BMW i-Vision Circular
Bild: IMAGO / Smith

Glänzender Lack, blitzendes Chrom und viele PS: Das ist alle zwei Jahre ein typisches Bild von der Internationalen Automobilausstellung IAA Mobility. Doch etwas ist in dieser Messewoche anders: Es gibt kaum Verbrenner zu sehen. Stattdessen unzählige neue E-Auto-Modelle – und zwei Messehallen mit Fahrrädern.

Die IAA bemüht sich in diesem Jahr besonders um das Klima-Thema. Die Vorgaben der Politik sind klar: Bis 2030 soll der Ausstoß klimaschädlicher Gase im Straßenverkehr um fast 60 Prozent sinken. Und die Autoindustrie ist der Kanzlerin zufolge ein „zentraler Teil der Lösung“.

Erstmals mehr E-Autos als Diesel zugelassen

Fakt ist, dass Elektro-Autos in diesem Jahr Dieselfahrzeuge bei den Zulassungen überholt haben und im gesamten Lebenszyklus rund 70 Prozent weniger Emissionen als Verbrenner ausstoßen. Mittlerweile sind die Reichweiten alltagstauglich und die Anschaffungskosten dank Innovationsprämie vergleichbar mit herkömmlichen Pkws. Im Herbst soll mit dem Dacia Spring erstmals ein Kleinwagen mit mehr als 200 Kilometern Reichweite für gerade mal knapp 11.000 Euro auf den Markt kommen. Hilfreich außerdem: E-Autos sind noch bis 2030 von der Kfz-Steuer befreit.

Was Du beim Kauf auch bedenken solltest

Egal, ob Du Dich nun für einen Verbrenner oder ein E-Auto entscheidest, wenn Du einen neuen Wagen brauchst: Es gibt noch ein paar Dinge mehr, die Du dabei im Kopf haben solltest. Viele unterschätzen den Wertverlust als größten Kostentreiber von Neuwagen – innerhalb des ersten Jahres verliert ein neues Auto ein Viertel seines Listenpreises, nach drei Jahren ist es nur noch halb so viel wert. Soll es trotzdem ein Neuwagen sein, vergleiche die Preise online und nimm nur die Sonderausstattung, die wirklich notwendig ist. Oft ist ein Gebrauchter finanziell aber die bessere Wahl.

Bar zahlen oder finanzieren?

Hast Du Dich für ein Modell entschieden, ist auf einen Schlag bezahlen in der Regel besser, als es über einen Kredit zu finanzieren. Doch nicht jeder hat so viel auf einmal auf dem Konto. Über den Finanztip-Kreditrechner kannst Du berechnen, welche Kreditsumme Du Dir leisten kannst. Und über die Vergleichsportale Verivox* und Check24* findest Du dann den passenden Autokredit – diese sind meist günstiger als Standardkredite.

Achte beim Abschluss darauf, dass Du keine Restschuldversicherung vereinbarst. Sie soll einspringen, wenn Du Deine Raten nicht mehr begleichen kannst. Aber solche Versicherungen sind fast immer überteuert und zahlen in vielen Fällen gar nicht.

Richtig versichern

Auch bei der Kfz-Versicherung kannst Du sparen. Welche Antriebstechnik Dein Auto hat, spielt dabei kaum eine Rolle – die Höhe des Versicherungsbeitrags hängt von der Typ- und Regionalklasse und weiteren Faktoren ab. Aber: Es gibt große Preisunterschiede zwischen den Anbietern. Und die Huk-Coburg beispielsweise wirbt mit 20 Prozent Beitragsrabatt für reine E-Autos – vergleichen lohnt sich daher immer.

In diesem Jahr könnten die Abstände zwischen teuren und preiswerten Angeboten übrigens noch größer werden: Durch die Corona-Pandemie waren viel weniger Autos auf den Straßen unterwegs, und es gab viel weniger Unfälle. Dadurch mussten die Versicherer deutlich weniger für Schäden zahlen als sonst.

Florian Machnow
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