175k im Depot, jetzt die ETF-Strategie ändern? Bitte um Meinungen

  • Hallo zusammen,


    ich möchte meine ETF Strategie ändern und wollte mich vorab vergewissern, ob man das so machen kann.


    Aktuell habe ich 175k im MSCI world core den ich mit 1,5k monatlich bespare. Beeinhaltet ca. 44k Gewinn.


    Mein Plan ist jetzt je


    1500€ in the S&P 500 Core zu stecken und 500€ in the NASDAQ 100.


    Den Sparplan auf den msci world core würde ich beenden und den ETF einfach so weiterlaufen lassen.


    Warum mache ich das:


    1. Der msci world core soll als Altersdepot dienen (ich bin 35 aktuell) und den S&P könnte ich dann irgendwann in den nächsten Jahren entsparen, falls Geld für eine Immobilie benötigt wird.

    2. der S&P kostet minimal weniger und liefert etwas mehr Rendite (bei leicht erhöhter Volatität im Gegensatz zum World) - ich glaube auch weiterhin das die USA das Marktgeschehen dominieren werden.

    3. Der Nasdaq soll einfach noch als kleiner Rendite Booster dienen. Das Thema KI etc. ist in meinen Augen noch lange nicht an seine Grenzen gestoßen. Natürlich kann es keiner mit Sicherheit sagen, ich würde diese Wette aber eingehen.


    Kann man das so machen oder ist mein Plan völlig abwegig?

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  • KANN man so machen. "Völlig abwegig" würde ich auch nicht sagen.


    Ich persönlich halte es aber dennoch nicht für sinnvoll. Es weiß niemand wie lange der "Höhenflug" der USA noch anhalten wird. Das kann noch mehrere Jahre so gehen, kann aber auch nächstes Jahr vorbei sein. Ich bin hier für eine breitere Diversifizierung, die zumindest alle Industrieländer umfasst - also so, wie du es bisher bespart hast. Ich fände es nachvollziehbarer wenn du sagen würdest, dass du nun einen (kleinen) Teil Emerging Markets mit reinnehmen würdest. Entweder durch einen EM-ETF, oder über einen All World ETF. Ausschließlich USA halte ich für einen zu großen Klumpen. Du hast aktuell schon über 60% USA in deinem Portfolio. Für den Nasdaq 100 gilt dies natürlich noch verstärkt. Warum gehst du nicht direkt auf einen KI-ETF oder (ich übertreibe absichtlich) 100% auf NVIDIA, wenn du daran glaubst und das Risiko eingehen willst?


    Es bleibt natürlich deine Entscheidung. Es gibt durchaus eine Wahrscheinlichkeit, dass du mit solch einer neuen Verteilung auch langfristig nicht schlecht fährst. Ich würde sagen: bei der bisherigen Strategie bleiben, oder noch mehr diversifizieren - und sich darüber freuen, wenn der bereits vorhandene große USA- und Tech-Anteil weiterhin gute Rendite bringt. Und wenn dann andere Länder/Regionen und Branchen wieder mehr hochkommen, dann nimmst du das eben auch deutlich schneller mit als wenn du dann schon wieder deine Strategie ändern musst.


    Die große Kunst ist nicht eine Strategie zu finden, sondern bei ihr zu bleiben - und nicht immer wieder wechseln zu wollen, nur weil es in einem Teilmarkt gerade besser oder schlechter läuft, oder weil man dies oder jene Entwicklung erwartet. Spekulation.


    Anders gesagt nochmal, auch bezogen auf deine bereits vorhandenen 175.000: du hast das "Spiel" noch nicht gewonnen - aber du bist auf einem sehr guten Wege. Warum von diesem Weg jetzt wieder aktiv runtergehen?


    Viel Erfolg bei deinen Entscheidungen!

  • Impidimpi: Danke dir für deine ausführliche Meinung dazu. Auf ein paar Sachen antworte ich noch.


    "Es weiß niemand wie lange der "Höhenflug" der USA noch anhalten wird"

    Tatsache ist, dass der Höhenflug der USA schon lange anhält. Obwohl das Land überall politisch involviert ist, wenn es knallt. Ich brauche mich nur in meinem Büro umzuschauen... wenn ich alles rausschmeißen würde, was aus den USA kommt, säße ich an einem nackten Ikea-Schreibtisch mit ein paar Leitz-Ordnern und einem Block. (und wahrscheinlich einem Fax aus good old Germany).


    Natürlich kann man aus vergangenen Börsenzeiten nicht auf die Zukunft schließen, aber ich sehe in den USA noch viel Potenzial. Ganz nach dem Motto von Buffet: Wette nie gegen die USA.


    "Warum gehst du nicht direkt auf einen KI-ETF oder (ich übertreibe absichtlich) 100% auf NVIDIA"

    Ich glaube, dass es zwischen dem Nasdaq 100 und einer Einzelaktie noch einmal einen großen Risikounterschied gibt.


