Sparkasse
Finanzgebäude der Sparkasse vor bewölktem Himmel. Bild: Raphael-Knipping / dpa

[Zuletzt aktualisiert am 18. Juni 2020, erste Version vom 1. März 2019.]

Viele Sparkassen verwenden für Sparverträge und Prämiensparverträge mit variablem Zins (oft „flexibel“ genannt) offenbar ungültige Klauseln, um den jeweiligen Sparzins festzulegen. Diesen Verdacht haben die Verbraucherzentralen schon länger und prüfen seit einiger Zeit viele Sparverträge. Auch solche, die bereits abgelaufen sind.

Sie sammelten außerdem Betroffene und strengten Musterfeststellungsklagen an. In zwei der Klagen konnte die Verbraucherzentrale Sachsen bereits einen Zwischenerfolg verbuchen: Das Oberlandesgericht (OLG) Dresden urteilte im April 2020, dass die Sparkasse Leipzig vielfach die Zinsen falsch berechnet hat. Und dass die Verträge auch rückwirkend bis 1994 beanstandet werden können. Dabei ging es um Verträge von rund 950 Kunden. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, denn beide Parteien gehen vor dem Bundesgerichtshof in Revision.

Ähnlich urteilte das OLG Dresden dann Mitte Juni auch gegen die Sparkasse Zwickau. Vermutlich werden auch hier beide Parteien in Revision gehen.

Vergleichbare Klauseln fand die Verbraucherzentrale Sachsen nach eigenen Angaben auch in Verträgen aus der Zeit vor 2004 zum Beispiel auch bei der Sparkasse Vogtland und der Erzgebirgssparkasse – gegen letztere läuft eine dritte Musterklage, der sich Kunden noch anschließen können.

In ganz Deutschland fanden Verbraucherschützer falsche Zinsrechnungen

Die sächsische Verbraucherzentrale ist besonders umtriebig, aber auch anderswo fanden Verbraucherzentralen offenbar ungültige Zinsvorschriften. So erwirkte die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg Unterlassungserklärungen der Sparkassen Lörrach-Rheinfelden und Frankfurt. Sparkassen u.a. in München, Nürnberg und Osnabrück haben zuletzt Zehntausende solcher Sparverträge gekündigt.

Bis Anfang Dezember 2019 prüften die Verbraucherzentralen bundesweit 5.000 Verträge und fanden bei 125 Sparkassen und 11 anderen Banken nach eigener Einschätzung rechtswidrige Zinsberechnungen.

Wenn Sie so einen alten „flexiblen“ Sparvertrag haben, der schon seit mindestens 2004 läuft und Sie bislang keinen neuen Verzinsungsregeln zugestimmt haben, dann könnte es sehr gut sein, dass die Zinsrechnung Ihrer Sparkasse ungültig ist.

Aber auch neuere Verträge könnten laut der Verbraucherzentrale Sachsen betroffen sein. Bei den typischen Sparbeträgen kommen da schnell Hunderte oder sogar Tausende Euro zusammen, die Sie nachfordern können.

Leider machte das Oberlandesgericht Dresden in seinem Urteil keine Vorgaben, wie genau die Zinsnachzahlungen zu berechnen sind.

BGH erklärte 2004 die Zinsberechnung für ungültig

Schon 2004 hatte der Bundesgerichtshof in einem Grundsatzurteil eine Zinsgestaltung nach Gutsherrenart bei Sparverträgen für ungültig erklärt und Anforderungen für gültige Klauseln verlangt (Az: XI ZR 140/03). Doch Tausende der Verträge aus der Zeit vor 2004 laufen noch immer.

2017 kündigten einige Sparkassen solche alten Prämiensparverträge, weil ihnen die jährlichen Prämien zu teuer wurden. Im Rahmen dieser Auseinandersetzung schaute sich die Verbraucherzentrale Sachsen auch die Zinsklauseln an. Das Ergebnis: Ihrer Einschätzung nach sind viele ungültig.

Wann die Zinsanpassungen gültig sind

Der BGH hat vier Kriterien für einen gültigen Zins aufgestellt:

1. Die variablen Zinsen müssen sich an einem geeigneten (also langfristigen) Referenzzins orientieren.

2. Die Sparzinsen müssen in einem regelmäßigen, nicht zu großen Intervall überprüft werden (zum Beispiel monatlich).

3. Es darf keine erhebliche Schwelle festgelegt sein, ab der erst der Sparzins wegen des veränderten Referenzzinses angepasst wird.

