Zahntechniker bei der Arbeit
Bild: South_agency / GettyImages

Ein Zahn, der nicht mehr zu retten ist, geht richtig ins Geld, weil die Krankenkassen für den Ersatz nicht komplett zahlen. Ab Oktober bekommst Du als gesetzlich Krankenversicherter aber immerhin einen höheren Zuschuss zum Zahnersatz. Die Krankenkasse zahlt statt 50 Prozent künftig 60 Prozent der Regelversorgung – damit ist die Basisvariante des Zahnersatzes gemeint. Eine Brücke für einen seitlich fehlenden Zahn kostet in der Regelversorgung zum Beispiel 749 Euro. Dafür bekommst Du statt 374 Euro dann 449 Euro dazu.

Wenn Du jedes Jahr beim Zahnarzt warst und Dein Bonusheft gepflegt hast, bekommst Du nach fünf Jahren künftig 65 Prozent Kassenzuschuss, mit zehn Stempeln 75 Prozent. Vorher gab es 60 und 65 Prozent. Zusätzlich gibt es einen Lichtblick für Vergessliche: Ab Oktober bleibt es in begründeten Ausnahmefällen folgenlos, wenn Du in den vergangenen zehn Jahren eine Kontrolluntersuchung versäumt hast. Falls Du Deinen Zahnersatz also nicht ganz dringend brauchst, kann es sich lohnen, die vier Wochen abzuwarten.

Für die Brücke aus unserem Beispiel kommen dank des Bonushefts bis zu 113 Euro Zuschuss obendrauf. Solltest Du sehr wenig verdienen oder Bafög oder Hartz IV beziehen, dann bekommst Du die Kosten für die Regelversorgung übrigens ganz ohne Eigenanteil. Dafür reicht ein Antrag bei Deiner Krankenkasse.

Mehrkosten für Extras wie Gold, Keramik oder Implantate für 3.000 Euro musst Du weiterhin selbst zahlen. Dafür kann sich eventuell eine Zahnzusatzversicherung lohnen.

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Julia Rieder
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Julia Rieder kümmert sich als Redakteurin um Versicherungsthemen. Während ihres Volontariats bei Finanztip sammelte sie Hörfunk-Erfahrung beim Inforadio. Vorher war sie in den Redaktionen von Frontal 21, der Berliner Zeitung und dem Online-Magazin politik-digital tätig. Ihr Studium der Politikwissenschaft hat Julia an der Freien Universität Berlin mit einem Master abgeschlossen.

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