Fahrrad
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Hoffentlich wird es nicht geklaut! Für viele ist das die größte Sorge, wenn das neue Fahrrad vor der Tür steht. Manche kaufen sich deshalb nicht mal mehr ein gutes. Und was ist, wenn es bei einem Unfall kaputt geht? Das wäre schon ärgerlich – vor allem bei einem teuren E-Bike. Doch Du kannst die Sorgen vergessen: Wenn Du es richtig versicherst. Denn es gibt tatsächlich gute Angebote, das konnten wir in unserem aktuellen Test wieder feststellen.

Punkt 1: Manchmal genügt schon die Hausratversicherung

Wenn Du eine Hausratversicherung hast, ist Dein Fahrrad, wie Dein Besitz gegen Diebstahl, Feuer und Wasser versichert. Jedoch nur in engen Grenzen. Die mögliche Entschädigung ist meist auf 1 Prozent der Versicherungssumme gedeckelt. Hast Du also 50.000 Euro Deckung vereinbart, sind die Räder Deines Haushaltes zusammen bis 500 Euro versichert. Hast Du also zwei Räder, ist jedes nur bis 250 Euro abgesichert. Manche Anbieter legen auch feste Summen fest, oft liegt diese bei 750 Euro bis 1.000 Euro.

Wird Dein Rad allerdings draußen gestohlen, ist es nicht versichert – das gilt selbst im Hinterhof. Die Hausrat steht für den Verlust nur ein, wenn ein Dieb irgendwo einbrechen musste, zum Beispiel in den Keller.

Punkt 2: Hausrat plus mit Fahrradklausel

Enthalten die Versicherungsbedingungen Deiner Hausrat eine spezielle Fahrradklausel, dann zahlt sie auch, wenn Dein Rad draußen geklaut wird (und fest angeschlossen war). Das gilt auch nachts, falls eine andere Klausel das nicht ausschließt. Außerdem kannst Du dann eine höhere Versicherungssumme vereinbaren. Allerdings wird dadurch Deine Hausrat auch teurer: Bei einem Fahrradwert von über 1.000 Euro ist der Aufpreis in der Regel zu hoch, als dass sich diese Variante noch lohnt. Dann fährst Du mit einer eigenen Fahrradversicherung besser.

Fahrräder
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Punkt 3: Rundumschutz speziell fürs Rad

Eine Fahrradversicherung schließt Du über den genauen Wert des Rades ab. Hier ist Diebstahl immer abgesichert, solange es mit einem geeigneten Schloss fest angekettet war. Bei den Anbietern bekommst Du auch Kosten erstattet, wenn Dein Rad durch einen Unfall oder ein Unwetter zerstört wird – oder einfach nur repariert werden muss. Denn diese Fahrradversicherungen bieten einen Vollkaskoschutz – ähnlich wie beim Auto. Falls Du ein E-Bike fährst, kannst Du auch den übermäßigen Verschleiß Deines Akkus oder Schäden durch Bedienungsfehler oder Feuchtigkeit absichern.

Punkt 4: Den richtigen Tarif finden

Wir empfehlen, dass Du eine Versicherung nimmst, die in allen oben genannten Fällen zahlt. Die maximale Entschädigungssumme sollte dem entsprechen, was Du beim Neukauf ausgeben musst. Also nicht dem Zeitwert, denn dieser sinkt mit jedem Jahr. Außerdem sollte bei Diebstahl neben dem Rad selbst auch Zubehör und Gepäck bis 1.000 Euro versichert sein.

Punkt 5: Auf günstige Beiträge achten

Neben der Leistung solltest Du auch auf die Beitragshöhe schauen, denn die Preisunterschiede sind sehr groß, wobei die Leistungen bei den teuren Anbietern meist nicht besser sind. Wieviel die Versicherung kostet, hängt vor allem vom Wert Deines Drahtesels ab. Ein 1.200 Euro teures Citybike kannst Du schon für 54 Euro pro Jahr versichern – bei unserer Empfehlung, der GVO. Die Ammerländer Fahrradversicherung bietet fast gleiche Leistungen und ist vor allem für E-Bikes günstig, die Versicherung FahrSicher* bietet guten Schutz zu günstigen Preisen vor allem für konventionelle Räder.

Übrigens: Inzwischen gibt es mehr Fahrradversicherer als noch vor einigen Jahren, das konnten wir im aktuellen Test in diesem Sommer feststellen. Und es gibt eine ganze Reihe gute Angebote zu günstigen Preisen. Unsere alten Empfehlungen Waldenburg und Pergande & Pöthe konnten da preislich nicht mehr mithalten – auch wenn sie weiterhin gute Leistungen bieten.

Zum Ratgeber

Henriette Neubert
Autor

Stand:

Henriette Neubert schreibt als Redakteurin bei Finanztip über Sachversicherungsthemen, wie Haftpflicht, Wohngebäude, Hausrat und Rechtsschutz.

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