Familie
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Rund eine Million Haushalte haben Anspruch auf Wohngeld – aber beantragen es nicht. Dabei sind es im Schnitt rund 150 Euro, die der Staat Wohngeldempfängern zur Miete zuschießt. Wie steht es mit Ihnen? Oder vielleicht kennen Sie jemanden, der Wohngeld nötig hätte.

Wohngeld gehört zu den wenig bekannten Ansprüchen, die wir Bürger an den Staat haben. Und viele scheuen sich, den Antrag zu stellen. Weil sie glauben, es habe etwas mit Hartz IV zu tun. Weil sie Stigmatisierung fürchten. Oder weil sie denken, es kommen am Ende doch nur 10 oder 20 Euro im Monat heraus.

Doch solche Sorgen sind unbegründet.

1. Wohngeld macht einen Unterschied

Wer ein kleines Einkommen hat, erhält durch Wohngeld mehr finanziellen Spielraum. Ein Beispiel: Eine vierköpfige Familie mit einem Brutto-Einkommen von 2.300 Euro und einer Miete von 700 Euro würde in Berlin 243 Euro Wohngeld bekommen. Bei einem Einkommen von 2.800 Euro blieben noch 84 Euro. Ab gut 3.000 Euro gäbe in diesem Beispiel dann nichts mehr.

2. Wohngeld gibt es für viele

Derzeit gibt es 480.000 Haushalte, die Wohngeld beziehen. Die Hälfte sind Rentner, 5 Prozent Azubis oder Studenten und 40 Prozent Erwerbstätige – meist mit Familie. Experten schätzen aber, dass nur jeder dritte Berechtigte einen Antrag stellt.

3. Wohngeld auch für Hausbesitzer

Auch Besitzer einer Wohnung oder eines Einfamilienhauses können Wohngeld bekommen, wenn sie darin wohnen und knapp bei Kasse sind. Das heißt dann „Lastenzuschuss“. Er beträgt im Schnitt 215 Euro.

4. Keine zusätzlichen Pflichten

Anders als bei Hartz IV müssen Sie keine Auflagen vom Jobcenter oder einer ähnlichen Stelle erfüllen. Es gibt keine Vorschriften, wie groß die Wohnung sein darf. Sie müssen auch nicht wie bei Hartz IV jede kleine Änderung Ihrer Finanzen mitteilen. Nur wenn sich Miete oder Einkommen um mehr als 15 Prozent ändern oder die Zahl der Mitbewohner, dann müssen Sie sich beim Wohngeldamt melden.

5. Ihr Vermögen wird nicht angetastet

Wohnen Sie alleine, bleiben bei der Wohngeldberechnung 60.000 Euro Vermögen unberücksichtigt. Pro weiteres Haushaltsmitglied sind es weitere 30.000 Euro, so regelt es die Verwaltungsvorschrift zum Wohngeld. Bei einer vierköpfigen Familie werden also 150.000 Euro Vermögen nicht angetastet.

6. Das Wohngeld steigt um knapp ein Drittel

Am heutigen Freitag verabschiedete der Bundesrat – nach dem Bundestag – nun endgültig das neue Wohngeldstärkungsgesetz. Es gilt ab Jahreswechsel. Damit soll für die, die schon jetzt Wohngeldanspruch haben, der Zuschuss um etwa 30 Prozent steigen. Auch die Zahl der Berechtigten wird mit dem neuen Gesetz um etwa 40 Prozent zunehmen. Wer also in der Vergangenheit keinen Wohngeldanspruch hatte, sollte ihn unbedingt noch einmal prüfen.

7. Erster Überblick mit dem Wohngeldrechner

Wenn Sie wissen wollen, ob Sie Anspruch haben, können Sie einen Wohngeldrechner benutzen. Der bundesweite ist leider etwas irreführend, weil im Feld fürs Gesamteinkommen bereits das bereinigte Gehalt eingetragen werden muss. Besser macht es der Berliner Rechner. Schauen Sie am besten, ob Ihre Gemeinde einen Rechner zur Verfügung stellt, denn die Wohngeldhöhe hängt von der Einstufung Ihrer Gemeinde ab.

8. Es gibt Hilfe beim Antrag

Ja, der Antrag ist umfangreich. Im Berliner Antrag zum Beispiel gibt es für eine vierköpfige Familie etwa 250 Felder, die ausgefüllt werden wollen. Doch die meisten Angaben sind mit Lohn- oder Steuerbescheid und Mietvertrag zu machen. Die Bürgerämter sind verpflichtet, Ihnen beim Ausfüllen zu helfen. Aber auch Mietervereine oder Beratungsstellen von Caritas, Diakonie oder Arbeiterwohlfahrt helfen dabei.

9. Kinderzuschlag mit beantragen

Familien, die Wohngeld beziehen, haben oft auch Anspruch auf den Kinderzuschlag. Stellen Sie beide Anträge gleichzeitig. (In Berlin zum Beispiel hängt der Antrag am Wohngeldformular.)

10. Zehn Prozent extra für die Heizkosten

Eine häufige Kritik an der bestehenden Wohngeldregelung ist, dass sie nur die Bruttokaltmiete berücksichtigt, also Miete plus Nebenkosten, aber ohne Heizung, Warmwasser oder Strom. Im Klimapaket hat die Bundesregierung angekündigt, das Wohngeld um 10 Prozent erhöhen zu wollen, um auch die Heizkosten zu berücksichtigen.

Matthias Urbach
Autor

Stand:

Als stellvertretender Chefredakteur ist Matthias Urbach für den Newsletter, Kooperationen und die redaktionellen Sonderprojekte von Finanztip verantwortlich. Als Diplomphysiker und Absolvent der Henri-Nannen-Schule kombiniert er analytisches und redaktionelles Know-how. Zuvor war er unter anderem als Verlagsdirektor beim SpringerNature-Wissenschaftsverlag und als Leiter von taz.de tätig.

58 Kommentare

  1. hallo,
    ich würde gern fragen. ich habe meine Ausbildung ab 01.10 angefangen und ich bekomme brutto 920euro aber meine Miete ist 250 , kann ich trotzdem ejn Wohngeld beantragen!?? gibt es kein risiko , dass ich es später nach der ausbildung zuruckbezahlen muss!? und gibt es keine Wirkung dafür (zb: wenn ich ein Deutsch reisepass haben will und es wird abgelehnt, weil ich diese Antrag gemacht habe)???

    vielen Dank

    1. Mein Gefühl ist, dass bei einer Miete von 250 Euro vermutlich kein Wohngeld mehr gezahlt wird. Ist ja nicht so hoch.

      Sicher aber ist: Wohngeld muss NICHT zurückgezahlt werden.

      Wer auf Sozialhilfe oder Arbeitslosengeld angewiesen ist, wird in der Regel nicht eingebürgert, richtig. Eigentlich fällt Wohngeld nicht unter Sozialhilfe, aber diese Frage sollten Sie zur Sicherheit dem Auslanderamt stellen.

      https://www.bamf.de/DE/Themen/Integration/ZugewanderteTeilnehmende/Einbuergerung/einbuergerung-node.html

  2. Kann ich Wohngeld beantragen ,obwohl ich selbst 58 keinen Lohn oder sonstige Leistungen erhalten,meine Kinder 20 studiert ( kein Bafög),17 geht aufs Gymnasium ,mein Mann zu 90 Prozent behindert ,wird höchstwahrscheinlich in ein Heim müssen.Wir leben im Eigenheim ( noch nicht abbezahlt) .Er hat von der Mutter ein Erbe ( 60000€ )erhalten ,was wahrscheinlich für das Heim drauf geht .

    1. Mir ist nicht ganz klar an diesen Ausführungen, wovon Sie überhaupt leben. Von einer Rente Ihres Mannes?

      Die sicherste Methode ist immer, Wohngeld einfach zu beantragen. Das ist etwas mühsam, aber dann wissen Sie es mit Sicherheit. Mich wundert, dass Ihr Kind kein Bafög bekommt. Vielleicht sollte es einfach mal Bafög beantragen.

      Das Erbe ist innerhalb Ihres Freibetrages beim Wohngeld (siehe Punkt 5 im Artikel oben). Steht also eine Wohngeldzahlung nicht im Wege.

  3. Hallo =)
    ich hätte hierzu auch eine Frage:
    ich bin alleinerziehend mit einem Kind (Einkommen Elterngeld) Wohne in einer eigenen Immobilie mit 80.000 € Schulden
    Werden diese Schulden mit dem Guthaben auf der Bank gegengerechnet (zur Ermittlung des Vermögens)?

    Zudem gibt es eine 2. Wohnung in der meine Mutter mietfrei wohnt. Sie darf dort auch für immer wohnen bleiben, d.h. ich darf die Wohnung also nicht verkaufen. Allerdings wurde dies nur mündlich vereinbart. –> Würde diese Wohnung dann ins Vermögen fallen und den Anspruch verhindern?
    Wenn wir die mündliche Vereinbarung notariell ins Grundbuch eintragen lassen (Nießbrauch, bzw Wohnrecht), würde die Wohnung dann aus dem Vermögen wegfallen und das Wohngeld „verfügbar machen“??

    Wird das erlaubte Vermögen beim Kinderzuschlag genauso berechnet?

