Paar mit Auto sucht nach dem Weg.
Bild: Dean Mitchell / iStock.com

Ganz egal, ob Sie mit dem Nahverkehr, dem eigenen Auto oder dem Mietwagen unterwegs sind – so kommen Sie günstiger zum Ziel:

1. Das passende Ticket für den Stadturlaub

In so mancher fremden Stadt kann es zu einer wahren Herausforderung werden, den Bus- und Bahnplan zu verstehen. Dabei kann das richtige Ticket ordentlich Geld sparen. In London gibt es beispielsweise die Visitor Oyster Card, die eine günstige Alternative zu einzelnen Fahrscheinen ist. In Lissabon können Sie mit der Viva-Viagem-Karte preiswert Bus, U-Bahn und sogar einige Regionalzüge nutzen. Reiseführer und Website des örtlichen ÖPNV geben oft gute Tipps, wie Sie am günstigsten durch Ihre Urlaubsstadt kommen. Auch der Gang in die gute alte Touristen-Information lohnt sich.

2. Sehenswürdigkeiten vorher buchen

Was haben die Uffizien in Florenz, das Louvre in Paris und die Eremitage in St. Petersburg gemeinsam? Sie können bei allen drei begehrten Wahrzeichen Stunden in der Warteschlange vermeiden, wenn Sie die Tickets schon vorher bestellen. Das geht auch online und auf Deutsch. Einige Sehenswürdigkeiten müssen Sie sogar Wochen vorher reservieren, um überhaupt hineinzukommen. Auf die Freiheitsstatue in New York oder die Gefängnisinsel in San Francisco zum Beispiel kommen Sie nur, wenn Sie sich früh einen Termin sichern.

3. Das Auto schon vor der Reise mieten

Mit einem Mietwagen sind Sie an Ihrem Urlaubsort mobil, selbst wenn Sie kein eigenes Auto besitzen. Mieten Sie Ihr Auto möglichst schon in Deutschland übers Internet. Da sich die Angebote der Mietwagen-Firmen erheblich unterscheiden, nutzen Sie am besten Mietwagenportale wie billiger-mietwagen.de*, Check24* oder happycar.de*. Dann können Sie im Vorfeld Preise und Konditionen vergleichen und kommen günstiger weg. Teilweise kriegen Sie über die Portale bessere Konditionen und Preise als auf der Website des Anbieters.

4. Vollkasko ohne Wenn und Aber für den Mietwagen

Achten Sie beim Mietwagen unbedingt auf einen guten Versicherungsschutz. Bei der Vollkasko gibt es sehr oft Ausschlüsse für Reifen, Unterboden und Glas. Wählen Sie außerdem ein Angebot ohne Selbstbeteiligung. Manche Verleiher sind äußerst kleinlich, wenn bei der Rückgabe kleine Schrammen oder Ähnliches auffallen. Beim Autodiebstahl ist die Selbstbeteiligung außerdem oft besonders hoch. Zuweilen bieten die Autoverleiher vor Ort keinen Tarif ohne Selbstbeteiligung. Dafür springen aber einige der Mietwagenportale ein, wenn Sie die Versicherung gleich mitbuchen.

5. Keine Versicherung unterjubeln lassen

Passen Sie auf, dass nicht aus Versehen Extra-Kosten entstehen, weil Ihnen am Schalter unnötige Zusatzleistungen untergejubelt werden. Machen Sie sich lieber direkt beim Buchen Gedanken darüber, welche Versicherungen und welche Extras Sie wollen, und holen später das Auto nur noch ab.

Falls Sie eine Kfz-Haftpflichtversicherung haben, schauen Sie mal in die Bedingungen: Manche decken auch Schäden im europäischen Ausland ab. Mit einer solchen Mallorca-Police können Sie den Mietwagen auch mit geringer Haftpflichtdeckung buchen.

6. Mietwagen kurzfristig günstiger

Und noch ein Spartrick zum Mietwagen: Werfen Sie kurz vor Abreise nochmal einen Blick auf die Preise. Manchmal kriegen Sie den Wagen kurzfristig billiger. Das Gute bei Mietwagenbuchungen: Sie können in aller Regel bis kurz vor Abreise die alte Buchung kostenlos stornieren.

Worauf Sie beim Mietwagen sonst noch alles achten müssen, können Sie in unserem Ratgeber nachlesen.

7. Günstig tanken in Deutschland

Solange Sie in Deutschland mit Ihrem Auto unterwegs sind, können Sie Geld beim Tanken sparen, wenn Sie Folgendes beachten: Tanken ist abends günstiger als morgens. Der beste Zeitpunkt liegt in etwa zwischen 20 und 21 Uhr. Vermeiden Sie es, an Autobahnen zu tanken, da Sie hier fast immer wesentlich teurer fahren. Nutzen Sie Tank-Apps wie clever-tanken.de oder Mehr-Tanken, um eine günstige Alternative zu finden.

