Beiträge von RNowotny

    Es ist völlig normal, eine Immobilie auf 20 Jahre zu finanzieren, zumal wenn man sie ohne jegliches Eigenkapital gekauft hat.

    Unter der Annahme, dass wir hier einen Single haben und die 160 TEUR Gewinn, einfach mit einem Angestelltengehalt gleichgesetzt werden, dann reden wir über jemanden, der zum Einkommensstärksten 1-Prozent der Deutschen gehören würde.


    Da sehe ich es irgendwie nicht ein, dass es völlig normal ist, dass dieses eine Prozent mit dem Durchschnittsverdiener gleichgesetzt wird und 20 Jahre+ für eine 0815-Immobilie abzahlen sollte.

    Kennt hier jemand dieses Problem, dass man eigentlich ganz gut verdient und dennoch im Hinblick auf ein Eigenheim einfach immer noch arm ist? Ich finde das ehrlich gesagt langsam etwas frustrierend…

    Hallo,


    ich kann mich dieser Erkenntnis nur anschließen. Gerade in den Metropolregionen (München, Berlin, Frankfurt, Hamburg) übersteigen die Preise für Immobilien oft ein Vielfaches des eigenen Gehalts. In diesen Regionen haben selbst Menschen in Deiner Einkommensklasse Schwierigkeiten sich eine Immobilie leisten zu können.


    Ich kann daher den Frust nachvollziehen und es führt auch gleich zum nächsten Problem. Du nutzt jetzt "günstigen" Wohnraum, welcher damit einem weniger gut verdienenden Haushalt eben nicht zu Verfügung steht. Insbesondere sind es oft ältere Menschen, welche eben in 4-Zimmer-Wohnungen leben, da sich ein Umzug für sie einfach nicht rechnet.

    Ich denke, dass ich das Geld in den nächsten 10 Jahren nicht brauche. Wenn ich eure Fachdiskussion hier richtig verstanden habe, könnte bis dahin der nach dem Kauf eingetretene Kursverlust wieder ausgeglichen sein. Das Emittentenrisiko würde ich (laienhaft) als eher gering einschätzen. - Also halten?!

    Hallo,


    da Du sie bisher als Sicherheitsbaustein gesehen hast, sollte durch die Erkenntnis, dass es sich hier um eine Anlage des risikoreicheren Teils handelt, Deine Risikoallokation zwischen sicherem und risikoreicherem Anteil verschoben worden sein.


    Du solltest Dir also m.E. zuerst darüber klar werden, ob das überhaupt in Ordnung ist.


    Im zweiten Schritt stellt sich dann die Frage ob Du Anleihen als diversifizierende und stabilisierende Komponente mit aufnehmen möchtest.


    Nach den Erkenntnissen aus diesen beiden Schritten kannst Du dann entsprechend handeln.

    Meine Kenntnisse hierzu sind, dass Privatentnahmen auf Ebene der Gesellschaft erfolgsneutral sind und keinen Einfluss auf die Besteuerungsgrundlage haben.


    Auf Ebene der Einzelperson handelt es sich m.W.n. um eine Lohnzahlung, welche zu einer entsprechenden Steuer führt.


    Die Ausschüttung des Gewinns würde ebenfalls wieder zu einer Steuerzahlung bei der Privatperson führen. Eine eventuelle Thesaurierung müsste allerdings die Steuerlast wieder senken.


    Vermutung:


    Ich gehe davon aus, dass es Formulare gibt (Beteiligung oder ähnliches), welche einem in der privaten Steuererklärung ermöglichen, entsprechende Angaben zu tätigen.


    Praktisch sollte die steuerliche Auswirkung aber zwischen Privatentnahme und Gewinnausschüttung identisch sein.


    Da man als Unternehmer i.d.R. einen Steuerberater haben sollte, wäre dieser sicherlich eine gute Anlaufstelle für die korrekte Beantwortung dieser Frage.


    Vielleicht hilft Dir die Antwort ja etwas, ist aber nicht mein Spezialgebiet.

    Außerdem gibt es noch die Seite https://aktienfinder.net , welche sich mit Dividenden und Einzeltiteln beschäftigt.


