Altersvorsorge
Bild: PIKSEL, GettyImages

Die liebe Rente treibt uns Deutsche ganz schön um. Einmal im Jahr schickt die gesetzliche Rentenversicherung allen angestellt Beschäftigten die Renteninformation. Wir wissen dann, welche Brutto-Rente wir im Alter zu erwarten haben, wenn wir zum jetzigen Gehalt weiterarbeiten würden.

Derzeit rechnet die Bundesregierung damit, dass ein typischer Rentner noch 48 Prozent des aktuellen Durchschnittseinkommens an Rente bekommt – gerechnet nach Sozialabgaben, aber es muss noch versteuert werden. Nun werden in der Rente weniger Steuern fällig. Üppig ist das trotzdem nicht. Es ist also besonders wichtig, die sogenannte Rentenlücke zu schließen. Dazu müssen Sie zunächst für sich entscheiden, wie viel Geld Sie im Alter monatlich einmal brauchen.

Ein Beispiel: Nehmen wir an, Sie sind 30 Jahre alt und haben noch 37 Jahre bis Renteneintritt. Sie verdienen wie der Durchschnitt (rund 39.000 Euro brutto im Jahr). Dann müssten Sie im Monat gut 350 Euro zurücklegen, um später drei Viertel Ihres heutigen Nettoeinkommens als Rente auf dem Konto zu haben. Falls Sie Ihr Geld gut anlegen und eine Rendite erzielen, die 2 Prozentpunkte höher ist als die Inflation, dann würden gut 190 Euro im Monat genügen. Legen Sie bereits so viel Geld zurück? Wenn nicht, lohnt es sich, darüber nachzudenken.

Natürlich treffen wir für dieses Beispiel einige Annahmen. Als Daumenregel gilt: Wenn Sie im Alter nur die gesetzliche Rente beziehen, versuchen Sie, über mindestens 30 Jahre etwa 15 Prozent Ihres Nettogehalts renditeorientiert anzulegen – zum Beispiel aufgeteilt auf einen weltweit ausgerichteten Aktienfonds und gutes Festgeld.

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Sara Zinnecker
Autor

Stand:

Sara Zinnecker war bis Juni 2020 Finanztip-Redakteurin im Team Bank & Geldanlage. Nach ihrem Volontariat an der Georg von Holtzbrinck-Schule für Wirtschaftsjournalisten schrieb sie beim Handelsblatt über Geldanlage und Altersvorsorge. Zuvor studierte Sara Zinnecker in Nürnberg, Italien und Portugal internationale Volkswirtschaftslehre mit Diplom-Abschluss, arbeitete bei Lokalzeitungen sowie der Süddeutschen Zeitung.

1 Kommentar

  1. wie sollen bitte angehende zukünftige Rentner, dle über das Renteneintrittsalter hinaus mit einer Hypothek belegt sind, oder horrende Mieten zahlen müssen, auch noch zusätzlich vorher ein Viertel vom Einkommen für die Rentenlücke ansparen, wir leben in einem Land voller Traumtänzer, nicht jeder wohnt bei Mami und Papi für lau und könnte so sparen.
    was soll das ganze sparen, wenn ein Pflegeplatz später im Heim teurer ist als eine zu erwartende Rente nach 45 Arbeitsjahren.
    Was soll das sparen, wenn der Staat sowieso von diesem Geld auch wieder Steuern kassiert.
    es ist wie mit dem Hund, der sich im Kreis dreht und versucht seinen eigenen Schwanz zu fangen.
    Aber Hauptsache wir schimpfen uns Sozial, der Staat prasst mit dem Geld der Steuerzahler rum für irgendwelche dubiisen Projekte und unseren Hartz lV lern geht’s dabei besser als manchen Rentnern nach einem langen Arbeitsleben

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