Auszubildende müssen viele finanzielle Entscheidungen treffen
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Ein neuer Job ist immer eine Herausforderung. Das gilt besonders für den ersten Job. Jetzt im August und September starten die meisten in ihre Ausbildung.

Manche Azubis müssen mit 600 Euro auskommen. Das kann ganz schön eng sein. Falls Sie Unterstützung brauchen für die erste eigene Wohnung, greift vielleicht das Arbeitsamt mit der Berufsausbildungsbeihilfe unter die Arme.

Als Berufsschüler ohne eigenes Gehalt bekommen Sie übrigens zwischen 213 Euro und 504 Euro Bafög im Monat. Also nicht vergessen, den Bafög-Antrag abzugeben. Vorausgesetzt, die Eltern verdienen nicht zu viel.

Große Sprünge lassen sich mit dem Geld nicht machen. Deshalb sollten besonders Azubis jede Sparmöglichkeit nutzen:

1. Das Geld sollte nicht auf einem besonderen Einsteiger-Konto landen, sondern auf einem Girokonto, das dauerhaft kostenlos bleibt.

2. Die Kosten für die Haftpflicht können Sie sich schenken. Kinder sind bis zum Ende ihrer ersten Berufsausbildung im Vertrag der Eltern versichert.

3. Viele übernehmen die alte Krankenversicherung ihrer Eltern. Sinnvoller wäre es, mit dem Finanztip-Ratgeber gleich bei einer preiswerten Krankenkasse zu starten. Dazu müssen Sie nicht auf gute Leistungen verzichten.

4. Im Kino, Museum und Schwimmbad zahlen Sie mit Azubi-Ausweis oft wesentlich weniger. Gleiches gilt für Theater und Konzerte. Also ruhig an der Kasse nachfragen. Zur Not reicht oft auch ein formloses Schreiben vom Arbeitgeber. Auch im Nahverkehr gibt es vergünstigte Abos.

5. Preiswerte Handytarife mit Allnet-Flat und ordentlich Surfvolumen lassen sich für einen Zehner im Monat ergattern. Selbst mit besonderen Rabatten für junge Leute kommt man da nur selten drunter.

6. Und wer in der eigenen Bude lebt, sollte sich um günstige Verträge für Strom und Gas kümmern, anstatt sich im Grundversorgungstarif abziehen zu lassen.

Königsklasse ist, wenn Sie so gut haushalten, dass neben Miete, Essen und Fahrticket am Ende des Monats noch was übrig bleibt. Und wer noch bei den Eltern lebt, muss vielleicht nicht jeden Monat gleich das ganze Gehalt auf den Kopf hauen. Denn so verstaubt es klingen mag: Es lohnt sich, von Anfang an was zur Seite zu legen.

Für später sparen

1. In der Ausbildung erscheint nur wenig so weit entfernt wie die Rente. Doch gerade in den ersten Berufsjahren schlägt die staatliche Riester-Förderung besonders stark zu Buche. Riestern bedeutet, 175 Euro im Jahr mitnehmen oder ungenutzt liegen lassen.

2. Auch wenn der Arbeitgeber eine betriebliche Altersvorsorge anbietet, sollte das Schreiben nicht gleich in der untersten Schublade verschwinden. Oft lohnt sich das.

3. In vielen Ausbildungsverträgen ist eine Extrazulage zum Sparen vereinbart. Wenn Sie die sogenannten vermögenswirksame Leistungen (VL) anlegen, können Sie zusätzliches Geld vom Staat einstreichen – bis zu 123 Euro jährlich. Wo es günstige Depots für die VL gibt, haben wir erst im Juli 2018 geprüft.

4. Und wer zwischen 16 und 25 Jahren 512 Euro pro Jahr in einen Bausparvertrag einzahlt, bekommt eine jährliche Förderung von 45 Euro vom Staat oben drauf.

Bausparvertrag und Riester-Rente – für viele ist das zwar der Inbegriff von Spießigkeit. Doch fragen Sie mal Ihre Eltern: So mancher hat später bereut, nicht rechtzeitig ein wenig auf die Seite gelegt zu haben.

Arne Düsterhöft
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