    Ich würde mich sehr freuen wenn Sie mir hierzu Antworten geben können
    Vielen Dank schon mal
    mfg
    Katharina

    1. Ihr Fall ist sehr komplex und Sie sollten sich dazu vom zuständigen Wohngeldamt beraten lassen. Nur ein paar allgemeine Gedanken dazu:

      Wenn Sie in einer eigenen Immobilie wohnen, dann können Sie durchaus auch Wohngeld bekommen – falls Sie finanziell eng sind. Das nennt sich Lastenzuschuss. Siehe Punkt 3. Ganz grundsätzlich spielt es dann keine Rolle, wie viel der Immobilie sie schon abbezahlt haben.

      Wenn Sie darüberhinaus Vermögen haben, kann ich mir nicht vorstellen, dass Sie das gegen den aufgenommenen Kredit verrechnen können. Denn der Kredit finanziert ja das Haus. Streng genommen haben Sie dann ja auch keine Schulden, sondern Sie besitzen bereits einen Teil des Hauses, weil Sie ja schon einen Teil des Kredites abbezahlt haben – und vermutlich auch einen Eigenanteil erbracht haben. Also der Kredit wird gegen das Haus gerechnet.

      Extra Vermögen wird dann natürlich als solches gewertet.

      Wenn Sie eine zweite Wohnung besitzen, dann ist das natürlich auch Vermögen. Wenn Ihre Mutter darin wohnt, und ein Nießrecht hätte, wäre die Wohnung ja trotzdem noch etwas wert. Sie könnten die Wohnung immer noch verkaufen. Sie wäre halt mit einem Wohnrecht Ihrer Mutter deutlich weniger wert.

      1. Vielen herzlichen Dank für Ihre super schnelle Antwort und die Einschätzung, das hat mir schon mal weitergeholfen.
        Das zuständige Wohngeldamt konnte mir leider auch keine konkrete Antwort geben und meinte, ich solle einfach mal einen Antrag stellen….. naja, ich schätze, dann werde ich das wohl mal machen und weitersehen….

        merci =)

  4. Sehr geehrter Herr Urbach,
    ich habe zum 01.11.2020 eine neue Wohnung für meine 68 Jahre alte Mutter (Rentnerin) gefunden und die Zusage vom Vermieter erhalten. Allerdings muss ich zur Sicherheit als zweiter Mieter in den Mietvertrag, da die Rente meiner Mutter sehr gering ist.
    Beeinflusst diese Tatsache mein Vorhaben, Wohngeld für meine Mutter zu beantragen? Bzw. könnte es dadurch zu einer Ablehnung kommen? Mit freundlichen Grüßen & vielen Dank vorab.

    1. Da habe ich leider keine Erfahrung. Es geht ja darum, ob Ihre Mutter alleine wohnt. Wenn Sie einen Mietvertrag mit eigener Wohnung nachweisen, und vor allem woanders gemeldet sind, wird vermutlich das Amt nichts sagen. Aber sicher weiß ich das nicht.

      Zum Mietvertrag: Könnten Sie nicht auch einfach für die Miete bürgen?

  5. Wenn ich psychisch beeinträchtigt bin(Emrente+Schwerbehinderung) und sich mein Gesundheitszustand bei Umzug verschlechtern würde, darf mich die Wohngeldstelle dann zum Umzug in eine kleinere Wohnung zwingen.

  6. Ich habe bis Ende April 2020 zusätzlich zur Rente noch gearbeitet. Seit Mai bekomme ich nur noch Rente in Höhe von ca. 1.100 € Brutto (davon muss ich noch die Kranken- und Pflegegeldversicherung zahlen).
    Wenn ich jetzt Wohngeld beantrage zählt dann das Einkommen bis April mit, oder zählt nur die Rente?

  7. Wird die Urlaubsabgeltung nach Kündigung mit berechnet? Ist ja kein wiederkehrendes Entgelt, wurde bei mir gemacht…

  8. Einen schönen guten Tag,
    Danke für die Beiträge das Wohngeld betreffend. Dadurch ermutigt habe ich Kontakt mit der zuständigen Wohngeldstelle in Kassel aufgenommen.
    Die Auskunft war jedoch enttäuschend. Da ich zuweilen schlechte Erfahrungen mit „unseren zuständigen“ Behörden gemacht habe würde ich mir die gegebene Auskunft gern verifizieren lassen.
    Für Singles wird eine Einkommenshöchstgrenze von € 1023,– angegeben. Wer darüber liegt bekommt nichts.
    Ist es Länder- oder gar Kommunensache die Höchstgrenzen festzulegen?
    Danke schon einmal im voraus für Ihre weiterführenden Antworten.
    Beste Grüße
    B. Brüll

  9. Hallo,
    können sie mir bitte helfen folgendes zu verstehen?

    in der Antrag auf Wohngeld steht folgendes:

    14. Verfügen Sie oder andere unter Nr. 9 genannte Haushaltsmitglieder über Vermögen, das in der Summe den Wert von 60.000 € für das erste und 30.000 €
    je weiteres Haushaltsmitglied übersteigt?
    Wert auswählen (Als Vermögenswerte gelten insbesondere: Barvermögen, in- und ausländische Bank- und Sparguthaben, Bausparverträge, Lebensversicherungen, Wertpapiere, Aktien, Aktienfonds,
    auf Geld gerichtete Forderungen, nicht selbst bewohnter Haus- und Wohnungsbesitz, sonstige Immobilien, Grundstücke, sonstige Wertgegenstände.)

