Beiträge von FinanzPanda

    Was ich unbedingt empfehlen würde: Dein Mann sollte für seine freiberufliche Tätigkeit ein Geschäftskonto haben (gibt es heute auch bei online Banken), über das Umsätze, Steuer, berufliche Ausgaben laufen.


    Für den privaten Bereich müsst ihr eine Lösung finden, mit der ihr euch wohl fühlt. Bei uns (seit 20 Jahren verheiratet) ist es so, dass wir mit dem Tag der Hochzeit das Konzept „Deins und Meins“ in finanziellen Dingen sofort aufgegeben haben. Wir haben nur noch Gemeinschaftskonten, Gemeinschaftsdepots und alle Immobilien gehören uns 50/50. Wer von uns mehr oder weniger verdient war bei uns nie ein Thema. Wir sind bzgl. Konsum ähnlich gestrickt (moderat sparsam), so dass es auf der Ausgabenseite keine Konflikte gibt. Das ist unser Modell, das muss aber nicht für jeden das richtige sein.

    Also, das ist alles komplex und du wirst nicht umhin kommen, dich damit einmal ernsthaft zu befassen. Aktuell geht bei Dir mit dem Verständnis alles drunter und drüber.


    Bei der erweiterten beschränkten Steuerpflicht geht es um den Progressionsvorbehalt für die Besteuerung von Einkünften in Deutschland, nicht um eine Besteuerung der Einkünfte, die Du im Ausland erzielst.


    Aber noch mal einen Schritt zurück: Wenn Du wirklich als Expat ins Ausland willst, dann zäumst Du hier das Pferd von hinten auf. Wie andere hier auch schon geschrieben haben ist es sicherlich sinnvoller, erst mal zu überlegen ob und wo du eigentlich aus Karriere-Sicht hinwillst. Die Besteuerung ergibt sich dann halt.


    Falls Du tatsächlich kurzfristige finanzielle Aspekte zum Entscheidungskriterium machen willst, dann ist die Besteuerung Deiner Mieteinkünfte in D höchstwahrscheinlich nicht besonders ausschlaggebend. Wichtiger wird sein, wie die lokale Einkommensteuer vor Ort ist, welche Zulagen dein Arbeitgeber in dem Land jeweils zahlt, und wie die Lebenshaltungskosten sind.


    Wenn Du dann irgendwann konkret über die Mieteinnahmen nachdenkst, dann noch zu beachten, dass Du natürlich nur den Gewinn versteuerst. Es werden also erst mal Abschreibungen, Darlehenszinsen und sonstige Kosten abgezogen. Beim Vergleich mit Wohnung leer lassen ist ferner zu berücksichtigen, dass bei der Vermietung der Mieter auch Nebenkosten übernimmt, die du ansonsten selbst weiter zahlen müsstest.

    Bin kein Experte, also keine Gewähr und unbedingt selbst noch mal nachprüfen. Mein Verständnis:


    - Wenn Du als Expat im Ausland wohnst, aber in D Mieteinkünfte hast, dann bist Du in D „beschränkt steuerpflichtig“. Das bedeutet, dass Du in D nur die Mieteinnahmen versteuerst, ohne Einfluss Deines Einkommens im Ausland.


    - Du musst entsprechend eine Steuererklärung für beschränkt Steuerpflichtige abgeben


    - Der Steuerfreibetrag beträgt für beschränkt Steuerpflichtige allerdings nur 2.000 EUR, so dass Du Steuern wirst zahlen müssen


    - Im Jahr Deines Wegzugs ins Ausland ist die Sache noch etwas anders, da will das Finanzamt zwecks Progressionsvorbehalt Deine Einkünfte im Ausland für dieses „angebrochene“ Jahr wissen.

    Diversifizierung ist das Stichwort. Der prozentuale Anteil der Einzelaktien ist im ETF aus ca. 1500 Unternehmenswerten dann wahrscheinlich doch nicht so schwerwiegend, oder!?

    Na ja, Apple und Microsoft machen zusammen schon ca. 10% des MSCI World aus. Alle Top 10 Positionen zusammen sind ca. 20%, danach fällt es dann ziemlich schnell ab und die einzelnen Aktien haben dann wirklich kaum noch Einfluss.

    Die Wohnung wurde durch einen Gutachter geschätzt (400k), ein Achtel wäre also 50k wert. Würde das am freien Markt so auch erzielt werden? blöde Frage, ich weiß

    Ich fände 1/8 einfach total unattraktiv, weil vermutlich wenig Mitbestimmungsrecht etc.

    Ein Wohnungsanteil ist am freien Markt in der Realität völlig unverkäuflich. Das kauft außerhalb der Familie oder der bestehenden Eigentümergemeinschaft niemand. Das gilt aber auch für die 7/8… Wenn es zum äußersten Streit kommt, kann eine Teilungsversteigerung angestrebt werden, das ist dann für alle Beteiligten ungünstig. Also, am besten einfach darauf einigen, dass die 1/8 des Marktwertes gezahlt werden und fertig.

    McProfit: Du kannst das auch anders sehen: Bei denen Einzelaktien werden alle Dividendenzahlungen sofort in voller Höhe mit der Abgeltungssteuer besteuert. Bei deinen (ich nehme an thesaurierenden) ETF werden die Dividenden direkt ohne jeglichen Steuerabzug reinvestiert. Das ist doch super! Damit das nicht ganz so “unfair” zu Gunsten des ETF ist, musst du jetzt eben ein bisschen Vorabpauschale zahlen, trotzdem ist es aber mit dem ETF steuerlich eher noch günstiger.

    Machen kann man das alles. Ob jetzt gerade ein ETF auf Hochzins-Anleihen für Dich das richtige ist, weiß ich nicht. Bis das aktuell wird, kannst Du Dich damit ja auch noch etwas auseinandersetzen.


    Prinzipiell ist es aber auch so, dass Du allein mit dem Aktien-ETF und dem Geldmarkt-ETF auch alles was vom Rendite/Risiko-Profil dazwischen liegt einfach nachbauen kannst. Einfach indem Du die Gewichtung änderst. Wenn Dir nur Geldmarkt ETF zu sicherheitsorientiert ist, dann kannst Du auch einfach Aktien ETF beimischen. Dann hast Du etwas mehr Rendite-Chance und etwas mehr Risiko, so wie das haben möchtest.

    Hallo.


    Bei der Schilderung erscheint mir Tagesgeld (ggf. ergänzt durch Festgeld) als die passende Lösung. Wenn man das Geld auf drei Institute verteilt, kann man sich sehr sicher fühlen und muss sich keinem Stress aussetzen.

    Sehe ich auch so. Da würde ich einfach in Tagesgeld gehen. Dabei auch nicht auf Teufel komm raus dem höchsten Zins hinterher jagen, sondern eine etablierte Direkt-Bank in Deutschland nehmen. In der Situation gibt es nur ganz wenig Upside und ganz viel Potenzial für Familienstreit, wenn irgendwas nicht so läuft wie erwartet.