Beiträge von Hornie

    Ist es übrigens Zufall oder Absicht, daß Du den längeren (selbst bei Wikipedia vorhandenen) Abschnitt "Kritik" an dieser These in Deinem Zitat nicht erwähnst ?

    Ich habe m.E. die Kernaussage zitiert. Explizit als Denkansatz beschrieben, nicht als ausführliche Diskussion mit allen Vor- und Nachteilen. Zusätzlich habe ich aber den Link ergänzt, in dem auch Kritikpunkte genannt sind. M.E. ist das korrekt genug.

    Bei der Anlage seiner Mittel (beispielsweise für die Altersvorsorge) war man nämlich noch niemals (und ist es übrigens seit sehr vielen Jahren weniger denn je; Stichwort: ETFs weltweit bzw. weltweit gestreut) auf das eigene "Volkseinkommen" (s)eines Landes (hier Deutschlands) beschränkt präziser limitiert.

    Natürlich kannst Du Dein Geld überall vermehren. Aber die Dienstleistung "Pflege" musst Du in Deutschland einkaufen, wenn Du nicht auswanderst. Wenn es hier nicht genug Pfleger gibt, werden die teurer werden, was die Kaufkraft der Rentner reduziert. Hier kann ich kein Gegenargument zum Mackenroth-Theorem erkennen.

    Richtig ist auch, dass wir noch einiges an Zuwanderung benötigen.


    "Vor sechs Monaten hatte ich ein Beratungsgespräch bei der Rentenversicherung. Da kam im Prinzip heraus, daß ich lieber selbst in einen ETF sparen sollte, das bringt mehr"

    Nach meinen Erfahrungen und Erzählungen ist die Beratung der GRV sehr gut und empfehlenswert!

    Diese Aussage zum ETF-Sparen ist für die Mehrzahl der Bürger m.E. fast eine Binse. Warum soll das also nicht das Beratungsergebnis für einen unbekannten Bürger sein?

    M.E. sind das wirklich Berater und keine Verkäufer.


    Meine Einstellung zu dem Thema ist wie folgt: Die Grundbedürfnisse der Lebenshaltung sollten bei einen Normalrentner durch Rentenzahlungen abgedeckt sein (Anmerkung für Sovereign : Aufgrund Deiner mutmaßlich hohen Rücklagen zählst Du für mich nicht zu den Normalrentnern!). Die restliche Altersvorsorge für Lebensverschönerungen, Reisen etc. sollte unter Renditegesichtspunkten angelegt sein.


    Der Normalrentner war typischerweise Angestellter und bekommt eine gesetzliche Rente, ggf. noch betriebliche/private Renten. Wenn die für das Butterbrot reichen, ist das m.E. ausreichend. Für die Marmelade sollte er ETFs o.ä. haben.


    Unter Renditegesichtspunkten halte ich ETFs für fast unschlagbar. Die garantieren aber keine lebenslange Rente (außer ab Größenordnungen, bei denen die Ausschüttungen reichen).


    Für Rentenzahlungen gibt es die GRV sowie zahlreiche private Versicherungsprodukte. Ich kenne jedoch kein privates Versicherungsprodukt, das auch nur annähernd mit der GRV in der aktuellen Form renditetechnisch mithalten kann. In diesem Sinne bin ich sehr froh, dass wir die GRV haben, trotz Reformbedarf, wie bei jedem großen System.

    Und man darf auch nicht vergessen, dass ein Zwangssystem für viele Bürger ein Segen ist. Nicht jedem ist das Weiterdenken in die Wiege gelegt.

    Die Grundidee beim passiv investieren ist doch

    a) prognosefrei,

    b) günstig und

    c) breit gestreut zu investieren.


    Für c) nimmt man am besten einen breiten Weltaktienindex. Dann hat man den Durchschnitt des Marktes.


    Nun ist es nicht unüblich, dass man sich nicht mit dem Durchschnitt zufrieden geben will. Insbesondere, wenn man eine überdurchschnittliche Bildung und/oder überdurchschnittliches Einkommen hat und womöglich noch überdurchschnittliches Interesse an wirtschaftlichen Zusammenhängen hat, dann sollten doch Erträge möglich sein, die zumindest etwas oberhalb des Marktdurchschnittes liegen, oder? Wenn ich weiß, dass Tech-Aktien über einen langen Zeitraum besser als der Weltaktienindex waren, dann ist das doch der Beweis, dass es leicht möglich ist, den Durchschnitt zu schlagen, oder?


    Ich halte das alles für einen Trugschluss!

    Zunächst sollte mir klar sein, dass das Übergewichten einer Branche ein Verstoß gegen Grundidee a) ist. Natürlich kann das super Ergebnisse bringen, aber eben auch schlechte Ergebnisse, wenn Deine Prognose (weiter überdurchschnittliche Ergebnisse bei Techaktien) falsch war. Im Durchschnitt verbessert sich das Ergebnis eben nicht.


    Weiter sollte man sich m.E. davon verabschieden, dass der Durchschnitt nur mittelmäßig wäre! An den Märkten sind die Profis tonangebend. Die Order aller Privatkunden sind fast unbedeutend für die Kurse. Daraus folgt, dass der Weltindex der Durchschnitt der Profis ist. Besser kann ich also nur sein, wenn ich die Mehrzahl der Profis schlage. Wer sich das zutraut, sollte prüfen, ob er nicht an Selbstüberschätzung leidet!