    1. Wenn Sie über hohes Vermögen verfügen, dann müssen Sie das angeben.

      Wie hoch die Grenze ist, hängt davon ab, wieviele Personen zu Ihrem Haushalt gehören. Die erste Person hat einen Freibetrag von 60.000 Euro. Jede weitere Person 30.000 Euro. Wenn also zum Beispiel vier Personen zu Ihrem Haushalt gehören, müssen Sie hier nur etwas angeben, wenn Sie MEHR als 60.000+30.000+30.000+30.000 Euro Vermögen haben. Also mehr als 150.000 Euro.

      Zu Ihrem Haushalt gehören die Familie oder andere, mit denen Sie zusammen leben und mit denen Sie gemeinsam das Leben finanzieren. Nicht dazu gehören Untermieter.

      Zum Vermögen gehören zum Beispiel: Geld auf einem Sparbuch, Geld im Haus unter der Matratze. Besitz von einer Wohnung oder Lebensversicherungen. Aktien. Oder andere kostbare Dinge wie Gemälde oder Goldschmuck.

  10. Hallo,
    bekommt man auch Wohngeld für eine Privatwohnung ? Also eine Wohnung mit dem Besitzer der Immobilie und nicht von einer städtischen oder kommunalen Wohnungsgesellschaft.

    Danke & Gruß
    NB

    1. Wohngeld kann jeder Mieter beziehen, egal wem die Wohnung gehört.

      Sogar wenn Ihnen die Wohnung selbst gehört, können Sie Wohngeld beziehen: Das läuft dann unter dem Begriff „Lastenzuschuss“ und wird auf demselben Weg wie Wohngeld beantragt.

      Mit besten Grüßen
      Matthias Urbach

  11. Hallo. Hier steht immer was für „Berlin“. Gilt es denn nicht auch für Hamburg oder Schleswig-Holstein???
    UND Was ist mit den Vermietern. Wenn meine Mieter keine Miete zahlen, kann ich meine Hypothek nicht zahlen und bin dann insolvent??? Die Banken stunden nämlich nicht, die schicken mein Haus dann in die Versteigerung für wenig Geld.
    WER HILFT HIER??? Hat jemand einen Tipp für ich???
    Danke und bleiben Sie alle gesund.

  12. Können auch Landwirte mit einem eigenständigen Wohnhaus Wohngeld beziehen ( Lastenzuschuss) Werden die selbst bewirtschafteten Grundstücke ( Acker ) als Vermögen gewertet? Was ist mit den Grundstücken , die verpachtet sind? Pachteinnahmen als Einkommen oder Grundstücke als Vermögen?

  13. Ich habe den Antrag schon öfter in den letzten zwei Jahren gestellt und es wieder dran gegeben , da selbst doppelt abgegebene angeblich fehlende Papiere , dann wieder nicht reichten. Ich denke dass das Absichtlich geschieht, damit man es dran gibt , denn rechtlich, hat man eh keine Handhabe.

  14. Hallo,
    Ich habe eine dringende Frage und hoffe, dass Sie mir diese beantworten können:

    Zusätzlich zu meinem Verdienst aus meiner Halbtagsarbeit beziehe ich aufgrund meiner Behinderung (Grad 80) eine Erwerbsminderungsrente.
    Macht es auf dieser Basis Sinn für mich zusätzlich Wohngeld zu beantragen oder wird meine Erwerbsminderungsrente entsprechend reduziert oder ist Wohngeld evtl. für mich generell keine Option? Gibt es evtl. Vorteile / Nachteile?

    Vielen Dank für Ihre Hilfe.

    1. Hallo J. Winkler,
      ich denke nicht, dass Wohngeld auf Ihre Rente Einfluss hat und habe dazu auch nichts gefunden. Eigentlich ist das Wohngeld gerade dazu gedacht, außerhalb der Sozialsysteme eine Unterstützung zu gewähren. (Um gerade nicht durch Mietsteigerungen in die Sozialhilfe hineinzurutschen.)
      Wenn Sie ganz sicher sein wollen, dann rufen Sie am besten bei der Rentenversicherung an. Auf dieser Website finden Sie dafür Anlaufstellen:
      https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Beratung-und-Kontakt/beratung-und-kontakt_node.html

      Viel Erfolg!

