstück in Geld umgewandelt. Sehe ich das richtig so? Vielen Dank für Ihre Antwort.

    Peter. J.

    1. Nein, nicht ganz: Wenn Sie ein Stück Wald verkaufen, ist das ein Veräußerungsgeschäft. Das ist bei Grundstücken erst steuerfrei, wenn die Spekulationsfrist vorbei ist. Nach meiner Einschätzung beträgt die 10 Jahre bei solchen Grundstücken. (Ich bin nicht ganz sicher, ob als Erwerbsdatum der Termin der Erbschaft zählt, oder der Termin des Kaufs durch Ihre Mutter. Da sie praktisch in die Fußstapfen Ihrer Mutter treten (Fußstapfentheorie“), nehme ich an, dass Sie die Einnahme nicht versteuern müssen, falls Ihre Mutter das Grundstück schon vor zehn Jahren besaß.)

      Wenn Sie also jetzt verkaufen, dann erzielen Sie eventuell ein steuerpflichtiges Einkommen. Aber nur über den Wertzuwachs des Grundstückes. Das würde dann für die Ermittlung Ihres Wohngeldes als Einkommen berücksichtigt werden – und Ihre Wohngeldzahlung etwas mindern.

      Bitte klären Sie die Details mit einem Steuerberater oder Ihrer Wohngeldstelle. Das hier ist nur meine journalistische Einschätzung.

  5. Guten Tag, ich habe mit meiner erwachsenen Tochter zusammen ein Haus gemietet. Ich selbst bin Rentnerin und habe Anspruch auf Wohngeld. Nun möchte die Wohngeld stellte von mir wissen, wer kocht, einkaufen geht und putzt. Wir sind keine Bedarfsgemeinschaft, wir teilen uns lediglich die Kosten. Darf man solche Fragen überhaupt stellen? Vielen Dank

      1. Lieber Herr Urbach, ich habe da mal eine Frage. Wir haben in der Vergangenheit öfter mal Wohngeld in Anspruch genommen. Seit ich aus meiner Elternzeit wieder in den Job gekehrt bin, war zuletzt der Anspruch sehr gering. Wir sind eine fünfköpfige Familie und stehen jetzt vor der Entscheidung, von einer 90 qm Wohnung in ein Haus zur Miete zu ziehen, was unsere Mietkosten fast verdoppeln würden. Gibt es eine Möglichkeit im Voraus einen Wohngeldanspruch prüfen zu lassen oder ggf. einen Anspruch sich bestätigen zu lassen. Die Wohnkosten in unserer Region sind so immens und oft einfach überdimensioniert. 1500 eur für ein Haus ist also ein „Schnäppchen „. Gibt es da eine Lösung oder soll es eine Illusion bleiben? Ich muss dazu aber sagen, wir sind keine Topverdiener!

        1. Sie können Ihren Wohngeldanspruch mit einem Wohngeldrechner ausrechnen. Hier der Link zum Rechner auf der Homepage des Bundesbauministeriums:
          https://www.bmi.bund.de/DE/themen/bauen-wohnen/stadt-wohnen/wohnraumfoerderung/wohngeld/wohngeldrechner-2021-artikel.html;jsessionid=51815D79D8FFB1F4A88F2EFDE5894F16.2_cid373

          Der Rechner ist etwas kompliziert, beachten Sie daher die Infos dazu im PDF auf der Seite.

          Vielleicht überprüfen Sie damit zuerst die Höhe des Wohngeldes, das Sie jetzt bekommen. Dann wissen Sie, dass Sie alles richtig angeben.

          Noch ein Satz zu Ihrer Idee. Wenn Sie jetzt in eine Gegend ziehen, in der die Mieten nicht so hoch sind, dann müssen Sie davon ausgehen, dass dort grundsätzlich weniger Wohngeld gezahlt wird. Die Höhe ist nämlich auch abhängig von den Vergleichsmieten. Jede Gemeinde wird danach anders eingestuft.

  6. Ich halte mich immer wieder für längere Zeit im EU-Ausland auf. Riskiere ich damit den Anspruch auf Wohngld? Muss ich z.B. eine bestimmte Anzahl von Tagen meine Wohnung nutzen?

  7. Ich habe die gleiche Frage wie Peter:
    wenn das Mindesteinkommen bei Rente mit 63 nicht erreicht wird, kann man dann Barvermögen dafür heranziehen? Grundsicherung im Alter ist ja erst ab Erreichen der Regelaltersrente möglich.

  8. Hallo zählt eine einmal ausgezahlte Lebensversicherung nicht mehr zur Altesrsicherung ?
    Ich Heute 72 habe mit 60 eine Lebensversicherung über 105000€ ausgezahlt bekommen.
    90000 € würden ja als nicht verwertbaren Vermögen zählen .
    Das Wohngeldamt sagt aber nach Auszahlung ist es Vermögen ???

    1. Das ist dann wohl so. Schließlich können Sie mit dem Geld machen, was Sie wollen. Und es würde auch angerechnet, wenn Sie es sich als Rente auszahlen lassen würden. Dann allerdings nicht als Vermögen, sondern als Einkommen.

      Ob es günstiger für Sie wäre, mit dem Geld eine Sofortrente abzuschließen, kann ich leider nicht einschätzen.

      Hier unser Ratgeber zum Thema Sofortrente:
      https://www.finanztip.de/altersvorsorge/sofortrente-leibrente/

  9. Hallo,

    wenn das Mindesteinkommen , also 80 % bei Wohngeld nicht erreicht um Wohngeld zu erhalten, kann man dann sein Barvermögen hierzu einsetzen um den Mindesteinkommensgrenze zu erreichen bzw zu erfüllen?