    "Ich fände es nachvollziehbarer wenn du sagen würdest, dass du nun einen (kleinen) Teil Emerging Markets mit reinnehmen würdest."

    Ich hatte mal einen Small Caps und EM ETF als Beimischung, habe ihn aber wieder verkauft. Ich habe mich mit diesen ETFs nicht wohl gefühlt und mein Vertrauen in Länder wie China oder Indien ist einfach nicht groß. Beispiel Indien: Die Top-IT-Leute sitzen zum Großteil schon in US-Tech-Firmen.


    "Die große Kunst ist nicht eine Strategie zu finden, sondern bei ihr zu bleiben"

    Wie gesagt, der msci world core soll jetzt langweilig bis zur Rente liegen bleiben, da kommt auch ohne Sparplan eine schöne Summe raus. Den S&P und Nasdaq sehe ich jetzt eher als zweites und kurzfristigeres Projekt, das noch mehr bringen soll.


    Und seien wir mal ehrlich, international gesehen ist der S&P500 ein ziemlich 0815 Standard ETF, der von zig Millionen bespart wird und nicht gerade als Hochrisikoanlage gilt. Zumal Millionen Amerikaner ihn als Altersvorsorge nutzen.


    "Anders gesagt nochmal, auch bezogen auf deine bereits vorhandenen 175.000: du hast das "Spiel" noch nicht gewonnen - aber du bist auf einem sehr guten Wege. Warum von diesem Weg jetzt wieder aktiv runtergehen?"

    Eigentlich will ich gar nicht vom Weg abkommen, sondern auf die Überholspur, um im Bild zu bleiben ;)

    Abseits von dem ETF Depot habe ich bereits eine Immobilie frühzeitig geschenkt bekommen, ein weiteres gutes Erbe in Aussicht und noch ein BTC Depot (aktuell 23k im Plus). Von daher fühle ich mich auch relativ gut nach unten hin abgesichert (BTC natürlich mal ausgenommen, aber auch hier bin ich auf längere Sicht sehr bullish, investiere aber nichts mehr rein).

  • Abseits von dem ETF Depot habe ich bereits eine Immobilie frühzeitig geschenkt bekommen, ein weiteres gutes Erbe in Aussicht und noch ein BTC Depot (aktuell 23k im Plus). Von daher fühle ich mich auch relativ gut nach unten hin abgesichert (BTC natürlich mal ausgenommen, aber auch hier bin ich auf längere Sicht sehr bullish, investiere aber nichts mehr rein).

    Evtl. wäre es dann aber auch sinnvoll gewesen bereits im Eingangsthread die Hosen herunter zu lassen. :/

    Es ist halt eine ganz andere Situation, wenn ich sage ich habe XXX€ Depotwert oder aber ich habe XXX€ Depotwert, XXX€ in Krypto und eine Immobilie ohne Hypothekenbelastung.

    Schon allein die Immobilie lässt sich ja als Sicherheit für eine weiter Immobilienanschaffung beleihen.


    Ich halte nix von Töpfchenwirtschaft was Geld angeht. Ich habe ein Vermögen. Ob ich das Geld später für die Altersvorsorge nutze oder davon eine Weltreise mache spielt keine Rolle. Ich kann jeden Euro nur einmal ausgeben.

    JustMy2Cent


    Viel Erfolg mit Deinen Finanzentscheidungen mit Deinem Geld.


    PS: Ich frage mich nur, warum Du dann überhaupt je in den MSCI World investiert hast?

    Der Höhenflug der USA dauert jetzt ja bereits 15 Jahre an. :/

  • Da gab es neulich einen Artikel in der Zeitung Welt, dass der S&P 500 den MSCI Welt im Vergleich der Sparpläne in den letzten 20 Jahren geschlagen hat und dadurch ein beeindruckend viel höherer Endwert herauskommt. Das hatten wir hier doch auch diskutiert, oder? An der Methodik gab es einiges zu meckern, aber die Richtung stimmte schon.


    Vielleicht hat Finanzfranzhans den Artikel auch gelesen?

  • der S&P kostet minimal weniger

    Das scheint mir kein relevantes Entscheidungskriterium


    und liefert etwas mehr Rendite (bei leicht erhöhter Volatität im Gegensatz zum World)

    Rückblickend war das so


    ich glaube auch weiterhin das die USA das Marktgeschehen dominieren werden

    Sehe ich auch so, wobei „das Marktgeschehen dominieren“ in beide Richtungen gehen kann…


    Das Thema KI etc. ist in meinen Augen noch lange nicht an seine Grenzen gestoßen

    Im Jahre 2000 war das internet auch noch lange nicht an seine Grenzen gestoßen und trotzdem ist der NASDAQ erst mal brutal abgerauscht und es hat bald 15 Jahre gedauert, bis der alte Höchststand wieder erreicht wurde…


    Also: Wenn Du glaubst, dass die USA als Region und Tech als Branche (in der Breite, nicht einzelne Unternehmen!) weiter stark wachsen werden und diese Erwartung in den aktuellen Kursen noch nicht ausreichend eingepreist oder gar übertrieben ist, dann ist deine Idee genau richtig.