  15. Haben auch Selbständige (Freiberufler) einen Anspruch auf Wohngeld und wie wird hier das Einkommen herangezogen, das ja erst zu Jahresende festgestellt werden kann? In Form des Umsatzes oder des Gewinns gemäß Steuerbescheid? Und wann muss wieder auf den Bezug verzichtet werden? Nach Prognose oder gemäß Steuerbescheid des Folgejahres, mit anschließendem Ausgleich bzw Rückzahlung? Danke für Erfahrungen bzw eine Antwort!

    1. Nein. Bezieher von Grundsicherung können zusätzlich kein Wohngeld beantragen, da die Miete bereits vollständig von der Grundsicherung beglichen wird.

  16. Danke für den interessanten Artikel!

    Eine Frage habe ich dennoch: was ist im Sinne des WoGG als Vermögen zu betrachten?
    Zählt dazu nur das „flüssige“ Vermögen oder auch weniger liquide Mittel wie etwa, Autos?
    Werden auch (private) Altersvorsorgeverträge mit eingerechnet?

    LG

    1. Hier der Auszug aus der Verordnung zum Wohngeld:

      21.37 Erhebliches Vermögen

      (1) Erhebliches Vermögen im Sinne des § 21 Nummer 3 WoGG ist in der Regel vorhanden, wenn die Summe des verwertbaren Vermögens der zu berücksichtigenden Haushaltsmitglieder folgende Beträge übersteigt:

      1. 60 000 Euro für das erste zu berücksichtigende Haushaltsmitglied und

      2. 30 000 Euro für jedes weitere zu berücksichtigende Haushaltsmitglied.

      (2) Vermögen im Sinne des § 21 Nummer 3 WoGG ist die Gesamtheit der in Geld messbaren Güter aller zu berücksichtigenden Haushaltsmitglieder. Einkommen und Vermögen grenzen sich grundsätzlich dadurch voneinander ab, dass Einkommen alles das ist, was jemand in der Bedarfszeit (d. h. der Zeit des Leistungsbezugs) wertmäßig dazuerhält, und Vermögen das, was er im BWZ bereits hat (vgl. Bundesverwaltungsgericht, Urteil vom 18. Februar 1999, Az: 5 C 35.97, juris, Randnummer 14).

      (3) Zum Vermögen im Sinne des § 21 Nummer 3 WoGG gehören nur verwertbare Vermögensgegenstände mit ihrem Verkehrswert. Vermögen ist verwertbar, wenn es für den Lebensunterhalt verwendet bzw. sein Geldwert für den Lebensunterhalt, insbesondere durch Verkauf, durch Verbrauch, Übertragung, Beleihung, Vermietung oder Verpachtung nutzbar gemacht werden kann. Nicht verwertbar sind Vermögensgegenstände, über die die Inhaberin oder der Inhaber z. B. aufgrund von Insolvenz, Beschlagnahme oder Verpfändung nicht frei verfügen kann. Ist ein Vermögensgegenstand nur zu einem Teil verwertbar, ist nur dieser Teil als Vermögen zu berücksichtigen. Liegt erhebliches Vermögen vor, wird widerleglich vermutet, dass es verwertbar ist. Die volle Beweislast für die Nichtverwertbarkeit des Vermögens liegt bei der wohngeldberechtigten Person.

      Grundsätzlich nicht verwertbar sind:

      1. Anwartschaften auf betriebliche Altersversorgung nach Maßgabe des Betriebsrentengesetzes (§§ 2 und 3 BetrAVG), unabhängig vom gewählten Durchführungsweg (Direktzusage, Unterstützungskasse, Direktversicherung, Pensionskasse oder Pensionsfonds) und unabhängig davon, ob die betriebliche Altersversorgung über den Arbeitgeber oder über Entgeltumwandlung finanziert wurde;

      2. der Anspruch auf eine persönliche Leibrente (sogenannte Rürup-Rente), die nach § 10 Absatz 1 Nummer 2b EStG nicht vererblich, nicht übertragbar, nicht beleihbar, nicht veräußerbar und nicht kapitalisierbar ist, und bei der darüber hinaus kein Auszahlungsanspruch besteht.

      (4) Zum Vermögen im Sinne des § 21 Nummer 3 WoGG gehören:

      1. Geld und Geldeswerte, z. B. Bargeld (gesetzliche Zahlungsmittel) und Schecks,

      2. bewegliche Sachen, z. B. Schmuckstücke, Gemälde und Möbel,

      3. unbewegliche Sachen, z. B. bebaute und unbebaute Grundstücke,

      4. auf Geld gerichtete Forderungen, z. B. Ansprüche auf Darlehensrückzahlung,

      5. sonstige Rechte, z. B. Rechte aus Wechseln, Aktien und anderen Gesellschaftsanteilen, Rechte aus Wohnungseigentum, Rechte aus Grundschulden, Nießbrauch, Dienstbarkeiten, Altenteil, auch Urheberrechte, soweit es sich bei der Nutzung um ein in Geld schätzbares Gut handelt.