    1. Wenn Sie das Mindesteinkommen nicht erreichen, haben Sie vermutlich Anspruch auf Arbeitslosengeld-II (Hartz-IV). Das ist allerdings nur ausnahmsweise während Corona nicht an allzu strenge Auflagen gebunden. Sonst schon. Und dann kann es auch sein, dass Ihr Vermögen so groß ist, dass es darauf angerechnet wird.

      Beim Wohngeld spielt das Barvermögen erst eine Rolle, wenn es so viel ist, dass Sie die 60.000 Euro Vermögensfreigrenze überschreiten (bei einer Persone, siehe den Artikel). Ich denke aber, dass es ansonsten getrennt behandelt wird – und nicht dazu beiträgt, dass Ihr Einkommen anders gewertet wird.

      Aber so oder so: Sie müssten dann eigentlich schon sehr knapp mit Ihrem Einkommen sein. Vielleicht gibt es ja noch andere Umstände (Partner, Mitbewohner, Renten), die einen Einfluss haben, der Ihnen vielleicht zum Wohngeld verhelfen könnte. Am besten reden Sie mit der für Sie zuständigen Wohngeldstelle.

  10. Muss EOZF zurückgezahlt werden? In einem Beitrag weiter oben geben Sie an, dass Wohngeld nicht zurückgezahlt werden muss. Trifft das auch bei EOZF Leistungen ein?
    Danke

    1. Da bin ich leider überfragt. Bitte fragen Sie bei der Stelle nach, die die Einkommensorientierte Zusatzförderung, das meinen Sie doch (?), bewilligt.

  11. Hallo,
    ich habe gehört, dass das Wohngeldamt irgendwann Kontoauszüge verlangt um zB Unterhaltszahlungen zu überprüfen.
    Kann das Wohngeldamt auch Konten aus anderen EU Ländern wie zB Holland einsehen?

    MfG

    1. Ja. Das können sie. NL gehört zur EU. Meistens haben die öffentliche Hand eh die Angaben. Man sollte NIE unrichtige Angaben machen. Behörden finden alles raus. Mit einem Zugeständnis entgeht man event. einer Strafe.

    2. Ja. Das können sie. NL gehört zur EU. Meistens haben die öffentliche Hand eh die Angaben. Man sollte NIE unrichtige Angaben machen. Behörden finden alles raus. Mit einem Zugeständnis entgeht man event. einer Strafe.

  12. Hallo,

    wir leben derzeit unter anderem von Wohngeld.
    Der Bewilligungsbescheid läuft bis zum 31.01.21.

    Mein Partner wurde nun in der Probezeit zum 31.12.20 gekündigt, ich erhalte (sofern keine neue Beschaftigungsaufnahme) ab Februar 2021 Arbeitslosengeld.

    Daher habe ich diesen Monat bereits einen Weiterbewilligungsbescheid, bzw Erhöhungsantrag gestellt.

    Nun habe ich kurz vor Weihnachten beim Online Casino um die 6000 € gewonnen und mir aufs Konto zahlen lassen.

    Wird mir das nun als Einkommen angerechnet?
    Muss ich evtl bereits erhaltenes Wohngeld zurück zahlen und/oder kann mir der neue Antrag aufgrund des Gewinns evtl sogar nicht bewilligt werden?

    1. Prozentuale wird dieses als Einkommen angerechnet. Vielfach wissen die Bürger nicht, dass sie irgendwann sowieso den Staat erlaubt hatten, Kontoeinsicht zu nehmen. Grundsätzlich sind alle zusätzliche Einnahmen zu melden. Selbst die Beträge sollte man melden, die unter der Meldegrenzen fallen. Sozialbetrug ist eine schlimme Straftat und wird hart bestraft. Maria, bitte melde unbedingt die 6000 €. Juristischen Strafen sind meistens mit dem Rattenschwanz der dazugehört, viel höher.

    2. Prozentuale wird dieses als Einkommen angerechnet. Vielfach wissen die Bürger nicht, dass sie irgendwann sowieso den Staat erlaubt hatten, Kontoeinsicht zu nehmen. Grundsätzlich sind alle zusätzliche Einnahmen zu melden. Selbst die Beträge sollte man melden, die unter der Meldegrenzen fallen. Sozialbetrug ist eine schlimme Straftat und wird hart bestraft. Maria, bitte melde unbedingt die 6000 €. Juristischen Strafen sind meistens mit dem Rattenschwanz der dazugehört, viel höher.

  13. Ich beziehe seit März 2020 Wohngeld. Nun hat sich das Einkommen verringert und die Miete erhöht. Sämtliche Veränderungen wurden der Wohngeldstelle mitgeteilt und belegt. Wohngeld ändert sich nicht. Laut Wohngeldrechner würde mir anhand der eingegebenen Daten (nach Änderung der Fakten) ein Wohngeld in Höhe von 162,00€ zustehen, aber bekomme nur 69,00€ wie bisher. Nach Rücksprache der Wohngeldstelle würde ich die 162,00€ bekommen, wenn es ein Neu-Antrag gewesen wäre, aber dadurch das es nur ein Erhöhungsantrag war, bleibt es bei den 69,00€. Nun meine Frage: Kann man den bisherigen Wohngeldbescheid kündigen und dann einen Neu-Antrag stellen, damit man dann die volle Summe erhält?

    1. Silvana, Einspruch muss mit Nachweis (Prior, Einschreiben) einlegen. An die Wohngeldstelle richten. Gerne zusätzlich an die Zentrale des jeweiligen Bundesland. Denn jede zusätzliche Geldeinnahme wollen die gemeldet haben. Dementsprechend, selbst bei einer zusätzlichen Geldeinnahme, wenn auch nur prozentualen entsteht eine Minderung (bei höheren Beträgen) des Wohngelds. Also besteht doch auch eine Umkehr der Begründung. Nach der Fristsetzung des Einspruches, zu einem Rechtsanwalt mit Sozialrecht gehen. Sollte die Wohngeldstelle keine plausible Erklärung geben, warum das Wohngeld nicht berührt wird

  14. Ein Hinweis zum Bezug von Wohngeld:
    Wohngeld erhält NICHT, wer
    – dem Grunde nach Anspruch auf Ausbildungsbeihilfe/BAföG-Leistungen hat; also in der Regel alle in der 1. Ausbildung/Studium
    – Bezieher von Hartz IV-Leistungen

  15. hallo,
    ich würde gern fragen. ich habe meine Ausbildung ab 01.10 angefangen und ich bekomme brutto 920euro aber meine Miete ist 250 , kann ich trotzdem ejn Wohngeld beantragen!?? gibt es kein risiko , dass ich es später nach der ausbildung zuruckbezahlen muss!? und gibt es keine Wirkung dafür (zb: wenn ich ein Deutsch reisepass haben will und es wird abgelehnt, weil ich diese Antrag gemacht habe)???

    vielen Dank

    1. Mein Gefühl ist, dass bei einer Miete von 250 Euro vermutlich kein Wohngeld mehr gezahlt wird. Ist ja nicht so hoch.

      Sicher aber ist: Wohngeld muss NICHT zurückgezahlt werden.

      Wer auf Sozialhilfe oder Arbeitslosengeld angewiesen ist, wird in der Regel nicht eingebürgert, richtig. Eigentlich fällt Wohngeld nicht unter Sozialhilfe, aber diese Frage sollten Sie zur Sicherheit dem Auslanderamt stellen.

      https://www.bamf.de/DE/Themen/Integration/ZugewanderteTeilnehmende/Einbuergerung/einbuergerung-node.html

  16. Kann ich Wohngeld beantragen ,obwohl ich selbst 58 keinen Lohn oder sonstige Leistungen erhalten,meine Kinder 20 studiert ( kein Bafög),17 geht aufs Gymnasium ,mein Mann zu 90 Prozent behindert ,wird höchstwahrscheinlich in ein Heim müssen.Wir leben im Eigenheim ( noch nicht abbezahlt) .Er hat von der Mutter ein Erbe ( 60000€ )erhalten ,was wahrscheinlich für das Heim drauf geht .

    1. Mir ist nicht ganz klar an diesen Ausführungen, wovon Sie überhaupt leben. Von einer Rente Ihres Mannes?

      Die sicherste Methode ist immer, Wohngeld einfach zu beantragen. Das ist etwas mühsam, aber dann wissen Sie es mit Sicherheit. Mich wundert, dass Ihr Kind kein Bafög bekommt. Vielleicht sollte es einfach mal Bafög beantragen.

      Das Erbe ist innerhalb Ihres Freibetrages beim Wohngeld (siehe Punkt 5 im Artikel oben). Steht also eine Wohngeldzahlung nicht im Wege.

  17. Hallo =)
    ich hätte hierzu auch eine Frage:
    ich bin alleinerziehend mit einem Kind (Einkommen Elterngeld) Wohne in einer eigenen Immobilie mit 80.000 € Schulden
    Werden diese Schulden mit dem Guthaben auf der Bank gegengerechnet (zur Ermittlung des Vermögens)?

    Zudem gibt es eine 2. Wohnung in der meine Mutter mietfrei wohnt. Sie darf dort auch für immer wohnen bleiben, d.h. ich darf die Wohnung also nicht verkaufen. Allerdings wurde dies nur mündlich vereinbart. –> Würde diese Wohnung dann ins Vermögen fallen und den Anspruch verhindern?
    Wenn wir die mündliche Vereinbarung notariell ins Grundbuch eintragen lassen (Nießbrauch, bzw Wohnrecht), würde die Wohnung dann aus dem Vermögen wegfallen und das Wohngeld „verfügbar machen“??

    Wird das erlaubte Vermögen beim Kinderzuschlag genauso berechnet?

    Ich würde mich sehr freuen wenn Sie mir hierzu Antworten geben können
    Vielen Dank schon mal
    mfg
    Katharina

    1. Ihr Fall ist sehr komplex und Sie sollten sich dazu vom zuständigen Wohngeldamt beraten lassen. Nur ein paar allgemeine Gedanken dazu:

      Wenn Sie in einer eigenen Immobilie wohnen, dann können Sie durchaus auch Wohngeld bekommen – falls Sie finanziell eng sind. Das nennt sich Lastenzuschuss. Siehe Punkt 3. Ganz grundsätzlich spielt es dann keine Rolle, wie viel der Immobilie sie schon abbezahlt haben.

      Wenn Sie darüberhinaus Vermögen haben, kann ich mir nicht vorstellen, dass Sie das gegen den aufgenommenen Kredit verrechnen können. Denn der Kredit finanziert ja das Haus. Streng genommen haben Sie dann ja auch keine Schulden, sondern Sie besitzen bereits einen Teil des Hauses, weil Sie ja schon einen Teil des Kredites abbezahlt haben – und vermutlich auch einen Eigenanteil erbracht haben. Also der Kredit wird gegen das Haus gerechnet.

      Extra Vermögen wird dann natürlich als solches gewertet.

