Rübenroder hat einen Strommast umgefahren.
Kompletter Ausfall: Rübenroder hat einen Strommast umgefahren. Bild: Julian Stratenschulte / dpa

Kein Internet? Der Strom ist weg? Oder es riecht nach Gas? Auch große Probleme lassen sich oft am Telefon klären. Mit diesen Tipps kommt alles wieder ins Lot – schnell und ohne viel Stress.

1. Wenn der Strom ausfällt

Ist der Strom nur in manchen Räumen ausgefallen, ist Ihr Vermieter oder die Hausverwaltung der richtige Ansprechpartner. Gibt es in der ganzen Wohnung keinen Strom mehr, rufen Sie die Störungsnummer des Stromnetzbetreibers an. Die ist rund um die Uhr kostenlos erreichbar. Achtung: Ihr Stromanbieter kann Ihnen nicht helfen, nur der Netzbetreiber. Die Nummer finden Sie per Internet-Suche nach „[Ihre Stadt] Stromnetzbetreiber“.

2. Heizung ist Vermietersache

Fällt die Heizung aus, rufen Sie Ihren Vermieter oder die Hausverwaltung an. Wenn kein Wasser mehr kommt, hat ebenfalls der Vermieter für eine Reparatur zu sorgen. Eigenheimbesitzer müssen sich selbst darum kümmern und einen Handwerker beauftragen. Tropft es von der Decke, ist es besonders wichtig, umgehend auch den Vermieter oder die Hausverwaltung anzurufen.

3. Falls das Handy streikt

Ausfälle des Handynetzes zu melden, bringt nicht viel und kostet Sie nur unnötig Zeit. Solche Störungen fallen dem Netzbetreiber schnell auf. Da hilft nur abwarten und von Zeit zu Zeit das Smartphone neu zu starten. Einen Überblick über aktuelle Störungen im Handynetz bekommen Sie zum Beispiel auf allestörungen.de. Falls dort keine Störung Ihres Handynetzes aufgelistet ist, liegt es wahrscheinlich an Ihrem Handy.

4. Bei Gasgeruch besonnen handeln

Riechen Sie Gas in Ihrer Wohnung, bleiben Sie ruhig. Durch die zugesetzten Duftstoffe können Sie schon kleinste Mengen Gas wahrnehmen. Öffnen Sie ein Fenster, nehmen Sie Ihr Handy (ohne es einzuschalten!) und verlassen Sie die Wohnung. Wichtig: Drücken Sie keine Lichtschalter, lassen Sie elektrische Geräte aus. Warnen Sie Ihre Nachbarn durch Klopfen und Rufen. Erst wenn Sie draußen sind, rufen Sie den Entstörungsdienst des Gasnetzbetreibers oder der Stadtwerke an. Oft gibt es eine eigene Nummer für Gas-Störungen. Diese ist rund um die Uhr kostenlos erreichbar. Keine Sorge: Auch wenn Sie unbeabsichtigt einen falschen Alarm auslösen, werden Sie nicht zur Kasse gebeten.

5. Giro- oder Kreditkarte sperren

Haben Sie Ihre Giro- oder Kreditkarte verloren oder wurde sie gestohlen, sollten Sie diese so schnell wie möglich sperren lassen. Das geht unter anderem über die zentrale Sperrhotline 116 116. Sie können sich auch direkt an Ihre Bank wenden.

6. Internet fällt aus oder ist zu langsam

In der heutigen Zeit ist ein Internetausfall (oder zu langsames Internet) fast so schlimm wie ein Stromausfall. Schließen Sie zunächst einige Fehlerquellen aus, indem Sie Ihren Computer per Netzwerkkabel mit dem Router verbinden und beides neu starten. Hilft das nichts, gehen Sie an der Störungshotline Ihres Internetanbieters die Schritte zur Problemlösung durch. Auch wenn Sie manche Sachen schon ausprobiert haben oder zu wissen glauben, dass das nichts bringt, machen Sie es trotzdem. Die Hotline muss nämlich alle Schritte abarbeiten, bevor sie gegebenenfalls einen Techniker losschicken darf.

 

Serie „Überleben in der Hotline“

1. Schneller durchkommen
2. Worauf es beim Telefonat ankommt
3. Verträge am Telefon abschließen
4. Das hilft bei ernsten Störungen
5. So wehren Sie Betrüger ab

 

Daniel Pöhler
Autor

Stand:

Daniel Pöhler war bis Ende 2020 Co-Pilot im Newsletter-Team und gelegentlich als Mobilitäts-Experte von Finanztip unterwegs. Daniel hat Betriebswirtschaft studiert und bei einem Fachmagazin für Telekommunikation volontiert. Seine ausgeprägte Leidenschaft für gute Sprache hatte ihm einen weiteren Job bei Finanztip eingebracht: den des stellvertretenden Textchefs.

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