      (5) Zum Vermögen im Sinne des § 21 Nummer 3 WoGG gehören nicht:

      1. das Eigentum, das Erbbaurecht, das eigentumsähnliche Dauerwohnrecht, das Wohnungsrecht und der Nießbrauch jeweils hinsichtlich des selbst genutzten Wohnraums, für den Wohngeld beantragt wird,

      2. der Anspruch auf Bestellung oder Übertragung der in Nummer 1 genannten Rechte hinsichtlich des selbst genutzten Wohnraums, für den Wohngeld beantragt wird,

      3. Vermögen, das aus öffentlichen Mitteln zum Aufbau oder zur Sicherung einer Lebensgrundlage oder zur Gründung eines Hausstandes erbracht wird,

      4. Altersvorsorge auf Basis eines zertifizierten Altersvorsorgevertrages in Höhe des nach § 10a bzw. dem XI. Abschnitt des EStG geförderten Vermögens einschließlich seiner Erträge und der geförderten laufenden Altersvorsorgebeiträge, soweit die Inhaberin oder der Inhaber das Altersvorsorgevermögen nicht vorzeitig verwendet (vgl. § 93 EStG),

      5. geldwerte Ansprüche, die der Altersvorsorge dienen, soweit die Inhaberin oder der Inhaber sie vor dem Eintritt in den Ruhestand aufgrund einer vertraglichen Vereinbarung nicht verwerten kann und der Wert der geldwerten Ansprüche 1 500 Euro je vollendetem Lebensjahr der erwerbsfähigen zu berücksichtigenden Haushaltsangehörigen, höchstens jedoch jeweils 90 000 Euro, nicht übersteigt,

      6. angemessener Hausrat,

      7. ein angemessenes Kraftfahrzeug für jedes volljährige zu berücksichtigende Haushaltsmitglied,

      8. Gegenstände, die

      a) für die Berufsausbildung oder Erwerbstätigkeit unentbehrlich sind oder

      b) der Befriedigung geistiger, insbesondere wissenschaftlicher oder künstlerischer Bedürfnisse dienen und deren Besitz nicht Luxus ist,

      9. Schmerzensgeld nach § 253 Absatz 2 BGB, mit Ausnahme der aus der Anlage von Schmerzensgeld erlangten Zinsen (Bundesverwaltungsgericht, Urteil vom 9. Februar 2012, Az: 5 C 10/11, juris, Leitsatz und Randnummern 9 und 30) sowie sonstige Leistungen mit Entschädigungscharakter (z. B. aus dem Fonds „Heimerziehung in der DDR in den Jahren 1949 bis 1990“ und „Heimerziehung West“).

      (6) Wird ein Wohngeldantrag wegen erheblichen Vermögens abgelehnt, kann die Wohngeldbehörde in dem Ablehnungsbescheid das Vermögen für jedes zu berücksichtigende Haushaltsmitglied einzeln ausweisen. Ist das Vermögen mehreren Haushaltsmitgliedern gemeinsam zuzuordnen, kann angegeben werden, zu welchem Teil das Vermögen dem jeweiligen Haushaltsmitglied zugeordnet wird (z. B. bei Miteigentum zweier Personen an einem Gegenstand ohne abweichende Vereinbarung oder gesetzliche Bestimmung je zur Hälfte).

  17. Hallo guter Beitrag zum Wohngeld !
    Da der Vermieter allerdings, dass Mietverhältnis schriftlich bestätigen muss ,werden sich jedoch einige überlegen ob man diese Hilfe in Anspruch nimmt !!??
    LG

    1. Wenn Sie erst einmal in einem Mietverhältnis sind, kann Ihnen eigentlich kein Nachteil mehr daraus erwachsen, dass Ihr Einkommen vielleicht nicht so hoch ist.
      Und das Wohngeld kann Sie im Gegenteil dagegen absichern, einmal Ihre Miete nicht begleichen zu können, was Ihnen dagegen Schwierigkeiten machen kann.

  18. Wohngeld wird bereits bezogen – erfolgt nun eine automatische Anpassung (nach oben)?

    Meine Schwiegermutter (Rentnerin alleinstehend) erhält Wohngeld und ist wegen Ihrer Mini-Rente auf Harz 4 angewiesen. Sie ist immer knapp bei Kasse und bei 6 Enkeln fallen ständig „Nebenkosten“ wie kleine Geschenkchen zu Geburtstagen, Weihnachten etc. an, welche sie sich vom Mund abspart… sie will da halt auch immer etwas geben; kann man ja verstehen als Oma. Ein paar Euro mehr würden ihr helfen!
    (Natürlich helfe ich auch, wenn wir unseren Samstagseinkauf erledigen kaufen wir auch immer etwas für die Oma mit ein – auch wenn sie das nicht will… wir machen es natürlich trotzdem)

    Macht es Sinn sich nochmal an das Amt zu wenden und nochmal neu berechnen zu lassen?