    Garantie gibt es nicht. Mit dem MSCI World bist Du sowohl in USA als auch in Tech schon recht exponiert, aber wenn man will kann man das natürlich noch weiter steigern.

  • Und welche Aussage für die Zukunft hat es, wenn der S&P 500 in den vergangenen 20 Jahren den MSCI World ausperformt hat? :/


    Nicht das mich jemand falsch versteht. Ich glaube, dass man auch mit einem S&P 500 und sogar einem DAX-ETF auf 20 Jahre eine sehr gute Rendite einfahren kann.

    Kann sogar deutlich besser oder schlechter laufen wie ein MSCI World. Es liegt nun mal in der Natur der Sache, dass man mit einem konzentrierteren Portfolio andere Chancen und Risiken hat wie mit einem breiter diversifizierten Portfolio.

    Und zweifellos erzielt die beste Rendite immer der Anleger, der zum richtigen Zeitpunkt immer die richtigen Aktien im Portfolio hat.

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    Tatsache ist, dass der Höhenflug der USA schon lange anhält. Obwohl das Land überall politisch involviert ist, wenn es knallt. Ich brauche mich nur in meinem Büro umzuschauen... wenn ich alles rausschmeißen würde, was aus den USA kommt, säße ich an einem nackten Ikea-Schreibtisch mit ein paar Leitz-Ordnern und einem Block. (und wahrscheinlich einem Fax aus good old Germany).


    Natürlich kann man aus vergangenen Börsenzeiten nicht auf die Zukunft schließen, aber ich sehe in den USA noch viel Potenzial. Ganz nach dem Motto von Buffet: Wette nie gegen die USA.

    Grundsätzlich richtig. Haben bei Japan natürlich auch viele gedacht und dann... nein, es lässt sich nicht 1:1 vergleichen, das lässt es sich nie. Wir reden aber nicht darüber, dass die USA komplett abschmieren, sondern, dass sie auch mal schlechter laufen können als die restliche Welt. Und diese Zeiten gab es meines Wissens nach durchaus.


    Ich glaube, dass es zwischen dem Nasdaq 100 und einer Einzelaktie noch einmal einen großen Risikounterschied gibt.

    Wie gesagt: absichtliche Übertreibung, um den Punkt deutlich zu machen. Du kannst immer weniger diversifizieren, weil irgendein Teilmarkt oder ein einzelnes Unternehmen besser läuft.


    Wie gesagt, der msci world core soll jetzt langweilig bis zur Rente liegen bleiben, da kommt auch ohne Sparplan eine schöne Summe raus. Den S&P und Nasdaq sehe ich jetzt eher als zweites und kurzfristigeres Projekt, das noch mehr bringen soll.


    Und seien wir mal ehrlich, international gesehen ist der S&P500 ein ziemlich 0815 Standard ETF, der von zig Millionen bespart wird und nicht gerade als Hochrisikoanlage gilt. Zumal Millionen Amerikaner ihn als Altersvorsorge nutzen.

    Hat auch niemand behauptet. Millionen Amerikaner haben aber auch einen (vermutlich Untertreibung) potenziellen Home-Bias. Nochmal: es geht nicht darum, ob du damit zwangsläufig schlecht fahren wirst.


    Ich hatte mal einen Small Caps und EM ETF als Beimischung, habe ihn aber wieder verkauft. Ich habe mich mit diesen ETFs nicht wohl gefühlt und mein Vertrauen in Länder wie China oder Indien ist einfach nicht groß. Beispiel Indien: Die Top-IT-Leute sitzen zum Großteil schon in US-Tech-Firmen.

    Das "nicht wohlfühlen" kann ich verstehen - das ist der Grund, weswegen auch ich mit einem MSCI World ohne EM angefangen habe (v.a. China... keine Demokratie usw.) und erst etwas später auf einen All World (FTSE) umgestiegen bin. Ich habe für mich dann entschieden, dass Gefühle/Emotionen in meiner persönlichen Anlagestrategie nichts zu suchen haben. Ähnlich wie beispielsweise bei nachhaltigen Anlagen (SRI, ESG usw.). Das muss Jeder selbst mit sich selbst ausmachen.


    Ich setze nicht auf einzelne Länder, sondern darauf, dass die Weltwirtschaft langfristig insgesamt wachsen wird. Dafür gibt es hinreichend (wissenschaftliche/fundierte) Hinweise, dass das so weitergehen wird. Wenn das nicht so weitergeht, dann wäre es vermutlich auch recht egal wieviel Bargeld ich auf dem Konto hätte - dann hätten wir ein größeres Problem. Während ich mir bei einem einzelnen Land, einer einzelnen Region, mir durchaus auch mal einen Abschwung vorstellen könnte.

