Mit einem weltweiten Aktien-ETF und einem kostenlosen Wertpapierdepot bist Du mit Deiner Geldanlage im Grunde sehr gut aufgestellt. Es kann aber sein, dass Deine Bank oder Dein Broker Gebühren für einen ETF-Sparplan verlangt, also bei jeder Sparrate.

Das Problem dabei: Die Gebühr wird von der Sparrate abgezogen, sodass Du jeden Monat immer ein bisschen weniger Geld zum Anlegen hast und so auch weniger ETF-Anteile nachkaufen kannst.

Beispiel: Deine monatliche Sparrate beträgt 400€. Bei einer durchschnittlichen Jahresrendite von 7% sammeln sich so nach 20 Jahren rund 204.200€ an – ohne Gebühr und vor Steuern. Je höher die Ordergebühr, desto weniger kommt später dabei raus:

  • Szenario 1: Dein Broker verlangt 0,2% pro Sparrate, das sind in unserem Beispiel gerade mal 0,80€. Nach 20 Jahren wären das immer noch gut 203.800€, nur 400€ weniger als ohne Ordergebühr. Auf 20 Jahre gesehen ist das nicht so viel.  
  • Szenario 2: Dein Broker verlangt 2,5% pro Sparrate, das sind jetzt schon 10€. Nach 20 Jahren befinden sich so 199.100€ im Depot, satte 5.100€ weniger.

So kannst Du die Ordergebühr selbst beeinflussen

Es gibt noch ein drittes Szenario: Nämlich, wenn Dein Broker keine prozentuale, sondern eine pauschale Ordergebühr verlangt, z.B. 1,50€ pro Order. Jetzt kommt es auf Dein Sparintervall an:


Auf Sicht von 20 Jahren oder mehr ist ein viertel- oder halbjährlicher Sparplan kein Problem: Denn auf so lange Zeiträume senkt ein monatlicher Sparplan Dein Risiko kaum mehr als einer, der nur alle paar Monate ausgeführt wird.

Kleine Ordergebühren, wie in unserem Szenario 1, fallen dagegen kaum ins Gewicht. Am besten ist es aber natürlich, es fallen erst gar keine Ordergebühren an.

Mit unserem ETF-Rechner findest Du ganz einfach einen ETF-Sparplan, der bei Deinem Depotanbieter kostenlos ist. Du kannst Dir aber auch einen neuen Depotanbieter suchen und Dein Depot umziehen. Wie das geht und welche wir empfehlen, liest Du in unserem Ratgeber.

 

Janna Wörner
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