    Danke für Info(s)!

    LG

    1. Wenn Ihre Schwiegermutter Hartz-IV erhält, dann bekommt sie zwar auch Geld für die Wohnung, aber kein „Wohngeld“. Diese Leistung ist nur für Leute, die keine Sozialhilfe oder Arbeitslosenhilfe beziehen.

  19. „Auch Besitzer einer Wohnung oder eines Einfamilienhauses können Wohngeld bekommen, wenn sie darin wohnen und knapp bei Kasse sind.“ Ich bin ziemlich sicher, dass Sie nicht „Besitzer“, sondern „Eigentümer“ meinten. Denn jeder, der in seiner Wohnung/Haus wohnt, ist damit Besitzer.

  20. @H.Stumpf 9. November 2019 at 10:35:
    Sollte die Rente tatsächlich so gering gewesen sein, gibt es zu Bedenken, dass Frau Heidler geschrieben hat, dass ihr eine Zusatzrente in Höhe von 60% zugestanden hätte, sofern sie zu DDR-Zeiten in Rente gegangen wäre und (!), dass die Dame vermutlich nicht viel mehr als schlappe 50,- Mark für ihre Wohnung bezahlen musste. Auch die Lebenshaltungskosten waren im Allgemeinen um einiges günstiger (was nicht heißen soll, dass es so toll da gewesen wäre, nur bezahlbar war das bisschen was man hatte :-))!
    Das wäre bei einer Mini-Rente von nehmen wir mal ihre Zahl 218,- Ostmark lediglich ein Viertel der Rente.
    Und wieviel % zahlt man heute im Durchschnitt vom Einkommen oder Rente für die Miete?
    Genau deshalb ist Wohngeld überhaupt notwendig und die Mieten steigen immer weider, nahezu ins Unermessliche.
    Zumindest ausgerechnet in den deutschen Regionen, in die die meisten Arbeitnehmer pendeln müssen um überhaupt ihr Ein- bzw. Auskommen erarbeiten zu können. Hier beißt sich, auch aufgrund verfehlter Arbeitsmarktpolitik, die Katze in den Schwanz…!

  21. Ich bin Student und habe eine Zweitwohnung am Studienort. Bekomme kein Bafög, da meine Eltern wahrscheinlich zu viel Einkommen haben. Habe aber auch keinen Bafög Antrag gestellt. Gibt es eine Möglichkeit Wohngeld zu bekommen.

    1. Nein. Soweit uns bekannt ist, berechnet das Amt zum 1.1.2020 automatisch neu bis zu dem Zeitraum, zu dem Ihr alter Wohngeldbescheid gültig ist. Falls Sie nach dem neuen Gesetz einen höheren Anspruch haben, wird Ihr Bescheid automatisch nach oben korrigiert. Falls Ihr Anspruch sinken sollte (was sehr unwahrscheinlich ist), würde der alte Bescheid weiter Bestand haben.

  22. Dieser Beitrag tut einfach nur gut, Danke Herr Urbach. Viele von uns wissen viele nicht, was jeden zusteht und scheuen sich beim Amt zu fragen. Danke für diesen tollen Beitrag.

  23. Liebe Frau Heidler,
    entscheident sind doch nicht irgendwelche %-Zusagen eines Staates, den es nicht mehr gibt, sondern die Frage: Wie hätten Sie in einem eingemauertem DDR-Staat als Rentnerin gelebt (Durchschnittsrente eines DDR-Renters 218,- Ostmark.) und wie leben Sie heute.
    Viele Grüße

  24. Dieser Beitrag ist sehr gut. Trotzdem interessiert mich als ehemaliger DDR-Bürger noch etwas. Gleich nach der Wende wurde von der Treuhand meine Rente um die Zusatzrente gekürzt. Ich bin ausgebildete Hort und Heimerzieherin und habe meine Unterstufenlehrerinnen-Ausbildung dazu, mit gutem Erfolg obendrein abgeschlossen. Nach 30 Dienstjahren standen allen ausgebildeten Unterstufenlehrern eine Staatliche Zusatzrente von 60% zu. So ausgebildete Pädagogen durften deshalb zu DDR-Zeiten keine eigene Zusatzrente beantragen. Der Treuhand war diese Rentenvereinbarung in den alten Bundesländern fremd, und somit wurden diese Rentenzuschläge gestrichen. Die Polyse für diesen Rentenanspruch befindet sich in der Rentenstelle in Berlin. So erging es vielen Unterstufenlehrern aus der ehemaligen DDR. Welchen Weg müsste ich wohl gehen, um zu meinem Rentenrecht zu kommen? Auch meines verstorbenen Gatten wurde diese Staatsrente nach seinem Tode einfach gestrichen. Er hatte als zweifacher Ingenieur 90% Staatsrentenanspruch. Als er noch lebte erhielt er sie. Außerdem wurde bei ihm die Studienzeit zum Ingenieur als er noch lebte angerechnet, entfiel aber auch nach dem er verstorben war, weil es solch eine Berechnung heute nicht mehr gibt. Bitte entschuldigen Sie meine Abschweifung vom direkten Thema, aber mich bewegen solche Ungerechtigkeiten sehr. Vielleicht brauchten die Steuerzahler dann nicht für solche Bürger für das Rentenaufkommen aufkommen. Zu Bedenken gibt es weiterhin, dass den DDR-Bürgern ihr Spareinkommen zum Eintausch von DDR-Mark zur DM und Euro ab einer bestimmten Summe geteilt wurde. In der Hoffnung mich nicht all zu ungeschickt ausgedrückt zu haben, wurde 1942 geboren, wäre ich für eine Erklärung dieses Sachverhaltes ebenso dankbar.