      Wenn Sie eine zweite Wohnung besitzen, dann ist das natürlich auch Vermögen. Wenn Ihre Mutter darin wohnt, und ein Nießrecht hätte, wäre die Wohnung ja trotzdem noch etwas wert. Sie könnten die Wohnung immer noch verkaufen. Sie wäre halt mit einem Wohnrecht Ihrer Mutter deutlich weniger wert.

      1. Vielen herzlichen Dank für Ihre super schnelle Antwort und die Einschätzung, das hat mir schon mal weitergeholfen.
        Das zuständige Wohngeldamt konnte mir leider auch keine konkrete Antwort geben und meinte, ich solle einfach mal einen Antrag stellen….. naja, ich schätze, dann werde ich das wohl mal machen und weitersehen….

        merci =)

  18. Sehr geehrter Herr Urbach,
    ich habe zum 01.11.2020 eine neue Wohnung für meine 68 Jahre alte Mutter (Rentnerin) gefunden und die Zusage vom Vermieter erhalten. Allerdings muss ich zur Sicherheit als zweiter Mieter in den Mietvertrag, da die Rente meiner Mutter sehr gering ist.
    Beeinflusst diese Tatsache mein Vorhaben, Wohngeld für meine Mutter zu beantragen? Bzw. könnte es dadurch zu einer Ablehnung kommen? Mit freundlichen Grüßen & vielen Dank vorab.

    1. Da habe ich leider keine Erfahrung. Es geht ja darum, ob Ihre Mutter alleine wohnt. Wenn Sie einen Mietvertrag mit eigener Wohnung nachweisen, und vor allem woanders gemeldet sind, wird vermutlich das Amt nichts sagen. Aber sicher weiß ich das nicht.

      Zum Mietvertrag: Könnten Sie nicht auch einfach für die Miete bürgen?

  19. Wenn ich psychisch beeinträchtigt bin(Emrente+Schwerbehinderung) und sich mein Gesundheitszustand bei Umzug verschlechtern würde, darf mich die Wohngeldstelle dann zum Umzug in eine kleinere Wohnung zwingen.

  20. Ich habe bis Ende April 2020 zusätzlich zur Rente noch gearbeitet. Seit Mai bekomme ich nur noch Rente in Höhe von ca. 1.100 € Brutto (davon muss ich noch die Kranken- und Pflegegeldversicherung zahlen).
    Wenn ich jetzt Wohngeld beantrage zählt dann das Einkommen bis April mit, oder zählt nur die Rente?

  21. Wird die Urlaubsabgeltung nach Kündigung mit berechnet? Ist ja kein wiederkehrendes Entgelt, wurde bei mir gemacht…

  22. Einen schönen guten Tag,
    Danke für die Beiträge das Wohngeld betreffend. Dadurch ermutigt habe ich Kontakt mit der zuständigen Wohngeldstelle in Kassel aufgenommen.
    Die Auskunft war jedoch enttäuschend. Da ich zuweilen schlechte Erfahrungen mit „unseren zuständigen“ Behörden gemacht habe würde ich mir die gegebene Auskunft gern verifizieren lassen.
    Für Singles wird eine Einkommenshöchstgrenze von € 1023,– angegeben. Wer darüber liegt bekommt nichts.
    Ist es Länder- oder gar Kommunensache die Höchstgrenzen festzulegen?
    Danke schon einmal im voraus für Ihre weiterführenden Antworten.
    Beste Grüße
    B. Brüll

  23. Hallo,
    können sie mir bitte helfen folgendes zu verstehen?

    in der Antrag auf Wohngeld steht folgendes:

    14. Verfügen Sie oder andere unter Nr. 9 genannte Haushaltsmitglieder über Vermögen, das in der Summe den Wert von 60.000 € für das erste und 30.000 €
    je weiteres Haushaltsmitglied übersteigt?
    Wert auswählen (Als Vermögenswerte gelten insbesondere: Barvermögen, in- und ausländische Bank- und Sparguthaben, Bausparverträge, Lebensversicherungen, Wertpapiere, Aktien, Aktienfonds,
    auf Geld gerichtete Forderungen, nicht selbst bewohnter Haus- und Wohnungsbesitz, sonstige Immobilien, Grundstücke, sonstige Wertgegenstände.)

    1. Wenn Sie über hohes Vermögen verfügen, dann müssen Sie das angeben.

      Wie hoch die Grenze ist, hängt davon ab, wieviele Personen zu Ihrem Haushalt gehören. Die erste Person hat einen Freibetrag von 60.000 Euro. Jede weitere Person 30.000 Euro. Wenn also zum Beispiel vier Personen zu Ihrem Haushalt gehören, müssen Sie hier nur etwas angeben, wenn Sie MEHR als 60.000+30.000+30.000+30.000 Euro Vermögen haben. Also mehr als 150.000 Euro.

      Zu Ihrem Haushalt gehören die Familie oder andere, mit denen Sie zusammen leben und mit denen Sie gemeinsam das Leben finanzieren. Nicht dazu gehören Untermieter.

      Zum Vermögen gehören zum Beispiel: Geld auf einem Sparbuch, Geld im Haus unter der Matratze. Besitz von einer Wohnung oder Lebensversicherungen. Aktien. Oder andere kostbare Dinge wie Gemälde oder Goldschmuck.

  24. Hallo,
    bekommt man auch Wohngeld für eine Privatwohnung ? Also eine Wohnung mit dem Besitzer der Immobilie und nicht von einer städtischen oder kommunalen Wohnungsgesellschaft.

