Geldanlage ohne Erhöhung des Einkommens

  • Noch eine ausgefallene Anlagemöglichkeit: Familienstiftung

    https://de.wikipedia.org/wiki/Stiftung_(Deutschland)


    Lohnt sich insbesondere als kreative steuersparende Erbschaftsübertragung.


    Gründung einer Stiftung ist eine wiederum eher komplizierte Angelegenheit, ich dachte auch komplizierter als eine GmbH. Die Komplexität lohnt sich für einen "normalen Angestellten" wie die Person in der Beschreibung des Threads nicht um einen fünfstelligen Betrag unterzubringen. So meine laienhafte Verständnis.

  • ErwerbsUnfähigkeitsrente der Deutschen Rentenversicherung.

    Hmmm......da ist aber das Einkommen über Kapitalanlagen egal. Es geht bei der EU-Rente darum das man nicht mehr arbeiten kann, das Geld das für einen arbeitet und Zinsen generiert ist da egal.

    Erwerbstätigkeit für Einkommen ist nicht egal.


    Aus meiner eigenen Erfahrung, nachd em was der TE hier schreibt, kenne ich ungefähr 12 verschiedene Möglichkeiten was er/sie will und nicht genauer beschreiben will. In Zusammenhang mit den ganzen Ämtern, EU-Rente, weiterführende Leistungen falls die alleine nicht reicht und so weiter. Deswegen ist jede mögliche Antwort Stochern im Nebel mit ominösen Beispielen.

    Vor allem da fast überall wo man Zuschüsse beantragen kann eben auch vermögen mit bedacht wird, nicht nur Einkommen wird das auch ziemlich kompliziert.


    Deswegen mein Tipp:

    Genau schreiben worum es geht. Oder in ner WfbM arbeiten gehen, das ist mit EU-Rente kompatibel. Und gibt ein kleines Taschengeld + steigende Rentenbezüge. Ohne sich mit theoretischer Einkommenserhöhung herumärgern zu müssen.


    Nachtrag:

    oder thesaurierende ETFs, die zahlen keine Dividende. Ohne Dividende kein Einkommen daraus, nur steigender Vermögenswert. Dann klappt es auch mit dem Wohngeld so lange man die Vermögensgrenzen nicht reißt. Mal so als Spontanidee ohne große gedankliche Verrenkungen für all die theoretischen Optionen.

  • Thesaurierende ETFs sind keine gute Wahl, wegen der Vorabpauschale die bei zukünftig noch höheren Zinsen bei hohen fünstelligen Beträgen locker 2-4k fiktive Erträge bedeuten kann.

    Kann z.B. auch dazu führen, dass reichere Kinder aus der Familienversicherung fliegen.


    Am einfachsten sind Aktien ohne Dividenden. Da verdient man nur etwas, wenn man verkauft.

    *Sonderfälle bereits mehrfach angesprochen.


    Im Beamtentum wird für Kinderzuschläge/Familienzuschläge mittlerweile in mehreren Ländern SH, Bayern das Partnereinkommen angerechnet. Also eine weitere Einkommensgrenze, wo man Geld sparen kann, wenn man sich arm rechnet.

  • Hast du eine Quelle, wo steht dass so etwas auch bei Wohngeld greift? Nichts was ich dazu gefunden habe spricht dafür dass die Vorabpauschale da als Einkommen gewertet wird, da sie nur eine vorweggenommene theoretische Besteuerung ist.

    Nach meinem Kenntnisstand wird nur zwischen ausschüttenden und thesaurierenden ETFs unterschieden.

    Ausschüttungen gelten wie Zinsen als Einkommen, ein Thesaurier schüttet nichts aus also kein Einkommen.

  • Es wird ja gerade deshalb so getan, als ob man etwas verdient hat, weil der Staat nicht ewig auf sein Geld warten will. Deshalb funktionert die Thesaurierung auch nicht mehr so wie früher. Die Vorabpauschale wird auch von Verlusttöpfen abgezogen, also verringert diese wenn vorhanden.


