Europcar
Bild: IMAGO / Arnulf Hettrich

Auch in diesem Jahr sind Mietwagen knapp und teuer. An beliebten Ferienorten in Spanien wie Mallorca, Ibiza oder Alicante sind die Preise drei- bis viermal so hoch wie vor Corona. Wo ein Leihauto früher im Schnitt für 20 Euro am Tag zu haben war, musst Du heute 80 Euro hinlegen, das zeigt eine Preisanalyse von billiger-mietwagen.de. Wir haben ein paar Tipps zusammengestellt, wie Du mit der Kostenexplosion umgehen kannst.

Punkt 1: Buche so früh wie möglich

Früh heißt dieses Jahr wirklich früh – buche so früh, wie es nur geht. War es früher kein Problem ein, zwei Wochen vorher noch gute Angebote zu finden, sind jetzt mitunter schon acht Wochen vorher alle günstigen Wagen weg. So erging es einer Finanztip-Mitarbeiterin, die für England zwei Monate vorher keine Sechs-Tage-Miete mehr unter 940 Euro fand. Das ist genauso viel, wie ihr Hotel kostete.

Wenn Du Deine Reise also ohnehin ein halbes Jahr im Voraus buchst, dann buche den Mietwagen gleich im Anschluss. Wir empfehlen dafür die beiden Vergleichsportale Check24* und billiger-mietwagen.de*.

Punkt 2: Flexibilität ist Trumpf

Dein Reiseland steht noch nicht sicher fest? Prima. Dann denk mal über Malta, die Türkei, Schweden oder Norwegen nach. Denn dort sind die Preise laut einer Auswertung von Check24 noch vergleichsweise niedrig.

Bild: Alexander_Photo / GettyImages

Punkt 3: Buche nicht für den ganzen Urlaub

Falls Du das Auto nicht zwingend brauchst, um zum Ferienhaus zu kommen, lohnt es sich inzwischen, den Wagen nur für ein paar Tage zu mieten – und dabei die Stoßzeiten zu meiden. Statt zwei Wochen am Stück durchs Land zu fahren, unternimmst Du vielleicht besser Tagesausflüge – und zwar innerhalb eines kurzen Zeitraums. Die übrige Zeit kannst Du Dich auf die nähere Umgebung konzentrieren.

Punkt 4: Vergleiche Car-Sharing in großen Städten

Sharenow, der größte Car-Sharing Anbieter in Deutschland, ist auch in neun weiteren europäischen Städten vertreten: in Wien, Amsterdam, Mailand, Rom, Turin, Madrid, Paris, Budapest und Kopenhagen. Falls Dich Deine Reise in eine dieser Städte führt und Du wie oben beschrieben den Wagen nur für kurze Zeit nutzen möchtest, kannst Du Mietwagen- und Car-Sharing-Angebote vergleichen. Denk daran, dass Du das Car-Sharing-Auto wieder innerhalb des Geschäftsgebiets abstellen musst, die Selbstbeteiligung oft hoch ist und die Freikilometer begrenzt sind. Dafür fallen häufig keine Gebühren für Kraftstoff an, und Extras wie Navi und Automatikgetriebe sind standardmäßig dabei.

Punkt 5: Die Bahn ist vielerorts besser als ihr Ruf

Es muss ja vielleicht nicht immer ein Mietwagen sein: In vielen Urlaubsländern lässt es sich auch mit dem Zug komfortabel reisen. Mit einem Interrail-Länderpass zum Beispiel kannst Du innerhalb eines Zeitraums so viele Züge nutzen, wie Du willst. Der Italien-Pass für acht Tage etwa kostet für ein Pärchen oder eine Familie mit zwei kleinen Kindern 480 Euro.

Auch wenn Du günstig einen Mietwagen ergatterst: Immer wieder gibt es Ärger bei Buchung, Abholung oder Rückgabe. Wir haben die wichtigsten Tipps zusammengefasst in unserem großen Ratgeber.

Zum Ratgeber

Max Mergenbaum
Autor

Stand:

Max Mergenbaum geht nicht nur privat gerne auf Reisen, er schreibt auch darüber. Etwa welche Versicherungen Reisende unbedingt abschließen sollten. Max hat bei Finanztip volontiert, inklusive Hospitanz in der Wirtschaftsredaktion des RBB Inforadios. Vorher studierte er Politik, Wirtschaft & Gesellschaft sowie Germanistik. Nach einem Auslandssemester in Canterbury schloss er sein Politik-Studium an der Freien Universität Berlin mit einem Master ab.

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