    Danke & Gruß
    NB

    1. Wohngeld kann jeder Mieter beziehen, egal wem die Wohnung gehört.

      Sogar wenn Ihnen die Wohnung selbst gehört, können Sie Wohngeld beziehen: Das läuft dann unter dem Begriff „Lastenzuschuss“ und wird auf demselben Weg wie Wohngeld beantragt.

      Mit besten Grüßen
      Matthias Urbach

  25. Hallo. Hier steht immer was für „Berlin“. Gilt es denn nicht auch für Hamburg oder Schleswig-Holstein???
    UND Was ist mit den Vermietern. Wenn meine Mieter keine Miete zahlen, kann ich meine Hypothek nicht zahlen und bin dann insolvent??? Die Banken stunden nämlich nicht, die schicken mein Haus dann in die Versteigerung für wenig Geld.
    WER HILFT HIER??? Hat jemand einen Tipp für ich???
    Danke und bleiben Sie alle gesund.

  26. Können auch Landwirte mit einem eigenständigen Wohnhaus Wohngeld beziehen ( Lastenzuschuss) Werden die selbst bewirtschafteten Grundstücke ( Acker ) als Vermögen gewertet? Was ist mit den Grundstücken , die verpachtet sind? Pachteinnahmen als Einkommen oder Grundstücke als Vermögen?

  27. Ich habe den Antrag schon öfter in den letzten zwei Jahren gestellt und es wieder dran gegeben , da selbst doppelt abgegebene angeblich fehlende Papiere , dann wieder nicht reichten. Ich denke dass das Absichtlich geschieht, damit man es dran gibt , denn rechtlich, hat man eh keine Handhabe.

  28. Hallo,
    Ich habe eine dringende Frage und hoffe, dass Sie mir diese beantworten können:

    Zusätzlich zu meinem Verdienst aus meiner Halbtagsarbeit beziehe ich aufgrund meiner Behinderung (Grad 80) eine Erwerbsminderungsrente.
    Macht es auf dieser Basis Sinn für mich zusätzlich Wohngeld zu beantragen oder wird meine Erwerbsminderungsrente entsprechend reduziert oder ist Wohngeld evtl. für mich generell keine Option? Gibt es evtl. Vorteile / Nachteile?

    Vielen Dank für Ihre Hilfe.

    1. Hallo J. Winkler,
      ich denke nicht, dass Wohngeld auf Ihre Rente Einfluss hat und habe dazu auch nichts gefunden. Eigentlich ist das Wohngeld gerade dazu gedacht, außerhalb der Sozialsysteme eine Unterstützung zu gewähren. (Um gerade nicht durch Mietsteigerungen in die Sozialhilfe hineinzurutschen.)
      Wenn Sie ganz sicher sein wollen, dann rufen Sie am besten bei der Rentenversicherung an. Auf dieser Website finden Sie dafür Anlaufstellen:
      https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Beratung-und-Kontakt/beratung-und-kontakt_node.html

      Viel Erfolg!

  29. Haben auch Selbständige (Freiberufler) einen Anspruch auf Wohngeld und wie wird hier das Einkommen herangezogen, das ja erst zu Jahresende festgestellt werden kann? In Form des Umsatzes oder des Gewinns gemäß Steuerbescheid? Und wann muss wieder auf den Bezug verzichtet werden? Nach Prognose oder gemäß Steuerbescheid des Folgejahres, mit anschließendem Ausgleich bzw Rückzahlung? Danke für Erfahrungen bzw eine Antwort!

    1. Nein. Bezieher von Grundsicherung können zusätzlich kein Wohngeld beantragen, da die Miete bereits vollständig von der Grundsicherung beglichen wird.

  30. Danke für den interessanten Artikel!

    Eine Frage habe ich dennoch: was ist im Sinne des WoGG als Vermögen zu betrachten?
    Zählt dazu nur das „flüssige“ Vermögen oder auch weniger liquide Mittel wie etwa, Autos?
    Werden auch (private) Altersvorsorgeverträge mit eingerechnet?

    LG

    1. Hier der Auszug aus der Verordnung zum Wohngeld:

      21.37 Erhebliches Vermögen

      (1) Erhebliches Vermögen im Sinne des § 21 Nummer 3 WoGG ist in der Regel vorhanden, wenn die Summe des verwertbaren Vermögens der zu berücksichtigenden Haushaltsmitglieder folgende Beträge übersteigt:

      1. 60 000 Euro für das erste zu berücksichtigende Haushaltsmitglied und

      2. 30 000 Euro für jedes weitere zu berücksichtigende Haushaltsmitglied.

      (2) Vermögen im Sinne des § 21 Nummer 3 WoGG ist die Gesamtheit der in Geld messbaren Güter aller zu berücksichtigenden Haushaltsmitglieder. Einkommen und Vermögen grenzen sich grundsätzlich dadurch voneinander ab, dass Einkommen alles das ist, was jemand in der Bedarfszeit (d. h. der Zeit des Leistungsbezugs) wertmäßig dazuerhält, und Vermögen das, was er im BWZ bereits hat (vgl. Bundesverwaltungsgericht, Urteil vom 18. Februar 1999, Az: 5 C 35.97, juris, Randnummer 14).