    Eigentlich will ich gar nicht vom Weg abkommen, sondern auf die Überholspur, um im Bild zu bleiben ;)

    Das wollen viele. Aber dann ist man eben zu einem Teil Jemand, der aktiver anlegt als es die aller meisten Experten empfehlen. Es gibt Gründe für die Empfehlungen verbrauchernaher Quellen wie z.B. Finanztip, oder eben auch renommierten Experten und Wissenschaftlern.


    Ich halte nichts von dem momentan dauernd zu lesenden MSCI-World-"Bashing", Stichwort "zu hoher US-Anteil". Viele US-Unternehmen sind auch international tätig. Mein persönlicher Punkt weswegen ich den meisten zu einem All-World-ETF raten würde ist vor allem, dass man den Aufstieg von Unternehmen und anderen Teilmärkten (EM) gar nicht mehr großartig im Blick haben muss - es wird komfortabel in einem Paket geregelt nach Marktkapitalisierung. Auch der World nur mit DM ist aus meiner Sicht völlig ok. Mir persönlich wäre rein USA zu wenig. Die Argumente hast du nun ja gehört :)


    Abseits von dem ETF Depot habe ich bereits eine Immobilie frühzeitig geschenkt bekommen, ein weiteres gutes Erbe in Aussicht und noch ein BTC Depot (aktuell 23k im Plus). Von daher fühle ich mich auch relativ gut nach unten hin abgesichert (BTC natürlich mal ausgenommen, aber auch hier bin ich auf längere Sicht sehr bullish, investiere aber nichts mehr rein).

    Das sind deine persönlichen Randdaten, die wir ja nicht kannten.


    Dazu die Anmerkung, dass man sich auf potenzielles Erbe nicht verlassen sollte. Gar nicht weil man enterbt werden könnte (das auch), sondern vor allem weil das Geld eventuell doch (Pflege...) am Ende weniger werden könnte als man sich das ausmalt.


    Aber ja: wenn man ein Polster hat, z.B. eine Immobilie, die man vielleicht sogar selbst bewohnt, dann könnte es ja sogar schon sein, dass das "Spiel" doch bereits gewonnen ist. Manche sagen dann vielleicht "ok, dann erst recht mehr Sicherheit". Kannst es auch anders herum sehen.


    Deine persönliche Anlageentscheidung! Hier werden die meisten wohl eher zu mehr als zu weniger Diversifikation raten.


    Wärest Du Deiner Sache so sicher, wie Du es darstellst, würdest Du nicht fragen, sondern einfach machen.

    Genau. Du, also Finanzfranzhans , willst vermutlich hier Meinungen hören, die dich entweder bestätigen, oder die dich zweifeln lassen. Das halte ich für legitim. Kannst auch mit Sicherheit beides hier bekommen, wobei vermutlich die Gegenstimmen größer ausfallen werden erfahrungsgemäß.


    Die Frage ist, ob es dir wirklich hilft. Ich kann dazu nur sagen: hab eine Strategie und bleib dabei. Wenn du der Meinung bist, dass die USA nun weiterhin überperformen werden, dann hast du die Entscheidung vielleicht wirklich schon getroffen. Keiner wird dir hier das Gegenteil beweisen können, genausowenig wie du deine These hier belegen kannst. Keiner kennt die Zukunft. Deswegen verlasse ich mich eben auf fundierte wissenschaftliche Erkenntnisse, die entsprechenden Experten dazu und in der Folge auf den Weltmarkt.

  • 1. Der msci world core soll als Altersdepot dienen (ich bin 35 aktuell)

    Wenn Du nichts weiter einzahlst, wird der vermutlich grob bei ca. 1 Mio. EUR liegen bis in 30 Jahren (vor Inflation, nach Kapitalertragsteuer; unter Annahme von 2,5% Inflation entspräche das einer heutigen Kaufkraft von ca. 550.000 EUR). Bei einer sicheren Entnahmerate von 3% wären das jährlich 16.650 EUR brutto (!), das heißt knapp 1.400 EUR im Monat brutto. Das ist Geld, aber keine sorgenfreie Altersrente.


    und den S&P könnte ich dann irgendwann in den nächsten Jahren entsparen, falls Geld für eine Immobilie benötigt wird.

    Wie konkret ist der Immobilienplan? Wäre blöd, wenn Du eine Immobilie kaufen willst, und der S&P 500 gerade um 50% abgestürzt ist...


    2. der S&P kostet minimal weniger und liefert etwas mehr Rendite (bei leicht erhöhter Volatität im Gegensatz zum World) - ich glaube auch weiterhin das die USA das Marktgeschehen dominieren werden.

    Thema "kostet weniger": Es gibt auch marktbreite Welt-ETFs mit sehr niedriger TER, je nach Anbieter.


    Thema "liefert etwas mehr Rendite": Solange die USA performen, ja. Es ist eine Wette.


    Thema "leicht erhöhte Volatilität": Die Frage ist, ob das mit Deinem Plan, "kurzfristig" anzulegen und das Geld für einen Immobilienkauf einzusetzen, kollidiert...

