Geldautomat
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Beim Girokonto sind wir alle Gewohnheitstiere. Es soll im Alltag vor allem funktionieren, am besten gar nicht groß auffallen. Ebenfalls nicht auffällig sind die vielen kleinen Kosten, die das Konto verursachen kann. Das läppert sich oft. So manches Institut verlangt sogar eine Gebühr, wenn Sie mit Karte zahlen – was in Zeiten von Corona immer mehr Verbraucher tun. Seien Sie versichert: Bei unseren Konto-Empfehlungen gibt es keine solchen Gebühren.

Das Girokonto ist Dreh- und Angelpunkt Ihrer Finanzen – und der Wechsel der Bank ist mittlerweile leichter, als man denkt. Wenn Sie Ihr Konto online führen, können Sie Kontoauszüge digital sortieren und durchsuchen. Das hilft, einen guten Überblick über die Verträge zu behalten.

Und darauf kommt es bei der Auswahl des richtigen Kontos an:

 

1. Wie leicht komme ich an Bargeld?

25.000 Geldautomaten gehören allein zu den Sparkassen – beim Verbund der Cash Group sind es dagegen bloß 9.000. Da kann es für Kunden der Norisbank oder anderer Cash-Group-Banken schwierig sein, kostenlos an Bargeld zu kommen. Der Verbund Cashpool (unter anderem Targobank, Sparda-Banken und kleinere Privatbanken) hat sogar nur 3.200 Automaten. Viel leichter haben es Kunden etwa der DKB* oder Consorsbank: Sie können mit ihrer Kreditkarte an fast allen Geldautomaten in Deutschland kostenlos abheben.

Allerdings gibt es inzwischen viele Alternativen zu Geldautomaten: In rund 22.000 Geschäften können Sie mit der Girocard bis zu 200 Euro abheben, wenn Sie dort einkaufen – insbesondere in Drogerien oder Supermärkten. Teilweise wird auch eine Kreditkarte akzeptiert.

2. Wo kann ich Bargeld einzahlen?

Bargeld einzahlen können Sie bei Filialbanken ganz selbstverständlich, bei Direktbanken ist es echt schwer. Und über fremde Banken einzuzahlen, ist teuer. Praktisch, wenn die Direktbank mit einer Filialbank verbandelt ist: wie bei der Norisbank. Die erlaubt es, Geld über die Automaten der Deutschen Bank einzuzahlen. Die DKB geht einen anderen Weg: Ihre Kunden können in einigen Läden Geld einzahlen, sie brauchen dazu nur ein Smartphone und die DKB-App. Das kostet ärgerliche, aber vergleichsweise moderate 1,5 Prozent des Einzahlbetrags.

3. Was kostet die Kreditkarte?

Kreditkarten hatten lange keinen guten Stand bei den Deutschen. Kein Wunder, waren sie doch oft teuer. Inzwischen gibt es sie bei vielen Banken kostenlos zum Girokonto dazu, etwa bei der Norisbank* und DKB*. Und inzwischen werden Kreditkarten auch von immer mehr Händlern akzeptiert – selbst für Kleinbeträge.

4. Wo in aller Welt kriege ich Geld?

Wer auf Reisen Geld abhebt oder mit Karte zahlt, muss mit saftigen Gebühren rechnen. Ein paar wenige Banken bieten das aber komplett kostenfrei an: DKB und Norisbank. Bei der DKB geht das mit der Kreditkarte allein (vorausgesetzt, es gehen regelmäßig mindestens 700 Euro auf dem Konto ein). Bei der Norisbank müssen Sie dafür zwischen Girocard und Kreditkarte wechseln. Das gilt auch für die Comdirect*, bei der Sie zurzeit noch kostenlos weltweit Geld abheben können. Wie lange das noch so bleibt, steht nach der Übernahme durch die Commerzbank jedoch nicht fest.

5. Wo kriege ich alles auf einmal?

Wenn Sie in Aktien investieren, brauchen Sie ein Wertpapierdepot. Es gibt günstige Onlinebroker, mit deren Konditionen auch die besten Direktbanken nicht ganz mithalten können. Wenn Sie aber alles aus einer Hand haben wollen, statt den letzten Cent herauszukitzeln, gibt es ein paar gute Kandidaten: Girokonto, Kreditkarte und Depot günstig aus einer Hand bieten DKB* und Comdirect.

Zum Ratgeber

 

 

Finanztip-Serie „Verträge optimieren“:

1.   Abspecken: Diese Versicherungen braucht kein Mensch
2.   Die Grundlage: Ein praktisches und günstiges Girokonto
3.   Strom: Raus aus der teuren Grundversorgung
4.   Internet: Günstiger – und auch schneller
5.   Handy: Tarif prüfen – und Smartphone getrennt kaufen
6.   Gas: Billig wie selten – jetzt wechseln
7.   Haftpflicht: Neue Verträge sind besser
8.   Hausrat: Füttern Sie nicht den Versicherer
9.   Autoversicherung: Mit diesen fünf Tricks kräftig sparen
10. Naturgewalten: So sichern Sie sich gegen Schäden

 

2 KOMMENTARE

  1. Hallo Frau Lietzau
    Warum taucht die IngDiba in ihrer eigentlich nicht vorhandenen Liste nicht auf (ich finde nur DKB,Consors,Noris,Comdirekt; vielleicht habe ich eine übersehen.)
    Eine korrekte Liste ist das nicht.
    Hat sich die IngDiba so verschlechtert?
    BG
    Michael Stockhecke

  2. Sehr geehrte Damen und Herren,
    jahrelang war ich ING DIBA Kundin. V. a., dass man nun jeden Schritt über das Smartphone bestätigen muss und die ab Mai 2020 fällige Kontogebühr waren die wichtigsten Auslöser, dort wegzugehen. Z. B. in Polen hatte ich massive Probleme, auch mit der Master Card der Diba überhaupt Geld abzuheben oder mit sehr hohen Gebühren, EC-Card konnte man vergessen. Der letzte Gültigkeitstag war der Monatsletzte. Am 1. des Folgemonats stellte man noch eine E-Mail in die Postbox. Nicht diese E-Mail, sondern nur den Hinweis darauf erhielt ich und zwar den Kontoauszug des Vormonats betreffend. Wenn die Konten erloschen sind, kann man nicht mehr online oder telefonisch dort hinein, da die Nummern ja nicht mehr gelten. Eine Rufnummer, die unabhängig von der Kontonummer gilt, fand ich nirgends. Eine E-Mail-Adresse, die allgemeingültig ist,also unabhängig vom Konto muss man sehr suchen. Erst dann schickte man mir den letzten Kontoauszug per Post zu. Kostenlos ist so eine Sache, jeder muss ja was verdienen, damit er sein Personal zahlen kann.
    MfG CS

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