      (3) Zum Vermögen im Sinne des § 21 Nummer 3 WoGG gehören nur verwertbare Vermögensgegenstände mit ihrem Verkehrswert. Vermögen ist verwertbar, wenn es für den Lebensunterhalt verwendet bzw. sein Geldwert für den Lebensunterhalt, insbesondere durch Verkauf, durch Verbrauch, Übertragung, Beleihung, Vermietung oder Verpachtung nutzbar gemacht werden kann. Nicht verwertbar sind Vermögensgegenstände, über die die Inhaberin oder der Inhaber z. B. aufgrund von Insolvenz, Beschlagnahme oder Verpfändung nicht frei verfügen kann. Ist ein Vermögensgegenstand nur zu einem Teil verwertbar, ist nur dieser Teil als Vermögen zu berücksichtigen. Liegt erhebliches Vermögen vor, wird widerleglich vermutet, dass es verwertbar ist. Die volle Beweislast für die Nichtverwertbarkeit des Vermögens liegt bei der wohngeldberechtigten Person.

      Grundsätzlich nicht verwertbar sind:

      1. Anwartschaften auf betriebliche Altersversorgung nach Maßgabe des Betriebsrentengesetzes (§§ 2 und 3 BetrAVG), unabhängig vom gewählten Durchführungsweg (Direktzusage, Unterstützungskasse, Direktversicherung, Pensionskasse oder Pensionsfonds) und unabhängig davon, ob die betriebliche Altersversorgung über den Arbeitgeber oder über Entgeltumwandlung finanziert wurde;

      2. der Anspruch auf eine persönliche Leibrente (sogenannte Rürup-Rente), die nach § 10 Absatz 1 Nummer 2b EStG nicht vererblich, nicht übertragbar, nicht beleihbar, nicht veräußerbar und nicht kapitalisierbar ist, und bei der darüber hinaus kein Auszahlungsanspruch besteht.

      (4) Zum Vermögen im Sinne des § 21 Nummer 3 WoGG gehören:

      1. Geld und Geldeswerte, z. B. Bargeld (gesetzliche Zahlungsmittel) und Schecks,

      2. bewegliche Sachen, z. B. Schmuckstücke, Gemälde und Möbel,

      3. unbewegliche Sachen, z. B. bebaute und unbebaute Grundstücke,

      4. auf Geld gerichtete Forderungen, z. B. Ansprüche auf Darlehensrückzahlung,

      5. sonstige Rechte, z. B. Rechte aus Wechseln, Aktien und anderen Gesellschaftsanteilen, Rechte aus Wohnungseigentum, Rechte aus Grundschulden, Nießbrauch, Dienstbarkeiten, Altenteil, auch Urheberrechte, soweit es sich bei der Nutzung um ein in Geld schätzbares Gut handelt.

      (5) Zum Vermögen im Sinne des § 21 Nummer 3 WoGG gehören nicht:

      1. das Eigentum, das Erbbaurecht, das eigentumsähnliche Dauerwohnrecht, das Wohnungsrecht und der Nießbrauch jeweils hinsichtlich des selbst genutzten Wohnraums, für den Wohngeld beantragt wird,

      2. der Anspruch auf Bestellung oder Übertragung der in Nummer 1 genannten Rechte hinsichtlich des selbst genutzten Wohnraums, für den Wohngeld beantragt wird,

      3. Vermögen, das aus öffentlichen Mitteln zum Aufbau oder zur Sicherung einer Lebensgrundlage oder zur Gründung eines Hausstandes erbracht wird,

      4. Altersvorsorge auf Basis eines zertifizierten Altersvorsorgevertrages in Höhe des nach § 10a bzw. dem XI. Abschnitt des EStG geförderten Vermögens einschließlich seiner Erträge und der geförderten laufenden Altersvorsorgebeiträge, soweit die Inhaberin oder der Inhaber das Altersvorsorgevermögen nicht vorzeitig verwendet (vgl. § 93 EStG),

      5. geldwerte Ansprüche, die der Altersvorsorge dienen, soweit die Inhaberin oder der Inhaber sie vor dem Eintritt in den Ruhestand aufgrund einer vertraglichen Vereinbarung nicht verwerten kann und der Wert der geldwerten Ansprüche 1 500 Euro je vollendetem Lebensjahr der erwerbsfähigen zu berücksichtigenden Haushaltsangehörigen, höchstens jedoch jeweils 90 000 Euro, nicht übersteigt,

      6. angemessener Hausrat,

      7. ein angemessenes Kraftfahrzeug für jedes volljährige zu berücksichtigende Haushaltsmitglied,

      8. Gegenstände, die

      a) für die Berufsausbildung oder Erwerbstätigkeit unentbehrlich sind oder

      b) der Befriedigung geistiger, insbesondere wissenschaftlicher oder künstlerischer Bedürfnisse dienen und deren Besitz nicht Luxus ist,

      9. Schmerzensgeld nach § 253 Absatz 2 BGB, mit Ausnahme der aus der Anlage von Schmerzensgeld erlangten Zinsen (Bundesverwaltungsgericht, Urteil vom 9. Februar 2012, Az: 5 C 10/11, juris, Leitsatz und Randnummern 9 und 30) sowie sonstige Leistungen mit Entschädigungscharakter (z. B. aus dem Fonds „Heimerziehung in der DDR in den Jahren 1949 bis 1990“ und „Heimerziehung West“).

      (6) Wird ein Wohngeldantrag wegen erheblichen Vermögens abgelehnt, kann die Wohngeldbehörde in dem Ablehnungsbescheid das Vermögen für jedes zu berücksichtigende Haushaltsmitglied einzeln ausweisen. Ist das Vermögen mehreren Haushaltsmitgliedern gemeinsam zuzuordnen, kann angegeben werden, zu welchem Teil das Vermögen dem jeweiligen Haushaltsmitglied zugeordnet wird (z. B. bei Miteigentum zweier Personen an einem Gegenstand ohne abweichende Vereinbarung oder gesetzliche Bestimmung je zur Hälfte).