    3. Der Nasdaq soll einfach noch als kleiner Rendite Booster dienen. Das Thema KI etc. ist in meinen Augen noch lange nicht an seine Grenzen gestoßen. Natürlich kann es keiner mit Sicherheit sagen, ich würde diese Wette aber eingehen.

    Es ist eben eine Wette, wie Du richtig sagst. Kann gutgehen oder schiefgehen.

    Kann man das so machen oder ist mein Plan völlig abwegig?

    Völlig abwegig nicht. Es ist eben mehr Spekulation dabei als mit einem 08/15 marktbreiten Welt-ETF.


    Eigentlich will ich gar nicht vom Weg abkommen, sondern auf die Überholspur, um im Bild zu bleiben ;)

    Die kann im blödesten Fall aber auch als Sackgasse auf einem Feldweg enden (um weiter beim Bild zu bleiben ;) ). Solange Dir das klar ist und Du das Risiko eingehen möchtest, ist das ja okay.



    Abseits von dem ETF Depot habe ich bereits eine Immobilie frühzeitig geschenkt bekommen, ein weiteres gutes Erbe in Aussicht und noch ein BTC Depot (aktuell 23k im Plus). Von daher fühle ich mich auch relativ gut nach unten hin abgesichert (BTC natürlich mal ausgenommen, aber auch hier bin ich auf längere Sicht sehr bullish, investiere aber nichts mehr rein).

    "Immobilie geschenkt bekommen": Das hilft natürlich. Wohnst Du selbst drin oder vermietest Du? Mehr so Einzimmerwohnung in Hintertupfingen oder Penthouse in München?


    "gutes Erbe in Aussicht": Damit würde ich grundsätzlich nicht planen. Man weiß nie, was passiert. Solange die Eltern noch leben, ist es deren Geld. Sie können es verjubeln, verschenken, oder es geht für langjährige Pflege im Heim drauf.


    "BTC Depot": Joa, Du zockst anscheinend gern.


    Bevor Du weiteres Geld in BTC steckst, dann lieber in den S&P 500.

  • Und welche Aussage für die Zukunft hat es, wenn der S&P 500 in den vergangenen 20 Jahren den MSCI World ausperformt hat? :/


    Nicht das mich jemand falsch versteht. Ich glaube, dass man auch mit einem S&P 500 und sogar einem DAX-ETF auf 20 Jahre eine sehr gute Rendite einfahren kann.

    Kann sogar deutlich besser oder schlechter laufen wie ein MSCI World. Es liegt nun mal in der Natur der Sache, dass man mit einem konzentrierteren Portfolio andere Chancen und Risiken hat wie mit einem breiter diversifizierten Portfolio.

    Und zweifellos erzielt die beste Rendite immer der Anleger, der zum richtigen Zeitpunkt immer die richtigen Aktien im Portfolio hat.

    Sehr gut formuliert!


    Niemand (kaum Jemand?) wird den S&P 500 hier schlechtreden. Aber die Annahme, dass er weiter besser laufen wird, ist eben nicht zu belegen. Selbstverständlich kannst du das machen, wenn das dein Gefühl ist und du auf dein Gefühl hören willst! Wie gesagt: eine Katastrophe ist es voraussichtlich nicht. Aber weniger Diversifikation und damit die Chance auf Mehrrendite geht eben immer. Ob man das zusätzliche Risiko tragen will, muss Jeder selbst entscheiden. Mir reichen die 6-7% p.a. aus.

  • Jede Anlage muss dem Anleger ein gutes Gefühl vermitteln, sonst wird das erst einmal nix. Jetzt haben wir 2 Momentaufnahmen in dieser Anlage und 2 Sachen (Land und Branche), die jetzt über Jahre gut, oder besser sehr gut gelaufen sind. Wie wir alle wissen, kennen wir nur die Vergangenheit, allerdings sind in dieser Börsentechnisch beide Sachen auch schon abgeschmiert, Branchen und Länder. Nun muss man sich entscheiden ob man zu einem MSCI World, der bereits USA und Tech lastig ist, noch einmal 100% der bereits hohen Anteile drauf packt. Sollte man damit ein gutes Gefühl haben, dann man los…. allerdings würde ich da nicht unbedingt im Forum auf andere Meinungen hören, da es dort in alle Richtungen gehen wird. Bedenken würde ich natürlich, dass der S&P500 über Jahre besser gelaufen ist als der normale Weltweite ETF, da die Börse nun mal keine Einbahnstraße ist, könnte es natürlich auch abwärts gehen. Momentan sind mir die Ausschläge zu heftig, Apple hat Probleme im Absatz, verkündet den Einstieg mit KI und der Kurs geht durch die Decke :/. Ob Anleger das weiterhin so würdigen, ich weiß es nicht. War nur ein Beispiel aber es gibt da noch einige andere. Heißt für mich, es wird größere Schwankungen geben, in welche Richtung mehr ??? die Zukunft wird es uns zeigen.