    Der Spdr ist meiner Meinung nach ein recht guter Dividenden-ETF. Gleichwertiges ist für den Rest der Welt leider nicht verfügbar. Dies liegt allerdings vor allen Dingen an der langen Dividendenkultur der Amerikaner.


    Wenn es nicht nur Dividendentitel mit 20 Jahre+ sein dürfen gibt es auch Alternativen für den Rest der Welt.


    Eventuell ist der FTSE Dividend High Yield dann auch interessant.


    Ein Engagement in Einzeltitel setzt ein etwas höheres Kapital voraus, erscheint mir allerdings bei einer Dividendenstrategie durchaus überlegenswert.


    Zum Thema „Schließung eines ETF“:


    Du bekommst z.B. Anteile an einem neuen ETF oder Dein Geld ausbezahlt.

    Du hältst Anteile am ETF aber nicht an den Einzeltiteln.

    Es geht mehr um eine praktikable Umsetzung. Man kann ja auch empfehlen für jede Sparplanrate einen anderen ETF zu nutzen. Damit könnte man es recht genau austarieren. Allerdings hätte dies eben, neben der Unmöglichkeit da es einfach nicht genügend ETF und Brokerkombinationen gibt, einen enormen Aufwand zur Folge.


    Alle 10 Jahre den ETF wechseln ist einfach ein pragmatischer Ansatz. Hat man mehr Zeit könnte man dann auch 4x10 oder 5x10 machen.


    Die 15 Jahre kommen ja für viele Einzahlungen trotzdem zustande.

    Der erste ETF hat dann Einzahlungen von vor 20-30 Jahren, der zweite von vor 10-20 Jahren und der dritte von 1 Monat bis zu 10 Jahren.


    Der steuerliche Effekt entsteht ja durch die unterschiedlich aufgelaufenen Gewinne. Die ersten Anteile werden hoffentlich deutlich höhere Gewinne aufweisen, wie der zuletzt erworbene Anteil.


    Daher kann man dann steueroptimierter verkaufen.


    Bitte aber beachten, dass diese Strategie nur aus heutiger Sicht einen gewissen Mehrwert ergibt. Für Anfänger spielt sie daher keine Rolle und vielleicht ist sie in 5-10 Jahren überholt, da es dann andere steuerliche Regelungen gibt. (z.B. Altersvorsorgedepot, höhere Freibeträge etc.)

    Was ist denn ein Market Maker? Und warum kauft der Geldmarkt ETFs, die keine Zinsen mehr bringen?

    Hallo,


    ein Market Maker ist der Marktteilnehmer, welcher Angebot und Nachfrage zusammenbringt. Er verpflichtet sich Deine Anteile zu kaufen bzw. Dir Anteile zu verkaufen.


    Er verdient sein Geld allerdings an der Differenz zwischen An- und Verkaufskurs. (Geld-Briefspanne oder Spread).


    Market Maker sind meist große Banken und werden von der BaFin überwacht.

    Wenn wir jetzt doch erst mal wieder eine festere Beziehung zwischen ETF und den zugrundeliegenden Aktien des jeweiligen Index' annehmen: Hat das anti-zyklische Kaufen von mehr Aktien bei fallendem Kurs des Index' eine dämpfende Wirkung auf den Fall des Aktienkurses?

    So lang genügend ETF-Anteile frei verfügbar sind, müssen auch keine Aktien gekauft werden.


    Du müsstest also ein Szenario haben, wo es für einen ETF keine Anteile mehr gibt, die Leute diesen ETF nachfragen und keiner verkauft.


    Gleichzeitig haben wir einen Markteinbruch von 20-50% für den irgendein anderer Marktteilnehmer verantwortlich ist.


    Außerdem hat der Market Maker keinerlei Aktien im Besitz, welche er gegen neu geschaffene ETF-Anteile tauschen kann.


    Jetzt kommt der Market Maker und kauft in großem Stil Aktien auf, da er ETF-Anteile erwerben muss, um Sparpläne auszuführen.


    Bedeutet natürlich, dass die Sparpläne eine enorme und sehr unerwartete Größenordnung haben müssten.


    Ja in einem solchen Szenario würde ich eine dämpfende Wirkung auf den Aktienmarkt erwarten. Es erscheint mir nur recht unwahrscheinlich.