Fische an Leine
Bild: IMAGO / agefotostock

Paypal teilt Dir mit, dass es sein „Web-Sicherheitssystem aktualisiert“ hat. Deine Bank erinnert Dich daran, dass in Deinem Online-Banking dringende Post auf Dich wartet. Klingt plausibel. Sind aber heimtückische Fallen. 

Datendiebe verschicken sogenannte Phishing-Mails mit dem Ziel, Deine persönlichen Anmeldedaten abzugreifen. Sie geben vor, Deine Bank oder Dein Online-Shop zu sein. Layout und Mail-Text sehen täuschend echt aus. Genau das wird vielen Leuten zum Verhängnis. 

Auf diese Weise können Kriminelle zum Beispiel mit Deinen Eingaben Dein Bankkonto räumen – bis tief in den Dispo. Mit unseren fünf Tipps schützt Du Dich davor.

 

 

1. Lass Dich nicht unter Druck setzen

Phishing-Angreifer fordern Dich auf, dringend etwas zu erledigen, warnen vor einer „Gefahr“: Du sollst sofort etwas tun, sonst wird Dein Konto gesperrt. Ein großer Button in der Mail führt Dich auf eine gefälschte – aber echt aussehende – Website. Dort musst Du Dich nur schnell einloggen. Wer rasch handelt, denkt nicht nach – und hat schon sein Passwort preisgegeben.

 

2. Kontrolliere Absender und Empfänger

Vertraue keinem Absender, von dem Du ansonsten keine Mails bekommst. Häufig wählen Datendiebe Banken oder Online-Banking-Plattformen als Pseudo-Absender: Die Adressen sind dem Original zwar ähnlich, meist ist jedoch ein Buchstabe oder Zeichen anders. Schau Dir deshalb immer die genaue Absender-Adresse sowie den Header an (siehe Beispielbild). 

In der Regel ist den Angreifern Dein Name nicht bekannt. Deshalb ist die Anrede oft unpersönlich. Deine richtige Bank spricht Dich stets mit Namen an. 

 

Bild: Finanztip

 

3. Achte auf sprachliche Mängel

Häufig kommen die Angriffe aus Ländern, in denen die Täter sicher vor den deutschen Strafverfolgern sind. Deshalb wird der Mail-Text mit einem Sprachprogramm ins Deutsche übersetzt. Phishing-Mails strotzen oft vor Rechtschreibfehlern und merkwürdigen Sonderzeichen. Liest sich der Text für Dich eigenartig, verschiebe die Mail besser direkt in den Spam-Ordner. Aber Achtung: Inzwischen gibt es auch ordentlich geschriebene Betrugsmails.

 

4. Überwache Deine Kontoauszüge

Vielleicht hast Du gar nicht mitbekommen, wie Hacker Deine Bankdaten abgefischt haben oder sogar Schadsoftware auf Deinem Computer hinterlassen. Überprüfe regelmäßig Deine Kontoauszüge nach auffälligen Abbuchungen. Fällt Dir etwas auf, melde das umgehend Deiner Bank. 

 

5. Klicke niemals direkt auf den Link

Am besten klickst Du gar nichts in Mails an, die Du nicht angefordert hast – selbst wenn Dir der Absender vertrauenswürdig erscheint. Rufe Dein Online-Banking immer direkt über die URL-Leiste im Browser oder über die App auf. Sei kritisch, wenn Du eine Anwendung herunterladen sollst. Und komme Zahlungsforderungen nicht ungeprüft nach. Sonst könntest Du grob fahrlässig handeln und für den Schaden haften. Deine Bank springt dann nicht mehr ein. 

Bist Du auf Betrüger hereingefallen, kontaktiere Deine Bank und ändere Dein Passwort umgehend. Aktualisiere Dein Virenschutzprogramm und lass es den gesamten Computer scannen. 

Wie Du darüber hinaus Dein Online-Banking vor Hackern schützt, erfährst Du in unserem Ratgeber.

Dorian Obst
Autor

Stand:

Dorian Obst liebt gute Kommunikation. Deshalb hat er sich nach seinem Studium der Politik- und Wirtschaftswissenschaften für eine PR-Ausbildung bei Finanztip entschieden. Als Trainee in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bringt er Finanztip in die Medien. Bereits zuvor sammelte Dorian erste Presseerfahrung bei der Vaihinger Kreiszeitung und dem SWR Tigerenten Club.

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