Bahnhof
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Wer öfter mit der Bahn reist, kennt das: Beim Buchen gilt es, einen guten Kompromiss zu finden zwischen Fahrzeit und Sparpreis. Mit dem „Sparpreis-Finder“ hilft die Bahn allen, die bei der Reise zeitlich flexibel sind, eine günstige Verbindung zu finden. Ein guter Service, finden wir.

Doch es gibt eine kleine Falle: Die Option „Schnelle Verbindungen bevorzugen“. Wenn Sie die „Reiseauskunft“ oder den „Sparpreis-Finder“ zur Buchung nutzen, dann ist diese Option automatisch angehakt. Auf Ihrem Handy bemerken Sie die Einschränkung nicht einmal, dort ist der Haken in den „Optionen“ versteckt. Und wenn Sie erst im Suchergebnis sind, zeigt auch die Webversion des „Sparpreis-Finders“ zwar viele Optionen zum Filtern an, nicht aber die „schnellen Verbindungen“.

Diese Option führt dazu, dass langsamere, aber günstigere Optionen nicht immer angezeigt werden, sobald zur selben Zeit eine schnellere Verbindung vorfügbar ist. Ein Beispiel: Wir haben zwei Tage im Voraus nach der Verbindung Dresden–Essen für einen Freitag gesucht (um die sechs Stunden Fahrzeit). Mit der Option haben wir für den ganzen Tag 21 Verbindungen angezeigt bekommen, ohne waren es mehr als doppelt so viele, nämlich 47.

Wer zum Beispiel einen Zug gegen halb zwölf sucht, sieht mit Haken nur den Zug für 132 Euro. Ohne Haken zeigt sich zusätzlich eine Verbindung mit zweimal umsteigen (Hannover und Leipzig) statt einmal (Berlin), eine halbe Stunde mehr Fahrzeit – aber 42 Euro günstiger. Für die Ersparnis könnten Sie in der Extrazeit fürstlich im Zugrestaurant speisen – und hätten noch etwas übrig.

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2 KOMMENTARE

  1. finanztipp ist eine grossartige sache. gerade als rentner, mit geringer einnahme. auch die mietminderungsratgeber. ein treffer! danke ihnen allen für ihre mühe. weiterempfehlen. alleine das zeit abo, macht mir freude.

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