ETF
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ETF- und Fonds-Besitzer finden dieser Tage vielleicht ein Schreiben von ihrer Bank im Briefkasten oder im Online-Postfach – wie vergangene Woche von der ING-Diba. Werfen oder klicken Sie es nicht weg, denn es geht um etwas Wichtiges: die neue Vorabsteuer. Die müssen Sie erstmals für 2018 auf Erträge aus Fonds und ETFs zahlen. Künftig wird die Steuer jedes Jahr fällig.

Nach einer bestimmten Formel errechnet sich ein eher geringer Basisertrag für die Abgeltungssteuer. Wie viel Steuer Sie zahlen, hängt stark von der Höhe Ihres Depotguthabens zum Jahresbeginn 2018 ab. Hat Ihr Aktienfonds ordentlich Gewinn gemacht, können Sie bei 100.000 Euro Guthaben mit einigen hundert Euro Vorabsteuer rechnen. Bei 10.000 Euro dürfte die Steuer eher im zweistelligen Bereich liegen. Hat Ihr Fonds im Lauf des Jahres Dividenden ausgeschüttet, ist die Steuer nochmal deutlich geringer.

Wichtig: Richten Sie rechtzeitig einen Freistellungsauftrag ein – dann wird keine Steuer abgeführt, solange der Betrag darunter liegt. Schauen Sie ansonsten, dass Ihr Konto Anfang 2019 gedeckt ist. Im Ratgeber zur Investmentsteuerreform haben wir einige Beispiele für Sie zusammengestellt. Schauen Sie dort nach, wenn Sie Ihre Vorabsteuer einschätzen wollen. Das Thema können Sie auch in der Finanztip-Community diskutieren.

Zum Ratgeber

Sara Zinnecker
Autor

Stand:

Sara Zinnecker war bis Juni 2020 Finanztip-Redakteurin im Team Bank & Geldanlage. Nach ihrem Volontariat an der Georg von Holtzbrinck-Schule für Wirtschaftsjournalisten schrieb sie beim Handelsblatt über Geldanlage und Altersvorsorge. Zuvor studierte Sara Zinnecker in Nürnberg, Italien und Portugal internationale Volkswirtschaftslehre mit Diplom-Abschluss, arbeitete bei Lokalzeitungen sowie der Süddeutschen Zeitung.

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