    Aktive Aktienfonds werden von Vollzeit-Profis gemanagt und schaffen es in den wenigsten Fällen, einen Index über eine längere Zeit zu schlagen. Warum sollte ich als Teilzeit-Möchtegernprofi besser sein?


    Ich handele auch seit ca. 40 Jahren Aktien und kann tolle Erfolge aufzählen. Aber es gibt auch sehr viele Geschäfte, an die ich mich nicht gerne erinnern mag. Natürlich habe ich keine Statistik geführt, aber ich bin überzeugt, dass ich in Summe nicht an den MSCI World heranreichen kann. Daher ist es gut, dass ich heute kaum noch Einzelaktien und ebenso nur wenige Branchen-ETFs habe.

    Zitat

    Der Begriff “No Trouble Found” (NTF) bezieht sich auf eine Situation, in der ein Kunde ein vermeintliches Problem oder einen Defekt an einem Produkt meldet, aber bei der anschließenden Untersuchung des Produkts durch den Hersteller oder Zulieferer keine tatsächliche Fehlfunktion oder Störung festgestellt werden kann.

    Also doch alles gut bei Onvista! ;)


    Ein Depotwechsel ist schnell gemacht, dieses Jahr oder auch erst nächstes Jahr. Also würde ich ruhig abwarten, was die Coba als "Halteprämie" anbietet und dann in Ruhe entscheiden.

    ... dieses "Von der Hand in den Mund"-Systems (Umlageverfahren)

    Dazu möchte ich als Denkanreiz auch einmal auf das Mackenroth-Theorem hinweisen:

    Zitat

    Demnach ist das Kapitaldeckungsverfahren de facto nur eine Variante eines grundsätzlich immer vorhandenen Umlagesystems. Das liegt darin begründet, dass die Leistungen und Güter, die die Rentner benötigen, nur in der Gegenwart durch die Arbeitenden erbracht werden können. Nimmt die Zahl der Arbeitenden und damit die Zahl der angebotenen Güter und Leistungen ab, dann nützt auch kein angespartes Kapital, denn dann steht einem hohen Angebot an Geld ein geringes Angebot an Waren gegenüber. Das führt zu steigenden Preisen und zu steigenden Löhnen, an denen aber die nicht arbeitenden Rentner in einem nur kapitalgedeckten System nicht partizipieren. Der Wert der angesparten Rente schmilzt dahin.

    Quelle: Mackenroth-These – Wikipedia

    Unabhängig davon, was vielleicht finanziell um 10€ besser ist:


    Der Vertrag hat Dich vor 2 Jahren beschäftigt, beschäftigt Dich aktuell und in Zukunft wirst Du Dir noch ein paarmal Gedanken darüber machen, was wirklich besser ist.


    Ich würde diesen Vertrag beenden, weil es ein Kleinstvertrag ist und jede Beschäftigung damit kostbare Lebenszeit verschwendet.


    Carpe Diem.

    Frage 2: Ja


    Frage 3: Ich würde bei Kauf von PKW3 angeben, dass PKW3 das Nachfolgeauto von PKW2 ist. Das sollte klappen, auch wenn PKW2 erst verspätet verkauft wird.


    Frage 4: Wenn Du ein Jahr keine Vollkasko hast, bekommt eine neue Vollkasko die gleiche SFK, wie die Haftpflicht. Eine Alt-Vollkasko zählt also nicht mehr.

    Aus Sicht des Gesetzgebers ist die große Stücklung eine Art Schutz für Kleinanleger, die sich solche Insti-Anleihen eben bewusst nicht leisten können sollen.


    Interessant finde ich, dass TR viele Anleihen mit beliebiger Volumen anbietet. Dort ist es also tatsächlich möglich, z.B. 100€ in eine Anleihe zu investieren, die eine 100.000er-Stücklung hat. Das Prinzip ist also ähnlich, wie bei Bruchteilen von Aktien oder Fonds. Natürlich auch mit den gleichen Nachteilen.


    Das Anleiheuniversum ist begrenzt. Ob auch TIER-Bonds dabei sind, habe ich nicht geprüft. Es gibt nur einen Kontrahenten, dessen Kurse man als semioptimal bezeichnen kann. Ob das Dein Problem löst, müsste also im Einzelfall geprüft werden.

    Ich kann auch nur empfehlen, diese Erbengemeinschaft zu beenden oder zu verlassen. Also durch Verkauf oder Teilungsversteigerung.

    Selbst eine Vermietung würde ich vermeiden, führt nur zu dauerhaften Folgediskussionen.


    Steuerliche Frage: Kann man bei so einem anteiligen Immobilienbesitz und bei ausbleibenden Mieteinnahmen diese nicht beim Finanzamt geltend machen und mit anderen Einnahmen verrechnen?

    Wenn eine Gewinnerzielungsabsicht besteht ja. Das setzt m.E. voraus, dass man mit allen (auch juristischen) Mitteln versucht, einen Mietvertrag und Mieteinnahmen zu erreichen.

    Absetzbar sind dann natürlich nur Ausgaben, keine ausbleibenden Einnahmen.