Phototan
Bild: Finanztip

Derzeit setzen viele Banken eine neue EU-Richtlinie (PSD2) um, die das Online-Banking sicherer machen soll. Für Sie ändert sich da einiges. In dieser Folge erklären wir, was sich bei der Comdirect ändert.

Online-Login und Zahlungsaufträge

Login: Künftig müssen Kunden nicht nur Benutzername oder Kontonummer sowie Passwort eingeben, sondern sich regelmäßig noch über einen weiteren Weg identifizieren. Beim Login fragt die Comdirect dazu alle 90 Tage eine TAN ab .

Zahlungsaufträge: Bereits vor einigen Wochen hat die Photo-TAN die TAN-Liste in Papierform abgelöst. Wenn Sie eine Überweisung losschicken wollen, erscheint auf dem PC eine Grafik, die Sie mit der Photo-TAN-App auf Ihrem Handy fotografieren. Die App übersetzt die Grafik in eine 6-stellige TAN, die Sie auf der Banking-Website eingeben.

Praktisch: Bei Beträgen unter 30 Euro ist keine zusätzliche TAN nötig. Erst bei fünf aufeinander folgenden Zahlungen müssen Sie sich wieder doppelt legitimieren.

Und wenn ich gar kein Smartphone benutze?

Dann bietet die Comdirect* Ihnen zwei Alternativen: Entweder Sie verwenden das mTAN-Verfahren und erhalten jede TAN per Kurznachricht (9 Cent pro SMS) oder Sie nutzen ein separates Photo-TAN-Lesegerät (Kostenpunkt: einmalig 35 Euro).

Kreditkarte

Auch Käufe mit der Kreditkarte im Internet müssen Sie in einigen Fällen zweifach bestätigen – in einem zusätzlichen Fenster mit einer TAN. Manchmal werden Sie auch aufgefordert, einzelne Stellen Ihrer PIN einzugeben, die Sie für das Online-Banking verwenden.

 

 

Serie Sicherheitsregeln fürs Banking

Derzeit passen viele Banken ihre Abläufe an eine neue EU-Richtlinie (PSD2) an. Die soll das Online-Banking sicherer machen, die vielen Umstellungen verwirren aktuell aber viele Bankkunden. Diese Unklarheit nutzen Betrüger aus. Damit Sie nicht im Dunkeln tappen, beschreiben wir, wie unsere Girokonto-Empfehlungen das umsetzen.

1. Comdirect
2. ING
3. DKB
4. Consorsbank
5. Santander
6. Norisbank

 

Max Mergenbaum
Autor

Stand:

Max Mergenbaum geht nicht nur privat gerne auf Reisen, er schreibt auch darüber. Etwa welche Versicherungen Reisende unbedingt abschließen sollten. Max hat bei Finanztip volontiert, inklusive Hospitanz in der Wirtschaftsredaktion des RBB Inforadios. Vorher studierte er Politik, Wirtschaft & Gesellschaft sowie Germanistik. Nach einem Auslandssemester in Canterbury schloss er sein Politik-Studium an der Freien Universität Berlin mit einem Master ab.

5 Kommentare

  1. Die EU schreibt mal wieder vor wie ein Prozess abzulaufen hat! Überläßt es aber den Geldinstituten welchen Weg Sie nehmen?! Die kochen dann jeder ihre eigene Suppe
    und der Kunde kann sehen wie er zurecht kommt.

  2. Ich verstehe die Sicherheit nicht, wenn ich von meinem Smartphone etwas überweise und dann eine PHOTO-TAN verlangt wird, die ja auch von meinem Smartphone generiert wird.
    Kann mir das jemand erklären, warum das sicher ist?

  3. Ich nutze Online-Banking seit bald 25 Jahren und habe noch nie und innerhalb meiner Familie auch noch nie einen Betrugsversuch oder erfolgreichen Betrug an meinen/unseren nicht wenigen Konten gehabt. Also scheint es nur die Dummen zu treffen und wegen denen müssen jetzt Millionen von vernünftigen Bürgern sich diesem Schwachsinn PSD2 unterwerfen. Und jede Bank muss ihr eigenes Süppchen kochen und keine macht es vernünftig. Es kotzt mich an.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

* Was der Stern bedeutet:

Wir wollen mit unseren Empfehlungen möglichst vielen Menschen helfen, ihre Finanzen selber zu machen. Daher sind unsere Inhalte kostenlos im Netz verfügbar. Wir finanzieren unsere aufwändige Arbeit mit sogenannten Affiliate-Links. Diese Links kennzeichnen wir mit einem Sternchen (*).

Bei Finanztip handhaben wir Affiliate-Links aber anders als andere Websites. Wir verlinken ausschließlich auf Produkte, die vorher von unserer unabhängigen Experten-Redaktion empfohlen wurden. Nur dann kann der entsprechende Anbieter einen Link zu diesem Angebot setzen lassen. Geld bekommen wir, wenn Du auf einen solchen Link klickst oder beim Anbieter einen Vertrag abschließt.

Ob und in welcher Höhe uns ein Anbieter vergütet, hat keinerlei Einfluss auf unsere Empfehlungen. Was Dir unsere Experten empfehlen, hängt allein davon ab, ob ein Angebot gut für Verbraucher ist.

Mehr Informationen über unsere Arbeitsweise findest Du auf unserer Über-uns-Seite.