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Der Countdown für die Abgabe Deiner Steuererklärung 2021 läuft (wenn Du sie abgeben musst). In Teil 3 unserer Steuer-Serie (Teil 1, Teil 2) zeigen wir Dir anhand eines Interviews mit einer fiktiven Familie noch ein paar letzte Tipps zum Steuern sparen.

Teil 3: Familie, 2 Kinder, Einfamilienhaus im Grünen

2021 war ein anstrengendes Jahr für Caroline, Ronald und ihre beiden Töchter. Caroline war wie 2020 längere Zeit in Kurzarbeit, das Geld war knapp. Ronald hat deshalb Anfang des Jahres einen besser bezahlten Job angenommen – der aber 200 km weit weg ist. Also hat er dort eine kleine Wohnung gemietet und pendelt seitdem an den Wochenenden. Eine satte Steuererstattung würde die Familienkasse deutlich entlasten.

Jörg von Finanztip: Ronald, hat sich der neue Job für Euch wenigstens finanziell gelohnt?

Ronald: Ja, wir sind dadurch ganz gut über die Runden gekommen, trotz der Ausgaben mit der zusätzlichen Wohnung.

Jörg von Finanztip: Und diese Ausgaben kannst Du jetzt auch noch von der Steuer absetzen! Doppelte Haushaltsführung nennt sich das. Und das betrifft nicht nur die monatliche Miete – bis 1.000€ dürfen das übrigens sein. Auch bis zu 5.000€ für die Einrichtung in der Zweitwohnung und die Umzugskosten zählen.

Dann noch die Fahrtkosten für die Heimfahrten und für die ersten drei Monate eine Pauschale für Verpflegungskosten. Das sind pro Tag 28€ – ganz egal, wie viel Du für Essen und Trinken ausgegeben hast. Also richtig viele Werbungskosten.

Caroline: Hört sich gut an. Ich hab leider nicht so viel beizutragen, immerhin war ich im zweiten Halbjahr nach Kurzarbeit null wieder in meiner 30-Stunden-Stelle.

Jörg von Finanztip: Kurzarbeitergeld ist zwar steuerfrei. Sind es mehr als 410€, verpflichtet das aber zu einer Steuererklärung, aber das wisst Ihr schon aus 2020. Was bei Euch überlegenswert wäre: getrennte Steuererklärungen, sogenannte Einzelveranlagungen. Meist fahren Paare mit einer gemeinsamen Steuererklärung zwar besser, aber in Eurem Fall könnte das ungünstiger sein.

Ronald: Und woher wissen wir das?

Jörg von Finanztip: Ist ganz einfach: Nehmt eine gute Steuersoftware. Dort könnt Ihr bequem durchspielen, was sich für Euch mehr lohnt und gute Tipps zum Steuern sparen bekommt Ihr auch noch. Wir empfehlen die Programme Wiso Steuersparbuch 2022*, Tax 2022 Professional* und Steuersparerklärung Plus 2022*. Für einfache Fälle passen auch Smartsteuer* und die Apps Steuerbot* und Taxfix*.

Caroline: Gut zu wissen. Können wir noch mehr von der Steuer absetzen?

Jörg von Finanztip: Klar doch. Ihr habt schließlich zwei kleine Töchter im Kita-Alter. Die Betreuungskosten in der Kita könnt Ihr zu zwei Dritteln absetzen, maximal 4.000€ und zwar für jedes Kind. Kindergeld habt Ihr schon bekommen, aber bei der Steuererklärung wird auch noch automatisch geprüft, ob Euch die Kinderfreibeträge steuerlich nicht sogar mehr bringen.

Zudem habt Ihr Euch was gegönnt und die Zimmer im oberen Stockwerk malern lassen. Diese Ausgaben sind Handwerkerleistungen, die Ihr zu 20% geltend machen könnt. Allerdings nicht die Tapeten und die Farbe, sondern nur die Arbeits- und Fahrtkosten. Und Ihr braucht eine Rechnung und solltet diese per Überweisung bezahlt haben.

Ronald: Ja, das haben wir zum Glück genauso gemacht.

Jörg von Finanztip: Vergesst auch nicht, Eure Versicherungsbeiträge einzutragen. Also die für Rente, Krankenkasse, Pflegeversicherung und Arbeitslosenversicherung sowie Eure private Altersvorsorge, Haftpflicht und Berufsunfähigkeit. Eine gute Steuersoftware fragt das auch ab.

Caroline: Wie ist das eigentlich bei meinen Eltern, die sind schon Rentner. Müssen die auch die Steuererklärung machen?

Jörg von Finanztip: Das hängt davon ab, wie hoch die Rente ist. In der Regel wird sich das Finanzamt melden, wenn die Steuer gemacht werden muss. Aber schaut einfach mal in diesen Ratgeber zur Rentenbesteuerung rein. Dort lässt sich in einer Grafik ablesen, bei welcher Rentenhöhe eine Steuererklärung Pflicht ist.

Zwei Sachen hab ich noch: Wenn es jetzt finanziell wieder besser läuft, denkt vielleicht auch mal über eine energetische Sanierung Eures Hauses nach. Das ist recht alt und Ihr könntet nicht nur massiv Energie sparen, sondern auch noch jede Menge Steuern. Apropos Haus, habt Ihr Euch schon um die Grundsteuererklärung gekümmert?

Caroline: Nein, das ist doch bestimmt auch wieder so kompliziert.

Jörg von Finanztip: Nein, ist es in Eurem Fall nicht. Ihr müsst dafür auch keine Software kaufen, denn mit unserer Ausfüllhilfe schafft Ihr das locker.

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