Regenbogen über Windrädern
Bild: Christian Charisius / dpa

Gute Nachrichten für Dich beim Strompreis! Nachdem die Preise immer weiter gestiegen sind, zeichnet sich nun die Trendwende ab. Das hat vor allem einen Grund: Die Ökostrom-Umlage fällt 2021 und auch 2022 – denn die Bundesregierung nutzt die Einnahmen aus der CO2-Steuer auf Erdgas oder Heizöl, um die Umlage zu senken. Deine Ersparnis dürfte sich erstmal im niedrigen zweistelligen Euro-Bereich bewegen.

Ob die sinkenden Kosten bei Dir ankommen, entscheidet aber letztlich Dein Stromanbieter. Senkt er seine Preise nicht, lohnt sich für Dich ein Tarifvergleich. Die Chancen stehen gut, dass Du anderswo ein günstigeres Angebot findest. Der Finanztip-Stromrechner zeigt Dir standardmäßig Tarife an, die verbraucherfreundlich sind.

Die Preise für Stromtarife ohne Bonuszahlung sind bereits seit März dieses Jahres um 5 bis 7 Prozent gefallen. In Bonustarifen haben sich die Preise sogar um rund 20 Prozent verringert. Hauptgrund: Die Beschaffungspreise für Strom waren in diesem Jahr sehr niedrig und sind weiter günstig. Ein weiterer Grund, zu vergleichen!

Nur in manchen Regionen Deutschlands wirst Du leider keine Entlastung beim Strompreis spüren, etwa in Mecklenburg-Vorpommern, in Teilen Nordrhein-Westfalens oder in Berlin. Dort steigen die Kosten für den Stromtransport stärker als die Ökostrom-Umlage fällt. In einigen Teilen Bayerns und Hessens sowie in Kiel und Bremen sinken dagegen auch die Netzentgelte. Dort bedeutet das rund 20 Euro geringere Kosten im Jahr (bei einem Verbrauch von 2.500 Kilowattstunden). Wie es in Deiner Region aussieht, kannst Du unten in der Tabelle nachschauen.

Die EEG-Umlage und die Offshore-Netzumlage fallen zum Jahreswechsel. In manchen Regionen sinken auch die Netzentgelte, in anderen steigen sie. Wir haben für 25 Regionen ausgerechnet, inwieweit sich die Stromkosten dadurch verringern oder erhöhen.

Veränderung der Kosten bei 2.500 Kilowattstunden Stromverbrauch im Jahr 2021

Stadt/Region Netzbetreiber Minderkosten/Mehrkosten
Bayern Bayernwerk – 29 Euro
München und Umgebung SWM Infrastruktur – 24 Euro
Hessen, Niedersachsen, Thüringen, Nordrhein-Westfalen Energienetz Mitte – 24 Euro
Kiel und Umgebung SW Kiel Netz – 23 Euro
Bremen und Bremerhaven Wesernetz (Bremen) – 21 Euro
Frankfurt/Main Netzdienste Rhein-Main – 20,50 Euro
Niedersachsen und Sachsen-Anhalt Avacon – 17,50 Euro
Paderborn und Umgebung Westfalen Weser Netz – 16,50 Euro
Nürnberg und Umgebung N-ergie Netz – 15,50 Euro
Schleswig-Holstein Schleswig-Holstein Netz – 13,50 Euro
Düsseldorf Düsseldorfer Netzgesellschaft – 8 Euro
Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern Edis – 5 Euro
Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Thüringen Mitnetz – 5 Euro
Thüringen TEN Thüringer Energienetze – 3,50 Euro
Dortmund Dortmunder Netz – 3 Euro
Baden-Württemberg Netze BW – 2,50 Euro
Leipzig Netz Leipzig – 2 Euro
Hannover und Umgebung enercity Netzgesellschaft – 2 Euro
Rheinland-Pfalz Energienetz Mittelrhein – 1,50 Euro
Hamburg Stromnetz Hamburg + 1 Euro
Augsburg und Umgebung LEW Verteilnetz + 2 Euro
Berlin Stromnetz Berlin + 7,50 Euro
Stuttgart Stuttgart Netze + 7,50 Euro
Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg Wemag Netz + 11 Euro
Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Saarland Westnetz + 11.50 Euro

Die Kostendifferenz ergibt sich aus den ab 2021 geltenden Netzentgelten, Messstellenentgelten sowie den sinkenden Kosten für die EEG-Umlage und die Offshore-Netzumlage gegenüber dem Jahr 2020. Die Beträge sind auf 50 Cent gerundet.

Quelle: Finanztip-Recherche auf Basis der vorläufigen Netzentgelte in 25 großen Verteilnetzgebieten in Deutschland (Stand: 15. Oktober 2020)

Ines Rutschmann
Autor

Stand:

Ines Rutschmann ist unsere Energie-Expertin und widmet sich allen Fragen, die sich Verbraucher rund um Strom und Heizen stellen. Über den Strommarkt berichtete sie erstmals 2005 für die Leipziger Volkszeitung. Danach war sie für den Deutschlandfunk und das Solarstrom-Magazin Photon tätig. Ines ist Diplom-Ingenieurin (FH) und hat einen Masterabschluss in Energiemanagement.

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