  31. Hallo guter Beitrag zum Wohngeld !
    Da der Vermieter allerdings, dass Mietverhältnis schriftlich bestätigen muss ,werden sich jedoch einige überlegen ob man diese Hilfe in Anspruch nimmt !!??
    LG

    1. Wenn Sie erst einmal in einem Mietverhältnis sind, kann Ihnen eigentlich kein Nachteil mehr daraus erwachsen, dass Ihr Einkommen vielleicht nicht so hoch ist.
      Und das Wohngeld kann Sie im Gegenteil dagegen absichern, einmal Ihre Miete nicht begleichen zu können, was Ihnen dagegen Schwierigkeiten machen kann.

  32. Wohngeld wird bereits bezogen – erfolgt nun eine automatische Anpassung (nach oben)?

    Meine Schwiegermutter (Rentnerin alleinstehend) erhält Wohngeld und ist wegen Ihrer Mini-Rente auf Harz 4 angewiesen. Sie ist immer knapp bei Kasse und bei 6 Enkeln fallen ständig „Nebenkosten“ wie kleine Geschenkchen zu Geburtstagen, Weihnachten etc. an, welche sie sich vom Mund abspart… sie will da halt auch immer etwas geben; kann man ja verstehen als Oma. Ein paar Euro mehr würden ihr helfen!
    (Natürlich helfe ich auch, wenn wir unseren Samstagseinkauf erledigen kaufen wir auch immer etwas für die Oma mit ein – auch wenn sie das nicht will… wir machen es natürlich trotzdem)

    Macht es Sinn sich nochmal an das Amt zu wenden und nochmal neu berechnen zu lassen?

    Danke für Info(s)!

    LG

    1. Wenn Ihre Schwiegermutter Hartz-IV erhält, dann bekommt sie zwar auch Geld für die Wohnung, aber kein „Wohngeld“. Diese Leistung ist nur für Leute, die keine Sozialhilfe oder Arbeitslosenhilfe beziehen.

  33. „Auch Besitzer einer Wohnung oder eines Einfamilienhauses können Wohngeld bekommen, wenn sie darin wohnen und knapp bei Kasse sind.“ Ich bin ziemlich sicher, dass Sie nicht „Besitzer“, sondern „Eigentümer“ meinten. Denn jeder, der in seiner Wohnung/Haus wohnt, ist damit Besitzer.

  34. @H.Stumpf 9. November 2019 at 10:35:
    Sollte die Rente tatsächlich so gering gewesen sein, gibt es zu Bedenken, dass Frau Heidler geschrieben hat, dass ihr eine Zusatzrente in Höhe von 60% zugestanden hätte, sofern sie zu DDR-Zeiten in Rente gegangen wäre und (!), dass die Dame vermutlich nicht viel mehr als schlappe 50,- Mark für ihre Wohnung bezahlen musste. Auch die Lebenshaltungskosten waren im Allgemeinen um einiges günstiger (was nicht heißen soll, dass es so toll da gewesen wäre, nur bezahlbar war das bisschen was man hatte :-))!
    Das wäre bei einer Mini-Rente von nehmen wir mal ihre Zahl 218,- Ostmark lediglich ein Viertel der Rente.
    Und wieviel % zahlt man heute im Durchschnitt vom Einkommen oder Rente für die Miete?
    Genau deshalb ist Wohngeld überhaupt notwendig und die Mieten steigen immer weider, nahezu ins Unermessliche.
    Zumindest ausgerechnet in den deutschen Regionen, in die die meisten Arbeitnehmer pendeln müssen um überhaupt ihr Ein- bzw. Auskommen erarbeiten zu können. Hier beißt sich, auch aufgrund verfehlter Arbeitsmarktpolitik, die Katze in den Schwanz…!

  35. Ich bin Student und habe eine Zweitwohnung am Studienort. Bekomme kein Bafög, da meine Eltern wahrscheinlich zu viel Einkommen haben. Habe aber auch keinen Bafög Antrag gestellt. Gibt es eine Möglichkeit Wohngeld zu bekommen.

    1. Nein. Soweit uns bekannt ist, berechnet das Amt zum 1.1.2020 automatisch neu bis zu dem Zeitraum, zu dem Ihr alter Wohngeldbescheid gültig ist. Falls Sie nach dem neuen Gesetz einen höheren Anspruch haben, wird Ihr Bescheid automatisch nach oben korrigiert. Falls Ihr Anspruch sinken sollte (was sehr unwahrscheinlich ist), würde der alte Bescheid weiter Bestand haben.

  36. Dieser Beitrag tut einfach nur gut, Danke Herr Urbach. Viele von uns wissen viele nicht, was jeden zusteht und scheuen sich beim Amt zu fragen. Danke für diesen tollen Beitrag.

  37. Liebe Frau Heidler,
    entscheident sind doch nicht irgendwelche %-Zusagen eines Staates, den es nicht mehr gibt, sondern die Frage: Wie hätten Sie in einem eingemauertem DDR-Staat als Rentnerin gelebt (Durchschnittsrente eines DDR-Renters 218,- Ostmark.) und wie leben Sie heute.
    Viele Grüße

