Kleiderschrank
Bild: kupicoo, iStock.com

„Second Hand“-Klamotten sind Ramsch und Trödel? Nicht unbedingt. Wir haben uns auf speziellen Online-Plattformen jenseits von Ebay umgeschaut, auf denen Nutzer gebrauchte Kleidung kaufen und verkaufen können. Die Anbieter wollen unsere „Kleiderschränke vernetzen“ – und dabei landen auch viele hochwertige Stücke auf den Plattformen. Wir fanden zum Beispiel nur einmal anprobierte Schuhe („Fehlkauf“) oder kaum getragene Kleider zu sehr guten Preisen.

Einer der größten Marktplätze für Second-Hand-Bekleidung ist Kleiderkreisel. Kauf und Verkauf sind grundsätzlich gebührenfrei. Eine Absicherung gibt es dann allerdings nicht. Auf Nummer sicher gehen Sie mit dem optionalen Käuferschutz. Er kostet 4 Prozent vom Artikelpreis (ohne Versandkosten) plus 70 Cent. Macht bei einem 150-Euro-Anzug zum Beispiel knapp 7 Euro.

Auch mit Käuferschutz können Sie sich Ärger ersparen, indem Sie vor dem Kauf nachlesen, wie andere Nutzer den Verkäufer bewertet haben. Hat der Verkäufer schlechte Bewertungen, kaufen Sie besser nicht bei ihm.

Eine ähnliche Plattform ausschließlich für Frauen ist Mädchenflohmarkt. Kaufen können Sie ohne Zusatzkosten; die Verkäuferin zahlt allerdings 10 Prozent Provision. Beschädigte oder falsch beschriebene Artikel können Sie zurückgeben, wenn Sie sich innerhalb von 72 Stunden nach Erhalt bei der Plattform beschweren.

Worauf es beim Verkauf ankommt

Wie viele Ihrer Kleidungsstücke tragen Sie wirklich noch regelmäßig? Wahrscheinlich längst nicht alle, die in Ihrem Schrank hängen. Trennen Sie sich davon – das tut gut und bringt noch etwas Geld ein. Damit Sie einen fairen Preis erzielen, beachten Sie diese Tipps:

1. Gute Fotos
Das wichtigste sind gute Bilder in natürlichem Licht. Machen Sie mindestens zwei Aufnahmen: Ein Foto des ausgebreiteten Kleidungsstücks und eines mit den Details, wichtig vor allem bei Stoffmustern. Sogenannte Tragefotos, auf denen Sie die Kleidungsstücke anhaben, sind besonders gefragt. Achten Sie darauf, dass Ihr Gesicht darauf nicht zu sehen ist.

2. Klare Beschreibung
Beschreiben Sie die Kleidung ehrlich und setzen Sie einen fairen Anfangspreis fest. Andere Nutzer können sie anschreiben und verhandeln. Überlegen Sie sich vorher, wie weit runter Sie gehen wollen und lehnen Sie unverschämte Angebote höflich ab.

3. Plaudern hilft
Die Second-Hand-Plattformen fungieren auch als eine Art Soziales Netzwerk. Es kann Spaß machen, sich mit anderen Nutzern über die neuesten Mode-Trends auszutauschen und Leute mit ähnlichem Geschmack kennenzulernen. Stimmt die Chemie mit dem Käufer, wird er Ihre Preisvorstellung eher akzeptieren. Das ist wie im Laden auch.

1 KOMMENTAR

  1. Ich kann auch die App „Zalando Wardrobe“ empfehlen. Derzeit zwar nur für Damen aber ich habe einiges losbekommen, welches bei ebay lange Zeit ein Ladenhüter war. Außerdem ist es weniger aufwändig, als wenn man die Artikel einzeln einstellen und beschreiben muss.

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