Handy-Vergleich
Bild: filadendron, iStock.com

Warum es praktisch ist, Handys gebraucht zu kaufen

Schnellerer Prozessor, knalligeres Display, bessere Kamera – jedes Jahr finden die Smartphone-Hersteller einen neuen Grund, warum wir wieder ein Handy kaufen sollen. Ein teures Vergnügen: 424 Euro kosteten die neuen Handys im Schnitt.

Doch Smartphones werden nicht jedes Jahr neu erfunden. Wenn Sie ein paar Kratzer nicht abschrecken, kommen Sie mit einem gebrauchten Handy viel günstiger weg – und tun etwas für die Umwelt. Das Angebot ist riesig.

Auch gebrauchte Handys haben Garantie

Am besten kaufen Sie bei speziellen Händlern im Netz. Bei Privatanbietern auf Ebay müssen Sie mit Macken leben, falls diese erst später auffallen. Spezialisierte Gebrauchthändler hingegen bereiten die Handys professionell auf und müssen ein Jahr dafür geradestehen. Eine besonders lange Garantie bekommen Sie bei Asgoodasnew* (30 Monate) und Rebuy* (36 Monate). In unserem aktuellen Vergleich konnten sich die beiden Händler mit guten Preisen und vielseitigem Angebot behaupten.

Die Händler bieten die Smartphones in unterschiedlichen Zuständen an – zum Beispiel „wie neu“ oder „sehr gut“. Gebraucht kaufen bedeutet also nicht, dass das Handy unansehnlich sein muss. Mit ein paar deutlich sichtbaren Macken im Zustand „gut“ allerdings sind die Gebrauchten noch günstiger: In unserem Preisvergleich kosteten sie dann rund ein Viertel weniger als Neugeräte (zum selben Zeitpunkt auf Idealo*). Beim iPhone 7 hätten wir sogar um die 200 Euro gespart.

Achten Sie beim Auspacken nicht nur auf Schrammen, sondern auch auf Display-Fehler, und probieren Sie aus, ob der Touchscreen einwandfrei funktioniert.

Auf den Akku kommt es an

Aber aufgepasst: Während Sie (unsichtbare) technische Fehler später noch reklamieren können, müssen Sie mit dem gelieferten Akkuzustand leben. Denn der ist von der Garantie ausgenommen. Testen Sie die Batterie also sofort, damit Sie das Handy in der mindestens zweiwöchigen Rückgabefrist noch zurückschicken können. Beim iPhone können Sie den Akkuzustand in den Einstellungen direkt ablesen. Unter Android brauchen Sie gegebenenfalls eine App wie „AccuBattery“.

Älter als zwei Jahre sollte ein gebrauchtes Handy nicht sein. Für Mittelklasse- und Einsteiger-Handys aus der Android-Welt liefern die Hersteller oft schon nach zwei Jahren kaum noch Updates fürs Betriebssystem. Die Tophandys beliefern Samsung, Sony oder HTC etwas länger. Am längsten und zuverlässigsten versorgt Apple seine Kunden mit Updates. Da können Sie schon mal ein Gerät wählen, das drei bis vier Jahre alt ist.

Sind Sie noch skeptisch, was gebrauchte Handys angeht? Vielleicht kann Sie Saidi Sulilatu mit dem Video der Woche überzeugen.

Zum Ratgeber

KEINE KOMMENTARE

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT