Vater und Sohn in der Hängematte
Bild: ArtMarie / GettyImages

Corona hat gezeigt, welchen Wert doch ein eigener Garten haben kann und wie angenehm ein extra Arbeitszimmer ist. Träumst Du auch vom eigenen Haus oder einer schönen Stadtwohnung – und überlegst schon lange, wann der richtige Zeitpunkt für den Kauf ist? Und wie es mit den Immobilienpreisen in Corona-Zeiten eigentlich weitergeht?

Dann bist Du hier richtig: Wir haben für Dich die wichtigsten Daten zu Angebot und Nachfrage auf dem Immobilienmarkt ausgewertet – und sagen Dir, was das für Deine Pläne bedeutet.

Das Angebot an Immobilien nimmt zu

Knapp 300.000 Wohnungen wurden im Jahr 2019 bezugsfertig. Das sind doppelt so viele wie noch 2010. Und die Coronakrise hat die Maurer, Maler und Elektriker der Republik auch in diesem Jahr nicht von der Arbeit abgehalten. Und so kommen jetzt viele frische Angebote auf den Markt.

Die Nachfrage könnte sinken

Umgekehrt meiden viele Menschen in der aktuellen Coronakrise größere Anschaffungen und sind lieber vorsichtig. Das Resultat: Während in den vergangenen Jahren die Nachfrage das Angebot an vielen Orten weit überstieg, haben es Käufer jetzt wahrscheinlich leichter. Es kann aber noch etwas dauern, bis sich das in den Preisen überall bemerkbar macht.

Deshalb hier unsere sechs Tipps für Hauskäufer:

Tipp 1: Jetzt die Suche starten

Wenn Du bisher wirtschaftlich gut durch die Corona-Zeit gekommen bist, solltest Du gerade jetzt schauen, ob es interessante Angebote in Deiner Traumgegend gibt.

Tipp 2: Aber nichts überstürzen

Wirst Du dort nicht fündig, solltest Du Dir aber auch keine Sorgen machen. Die Bauzinsen dürften absehbar erst einmal niedrig bleiben, und die Preise nicht so weiter steigen, wie im letzten Jahrzehnt. Du hast also keinen Druck.

Tipp 3: Corona ändert die Arbeitwelt

Kläre mit Deinem Chef, wie viel Homeoffice in Deiner Firma zukünftig möglich ist. Musst Du nur noch an ein oder zwei Tagen pro Woche ins Büro fahren, dann kannst Du auch in Stadtbezirken suchen, die weiter draußen liegen – und damit günstiger sind. Allerdings kann ein Auto Deine Ersparnis wieder auffressen.

Tipp 4: Arbeitszimmer planen

Ein Arbeitszimmer ist dann sinnvoll. Achte aber darauf, dass Du diesen Preisunterschied nicht gleich wieder verschenkst, indem Du bei der Wohnfläche über die Stränge schlägst. Denke also gut darüber nach, wie viel Platz Du wirklich benötigst.

Tipp 5: Maklerkosten sparen

Wenn Du mit dem Kauf warten kannst bis nach Weihnachten, dann kannst Du in Berlin, Brandenburg, Hamburg, Bremen und Hessen die Hälfte der Maklercourtage sparen. Das sind oft 10.000 Euro oder mehr. Eine Gesetzesänderung, die am 23. Dezember in Kraft tritt, macht es möglich.

Tipp 6: Zinsen vergleichen

Verzichte auch bei einem niedrigen Zinsniveau nie auf den Zinsvergleich. Wenn Du zum Beispiel 300.000 Euro aufnimmst, verteuern nur 0,2 Prozentpunkte mehr Zinsen deinen Kredit im ersten Jahrzehnt um rund 6.000 Euro. Einen guten Vergleich bekommst Du bei Kreditvermittlern wie Dr. Klein*, Interhyp oder Planethome. Mehr dazu in unserem Ratgeber Baufinanzierung.

 

Unsere Ratgeber zur Corona-Krise:

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Verfallene Flugtickets wie Sie zu Ihrem Geld kommen
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Selbstständigewie Sie die Krise überbrücken
ETFs, Gold & Anleihen – was die Krise für Ihre Finanzen bedeutet


Tenhagens Corona-Podcast


Dirk Eilinghoff
Autor

Stand:

Dirk Eilinghoff ist Stellv. Chefredakteur in der Finanztip-Redaktion und zusätzlich als Experte für die Themen Geldanlage und Baufinanzierung zuständig.