  38. Dieser Beitrag ist sehr gut. Trotzdem interessiert mich als ehemaliger DDR-Bürger noch etwas. Gleich nach der Wende wurde von der Treuhand meine Rente um die Zusatzrente gekürzt. Ich bin ausgebildete Hort und Heimerzieherin und habe meine Unterstufenlehrerinnen-Ausbildung dazu, mit gutem Erfolg obendrein abgeschlossen. Nach 30 Dienstjahren standen allen ausgebildeten Unterstufenlehrern eine Staatliche Zusatzrente von 60% zu. So ausgebildete Pädagogen durften deshalb zu DDR-Zeiten keine eigene Zusatzrente beantragen. Der Treuhand war diese Rentenvereinbarung in den alten Bundesländern fremd, und somit wurden diese Rentenzuschläge gestrichen. Die Polyse für diesen Rentenanspruch befindet sich in der Rentenstelle in Berlin. So erging es vielen Unterstufenlehrern aus der ehemaligen DDR. Welchen Weg müsste ich wohl gehen, um zu meinem Rentenrecht zu kommen? Auch meines verstorbenen Gatten wurde diese Staatsrente nach seinem Tode einfach gestrichen. Er hatte als zweifacher Ingenieur 90% Staatsrentenanspruch. Als er noch lebte erhielt er sie. Außerdem wurde bei ihm die Studienzeit zum Ingenieur als er noch lebte angerechnet, entfiel aber auch nach dem er verstorben war, weil es solch eine Berechnung heute nicht mehr gibt. Bitte entschuldigen Sie meine Abschweifung vom direkten Thema, aber mich bewegen solche Ungerechtigkeiten sehr. Vielleicht brauchten die Steuerzahler dann nicht für solche Bürger für das Rentenaufkommen aufkommen. Zu Bedenken gibt es weiterhin, dass den DDR-Bürgern ihr Spareinkommen zum Eintausch von DDR-Mark zur DM und Euro ab einer bestimmten Summe geteilt wurde. In der Hoffnung mich nicht all zu ungeschickt ausgedrückt zu haben, wurde 1942 geboren, wäre ich für eine Erklärung dieses Sachverhaltes ebenso dankbar.

    1. Sehr geehrte Frau Heidler,
      Ja, es gibt VIELE Ungerechtigkeiten auf dieser Erde. Auch mit dem Verschwinden der DDR. Wollen Sie nun bis zum Ende Ihres Lebens deswegen in Selbstzerfleischung leben? Ich habe verstanden dass es Ihnen wohl um die Höhe der Rente und Witwenrente geht…?Ich bin auch eine Ex-DDR Frau. Hatte keinen Mann , aber 2 Kinder großgezogen…mein StudienAbschluss (5 Jahre Sankt Petersburg ) wurde zum Klopapier – ich war quasi Ungelernt!!!!, dann Entlassung .. Sie können vielleicht nachvollziehen, wieviel ,oder im Klartext , wie wenig ich die sogenannten Rentenpunkte erarbeiten konnte! Wie Herr Stumpf schon schrieb: die eingemauerte DDR ist weg . Wir leben in einem freien Staat.Ich wünschen Ihnen sehr, dass Sie Frieden finden mit dieser und mit IHRER Wirklichkeit.
      Ich (Jahrgang 1954) bin ( trotzalledem )lebensfroh.
      Freundliche Grüße

      1. Hallo, liebe DDR-Frauen;)) ich bin auch Eine!, Am besten, wir richten einen Klage-Mauer ein!! ..;(( Das passt zwar nicht speziell ins Thema, rührt aber einiges auf! Es wird jeder sein Jammerlied singen! Ich bin Jahrgang 53, war alleinerziehend, und mit der Wende fiel auch meine Berufswelt und Existenzgrundlage zusammen. Mein Jobvermittler war ein Stasi-Bonze,der sich ins Arbeitsamt retten ließ, und dort seine Spielchen weitertrieb, aber keine Ahnung von der Materie hatte. Der hat meine Umschulung zur Physiotherapeutin abgelehnt,mit einer diskriminierenden Begründung , hinsichtlich meiner Schwerbehinderung, die ich heute nicht mehr hinnehmen würde. JA!!,das hat mich sehr lange gegrämt, wütend gemacht, meine Unwissenheit und diese Abwertung. Somit war ich seit 1996 bis zur staatlich verorndneten H-4-Zwangsrente 2016 „nur “ im 2.Arbeitsmarkt beschäftigt, Kämpfe und Kriege mit Behörden und Arbeitgebern geführt. Immerhin! Ich hab mir die Butter nicht vom Brot nehmenn lassen, vorher nicht und jetzt auch nicht. Nun bin ich Armutsrentner und hänge weiter an der Nadel der Gesellschaft. Aber nach 30Jahren immer noch in Superlativen denken, wie;.“ ach wenn,.. und ja aber,–..hätte , und …ach wie ungerecht…“ ??–das ändert nichts. Es gibt keine gerechte Gesellschaftsordnung! Wer soll es denn Wem gerecht machen? Es wird immer Oben und Unten geben und die Reibungsflächen. Eines ist klar:“… Vorwärts geht´s immer!,- (egal wohin;)—rückwärts nimmer!!“- sagte Erich und er hatte doch recht!! ODER?
        In diesem Sinne, Frau Heidler; denken Sie an die schönen Jahre, die Ihnen Ihr Beruf geschenkt hat , und dass Sie und Ihr Mann doch gut in der DDR mit dem Verdienst leben konnten. Ich war immer auf das Pfandgeld der Milchflaschen angewiesen. Und jetzt auf die Gnade der Bank.. ich hab den Kapitalismus nicht erfunden,den Kommunismus schon gar nicht. Alles Gute und meine Grüße

    1. Im Prinzip die „Wohngeldbehörde“ der Gemeinde oder des Stadtbezirkes. Aber bei welchem Amt die angesiedelt ist, unterscheidet sich von Kommune zu Kommune. Am besten wenden Sie sich ans Bürgeramt (früher Einwohneramt).

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