    1. Sehr geehrte Frau Heidler,
      Ja, es gibt VIELE Ungerechtigkeiten auf dieser Erde. Auch mit dem Verschwinden der DDR. Wollen Sie nun bis zum Ende Ihres Lebens deswegen in Selbstzerfleischung leben? Ich habe verstanden dass es Ihnen wohl um die Höhe der Rente und Witwenrente geht…?Ich bin auch eine Ex-DDR Frau. Hatte keinen Mann , aber 2 Kinder großgezogen…mein StudienAbschluss (5 Jahre Sankt Petersburg ) wurde zum Klopapier – ich war quasi Ungelernt!!!!, dann Entlassung .. Sie können vielleicht nachvollziehen, wieviel ,oder im Klartext , wie wenig ich die sogenannten Rentenpunkte erarbeiten konnte! Wie Herr Stumpf schon schrieb: die eingemauerte DDR ist weg . Wir leben in einem freien Staat.Ich wünschen Ihnen sehr, dass Sie Frieden finden mit dieser und mit IHRER Wirklichkeit.
      Ich (Jahrgang 1954) bin ( trotzalledem )lebensfroh.
      Freundliche Grüße

      1. Hallo, liebe DDR-Frauen;)) ich bin auch Eine!, Am besten, wir richten einen Klage-Mauer ein!! ..;(( Das passt zwar nicht speziell ins Thema, rührt aber einiges auf! Es wird jeder sein Jammerlied singen! Ich bin Jahrgang 53, war alleinerziehend, und mit der Wende fiel auch meine Berufswelt und Existenzgrundlage zusammen. Mein Jobvermittler war ein Stasi-Bonze,der sich ins Arbeitsamt retten ließ, und dort seine Spielchen weitertrieb, aber keine Ahnung von der Materie hatte. Der hat meine Umschulung zur Physiotherapeutin abgelehnt,mit einer diskriminierenden Begründung , hinsichtlich meiner Schwerbehinderung, die ich heute nicht mehr hinnehmen würde. JA!!,das hat mich sehr lange gegrämt, wütend gemacht, meine Unwissenheit und diese Abwertung. Somit war ich seit 1996 bis zur staatlich verorndneten H-4-Zwangsrente 2016 „nur “ im 2.Arbeitsmarkt beschäftigt, Kämpfe und Kriege mit Behörden und Arbeitgebern geführt. Immerhin! Ich hab mir die Butter nicht vom Brot nehmenn lassen, vorher nicht und jetzt auch nicht. Nun bin ich Armutsrentner und hänge weiter an der Nadel der Gesellschaft. Aber nach 30Jahren immer noch in Superlativen denken, wie;.“ ach wenn,.. und ja aber,–..hätte , und …ach wie ungerecht…“ ??–das ändert nichts. Es gibt keine gerechte Gesellschaftsordnung! Wer soll es denn Wem gerecht machen? Es wird immer Oben und Unten geben und die Reibungsflächen. Eines ist klar:“… Vorwärts geht´s immer!,- (egal wohin;)—rückwärts nimmer!!“- sagte Erich und er hatte doch recht!! ODER?
        In diesem Sinne, Frau Heidler; denken Sie an die schönen Jahre, die Ihnen Ihr Beruf geschenkt hat , und dass Sie und Ihr Mann doch gut in der DDR mit dem Verdienst leben konnten. Ich war immer auf das Pfandgeld der Milchflaschen angewiesen. Und jetzt auf die Gnade der Bank.. ich hab den Kapitalismus nicht erfunden,den Kommunismus schon gar nicht. Alles Gute und meine Grüße

    1. Im Prinzip die „Wohngeldbehörde“ der Gemeinde oder des Stadtbezirkes. Aber bei welchem Amt die angesiedelt ist, unterscheidet sich von Kommune zu Kommune. Am besten wenden Sie sich ans Bürgeramt (früher Einwohneramt).

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