Allianz
Bild: Andreas Gebert / dpa

Schlechte Aussichten für Leute mit Lebensversicherung: Für Verträge ab 2017 gibt es kommendes Jahr weniger Überschüsse. Diese Woche gab die Allianz bekannt, im neuen Jahr statt 2,8 nur noch 2,5 Prozent Zinsen auf Sparbeiträge zu zahlen. Davon sind 0,9 Prozentpunkte garantiert, die restlichen 1,6 Prozentpunkte sind Überschüsse aus anderen Quellen, zum Beispiel den Zinserträgen von sicheren Staatsanleihen.

Die Allianz gibt dabei den Ton vor. Senkt der Marktführer die Zinsen, tun andere Versicherer es häufig auch. Experten schätzen, dass Kunden 2020 im Durchschnitt noch 2,3 Prozent Zinsen auf ihre Sparbeiträge bekommen. Schrumpfen die Erträge weiter wie bisher, wird auch die laufende Verzinsung Jahr für Jahr weniger.

Insgesamt weniger Rendite kriegen auch Versicherte, die vor 2017 eine Lebensversicherung mit einer höheren Garantie abgeschlossen haben (2012 waren es zum Beispiel 1,75 Prozent). Für jede Garantiehöhe wird ermittelt, wie hoch die laufende Verzinsung ist (also Garantie plus Überschuss). Der Zins liegt aber nah an dem für Neukunden.

Keine Überschüsse kriegt mehr ab, wer Garantien von 2,75 Prozent oder mehr im Vertrag stehen hat. Im Gegenteil: Versicherer müssen heute schon extra Geld zurücklegen, um solche Garantien in der Zukunft erfüllen zu können. Wegen der geringen Aussicht auf Rendite rät Finanztip seit Jahren ab vom Neuabschluss klassischer Lebensversicherungen. Höchstens in Verbindung mit staatlicher Förderung – also betriebliche Vorsorge, Riester oder Rürup – können solche Produkte für risikoscheue Anleger sinnvoll sein.

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Sara Zinnecker
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Sara Zinnecker war bis Juni 2020 Finanztip-Redakteurin im Team Bank & Geldanlage. Nach ihrem Volontariat an der Georg von Holtzbrinck-Schule für Wirtschaftsjournalisten schrieb sie beim Handelsblatt über Geldanlage und Altersvorsorge. Zuvor studierte Sara Zinnecker in Nürnberg, Italien und Portugal internationale Volkswirtschaftslehre mit Diplom-Abschluss, arbeitete bei Lokalzeitungen sowie der Süddeutschen Zeitung.

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