Urlaub mit Auto
So entspannt kann Urlaub mit dem Auto sein. Bild: RomanBabakin / GettyImages

Flüge, Bahn- und Kreuzfahrten kommen dieses Jahr für viele nicht infrage – zu viele Leute, zu wenig Abstand. Was bleibt, ist das Auto, der traditionelle Urlaub, mit dem die meisten von uns groß geworden sind. Machen Sie aus der Not eine Tugend! Mit dem Auto lässt sich bequem eine Rundtour machen. In jedem Fall sind Sie flexibler. Wir zeigen, worauf es dabei ankommt.

1. Flexibel buchen

Der wichtigste Tipp vorab: Egal ob Hotel, Ferienwohnung oder Campingplatz – buchen Sie möglichst Angebote, für die Sie nichts anzahlen müssen und die Sie kostenlos stornieren können, falls sich die Lage ändert. Die Corona-Ausbrüche unter anderem in mehreren Schlachthöfen haben gezeigt, dass sich Urlaubspläne schnell zerschlagen können.

2. Günstig ein Auto mieten

Während Landbewohner sich zwischen Erst- und Zweitwagen entscheiden müssen, besitzen viele Städter gar kein Auto mehr. Wer sich im Bekanntenkreis keins borgen kann, braucht einen Mietwagen: Günstige Anbieter finden Sie auf Portalen wie billiger-mietwagen.de*, Check24* oder happycar.de*. Geben Sie bereits auf dem Portal alle gewünschten Extras (etwa Klimaanlage oder Automatik) und Versicherungen an. Am besten wählen Sie Vollkasko ohne Selbstbeteiligung mit Zusatzschutz für Glas, Reifen, Unterboden und Dach. Vor Ort beim Vermieter sollten Sie sich dann keine teuren Zusatzversicherungen aufschwatzen lassen. Wenn Sie Ärger mit dem Mietwagen haben, hilft Ihnen dieser Ratgeber.

Übrigens: Auf billiger-mietwagen.de finden Sie auch Wohnmobile. Die dürften aber sehr begehrt sein.

3. Hilfe bei Panne und Unfall

Wenn Sie mit dem eigenen Auto fahren, sollten Sie an die Pannenhilfe denken. Nichts ist ärgerlicher, als fernab der Heimat liegenzubleiben. Pannenhilfe bieten ein günstiger Schutzbrief von Ihrer Kfz-Versicherung oder eine Mitgliedschaft im Autoclub. Falls Sie ins Ausland fahren, packen Sie einen europäischen Unfallbericht ein. Er enthält Ausfüllhilfen in mehreren Sprachen. Die internationale Versicherungskarte (grüne Karte) benötigen Sie dagegen in der EU nicht mehr.

4. Bußgelder vermeiden

Informieren Sie sich im Internet über Höchstgeschwindigkeiten und Alkoholgrenzen am Zielort. In vielen europäischen Ländern gilt 0,5 Promille (in Teilen Osteuropas 0,0 Promille) sowie 120 bis 140 km/h auf Autobahnen. Achtung: In den Niederlanden wurde das Autobahn-Tempolimit vor kurzem auf 100 km/h gesenkt (tagsüber von 6 bis 19 Uhr, nachts 130 km/h).

In vielen Staaten der EU müssen Sie eine Vignette kaufen, bevor Sie Autobahnen und Schnellstraßen befahren dürfen. Die Zehn-Tages-Vignette für Österreich kostet beispielsweise 9,40 Euro. Sie bekommen sie etwa an Tankstellen und Raststätten, müssen dort aber unter Umständen Schlange stehen. Eine digitale Vignette online zu kaufen, ist bequemer. Wichtig: Diese ist erst 18 Tage nach Kauf gültig. Ohne Vignette nur über Landstraßen zu tuckern, lohnt sich wegen des massiven Zeitverlustes eher nicht.