  • Alles andere als eine Anlage in einen möglichst breit anlegenden weltweiten ETF ist eine Vorhersagestrategie (im Fall des S&P500 zum Beispiel auf die Überlegenheit der Amerikanischen Firmen) - niemand kann verlässlich vorhersagen, dass das heutige Muster auch noch in 20 Jahren gilt. Und jetzt kommt mir nicht damit, dass der MSCI World ja auch stark USA-lastig ist - ja, das ist er, kann sich aber ändern, wenn sich die Weltwirtschaft dreht.

    Ich will nicht sagen, dass eine Fokussierung auf bestimmte Länder oder auch Wirtschaftssektoren nicht funktionieren kann, hat aber definitiv ein höheres Risiko als das weltweite Investment.


    Wenn man neben dem MSCI World noch weiter diversifizieren will, kommen sicher noch Optionen wie Einzelaktion, Edelmetalle, Immobilien, Anleihen etc. in Frage mit all den möglichen Auswirkungen auf Volatilität und Performance. So hat in diesem Jahr z. B. bisher mein Edelmetallanteil besser performt als Fonds und ETFs, aber schlechter als meine Aktien-Kollektion. Kann im nächsten Jahr komplett anders sein...in der Summe sollte es aber dennoch langfristig nach oben gehen mit dem Mix.

  • Wärest Du Deiner Sache so sicher, wie Du es darstellst, würdest Du nicht fragen, sondern einfach machen.

    Genau. Du, Finanzfranzhans , willst vermutlich hier Meinungen hören, die dich entweder bestätigen oder die dich zweifeln lassen. Das halte ich für legitim. Kannst auch mit Sicherheit beides hier bekommen, wobei vermutlich die Gegenstimmen größer ausfallen werden erfahrungsgemäß.

    Ich erlebe hier im Forum relativ häufig, daß jemand fragt und Gegenmeinungen erfährt. Die möchte er aber eigentlich nicht hören und fängt daraufhin an, seinen Plan vehement zu verteidigen. Die Diskussion, die sich daraus ergibt, ist in aller Regel fruchtlos.


    Wenn jemand eine Investment-Idee hat, von der er überzeugt ist, dann muß er sie mit eigenem Geld ausprobieren. Jeder legt sein eigenes Geld selber an und ist für die eigene Geldanlage selbst verantwortlich.


    Wenn ich ein Gegenargument nenne, ist das meine - vielleicht abweichende - Sicht der Dinge. Was bringt es einem Frager, wenn er mir "beweist", das meine Sicht der Dinge falsch ist?


    Eine Diskussion in einem Forum zu "gewinnen" ist kein Garant für Anlageerfolg.

  • Finanzplanung muß immer ganzheitlich sein, sonst führt sie hinter die Fichte.

    [177,5 T€ in einem ETF auf den MSCI World]
    1,4 BTC (22k im plus) [das sind etwa 80 T€]
    - 2k warten noch drauf reingeschoben zu werden, wenn der Preis nochmal fällt

    11k in einem Immo Fonds, die demnächst frei verfügbar werden

    < 5k aufm Giro / Tagesgeld

    [1 M€] Grundstück mit sehr altem Haus im Speckgürtel von Stuttgart


    Gehalt sind nur 2700, lebe bei meinem Vater im (zweiten) Haus. Er lebt alleine und wir haben genug Platz. Er verdient sehr gut und zahlt alles, ich mach den Rest wie einkaufen, putzen etc. Damit kann ich mir die relativ hohe Sparquote leisten.

    Du verdienst etwa 33 T€/a, hast also ein respektables Aktien-ETF-Depot von 6 Jahresgehältern und weitere fast 3 Jahresgehälter Bitcoin. Ich mag Bitcoin nicht, aber das ist Deine Sache.


    Demgegenüber sind die 2 T€ Peanuts, selbst die 11 T€ sind demgegenüber ein kleiner Betrag.


    Tagesgeld/Liquiditätsreserve ist meines Erachtens etwas knapp, man könnte überlegen, die 11 T€ in einen Geldmarktfonds zu stecken, das ist ähnlich wie Tagesgeld.


    Der Riesenbatzen in Deinem Vermögen ist aber die Immobilie. Was planst Du denn damit? Ist das Haus vermietet? Steht es leer? Wäre das so, daß Du eventuell selber einziehen könntest? Ein derartiger Vermögenswert sollte schon einen Ertrag bringen. Ein ungenutztes Haus kostet ja nur.


    Du wohnst mit 35 bei Deinem Vater, der offensichtlich noch berufstätig ist, vermutlich aber nicht mehr besonders lang. Du bist vermutlich ledig. Das kann so bleiben, das muß aber nicht unbedingt so bleiben. Solltest Du eine Partnerschaft eingehen, wirst Du vermutlich nicht mehr in Deinem Elternhaus wohnen bleiben.


    Nach meinem Dafürhalten ist die vordringlichste Frage bei Dir nicht, ob Du Deine Sparbemühungen weiter in den MSCI World steckst, sondern was mit dem geschenkten/geerbten Haus ist oder passieren soll.