4. Die Sparzinsen dürfen nicht einfach um einen absoluten Wert unter dem Referenzins liegen, also zum Beispiel um einen Prozentpunkt. Sie müssen sich vielmehr relativ zum Referenzzins verändern.

Die Verbraucherzentrale Sachsen hat nach eigenen Angaben Verstöße gegen alle vier Kriterien gefunden. Laut der Schlichtungsstelle der Sparkassen sind dort vor allem Verstöße gegen das vierte Kriterium aufgelaufen.

Das können Sie als Kunde tun

1. Sie wenden sich an Ihre Sparkasse und bitten um Auskunft, welcher Referenzzins herangezogen wurde und wie sich Ihr Sparzins mit dem Referenzzins über den Zeitraum Ihres Vertrages entwickelt hat. Haben Sie Zweifel an der Rechtmäßigkeit, dann bitten Sie um eine Neuberechnung Ihres Zinses entsprechend der Urteile des BGH. Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg hat dazu ein Musterschreiben formuliert (als PDF).

2. Wenn Sie die Antwort nicht zufriedenstellt, stellen Sie sie strittig und wenden Sie sich an die für Sie zuständige Verbraucherzentrale:

 

Warum die Schlichtungsstelle derzeit nicht infrage kommt

Bislang hatten wir an dieser Stelle als Alternative empfohlen, sich an die Schlichtungsstelle der Sparkassen zu wenden. Dort gingen bis Mitte Mai über 500 Beschwerden über die Verzinsung von Prämiensparverträgen ein. Unsere Leser machten uns aber darauf aufmerksam, dass die Schlichtungsstelle seit Mai die Schlichtung ablehnt. Den Grund teilte uns die Schlichtungsstelle auf Nachfrage wie folgt mit: Die Schlichter seien von dem (oben genannten) Urteil des OLG Dresden in der Musterfeststellungsklage gegen die Sparkasse Leipzig „keineswegs überzeugt“, könnten es „aber auch nicht ignorieren“. Weil es zudem um Frage von grundsätzlicher Bedeutung für die Sparkassen handele, werde man bis zu einem abschließenden Urteil des Falles am Bundesgerichtshof die Schlichtung ablehnen.

Auch gekündigte Verträge können beanstandet werden

Selbst wenn Ihr Vertrag schon 2017 beendet wurde, können Sie die Zinsberechnung noch immer für den gesamten Sparvertrag beanstanden. Die Verjährungsfrist beträgt drei Jahre, und das gesparte Kapital wird erst mit Kündigung fällig. Diese Rechtsauffassung wurde nun auch durch das OLG Dresden bestätigt, allerdings ist das Urteil noch nicht rechtskräftig.

Matthias Urbach
Autor

Stand:

Als stellvertretender Chefredakteur ist Matthias Urbach für den Newsletter, Kooperationen und die redaktionellen Sonderprojekte von Finanztip verantwortlich. Als Diplomphysiker und Absolvent der Henri-Nannen-Schule kombiniert er analytisches und redaktionelles Know-how. Zuvor war er unter anderem als Verlagsdirektor beim SpringerNature-Wissenschaftsverlag und als Leiter von taz.de tätig.

40 Kommentare

  1. Ich hab eine Frage: wenn ein Prämiensparevertrag 2017 von mir gekündigt wurde und somit die Ansprüche wegen zu niedriger Zinsen zum 31.12.2020 verjähren, was muss ich tun um die Verjährung zu hemmen bis nächstes Jahr hoffentlich ein Grundsatzurteil kommen wird? Reicht es bis Ende 2020 eine Forderung mit normalem Brief bei der Sparkasse geltend zu machen bzw. die Neuberechnung der Zinsen nach aktueller Rechtslage zu fordern oder müsste ich bis Ende 2020 Klage eingereicht haben um die Verjährung hemmen zu können? Danke für Eure Hilfe.

  2. Fristenregelung Verjährung wird oft falsch angegeben.
    Bsp. Kündigung 31.6.2020 Beginn der Verjährungsfrist 01.01.2021 ab diesem Termin 3 Jahre
    Schlage mich im Moment auch mit der Sparkasse Dresden herum. Nachforderung 9.820. €
    Berechnet von der Verbraucherzentrale Laufzeit von 1994-2020
    Wendet euch an die Verbraucherzentralen, die helfen. Nachberechnung in meinem Fall kostete 82,86 €.

