Mobile Payment
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Bargeld oder Karte – das brauchen Sie nicht mehr, wenn Sie schnell mal was kaufen wollen. Inzwischen genügt das Handy, und das haben die meisten immer dabei. Wir zeigen, wie es geht.

Es gibt mehrere konkurrierende Systeme, alle funktionieren ähnlich: Sie hinterlegen in der jeweiligen App Ihre Kredit- oder Girokarten-Daten. Im Laden sagen Sie einfach, dass Sie kontaktlos mit Karte zahlen wollen. Denn das Zahlen mit dem Handy funktioniert auf dieselbe Weise.

Kontaktlos zahlen können Sie in praktisch allen größeren Geschäften. Sie zücken Ihr Handy, entsperren es – zum Beispiel per Fingerabdrucksensor – und halten es an den Kartenleser. Fertig. Erstaunte Blicke inklusive.

Mit diesen Anbietern können Sie per Handy zahlen:

1. Google Pay mit Paypal und Mastercard

Voraussetzungen: Sie besitzen ein Smartphone mit Android (mindestens Version 5.0) und NFC-Chip (haben die neuen fast alle). Außerdem brauchen Sie einen Account bei Paypal und ein Girokonto bei einer beliebigen Bank. In der Google-Pay-App erzeugen Sie eine virtuelle Kreditkarte von Paypal und Mastercard. Ihr Paypal-Konto haben Sie wahrscheinlich bereits mit Ihrem Girokonto verknüpft. Das Geld wird am Ende von diesem Konto abgebucht.

2. Google Pay mit bestimmten Banken

Ohne Paypal-Account funktioniert Google Pay schon seit dem Sommer. Allerdings nur, wenn Sie eine Kreditkarte von einem dieser Anbieter haben: N26, Comdirect, Commerzbank, BW-Bank, Revolut oder Boon. Girokarten (EC-Karten) funktionieren nicht.

3. Auch ohne Kreditkarte: Sparkassen und Volksbanken

Sparkassen-Kunden können sich die App „Mobiles Bezahlen“ seit Ende August kostenlos aus dem Google-Playstore herunterladen. Damit ist es nicht nur möglich, Kreditkarten zu verknüpfen, sondern auch Girocards. Wählen Sie diese Variante, falls Sie US-Unternehmen wie Paypal, Visa oder Mastercard Ihre Zahlungsdaten nicht anvertrauen wollen.

Um als Volksbank-Kunde mit dem Handy zu bezahlen, installieren Sie die VR-Banking-App auf Ihrem Android-Handy und laden Sie die Extrafunktion „digitale Karten“ herunter. Auch damit ist es möglich, sowohl Kredit- als auch Girokarten zu nutzen.

4. Apple Pay

Apple ließ seine deutschen Kunden ganz schön lange zappeln: Der Bezahldienst Apple Pay startete hierzulande erst Mitte Dezember. Die Voraussetzungen: Sie benötigen ein iPhone 6 oder neuer – und eine teilnehmende Bank oder einen bestimmten Kartenanbieter. Zu Beginn sind das unter anderem die folgenden: Deutsche Bank, Comdirect, N26, Hypovereinsbank, Boon und Fidor-Bank. Falls gewünscht, kann auch die Apple Watch genutzt werden. Dann zahlen Sie buchstäblich im Handumdrehen.

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3 KOMMENTARE

  1. Guten Tag Herr Pöhler,
    weshalb haben Sie die mobile Bezahllösung von Payback nicht in Ihrem Artikel berücksichtigt?
    Bei vielen Läden die bei Payback mitmachen, kann man mit QR Code und hintetlegter Bankverbindung bezahlen.
    Danke für Ihre Erläuterung.

  2. Guten Tag Herr Pöhler,
    ein Ausblick auf die nächsten 1-2 Jahre fehlt mir in Ihrem Artikel. Vielleicht gibt es kommende Dienste, auf die es sich zu warten lohnt?
    Grüße

  3. Ich nutze Apple Pay mittlerweile regelmäßig und habe bei den meisten Geschäften positive Erfahrungen gemacht. Auch kleine Beträge zahle ich mittlerweile so. Manchmal ist auf den Terminals noch nicht die neueste Software installiert, dann gibt es Fehlermeldung. Aber in 95% gehts und ich bin immer wieder aufs Neue begeistert, wie einfach und schnell das klappt. Wundere mich, warum das bei uns noch nicht mehr Leute nutzen, die Verkäufer sind zwar über die Möglichkeit meist informiert, haben aber auf Nachfrage meinerseits bisher ganz selten Kunden, die so zahlen wollen. Habe übrigens die American Express Payback-Karte hinterlegt, mit der ich dann sogar bei nicht Payback-Partnern Punkte sammele.

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