  • Nach meinem Dafürhalten ist die vordringlichste Frage bei Dir nicht, ob Du Deine Sparbemühungen weiter in den MSCI World steckst, sondern was mit dem geschenkten/geerbten Haus ist oder passieren soll.

    Das fragen wir uns auch seit einiger Zeit. Problem ist noch, ich habe eine ältere Schwester, die das Haus und Grundstück mit geschenkt bekommen hat. Pro Kind ist das Haus + Grundstück 1kk wert. Weder meine Schwester noch ich haben aktuell Partner.


    Sie würde es wohl eher verkaufen wollen, da sie es bevorzugt flexibel zur Miete zu leben und wahrscheinlich irgendwann wegzieht. Ich würde gerne in der Gegend bleiben und auf dem Grund ein neues Haus bauen und eine Familie gründen.


    Das aktuelle Haus ist aus Ende 1940 und renovieren würde sich nicht mehr lohnen. Aber im EG lebt aktuell noch ein Paar in einer netten Wohnung (Mieter). Der Rest vom Haus ist eher nicht mehr vermietbar und auch nicht bequem bewohnbar.


    Falls ich das Haus alleine haben will, müsste ich aber meine Schwester auszahlen (1kk) und ein Hausneubau kostet sicher auch nochmal mind 500k+. Soviel habe ich dann auch nicht.


    Klar dann sagt man verkaufen, aber selbst im weiteren Umkreis müsste man für ein Grundstück mit Haus auch sicher mit 1kk Kosten rechnen. Aktuell kassieren wir halt Miete, die aber mein Vater erhält, da er noch die Kosten fürs Haus zahlt. Ist alles vom Notar so besiegelt worden.


    Dieses Haus ist der Elefant im Raum und auch eine wesentlich größere Entscheidung als die ETF Frage. Es gibt zwar noch das Haus, wo ich mit dem Vater aktuell drin wohne (Gesamtwert 1kk ca gesamt), aber da möchte mein Vater natürlich noch leben.


    Fluch und Segen zugleich, wenn man in einer Lage wohnt, wo Häuser viel kosten und viel wert sind. Am Ende sitze ich dann nach einem Hausverkauf mit einem prall gefüllten Portfolio in einer 3 Zimmer Mietwohnung oder muss in den Osten ziehen, um mir ein Haus leisten zu können. Provokant formuliert.

  • Das aktuelle Haus ist aus Ende 1940 und renovieren würde sich nicht mehr lohnen. Aber im EG lebt aktuell noch ein Paar in einer netten Wohnung (Mieter). Der Rest vom Haus ist eher nicht mehr vermietbar und auch nicht bequem bewohnbar.

    Wenn ich sowas lese, würde ich arg bezweifeln, dass der oben genannte Wert von 2 Mio. realistisch ist. Ist das so ein tolles Grundstück? Wer hat denn den Wert bestimmt?

    Der ergibt sich m. E. aus dem, was dir bei Verkauf angeboten wird. In der Konstellation würde ich verkaufen und mich über die Hälfte des Erlöses freuen. Was du dann damit machst bzw. machen kannst, steht auf dem nächsten Blatt.

  • Wenn ich sowas lese, würde ich arg bezweifeln, dass der oben genannte Wert von 2 Mio. realistisch ist. Ist das so ein tolles Grundstück? Wer hat denn den Wert bestimmt?

    Der ergibt sich m. E. aus dem, was dir bei Verkauf angeboten wird. In der Konstellation würde ich verkaufen und mich über die Hälfte des Erlöses freuen. Was du dann damit machst bzw. machen kannst, steht auf dem nächsten Blatt.

    Das Haus wurde 2022 verschenkt, da war es laut der Berechnung des Steuerberaters 1,4kk wert inkl. Grundstück. Wir mussten dann Ende 2023 vom Finanzamt eine Schenkungssteuererklärung ausfüllen, hierbei hat uns der Steuerberater darauf aufmerksam gemacht, dass es inzwischen 1,9kk wert sei. ("der steuerliche Wert ist von 2022 1,4kk auf 1,9kk 2023 gestiegen. Es hat sich zum Jahreswechsel ein steuerliches Bewertungsverfahren geändert"). Die Preise von anderen Häusern in der Gegend kann man ja einfach recherchieren, was da für 1,3kk angeboten wird, kann ich selber kaum glauben. Die Lage ist einfach top und gefragt, da kann man anscheinend solche Mondpreise verlangen.


    Das Problem bei einem eventuellen Verkauf wäre (für mich), dass man eigentlich ein Topgrundstück hatte und "nur" noch ein Haus draufsetzen müsste und dann hätte man Ruhe. Günstiger bekommt man so etwas nicht mehr. Und es ist natürlich Heimat, von den Großeltern kurz nach dem Zweiten Weltkrieg gebaut bzw, das Grundstück gekauft.