    1. Hallo Frau Eschwege, Glückwunsch zur hohen Nachzahlung, vermutlich aber nach Abzug von Abgeltungssteuer?

      Frage in die Runde und an Finanztip: Hätte die Sparkasse jährlich richtig gerechnet und die jetzige hohe Zahlung auf die Laufzeit des Vertrages jährlich verteilt, hätten ggf. Freistellungsaufträge ausgereicht, um gar keine Steuern zu zahlen. Muss die Sparkasse diesen „Steuerschaden“ nicht auch ausgleichen?
      Vielen Dank für die Antworten.

  3. Diese Webseite ist tatsächlich gut und informativ! Die Anzahl der Anfragen und auch die Antworten beeindrucken… was ich aber nicht verstehe: Gerichte entscheiden bereits zu den Themen, aber die Banken zeigen sich unbeeindruckt und verweisen auf noch höhere Instanzen! Nun hat eigentlich der BGH (unsere höchste Instanz!) schon vor Jahren deutlich gemacht, wie solche Verträge durch die Vertragspartner behandelt werden sollten. Die Banken zeigen weiter keine Regung, wohl in dem Bewusstsein des gewaltigen Gesamtschadens. Und selbst wenn der BGH nochmals präzise aufzeigen würde… müsste wahrscheinlich jeder einzelne Geschädigte seine Fehlverzinsung feststellen lassen und einklagen? Klar, was das für die Gerichte bedeutet und für die „kleinen Leute“ um die es ja wohl hauptsächlich geht?
    Wann mischt sich denn eigentlich die Politik ein? Oder ist das Thema wegen der öffentlichen Verantwortung/Beteiligung (Sparkasse = Anstalt öffentlichen Rechts = gemeindliche Verantwortung = Risiko/Haftungsträger!) zu heiß?

  4. Ich finde die Überlegung von „Sonni 28. Dezember 2019 at 17:12“ zum Steuerabzug und Steuerschaden sehr interessant.
    Hat sich jemand dazu schon ausführlicher beschäftigt?
    Vielen Dank für eure Rückmeldung.

  5. Hallo, kann mir hier jemand bitte weiterhelfen: Meiner Schwester wurde vergangenes Jahr der Prämiensparvertrag der Stadtsparkasse München gekündigt. Daraufhin hat sie eine Auskunft über die Zinsberechnung angefordert, wurde aber nur mit einem nichtssagenden Schreiben abgespeist. Dann hat sie der Kündigung zugestimmt und sich das Geld auszahlen lassen. Kann sie trotzdem nochmals die Offenlegung der Zinsen verlangen (und sich dieses mal nicht so schnell entmutigen lassen)? Vielen Dank.

    1. eine Antwort ist so pauschal nicht möglich – vielleicht wurde zusätzlich zur Kündigung auch noch etwas anderes vorgelegt, das dann von beiden Seiten unterschrieben wurde?

      Allgemein ist die Verjährung 3 Jahre nach Ablauf des Kalenderjahres, in dem der Vertrag beendet wurde. In sofern: Ja, kann sie.

  6. Mein Vertrag wurde mir von meiner Spk. noch nicht gekündigt, aber ich erhalte bei über 20.000 Euro Kapital gerade mal 1,09 Euro Zinsen plus die jährliche Prämie. Sollte ich bereits jetzt für die Zinsen Ansprüche anfordern oder abwarten bis der der Vertrag abläuft?

  7. Ich habe 2019 von meiner Sparkasse im September einen Auflösungsvertrag angeboten bekommen, mit dem ich mich erkläre, dass ich keine künftigen Ansprüche stelle und „die Nachberechnung der Zinsen endgültig abschlossen und erledigt“ ist. Ist trotzdem eine Nachforderung der Zinsen möglich?

  8. Mein Prämiensparvertrag von 2004 hat einen Vertragszins von 1,75% bei einen Referenzzins von 4,26%.( differenz 2,51%)

    Das BGH hat unter anderem folgendes für einen Zins aufgestellt:

    Die Sparzinsen dürfen nicht einfach um einen absoluten Wert unter dem Referenzins liegen, also zum Beispiel um einen Prozentpunkt.

    Heißt das in diesem Beispiel der Vertag hätte im Jahr 2004 mit einem Prozentsatz von 3,26% und nicht 1,75% anfangen müssen?

