Online-Shopping
Bild: NoSystem / Getty Images

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Nicht nur zur Schnäppchenjagd rund um den Black Friday schauen wir Kunden beim Online-Shopping gerne auf den Preis. Das ist gut, denn nur preisbewusste Verbraucher kurbeln die Konkurrenz an – und sorgen dafür, dass die Anbieter uns gute Angebote machen. Dabei sollten Qualität und Service allerdings nicht zu kurz kommen. Orientierung versprechen Gütesiegel. Aber auch davon gibt es Tausende – seriöse und unseriöse. Wir haben für Sie in drei Kategorien seriöse und weitverbreitete Siegel herausgesucht.

1. Auch kleinere Shops können gut sein

In einem Laden vor Ort sehen Sie, ob die Ware wirklich vorhanden ist und zahlen meistens erst dann, wenn Sie das Produkt in Händen halten. Einem Online-Shop sehen Sie hingegen nicht so leicht an, ob er seriös ist. Und ob er überhaupt liefern kann oder will.

Unproblematisch sind in aller Regel Shops, die weithin bekannt sind: Amazon, Otto, Zalando, Media Markt, notebooksbilliger.de, lidl.de, bonprix.de, Cyberport, Saturn und Alternate; um nur die zehn umsatzstärksten zu nennen (Top 100 hier). Vorsicht: Seiten wie Amazon dienen auch anderen Händlern als Marktplatz. Falls Sie nicht bei Amazon direkt kaufen, sondern bei einem Marktplatz-Händler, sollten Sie ganz genau hinschauen – und niemals außerhalb der Plattform bezahlen, etwa per Überweisung.

Auch unbekannte Shops können natürlich seriös sein. Das sind sie in der Regel, wenn sie eines dieser Gütesiegel erhalten haben: Trusted Shops (im Bild unten die 1), TÜV Süd s@fer shopping (2) und EHI geprüfter Online-Shop (3).

Siegel
Bild: Pressebilder der jeweiligen Anbieter [Montage Finanztip]
Die Anbieter dieser Siegel sind Teilnehmer einer Arbeitsgruppe zum Verbraucherschutz, der auch das Bundesministerium für Verbraucherschutz angehört. Sie haben sich zu bestimmten Qualitätskriterien verpflichtet: So gibt es Vorgaben für die Servicequalität der Shops, die das Siegel erhalten, etwa zur „Reaktionszeit auf Anfragen und bei Erstattungen“. Kann der Händler ausnahmsweise nicht fristgerecht liefern, muss der Kunde „unverzüglich benachrichtigt“ werden. Außerdem gibt es Regeln zum Datenschutz und zur Datensicherheit. Beschwerden über den Shop sollen auch die Siegelanbieter entgegennehmen.

Vorsicht: Rund um den Black Friday sind zahlreiche Fake-Shops entstanden. Natürlich kann darauf auch ein Siegel leicht gefälscht werden. Klicken Sie auf das Siegel in einem Shop; dadurch sollten Sie zum Siegelanbieter weitergeleitet werden, der die Echtheit bestätigt. Tut sich nach dem Klick nichts oder öffnet sich eine Seite des Shops, dann handelt es sich wahrscheinlich um eine Fälschung.

2. Sichere Produkte erkennen

Bei bestimmten Produkten ist die Sicherheit enorm wichtig, etwa bei Werkzeug. Viele Kunden gehen davon aus, dass mit dem Schriftzug „CE“ gekennzeichnete Produkte sicher sein müssen (die Abkürzung steht übrigens für Conformité Européenne, Europäische Konformität). Das Problem: Die Hersteller dürfen das Zeichen selbst anbringen, wenn sie der Meinung sind, ihr Produkt entspreche den Vorschriften. Systematisch kontrolliert wird das nicht.

Ein starkes Indiz für ein nicht offizielles Siegel ist natürlich, wenn das Zeichen nicht richtig nachgemacht ist. Im Original-CE-Siegel liegen die beiden Buchstaben auf gedachten, sich berührenden Kreisen, wie die Grafik oben verdeutlicht (Nummer 4). Beim rechten Siegel ist der Abstand zu klein.

Deutlich mehr Aussagekraft hat das Siegel „Geprüfte Sicherheit“ (GS-Zeichen, im Bild oben die 5). Hierfür prüft eine unabhängige Stelle – zum Beispiel der TÜV – ein Muster des Produkts daraufhin, dass es „sicher und gefahrlos benutzt werden kann, wenn es bestimmungsgemäß benutzt wird“. Außerdem kontrolliert die Zertifizierungsstelle, dass das Muster mit den Serienprodukten übereinstimmt. Qualität und Langlebigkeit wird hingegen nicht geprüft.

Das GS-Zeichen ist freiwillig und überwiegend auf Produkten zu finden, die auch gewerblich genutzt werden. Tendenziell gefährliche Sachen von unbekannten Marken ohne GS-Zeichen sollten Sie meiden. Fehlt das Zeichen, ist das aber kein Beweis, dass das Produkt unsicher ist.

Ganz grundsätzlich raten wir zur Vorsicht bei elektrischer Billigware, etwa bei den vielen Amazon- oder Ebay-Shops, die direkt aus China versenden.

3. Echten Ökostrom beziehen

Im Dezember ist auch die Zeit, sich Gedanken um seinen Stromanbieter zu machen. Denn zum Jahresbeginn 2020 erhöhen zahlreiche Anbieter den Preis. Warum nicht gleich die Gelegenheit nutzen und auf saubere Energie umsteigen? Doch Vorsicht: Ökostrom ist nicht gleich Ökostrom. Manche Anbieter kaufen zum Beispiel einfach Wasserstrom aus Norwegen ein, bauen aber selbst keine neuen Ökostromkraftwerke. Besser sind Stromanbieter, die Kapazitäten für saubere Energie ausbauen und Klimaschutzprojekte unterstützen. Erkennen können Sie solche Anbieter an den besonders strengen Labeln „Grüner Strom“ (im Bild oben die Nummer 6) und „Ok-Power“ (7).

Die Siegel stellen außerdem sicher, dass der Anbieter nicht an Atom- oder Kohlekraftwerken beteiligt ist. Etwas weniger streng, aber immer noch empfehlenswert sind die Prüfzeichen der TÜV-Gesellschaften Nord und Süd.

Daniel Pöhler
Autor

Stand:

Daniel Pöhler ist Co-Pilot im Newsletter-Team und gelegentlich als Mobilitäts-Experte von Finanztip unterwegs. Daniel hat Betriebswirtschaft studiert und bei einem Fachmagazin für Telekommunikation volontiert. Seine ausgeprägte Leidenschaft für gute Sprache hat ihm einen weiteren Job bei Finanztip eingebracht: den des stellvertretenden Textchefs.

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