    Am Ende ist dieser fiktive Ertrag, ein tatsächlicher steuerpflichtiger Veräußerungsgewinn auf den auch tatsächlich Steuer anfällt. Ist das Verrechnungskonto nicht gedeckt, veräußern manche Broker auch Anteile.


    => Also ja, Einkommen und zählt für die diversen bereits besprochenen Einkommensgrenzen.

  • ... übrigens, frage ich mich wie ihr darauf kommt, dass hinter meiner Frage ein konkreter Fall steckt :)

    Kann ja zB auch sein, dass es mir um mehrere unterschiedliche Fälle geht mit unterschiedlichen Beteiligten, unterschiedlichen EInkommensgrenzen.


    Der Kern meine Frage ist doch: welche empfehlenswerte Anlagen erhöhen die Summe der Einkünfte im Sinne des Einkommensteuerrechts nicht. Da muss ja kein konkreter Fall dahinter stecken, die Frage ist doch in sich konsistent. Klar, man kann auch konkrete Fälle betrachten und sich dann damit beschäftigen ob man einen konkreten Fall nicht steuerrechtlich, sondern anders löst. Aber das war ja nicht meine Frage gewesen :)


    Danke für eure Antworten bis jetzt


    Zerobonds war mir zB kein Begriff. Muss ich mal genauer betrachten. Das Problem erscheint mir auf den ersten Blick eine lange Bindung zu sein. Aber Vorteile sehe ich für mich auch.

  • Die meisten denken bei Einkommensermittlung zuerst an das Finanzamt und die Einkommensteuer. Nicht zu Unrecht natürlich. Es gibt aber noch weitere Stellen wie z.B. Sozialhilfe und ALG II bzw. Bürgergeld, bei denen das Einkommen eine Rolle spielt und - anders als bei der Besteuerung - häufig auch das Vermögen herangezogen wird, um Leistungsgewährung und -Höhe zu ermitteln.


    Bei diesen werden beim Einkommen immer die Zuflüsse im Kalendermonat betrachtet. Für diese Leistungen gilt das Subsidiaritätsprinzip, d.h. Du bemühst Dich selbst und der Staat gibt dazu, was noch fehlt. Wenn Du z.B. ALG II beziehst und Lotto spielst und tatsächlich mal 500 € gewinnst, werden Dir im Monat der Auszahlung diese 500 € von der Leistung abgezogen. Du konntest Dir in dem Monat ja (teilweise) selbst helfen. Die Vorabpauschale (bei der Du ja auch was zahlen müsstest und gerade keine Zuflüsse auf dem Konto hat) oder fiktive Einkünfte aus nicht realisierten Gewinnen spielen dabei keine Rolle. Zu beachten ist allerdings die Höhe des Vermögens. Ob sich das Jobcenter monatlich die Depotauszüge zeigen lässt, wenn es in die Nähe von ca. 10.000 € kommt?


    Das Prinzip ist aber nicht bei allen Leistungen so. ALG I würde z.B. auch ein Vermögensmillionär erhalten, wenn er denn arbeitslos wurde und sich um Beschäftigung bemüht.

  • Alimente an zwei Frauen mit Kindern? ;)


    an zwei Frauen, einen Mann, deren Kinder, Eltern und Neffen :)

    samt Hund und Katze


    mehr als "Summe der Einkünfte im Sinne des Einkommensteuerrechts" habe ich aktuell an den Informationen leider nicht zu bieten

  • Es gibt Zigtausende, vielleicht Millionen von Menschen, die von dem "Summe der Einkünfte im Sinne des Einkommensteuerrechts"-Problem betroffen sind. Ich weiß es aus meinem Bekanntenkreis und weil es eben diverse Diskussionsforen gibt :)

    Und ich habe auch Infos geboten, bereits in meinem Eingangsposting habe ich vier Beispiele genannt, wie man dem Problem entgegnen kann. Von diesen vier sind drei (Aktien ohne Dividende, Vermietung, Edelmetalle) wohl brauchbar. Ich habe als "Gegenleistung" mit weiteren Informationen von euch gerechnet, sie habe ich auch bekommen und was dabei gelernt.