  9. Barbara
    Mein Prämiensparen bei der Sparkasse habe ich 1998 abgeschlossen. 2015 habe ich gekündigt wegen meines Gesundheitszustandes.
    Da mein Vertrag erst 2023 ausgelaufen wäre, kann ich doch die Verjährungsfrist ausschalten.

    1. @Barbara: soweit ich das sehe, wurde ihr Vertrag dann im Jahre 2015 beendet? In der Regel kann mann noch drei Jahre „nachtarokken“, aber vielleicht sprechen Sie einfach mal die für Sie zuständige Verbraucherzentrale an. Ich bin zwar im Bayerischen daheim, aber der Münchener Verband hatte lange Zeit eine sehr zögerliche Haltung, weshalb ich direkt die Sachsen ansprach… und dort wurde mir geholfen: sehr freundliche Menschen dort!
      Viel Glück und nicht nachlassen! Nur wenn alle kämpfen und sich aufstellen, kann sich auch etwas ändern!

  10. ein kurzer Blick in die Zukunft und auf die Sparer, die bei anderen Sparkassen oder Banken solche Verträge abgeschlossen haben (aus meiner eingeschränkten Sicht):
    Neben dem BGH vor Jahren hat nun auch das OLG Dresden im Grunde in deckungsgleicher Manier entschieden und hat nicht das getan, was sich die Angeklagten -und sicher auch die Sparer- gewünscht haben: „nennt uns doch bitte den Zinssatz/den Referenzzins den wir für die Berechnung hernehmen sollen!“ Wer die Höhe der Zinznachzahlungen auch nur in etwa überschlägt, weiß um welche gewaltigen Summen es geht! Hier rechnen die Banken wohl um eione neuerliche „Rettungsaktion“ der Politiker und arbeiten sicher angestrengt daran…
    Aus welchen Gründen auch immer: die Sparkassen werden in die Revision gehen und unter Umständen wird sich das BGH vielleicht weigern, wirtschaftliche Entscheidungen für die Banken zu fällen. Wir schreiben ja immer noch die sog. „Freie Wirtschaft“ und da müssen Unternehmer vorausschauend handeln und auch für Fehlleistungen aufkommen. Ich möchte daran erinnern, dass die Sparkassen „Anstalten des öffentlichen Rechts“ sind und für Fehler haften deren Träger (also Gemeinden etc. s. z. B. Wikipedia).
    Das Urteil des OLG Dresden hätte tatsächlich auch lediglich Wirkung auf die SpaKa Leipzig! Jeder andere geprellte Sparer muss selbst klagen, denn jede Bank entscheidet für sich selbst! Und selbst wenn das nächste Urteil des BGH in dieser Frage konkret einen Referenzzins ausgeben würde: er gilt nur für diese SpaKa, für diesen Fall!
    Ergebnis: jeder einzelne abgewiesene Sparer wird sich einen Rechtsanwalt suchen müssen und selbst klagen… was da auf die Gerichte zukommt sucht bestimmt seinesgleichen!
    Ich selbst werde die Veröffentlichung des Urteils des OLG und die Reaktion der SpaKa Leipzig abwarten und dann meine Position überprüfen. Wenn seitens „meiner Sparkasse Pfaffenhofen“ nichts kommt, wird wohl nur der Klageweg bleiben!
    Meine „Historie“ auch mit Schilderung der Erfahrungen mit der Schlichtung: http://www.zinsreklamation.de

  11. Die Verbraucherzentrale Sachsen hat in ihrem Positionspapier die Kriterien noch mal beschrieben, aber nicht viel genauer, als Sie es hier in unserem Beitrag finden.
    Hier können Sie das PDF downloaden:

    https://www.verbraucherzentrale-sachsen.de/sites/default/files/2019-02/Faktenblatt_Zinsanpassung_IN%20ARBEIT.pdf

    Dort finden Sie auch die Urteile des BGH, der diese Kriterien festgelegt hat. Ehe Sie sich aber durch die Urteile arbeiten, lohnt es sich eher den Service der Verbraucherzentrale in Anspruch zu nehmen.

  12. Entscheidend ist, dass Sie ein ablehnendes Schreiben haben. Damit können Sie nun den nächsten Schritt gehen. Es lohnt nicht, sich mit der Sparkasse zu streiten. Ich würde Ihnen raten, sich nun an die Verbraucherzentrale zu wenden und sich ein Gutachten machen zu lassen. An welche Verbraucherzentrale Sie sich wenden können, steht oben im Text.