    Was nützen mir dann 900k oder so im Depot, wenn ich irgendwo in einem weit entfernten Dorf in einer Mietwohnung sitze. Ich bin auch jemand, der gerne in seinem gewohnten Umfeld bleiben möchte und wo andere mit der Kohle ihre Time of Life haben und durch die Welt reisen würden, wäre es für mich das Größte, sich sozusagen sein eigenes Nest zu bauen.

  • Nach meinem Dafürhalten ist die vordringlichste Frage bei Dir nicht, ob Du Deine Sparbemühungen weiter in den MSCI World steckst, sondern was mit dem geschenkten Haus ist oder passieren soll.

    Das fragen wir uns auch seit einiger Zeit. Problem ist noch, ich habe eine ältere Schwester, die das Haus und Grundstück mit geschenkt bekommen hat. Pro Kind ist das Haus + Grundstück 1 [Million] wert.

    ...

    Weder meine Schwester noch ich haben aktuell Partner.

    Das kann in einer "Erbengemeinschaft" auch ein Vorteil sein.

    Sie würde es wohl eher verkaufen wollen, da sie es bevorzugt, flexibel zur Miete zu leben und wahrscheinlich irgendwann wegzieht. Ich würde gerne in der Gegend bleiben und auf dem Grund ein neues Haus bauen und eine Familie gründen.

    Ganz offensichtlich hat Dein Vater sich den Nießbrauch vorbehalten. Das spart Steuer, das verkompliziert aber die Lage. Auf diese Weise werdet Ihr das Anwesen nicht so ohne weiteres verkaufen können, jedenfalls nicht ohne seine Zustimmung. Wenn Du Deine Schwester auszahlen mußt, erscheint dieser Plan ohnehin unrealistisch.

    Dieses Haus ist der Elefant im Raum und auch eine wesentlich größere Entscheidung als die ETF-Frage.

    In der Tat.

    Es gibt zwar noch das Haus, wo ich mit dem Vater aktuell drin wohne (Gesamtwert 1 [Million] ca gesamt), aber da[rin] möchte mein Vater natürlich noch leben.

    Dein Vater arbeitet wohl noch; er mag Anfang 60 sein, er könnte auch erst 55 sein. Da kommen unter normalen Umständen noch viele Jahre.


    Da stellen sich eine ganze Reihe von Fragen, neben denen Deine ETF-Frage glatt verblaßt.

  • Da stellen sich eine ganze Reihe von Fragen, neben denen Deine ETF-Frage glatt verblaßt.

    Würde ich allerdings auch sagen. Hinzufügen möchte ich noch, dass das aus meiner Sicht, ich denke hier werden mir einige zustimmen, diese Fragen so zentral sind, dass du sie treffen solltest BEVOR du dein Risiko was deine anderen Anlagen angeht erhöhst.


    Anscheinend ist das Leben in einem Eigenheim ein „Traum“ von dir - es ist eine „Lifestyle-Entscheidung“, wie man so schön sagt. So liest es sich jedenfalls. In dem Fall sollte man alles was man an finanziellen Mitteln zur Verfügung hat auch als Eigenkapital in den Immobilienerwerb und (Neu-) -Bau einbringen. Und alles was man einbringen will/muss, das sollte man möglichst risikofrei anlegen bzw. „parken“ und es dann eben in die Immobilie einbringen. Danach kannst du dann wieder bzw. Vermehrt in Aktien gehen und bist dann vielleicht auch was das Risiko angeht etwas freier. Aber bis dahin? Du musst es wie gesagt selbst entscheiden, aber ich würde diese Frage erstmal klären wollen, zumal die Antworten eigentlich schon auf dem Tisch liegen sollten bei dir. Die Grundstücke sind da, wenn daraus nichts wird zumindest das Eigenkapital - in dem Fall kannst du auf die Suche gehen, wenn der Immobilienwunsch so konkret ist wie es klingt. Ist er doch nicht so konkret? Manche würden dann sagen „erstmal klären“. Hat natürlich auch viel mit dem Punkt der Familiengründung zutun, den du selbst genannt hast.


    Also: je konkreter der Wunsch, desto weniger Risiko würde ich fahren. Sollte er ganz konkret (im Sinne von zeitnah, in den nächsten Jahren) sein, dann wären Aktien, selbst der MSCI World, zu riskant. Ich kann verstehen, dass es „schmerzt“ so viel Geld einfach irgendwo bei niedrigem Zins zu parken. Aber wenn du nun alles irgendwie riskant angelegt hast, das Depot mal auf die Hälfte fällt und dann vielleicht nicht genügend da ist um deine Schwester auszuzahlen oder den Neubau zu finanzieren, oder die Immobilie die du verkaufen willst, um beispielsweise ein anderes Grundstück zu kaufen, bringt doch nicht so viel wie erwartet und du bist auf das was du aktuell in Aktien hast angewiesen… und es geht natürlich auch darum, dass du den Fokus auf die (vermutlich) wichtigste finanzielle Entscheidung in deinem Leben legst und dich nicht in Nebenschauplätzen verlierst.


    Die Frage kannst du nur selbst für dich klären. Und mit deiner Familie.