5. Auto kontrollieren

Bevor es losgeht, prüfen Sie unbedingt Licht, Ölstand, Wischwasser und Luftdruck. Den Luftdruck müssen Sie wahrscheinlich erhöhen, weil der Wagen mit Gepäck deutlich schwerer ist. Orientieren Sie sich am oberen Ende der Herstellerempfehlung; das spart auch etwas Sprit. Vergessen Sie nicht, auch das Reserverad im Kofferraum aufzupumpen! Falls es kein Reserverad gibt, sollte ein Notfallset für die Reifenreparatur immer dabei sein. Ein Verbandskasten ist Pflicht in Deutschland (Ablaufdatum prüfen), Warnweste und Feuerlöscher sind empfehlenswert (in manchen Ländern Pflicht).

Beim Beladen gilt: Schwere Gepäckstücke kommen in den Kofferraum nach ganz unten, die Hutablage bleibt immer frei. Hier abgelegte Gepäckstücke könnten sonst bei einer Vollbremsung zum tödlichen Geschoss werden. Dachaufbauten wie Koffer, Surfbrett oder Fahrräder verändern den Schwerpunkt des Autos. Fahren Sie entsprechend vorsichtig.

Ein letzter Tipp: Dieses Jahr werden deutlich mehr Menschen mit dem Auto in den Urlaub fahren, entsprechend viele, lange und ungewöhnliche Staus kann es geben. Nutzen Sie die Staumeldungen etwa von Google Maps. Und fahren Sie tendenziell morgens ganz früh los, dann ist es meist noch nicht so voll.

Wir wünschen Ihnen einen schönen Urlaub!

Daniel Pöhler
Autor

Stand:

Daniel Pöhler arbeitet am Newsletter und wirkt als stellvertretender Textchef an der sprachlichen Qualität der Finanztip-Texte mit. Seine redaktionellen Schwerpunkte sind Mobilität und Digitales. In seinem Volontariat bei einem Münchner Fachmagazin hat er erfahren, wie die Telekommunikations-Branche und der Handel ticken. Daniel hat ein Diplom in Betriebswirtschaft von der Universität Bayreuth.

2 Kommentare

  1. Neben der Vignette kann man bei der Asfinag auch gleich die Maut für die Tunnel oder Pässe (z. B. Brenner) kaufen. Man fährt dann auf einer extra Spur links an allen anderen vorbei und die Schranke öffnet sich automatisch nach Scan des Nummernschilds. Tolle Sache!

  2. Ein Tip: wenn man sich unter https://shop.asfinag.at/ einPickerl für Österreich kaufen möchte, das keine Wartezeit von 18 Tagen hat, dann muss man sich im Dialog nicht als „Konsument“ (voreingestellt), sondern „Unternehmer) deklarieren. Dazu die drei horizontalen Striche rechts oben anklicken. Viel Erfolg!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

* Was der Stern bedeutet:

Wir wollen mit unseren unabhängig recherchierten Empfehlungen möglichst viele Menschen erreichen und ihnen mehr finanzielle Freiheit ermöglichen. Daher sind unsere Inhalte kostenlos im Internet verfügbar. Unsere aufwendige redaktionelle Arbeit finanzieren wir so:

Unsere unabhängigen Experten untersuchen regelmäßig Produkte und Dienstleister. Nur wenn sie dann ein besonders verbraucherfreundliches Angebot empfehlen, kann der entsprechende Anbieter einen Link zu diesem Angebot setzen lassen. Solche Links kennzeichnen wir mit einem Sternchen (*). Geld erhalten wir, wenn Sie diesen Link z.B. klicken oder beim Anbieter dann einen Vertrag abschließen. Ob und in welcher Höhe uns ein Anbieter vergütet, hat keinerlei Einfluss auf unsere Empfehlungen. Was Ihnen unsere Experten empfehlen, hängt allein davon ab, ob ein Angebot gut für Sie als Verbraucher ist.

Mehr zu unserer Arbeitsweise lesen Sie hier.