    1. Danke für Ihre Antwort. Ich würde vorher gerne die Quelle der Kriterien wissen, um mir auch sicher zu sein dass sich die Investition in eine Beratung der Verbraucherschutzzentrale wirklich lohnt. Für wie aussichtsreich halten sie einen Antrag bei der Schlichtungsstelle der Sparkassen?

  13. Hallo,
    ich habe heute die Antwort meiner Sparkasse erhalten die den Kriterien 3 und 4 widerspricht.
    Für meine Antowrt, würde ich gerne irhe Kriterien aus „Wann die Zinsanpassungen gültig sind“ mit einem Urteil oder einer anderen Quelle untermauern. Können Sie dazu ihre Quellen angeben?
    Vielen Dank!

  14. Hallo,
    heute in den Nachrichten habe ich mitbekommen das falsche Zinsen auf Sparkonten etc. berechnet wurden.
    Ich würde sehr gerne wissen, wie das mit aufgelösten Verträgen ist. Hierbei handelt es auch um Verträge meiner verstorbenen Eltern. Ich bin der Erbe. Der Vertrag meines Vaters wurde 05/2016 an meine ausgezahlt. Was sehr wenig erscheint nach 9 Jahren Laufzeit. Meine Mutter ihr Vertrag habe ich aufgelöst 03/2018. Abgeschlossen wurde beide Verträge 10/2007.
    Wie gross ist hier die Chance die Zinsen nachgezahlt zu bekommen.
    Ich sag mal Beerdigungen sind ja nicht gerade billig in Deutschland & ich musste drauf legen.
    Hier geht es nicht darum Geld zu erschleichen oder ähnliches, doch nach meinem Empfinden sollte falls was Zustände es auch bezahlt werden. Immerhin muss ein Erbe auch für alle anderen Dinge haften, demnach sollte Ansprüche auch über gehen.
    Ich hoffe mir einer positiven Nachricht.
    Vielen Dank im Voraus.

    MfG
    R.G.

  15. Ich finde die Überlegung von „Sonni 28. Dezember 2019 at 17:12“ zum Steuerabzug und Steeurschaden sehr interessant.
    Hat sich jemand dazu schon ausführlicher beschäftigt?
    Vielen Dank für eure Rückmeldung.

  16. Ich habe auch ein Prämienspar-Vertrag bei der Sparkasse gehabt. Dieser wurde Anfang des Jahres gekündigt. Ich habe den Musterbrief von der Verbraucherzentrale hingeschickt, wegen der Zinsnachberechnung. Als Antwort kam ein Vorschlag einer außergerichtliches Einigung über 130 Euro. Jedoch auch der Hinweis der Verjährung. Sprich die 130 Euro für den Zeitraum der letzten 3 Jahre. Ist es möglich, die Verjährung anzufechten, da dass Geld erst im Jahr 2020 ausgezahlt wurde ?

    1. Die Verjährung beginnt natürlich erst drei Jahre nach Ablauf des Vertrages, in Ihrem Fall also 2023
      Die Zinsnachforderung gilt natürlich also für die Gesamtlaufzeit des Sparvertrages.
      Gehen Sie also auf keinen Fall auf den Vorschlag der Sparkasse ein wenn der Vertrag länger als drei Jahre gelaufen ist.

      1. Ich habe den zum Jahreswechsel von meiner bayerischen Sparkasse gekündigten Prämiensparvertrag „Prämiensparen flexibel“ von der Verbraucherzentrale Sachsen hinsichtlich korrekter Zinszahlung nachrechnen lassen. Mit dem Zinsgutachten (mittlerer vierstelliger Betrag ausstehende Zinsen) habe ich nun meine örtliche Sparkasse konfrontieren. Diese hat mir nun ein Angebot gemacht, das lediglich 15% von dem Ergebnis des Zinsgutachtens entspricht. Leider habe ich keine Rechtsschutzversicherung und die Verbraucherzentrale verweist auf das ausstehende Musterfeststellungsverfahren.
        Was würden Sie mir raten, abwarten, Anwalt einschalten oder Angebot annehmen?

        1. @ franz:
          Das Angebot der Sparkasse würde ich als Schuldeingeständnis werten.

          Mein Vorschlag:
          – Das Angebot durch einen RA ablehnen, 100% Zahlung fordern, einen
          Zahlungstermin setzen und für den Fall der Nichtzahlung Klage androhen.

