Sturmschaden
Bild: Wiesbaden112, dpa

Es gibt gute Nachrichten: Die meisten Unwetterschäden im vergangenen Jahr waren versichert. Das steht im neuen Naturgefahrenreport der Versicherungswirtschaft. Fast alle Wohngebäude in Deutschland sind demnach gegen die Folgen von Sturm und Hagel abgesichert. Gut so. Denn das Risiko ist groß. 2018 lagen die Schäden bei über 1,8 Milliarden Euro. Allerdings sind in der Zahl nicht nur Schäden an Autos, Wohngebäuden und Hausrat enthalten, sondern auch Industrie, Gewerbe und Landwirtschaft.

Insgesamt hat der Versicherungsverband Unwetterschäden von 3,1 Milliarden Euro ausgemacht. Die Versicherer warnen in ihrem Report: Zehn Millionen Hausbesitzer haben ihre Häuser nicht gegen Starkregen, Hochwasser, Erdbeben und Vulkanausbrüche versichert. Wir verstehen diese „Warnung“ eher so, dass die Versicherer hierfür noch mehr Verträge verkaufen wollen. Die Schäden durch Wasser, Erdbeben und Vulkane hielten sich mit etwa 115 Millionen Euro in Grenzen.

Wollen Sie sich gegen solche Naturgewalten absichern, können Sie einen Baustein „erweiterte Naturgefahren“, „Elementarschäden“ oder auch „Elementarschutz“ oft zubuchen – etwa in der Wohngebäudeversicherung oder der Hausrat. Doch nicht jeder braucht das. Und der Extra-Schutz ist teuer: Unser Vergleich von Wohngebäudeversicherungen hat gezeigt, dass der Vertrag dann im Schnitt 48 Prozent mehr kostet.

Wohnen Sie in einem Gebiet, in dem solche Gefahren wahrscheinlich sind, ist eine Elementarschadenversicherung durchaus sinnvoll. Einen Eindruck, wie gefährlich Ihr Wohnort ist, erhalten Sie im Kompass Naturgefahren. Ob Risikozone oder nicht: Machen Sie unbedingt einen Preisvergleich, bevor Sie Ihre Versicherung erweitern.

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Kathrin Gotthold
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Kathrin Gotthold achtet darauf, dass bei Finanztip auch komplexe Themen einfach und verständlich erklärt werden. Als Textchefin sorgt sie für den richtigen Ton. Zusätzlich schreibt sie über Versicherungen. Vor Finanztip arbeitete Kathrin als Verbraucherjournalistin für große deutsche Medienhäuser, u.a. die Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ), die Berliner Morgenpost und die Welt-Gruppe. Dort verantwortete sie das Ressort Verbraucherfinanzen. Vor ihrem Leben als Journalistin arbeitete sie als Rechtsanwältin.

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