8. Günstigere Pannenhilfe als vom ADAC

Wenn Sie mit dem Auto in den Urlaub fahren, ist es gut, eine Pannenhilfe zu haben, die auch im Ausland gilt. Traditionell gehen Autofahrer in Deutschland zum ADAC. Aber das muss nicht sein. Günstiger gibt es die Pannenhilfe über einen Schutzbrief bei Ihrer Kfz-Versicherung. Falls Sie den nicht bekommen, weil Ihr Auto schon älter ist, dann können Sie auch beim Automobilclub BAVC* (Bruderhilfe Automobil- und Verkehrsicherheitsclub) Mitglied werden. Dort gibt es die Pannenhilfe preiswerter als beim ADAC. Vergleichen Sie ruhig mal.

 

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Max Mergenbaum
Autor

Stand:

Max Mergenbaum schreibt in der Redaktion über Reise und Versicherungen. Das dafür nötige Rüstzeug erwarb er sich während eines Volontariats bei Finanztip inklusive Hospitanz in der Wirtschaftsredaktion des RBB Inforadios. Max studierte Politik, Wirtschaft & Gesellschaft sowie Germanistik an der Ruhr-Universität Bochum. Nach einem Auslandssemester in Canterbury schloss er sein Politik-Studium an der Freien Universität Berlin mit einem Master ab.

6 Kommentare

  1. Das allergrößte Problem bei Mietwagen in den USA ist, dass selbst die besten KFZ Haftpflichtversicherungen nur bis zu einer Summe von 2Mio $ gedeckelt ist. In einem Land in dem man für am Kaffee „verbrannte“ Lippen schon Millionen an Schadensersatz von mc Donalds bekommen kann sind 2Mio$ Deckelung Peanuts. Da kann ein mittelschwere Unfall einen Touristen ganz schnell in die Insolvenz treiben…

  2. Aus Erfahrung: Happycar vermittelt auch Anbieter die zwischen unverschämt und unseriös tangieren. Unverschämt weil für eine Mietrate von rund 100€ eine Kaution von rund 1400€ fällig werden. Was man natürlich erst am Schalter erfährt. Unseriös weil nicht nur die üblichen Upgrades (Wagenklasse, Versicherungen) versucht werden unterzukriegen, sondern man eine nicht vollständige Erklärung für Zusatzpakete bekommt.
    MfG
    Gottfried Palinkas

    1. Sehr geehrter Herr Palinkas,
      natürlich gibt es bei Vergleichsportalen auch schwarze Schafe, da die Portale kaum kontrollieren, wen sie anzeigen. Es geht erstmal nur um den Preis. In dieser Hinsicht dürfte sich Happycar nicht großartig von anderen Portalen unterscheiden. Als Kunde sollten Sie aber noch mehr Faktoren heranziehen und die Filtermöglichkeiten nutzen. Das günstigste Angebot ist selten das beste. Dass Mietwagenfirmen versuchen, vor Ort Upgrades zu verkaufen, ist ebenfalls sehr stark verbreitet. Hier heißt es: Standhaft bleiben und sich nichts andrehen lassen, das man nicht will oder nicht braucht. Mehr Infos finden Sie in unserem Ratgeber: https://www.finanztip.de/mietwagen/

      Mit freundlichen Grüßen
      Max Mergenbaum

  3. Schon vor einem Jahr habe ich hier den Hinweis gegeben, das es eine günstige und einfache Alternative In London zur Visitor Oyster Card gibt. Ich nutze schon seit Jahren in London meine aktuelle Kreditkarte an den Sperren. Die eigene Kreditkarte hat die gleiche Funktion wie die Oyster Card, d.h. es wird nur der entsprechende Tarif bis zur Tageshöchstgrenze abgebucht. Auch die Londoner nutzen für den öffentlichen Nahverkehr zumeist die Kreditkarte. Diesen Hinweis finden Sie auch im Internet bei den Verkehrsbetrieben.
    MfG
    Karl-Heinz Stimberg

    1. Kann ich nur bestätigen, vor einer Woche haben wir London besucht. Bei jeder Fahrt einfach die Kreditkarte gegen den Leser halten und man kommt rein. Keine Registrierung und nichts nötig und man kann trotzdem sich alle Fahrten der letzten zwei Wochen im Internet anschauen. ich war absolut begeistert wie einfach es funktioniert und verstehe nicht wieso es nicht überall so geht…

    2. Vielen Dank für den Hinweis! Tatsächlich gibt es seit 2014 die Möglichkeit kontaktlos in öffentlichen Verkehrsmitteln in London zu bezahlen. Es gelten dieselben Tarife wie bei der der Oystercard. Vorteil: Sie müssen keine eigene Karte kaufen und sparen sich die 5 Pfund Grundgebühr (die Sie bei Rückgabe der Karte allerdings erstattet bekommen). Nachteil: Sie sehen nicht direkt, wie viel Ihnen pro Fahrt abgebucht wird. Dazu müssen Sie schon online in Ihre Kreditkartenabrechnung schauen. Und: Sie müssen sichergehen, dass Sie eine Kreditkarte haben, bei der keine Fremdwährungsgebühren in Großbritannien anfallen.

      Freundliche Grüße
      Max Mergenbaum

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