    Den Vorwurf "Wer keine Infos bietet" finde ich deswegen unangebracht. Ich habe meine Position erklärt.

    Versucht doch nachzuvollziehen, dass es nicht bei jeder Frage gleich um einen konkreten Fall geht, man soll manchmal in der Lage sein auch etwas allgemeiner zu diskutieren. Oder etwa nicht?

  • Dann kann dir aber keiner helfen, weil es x verschiedene Möglichkeiten gibt die auch noch y verschiedene Dinge haben die da mit rein spielen. Die Leute hier gehen eben davon aus das du Hilfe brauchst oder möchtest, auch so wie du formuliert hast klingt es als würdest du "für einen freund fragen" und zwar so "rein theoretisch". In Anführungszeichen.


    => Also ja, Einkommen und zählt für die diversen bereits besprochenen Einkommensgrenzen.

    macht Sinn, aber wo kann ich das nachlesen dass es bei Wohngeld auf die Weise gilt?

  • Dürfte irgendwo in den Verwaltungsvorschriften zum Wohngeld zu finden sein, nicht als Vorabpauschale, sondern als Kapitaleinkommen. Bin aber kein Wohngeldexperte.

    https://www.wohngeld.org/wohngeldgesetz-wogg/

    Danke, wenn ich das nächste mal mit einem kompletten Gesetzestext erschlagen werden möchte wende ich mich wieder an dich. das es irgendwie irgendwo auf irgendeine Weise in den Wohngeldgesetzen und quer über x weitere Gesetzesbücher zu finden sein könnte war mir schon klar.

    Gut zu wissen das wir beide ähnlich in diesem einen Spezialfall offenbar unwissend sind, nur aufgrund fehlender Stecknadeln im Heuhaufen zu völlig anderen Ergebnissen kommen.


    Vielleicht steht auch noch was irgendwo im Einkommenssteuergesetzbuch, oder dessen Verwaltungsvorschriften dazu. Oder je nach Fall in den SGBs je nachdem worauf Bezug genommen wird. Vielleicht ist es auch noch unterschiedlich gehandhabt weil einiges für Arbeitnehmer und Rentner unterschiedlich gehandhabt wird, da man sich dann auf unterschiedliche Gesetze und Vorschriften bezieht.


    Irgendwo wird sicher eine Antwort zu finden sein, wenn du sie findest gib Bescheid. Ich jedenfalls finde keine Antwort auf deine Feststellung dazu, deswegen hab ich gefragt.

  • Den Vorwurf "Wer keine Infos bietet" finde ich deswegen unangebracht. Ich habe meine Position erklärt.

    Versucht doch nachzuvollziehen, dass es nicht bei jeder Frage gleich um einen konkreten Fall geht, man soll manchmal in der Lage sein auch etwas allgemeiner zu diskutieren. Oder etwa nicht?

    Ich finde, das geht halt ganz losgelöst nicht. Denn Gewinne ohne Gewinne gibt es nicht. Entweder werden sie zeitlich verschoben oder mit was anderem (= etwas negativem) gegengerechnet. Aber was da sinnvoll ist, lässt sich nur mit mehr Infos sinnvoll sagen. ?

  • Das Problem ist sehr reel. Betrifft viele Menschen. Das Problem kann unterschiedliche Ausprägungen haben in den unterschiedlichen Gesetzen. Der kleinste gemeinsame Nenner dieses Problems ist der §16 SGB IV, wo die "Summe der Einkünfte" als Einkommensgrenze definiert ist.

    Es gibt auch andere, ähnliche Konstellationen, wo solche Grenzen auf eine mehr oder weniger ähnliche Art und Weise definiert werden, über andere Paragraphen.


    Ja, Studienarbeit kann man darüber sicher machen :)

    Sozialrecht, Steuerrecht, vielleicht noch Familienrecht inklusive