Strandurlaub
Bild: Frommeyer-Brand / Getty Images

Aus dem exotischen Urlaub unter Palmen wird diesen Sommer wohl nichts mehr. Gerade erst hat die Bundesregierung beschlossen, die weltweite Reisewarnung bis mindestens 14. Juni zu verlängern. Aber was ist mit einem Sommerurlaub in Deutschland? Ganz vorsichtig lockern Bund und Länder die Beschränkungen. Wäre es da nicht sinnvoll, sich ein gutes Plätzchen zu sichern, bevor alles ausgebucht ist?

Erste positive Anzeichen sind da. Viele Bundesländer haben bereits grobe Pläne entwickelt: Meist dürften zunächst nur die Zweitwohnungsbesitzer kommen, dann Mieter von Ferienwohnungen – im letzten Schritt würden dann auch Hotels und Pensionen wieder Gäste empfangen können. Nur konkrete Zeitpläne gibt es noch nicht.

Die Sehnsucht nach einem Tapetenwechsel ist wohl dieses Jahr so groß wie nie. Und Deutschland hat viel zu bieten: Sie können sich an den Stränden der Ostsee vergnügen, am Rhein entlangwandern, am Bodensee sonnen, an der Havel im Hausboot übernachten – oder Alpengipfel erklimmen.

Wenn Sie jetzt Ihren Sommerurlaub buchen wollen, sollten Sie unbedingt auf die Stornierungsbedingungen achten.

Wenn man sich im Internet nach Ferienwohnungen umsieht, findet man vielerorts noch die gängigen Stornoregeln, nach denen man bis etwa 30 Tage vor Anreise noch kostenlos stornieren kann. Danach wird es oft teuer. Sie könnten also zum Beispiel für Juli buchen, müssen aber schnell reagieren, falls die Einschränkungen verlängert werden.

Oder setzen Sie sich mit dem Besitzer der Ferienwohnung in Verbindung und einigen sich auf eine kürzere Frist. Eine kleine Stichprobe von uns ergab, dass manche Vermieter den Kunden angesichts der Umstände entgegenkommen – und eine kostenlose Stornierung bis eine Woche vor Reisebeginn ermöglichen. Lassen Sie sich das vorab schriftlich bestätigen, etwa per E-Mail. Achten Sie darauf, dass der Anbieter seinen Geschäftssitz in Deutschland hat (Impressum oder E-Mail-Signatur).

Viele Hotels zeigen sich noch flexibler. Die großen Hotelketten wie Motel One, Hilton Honors oder Event Hotels bieten Tarife an, die eine kostenlose Stornierung bis einen Tag vor Anreise oder sogar bis zum Anreisetag selbst erlauben. Zahlen müssen Sie oft erst bei Ankunft. Damit sind Sie auf der sicheren Seite.

Wie die Landesregierungen sicherstellen werden, dass sich die Menschen nach einer Lockerung nicht an den Stränden stapeln, bleibt abzuwarten. Im schlimmsten Fall werden bestimmte Beschränkungen auch wieder verschärft, falls die Zahl der Neuinfektionen wieder steigt. Mit flexiblen Stornobedingungen können Sie aber jetzt ohne Reue buchen. Mit etwas Glück klappt der Sommerurlaub ja doch noch.

Hoffen wir das Beste.

 

Unsere Beiträge zur Corona-Krise:

1. Neue Reisewarnung – wann Sie kostenlos stornieren können
2. Maskenpflicht – was Sie über Masken wissen müssen
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Max Mergenbaum
Autor

Stand:

Max Mergenbaum geht nicht nur privat gerne auf Reisen, er schreibt auch darüber. Etwa welche Versicherungen Reisende unbedingt abschließen sollten. Max hat bei Finanztip volontiert, inklusive Hospitanz in der Wirtschaftsredaktion des RBB Inforadios. Vorher studierte er Politik, Wirtschaft & Gesellschaft sowie Germanistik. Nach einem Auslandssemester in Canterbury schloss er sein Politik-Studium an der Freien Universität Berlin mit einem Master ab.

2 Kommentare

  1. Sehr geehrte Frau Heinel,

    das stimmt. Nach deutschem Recht, müssen Sie nicht für eine Unterkunft bezahlen, die Sie nicht erreichen können. Trotzdem ersparen Ihnen flexible Buchungsbedingungen möglicherweise den Ärger, Ihr Recht im Nachhinein beim Anbieter durchzusetzen. Außerdem können Sie auch stornieren, falls Ihnen die Einschänkungen vor Ort zu stark sein sollten.

    Mit freundlichen Grüßen
    Max Mergenbaum

  2. Wenn die Anreise zur Ferienwohnung nicht möglich ist, wie aktuell in Mecklenburg Vorpommern, dann sollte doch die Buchung auch kurzfristig storniert werden können, da die gebuchte Leistung nicht in Anspruch genommen werden kann.

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