  17. @ Sonni sehr gute Frage, bin da genauso betroffen.
    Habe mir von meiner Sparkasse eine sehr detaillierte Auflistung geben lassen, wo für jeden Monat der Referenzzins, der nachberechnete Kundenzins und deren Differenz, die Monatsrate, die ggf. anfallende Prämienrate, die Ratensumme, das zu verzinsende Kapital am Monatsende, die Zinsen zum Monatsende und die Summe der Zinsen im Jahr dargestellt werden.

    Dabei fällt auf, dass bis zum Dezember 2008 im Dezember die Prämie hinzugerechnet wurde und ab 2009 die Prämie erst im Januar des Folgejahres (also in die jährliche Zinsberechnung einzufliessen) gezahlt wurde.
    -> Ist das als Vertragsbruch zu sehen, da dadurch 2009 keine Prämie gezahlt wurde?

  18. Wie verhält es sich mit dem Steuerabzug nach Rückrechnung? Hätte man es jährlich richtig berechnet, hätte ich keine Steuern (Steuerfreivetrag lag vor) gezahlt. Jetzt bekomme ich eine Rückzahlung vin 2600 Euro angeboten (Vertrag lief 25 Jahre)

  19. Hallo, ich rate nur alle die Zinsen nach zu berchnen lassen bir machte das 2446,–€ euro aus auf 18 Jahre. Mir hat die Sparkasse auch den Vertrag gekündigt ich habe einen widerspruch eingelegt der aber von der sparkasse nicht angenommen wurde. Jetzt habe ich einen Anspruch gestellt auf meine Zinsen ob die bekommen stellt sich noch raus.
    Kann einer sagen ist die Kündigung rechtskräftig wenn ich bei den Zinsen betrogen wurde.
    Das ganz sollte bei Altersvorsoge sein

    1. Selbst die Schlichtungsstelle des DSGV in Berlin hat keine Datenhistorie der Zinssätze einzelner Sparkassen und wartet auf die Stellungnahme der jeweiligen Sparkasse.Ich warte seit 2 Monaten auf diese Stellungnahme. ich habe in diesem Zusammenhang die Deutsche Bundesbank in Frankfurt angeschrieben mit der Bitte um eventuelle Mitteilung von Basiszins bzw. Referenzins.

  20. ich benötige dringend Hilfe. ich möchte von der Verbraucherzentrale Saarland die Basisverzinsung für einen 24 Jahre alten gekündigten S Prämiensparvertrag Variabel überprüfen lassen. Die Sparkasse Saarbrücken gibt mir keinerlei Daten für die Zinssätze seit 11/1994.
    Diese Daten bräuchte ich zum Nachrechnen.

    Achtung! Wer kann mir helfen. Wo ist sowas nachzulesen, darf mir die Sparkasse Saarbrücken mir meine Daten verweigern.

    1. Das macht mehr als Sinn, denn einer meiner Freunde erklärte mir kürzlich, dass er genau mein Problem ebenfalls habe. Und wem es jetzt noch nicht „dämmert“: offensichtlich hat der Sparkassenverband zu Beginn der 90er Jahre eine Marketingaktion losgelassen, wie die SpaKas von ganz vielen vorsichtigen Menschen mit akzeptablen Zinsen und nach einiger Zeit hohen Prämien auf die jährlich eingezahlten Sparprämien noch bis zu 50% oben drauf (!) Geld einsammeln konnten. Dass die Zinsen freibleibend waren, fiel erst später auf und da waren ja noch die hohen Prämien! und der gute Ruf der „Bank vor Ort“!
      Wir haben die Zinsnachkalkulation gemacht und einen Anspruch von fast 8.000€ nach 25 Jahren festgestellt… und nun wird eine Musterfeststellungsklage (ähnlich Dieselskandal) beim OLG Dresden begonnen.

    2. Das macht mehr als Sinn. Ich habe mein Prämiensparen bei der Kreissparkasse Düsseldorf von der Verbraucherzentrale nachrechnen lassen und auch bei mir kam sie zu dem Ergebnis, dass mir noch einiges an Zinsen zustehen müsste. Die Kreissparkasse Düsseldorf zeigt sich jedoch wenig kooperativ und blockt ab. Zur Zeit sondiere ich nun meine weiteren Handlungsmöglichkeiten, da ich leider nicht rechtsschutzversichert bin und etwaige Kostenbelastungen scheue.
      Je mehr Leute sich wehren, desto besser!
      Liebe Grüße und ich drücke die Daumen.

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