9 Kommentare

  1. Danke für den Tipp, bei den Verhandlungen zum Abschluss eines Darlehensvertrags zur Finanzierung eines Immobilienkaufs auch bei einem niedrigen Zinsniveau nie auf den Zinsvergleich zu verzichten. Mein Onkel möchte sich eine eigene Wohnung kaufen und zu diesem Zweck ein Darlehen aufnehmen. Er wird den Tipp beherzigen und auch bei günstigen Zinsen auf den Zinsvergleich nicht verzichten.

  2. Ich finde den Tipp sehr nützlich, dass man eine Wohnung auch in Stadtbezirken suchen kann, die weiter draußen liegen und damit günstiger sind, wenn man nur ein oder zwei Tagen pro Woche ins Büro fahren muss. Mein Onkel möchte sich auch eine neue Wohnung kaufen, die sogar in einer anderen Stadt als sein Arbeitsplatz liegt. Sie ist aber besonders günstig und mein Onkel arbeitet 4 aus 5 Tagen der Woche aus dem Homeoffice.

  3. Danke für die tollen Tipps, zum Haus kauf. Ich würde sehr gerne ein Haus kaufen, jedoch weiß ich leider nicht ob es sich lohnt und was ich zu beachten habe. Ich hätte nicht gedacht, dass so viele Immobilien bezugsfrei geworden sind.

  4. Wir habe uns auch in der aktuellen Zeit dazu entschieden ein Haus zu kaufen und haben ein echtes Schnäppchen gefunden. Der Kaufvertrag wird auch bald erstellt, aber zuvor müssen wir noch die Finanzierung klären. Mir war gar nicht bewusst, dass ein Zinsvergleich so viel Sinn macht, da schon mit wenigen Prozenten ein deutlich höherer Gesamtbetrag zu Stande kommt. Ich werde mir also mal ein paar Angebote einholen, vielen Dank für die Tipps.

  5. Meine Frau und ich überlegen schon länger, ob wir eine Immobilie kaufen sollen. Wenn ich nun aber lese, dass allein 2019 etwa 300.000 Wohnungen bezugsfertig wurden, ist vielleicht auch etwas für uns dabei. Vermutlich muss ich aber auch bei der Planung der eigenen Immobilie für die Zukunft einiges beachten, woran ich vor der aktuellen Lage nicht gedacht hätte. Sowie Tipp 4 beschreibt, ist vielleicht auch für die Zukunft ein Arbeitszimmer sehr sinnvoll. Ich werde das alles nochmal genauer mit meiner Frau besprechen.

  6. Vielen Dank für den Beitrag zum Thema Hauskauf. Mein Bruder möchte seine Immobilie im Ausland verkaufen und ein Familienhaus in seiner neuen Heimat kaufen. Gut zu wissen, dass man aufgrund der aktuellen Lage auch das Homeoffice in die Planung miteinbeziehen sollte.

  7. Wir möchten ein Haus kaufen und ich erkunden mich gerade, worauf ich in der aktuellen Zeit zu achten habe. Mir war gar nicht bewusst, dass die aktuell die Nachfrage sinkt und die Häuser vielleicht im Laufe der Zeit günstiger werden. Dann steht dem Kaufvertrag beim Notar vielleicht nichts im Wege.

  8. Es wird interessant, in welche Richtung sich diese Branche entwickelt. Manche möchten kein Haus kaufen da durch Corona finanzielle Einbußen entstanden sind und andere haben durch Corona gemerkt, dass die Stadtwohnung nicht mehr ausreicht und der Drang nach einem Einfamilienhaus wächst. Guter Artikel!

  9. Ich finde den Hinweis, dass Corona die Arbeitswelt ändert, sehr gut. Wir werden wohl langfristig im Homeoffice bleiben können. Nun überlegen wir, ob wir in Marktredwitz ein Haus kaufen sollen. Der Immobilienmakler hat noch weitere Objekte weiter draußen, die interessant sind. Langfristig möchten wir lange Wege vermeiden.

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